Witz

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Der Witz ist ein noch weithin unerforschtes Thema. Dennoch gibt es – wie zu fast allen unerforschten Themen – dazu vielfältige Systematiken.

[Bearbeiten] Statistik

Durch empirische Studien wurde folgende Häufigkeitsverteilung ermittelt:

[Bearbeiten] Erläuterungswürdige Varianten

[Bearbeiten] Alter Witz

Alte Witze, in Köln auch "olle Kamelle" genannt, sind eigentlich die meisten Witze. Auch die sogenannen Humoristen schreiben nur gnadenlos voneinander ab. Die 1% neuen Witze stammen entweder aus Uncyclopedia oder sind von einigen wenigen Genies.

[Bearbeiten] Aristokratenwitz

Diese Klasse von Witz hat eine ebensolange Tradition wie das Unverständnis der bezeichneten Kasten bezüglich desselben (wie auch für sämtliche anderen Belange der einfachen Bevölkerung). Dementsprechend wird die Queen 'mal wieder not amused sein, wenn ein derartiger Witz ihr Ohr bzw. ihr Hörgerät erreicht.

[Bearbeiten] Blondinenwitz

Höchstwahrscheinlich wurde dieser Witz von amerikanischen Filmschauspielerinnen geprägt – zumindest größtenteils blonde, auf dem ersten Bildungsweg gescheiterte Existenzen, die durch Zufall von Hollywood erfahren und dies in einem Moment geistiger Erhellung als ihre letzte Chance begriffen haben. Zwar taten sich Frauenvereine zunächst schwer gegen diese sexistische Form der Diskriminierung vorzugehen, spätestens seit dem ersten Bühnenauftritt von Otto Waalkes bzw. Verona Feldbusch Pooth dürfte aber selbst dem unterbelichtetsten deutschen Fernsehzuschauer klargeworden sein, dass Weiblichkeit bzw. blonde Haare keine zwingenden Voraussetzungen für das für gepflegte Unterhaltung notwendige Maß an Blödheit sind.

[Bearbeiten] Fußballwitz

Diese Spielart des Witzes kommt ohne nachvollziehbaren Inhalt aus, die bezeichneten Personen und Vereine sind zumindest theoretisch beliebig austauschbar. Dementsprechend verhält sich die Popularität derartiger Witze proportional zur Popularität der SPD in der jeweiligen Region, was die Regelmäßigkeit der Wahlsiege dieser Partei im Ruhrgebiet erklärt.

[Bearbeiten] Judenwitz

Da es sich bei den Juden um eine sehr einflussreiche bedeutende Rasse Religionsgemeinschaft handelt, wird der Judenwitz folgerichtig gemeinhin in zwei Unterarten unterteilt:

  • Judenfeindlicher Witz – Witz über Juden, von Nichtjuden erzählt
  • Jüdischer Witz – Witz über Juden, von Juden erzählt

Von der Veröffentlichung von Beispielen bzw. der weiteren Erläuterung wird abgesehen, da es im ersten Fall in Deutschland an der erforderlichen Rechtssicherheit mangelt (für Einzelheiten fragen Sie Ihr Verfassungsschutzministerium oder den Zentralrat der Juden) bzw. im zweiten Fall dem Autor dieses Artikels nicht möglich ist (er ist kein Jude).

[Bearbeiten] Mantafahrerwitz

Das Entstehen dieser Form des Witzes hat – Zweifel sind angesichts der eindeutigen Bezeichnung ausgeschlossen – eindeutig ein zumindest damals bekannter deutscher Autohersteller namens Opel verschuldet, da das bezeichnete Automobil – gerade im Vergleich zum damals ebenfalls populären Porsche – so gar nicht dem Verständnis deutscher Wertarbeit entsprach, das von Ludwig Erhard ein- und spätestens von Gerhard Schröder wieder ausgeführt (im Duktus seiner Zeit: „exportiert“) wurde. Die Gelackmeierten waren indes die gutgläubigen Käufer, die – selbstverständlich nach Ablauf des Rückgaberechts – zum Gespött der Öffentlichkeit wurden und nicht einmal mit Aussicht auf Erfolg – das amerikanische Prinzip der punitive damages existiert in Deutschland aus gutem Grund nicht – Opel deswegen hätten verklagen können.
Heutzutage ist diese Spezies des Witzes allenfalls noch in verschlafenen ostwestfälischen Dörfern anzutreffen; angesichts der Sparsamkeit der Deutschen – und etwa auch der schlechten Erfahrungen mit Citroën? – ist auch der Kauf eines Fiat seit langem kein Tabu mehr. Marken wie Lada, Seat, Škoda und Dacia machten schließlich die Mittelmäßigkeit zur Regel und einzig der beharrlichen Weigerung der Deutschen Bahn AG akzeptablen Nahverkehr einzuführen ist es zu verdanken, dass in Deutschland überhaupt noch Automobile in freier Wildbahn verkehren.

[Bearbeiten] Ostfriesenwitz

Gerüchten zufolge ist der Ostfriesenwitz entstanden, als Jörg Pilawa Oldenburg (nicht das in Holstein, sondern das in Oldenburg, welches – auf diesen Unterschied legen Oldenburger aus Oldenburg, nicht jedoch solche aus Holstein, allergrößten Wert – nicht (sic!) in Ostfriesland liegt) einen Besuch abstattete.
Bei einem gemeinsamen Bierumtrunk mit einheimischen Akademikern kam die Sprache auf seine Hamburger Herkunft, weshalb er dem zur damaligen Stunde fortgeschritten Konsum des spezifizierten Getränkes sowie der üblichen Geografiekenntnis deutscher Abiturienten geschuldet – sie deduzierten, da Hamburg östlich von West-, aber nicht westlich von Nordfriesland liege, müsse es folglich in Ostfriesland liegen – fälschlicherweise für einen Ostfriesen gehalten wurde. Pilawa widersprach dem unglücklicherweise auch nicht, da er nachvollziehbarerweise mit seinen Gedanken bereits in seiner Koje – ob einzeln oder doppelt belegt, ist nicht bekannt – war; sein im Vergleich zu den gelernten Studenten mangelhaftes Training in Sachen Alkoholkonsum tat ein Übriges, so dass seine völlig unbedarften Trinkkumpane begannen sich über ihn lustig zu machen und seine ihnen absolut unbekannten und bizarr erscheinenden Verhaltensweisen auf sämtliche Ostfriesen zu übertragen und um eigene Erfindungen zu erweitern – der Ostfriesenwitz war geboren.
Sehr zum Leidwesen des deutschen Fernsehpublikums griff ein leibhaftiger Ostfriese – im Gegensatz zu seinen Landsleuten, die sich durch derartige Witze zum Mistgabelweitwurf inspirieren ließen, sollte auch nur ein Oldenburger in Sichtweite geraten – namens Otto Waalkes (siehe bereits unter Blondinenwitz), welcher zur damaligen Zeit filmografisch bereits kein unbeschriebenes Blatt war, diese als Anregung für seinen neuen Film namens „Otto – Der Außerfriesische“ auf, wodurch die Existenz – und leider auch die unterstellte Lächerlichkeit – der Ostfriesen erstmalig auch den Menschen südlich des Weißwurstäquators zufällig – eigentlich wollten sie Ohnsorg-Theater schauen, taten sich aber nach dem Konsum mehrerer Weizenbiere mit dem Auffinden des richtigen Knopfes an der Fernbedienung schwer – bekannt wurde.

[Bearbeiten] Politischer Witz

Das Erzählen derartiger Witze ist in Deutschland potenziell gefährlich. Aus Bautzen wurde berichtet, dass deren Erzähler sogar mit radioaktiver Strahlung gefoltert wurden. „Alles Schnee von gestern. Die DDR gibt es nicht mehr – wir leben jetzt in einer freiheitlichen Demokratie“, mögen Sie jetzt sagen bzw. denken. Doch haben Sie sich nicht auch schon einmal gewundert, wie es sein kann, dass Ihre neuen Nachbarn alle diese schicken Dienstwagen fahren, während Sie sich allenfalls einen alten Daihatsu leisten können?
Jedoch gibt es von dieser Grundregel zwei wichtige Ausnahmen, die jeweils eine gesonderte Erwähnung rechtfertigen:

  • Witze über Nationalsozialisten – Hierbei handelt es sich um die einzige Unterart des politischen Witzes, die in Deutschland offiziell potenziell strafbar ist. Möglicherweise befürchten unsere Politiker, dass derartige Witze Analogien zu ihrem eigenen Verhalten aufzeigen.
  • Witze über Sozialisten – Diese waren aus Sicht der Bundes- sowie der westlichen Landes- und Kommunalregierungen zur Zeit des Kalten Krieges ausdrücklich (wenngleich unsere Politiker dermaßen weitsichtig waren, eine Dokumentation dieser Attitüde zu unterlassen) erwünscht, heutzutage werden sie von ihnen zumindest noch inoffiziell begrüßt. Allerdings sollte man sich mit dem Erzählen derartiger Witze in bestimmten Teilen Ostdeutschlands, zumindest aber in Berlin-Marzahn, zurückhalten, da dies bei der örtlichen Bevölkerung verständlicherweise Ausbrüche von Fremdenfeindlichkeit provozieren kann.

[Bearbeiten] Seniorenwitz

Diese Form des Witzes, mundartlich auch Rentnerwitz (veraltete Bezeichnung, die im Zuge der Rentenpolitik der FDP möglicherweise bald sinnentleert wird) genannt, ist streng genommen gar kein Witz, also weder fiktional noch gezielt übertrieben, sondern in aller Regel Realsatire wie z.B. der Klassiker unter den Seniorenwitzen: „Steht ein Rentner vor einem Fahrkartenautomaten...“

[Bearbeiten] Trabbiwitz

Beim Trabbiwitz handelt es sich eindeutig um eine Unterart des Witzes, es gibt jedoch vier gleichsam sinnvolle Untergliederungsmöglichkeiten:

  • Erstens handelt es sich, wenngleich grobschlächtige Genossen bisweilen Zweifel daran hegen, beim Trabant um ein absolut fahrtaugliches Automobil, welches sämtlichen deutschen Straßenverkehrsvorschriften mit Ausnahme derer bezüglich Umweltzonen genüge tut. Es wäre daher sinnvoll, den Trabbiwitz wie auch den Mantafahrerwitz (s.o.) den Automobil(isten)witzen unterzuordnen.
  • Zweitens wird bzw. wurde ein Trabant vornehmlich von Osteuropäern gefahren, weshalb es sich um eine Unterart des Fremdenfeindlichen Witzes handeln könnte.
  • Drittens war der Trabant auch bei den bekanntermaßen umweltfreundlichen Dänen sehr beliebt, weshalb – zumindest aus der Perspektive der damaligen Zeit – man ihn zu den Grünenfeindlichen Witzen bzw. Ökowitzen zählen kann.
  • Viertens wurde der Trabant im Auftrag der DDR-Regierung hergestellt, was die Zuordnung zur Gruppe der Politischen Witze geradezu aufdrängt.

Da jedoch mittlerweile selbst Wessis freiwillig (sic!) in diese – mit Verlaub gesagt – Museumsfahrzeuge (O-Ton Besserwessi: „Zonenschrott“) einsteigen, erscheint es sinnvoll, diesen aus in treuer aus dem Überfall auf Polen heraus geborener nationalsozialistischer Tradition gepflegter Missgunst gegenüber weniger wohlhabenden Nationen geborenen Witz mit dem ihm gebührenden Respekt zu Grabe zu tragen und sich einem friedvollen Zusammenleben in glückseliger Einheit zuzuwenden.

[Bearbeiten] Türkenwitz

Seine Hochzeit erlebte diese Form des Witzes zur Zeit der K.u.K.-Monarchie im damaligen Österreich-Ungarn (Die Ungarn haben sich mittlerweile abgespalten, da ihnen der ganze Schmäh zu bieder war.), daher stammt auch der Ausdruck „getürkt“, der jedoch im offiziellen Sprachgebrauch grundsätzlich – einzelne ausschließlich arisch besetzte Polizeireviere bilden hierbei eine insofern hervorzuhebende Ausnahme, als dass unsere lieben Freunde und Helfer dadurch einen wertvollen Beitrag zur Pflege einer vom Aussterben bedrohten Kultur leisten – angesichts seiner politischen Inkorrektheit keine Verwendung mehr findet – Präsident Obama wird schließlich auch nur noch an Stammtischen (und selbst dort auch nur nach reichlichem Trunk – man weiß schließlich nie, wie weit der lange Arm der CIA tatsächlich reicht!) als Nigger bezeichnet, und das obwohl er doch Mulatte ist!
Die inoffizielle Verwendung des Türkenwitzes ist jedoch nicht strafbar, was vermutlich daran liegt, dass es den Türken – im Gegensatz zu den Juden – bislang – offenbar mangels Geschlossenheit, keinesfalls jedoch mangels Masse – nicht gelungen ist einen Zentralrat zu gründen.
Weiterhin ist der Türkenwitz eine geeignete Selbstmordmethode, so man ihn denn in Neukölln erzählt – und dies möglichst laut!

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