Wels

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Der Wels gehört zur Gattung der flossenhufernden Müffelfische, entfernt verwandt mit dem gemeinen Dobrindt. Einziges Alleinstellungsmerkmal dieses gründelnden Monsters ist sein erdig-fauler Geschmack, unter Hardcore-Gourmets eine Delikatesse, unter Kindern und Normalverbrauchern noch weniger beliebt als Gammelfleisch und Brokkoli.

Badewels.jpg

Gemeiner Badewels nach einer Gesichts-OP, besonders schön nicht zu sehen, sind die entfernten knorpelverstärkten Barteln.

[Bearbeiten] Äthymol Ethnimolo Namensgebung

Die einzige Art, Welsfleisch genießbar zu machen, ist das Wälzen des Welses in mit reichlich Geschmacksunterdrückern (Anti-Glutamat), Maggi und Knoblauch angereichertem Paniermehl. Da der Namensgeber, ein debiler Fischer von der Elbe, eine Rechschreibschwäche hatte, kam es zu dem Namen Wels, korrekt müsste es allerdings Wälz heißen.

[Bearbeiten] Körperbau

Der Wels ist untersetzt, übergewichtig, schuppenlos und schleimig. Er hat über 70 Rippen am Körper und knorpelverstärkte Barteln im Gesicht, seine zwölfdornige Kiemenreuse ist hübsch anzusehen, besonders feiertags, der Rest eher nicht. Bei der hartstrahligen Rückenflossen wurde gespart, aber die gezähnte Brustflosse macht durchaus was her. Des Welses Kleid ist schlammig-braun-matschig-fäkalschwarz gefärbt, was ihn auch nicht schöner macht. Eine von gerunzelten Geschlechtswarzen übersäte Afteröffnung runden das allgemeine Erscheinungsbild negativ ab.

[Bearbeiten] Vorkommen

Den Wels gibt es von der Maas bis an die Elbe, vom Donezbecken bis nach Afghanistan und auch in Wanne-Eickel wurde er schon gesichtet. Versuche ihn nachhaltig auszurotten scheiterten bisher an seiner Widerstandfähigketi und dem Treiben einiger verwirrter Tierschützern. Der Wels fühlt sich ausschließlich in süßlichen Gewässern wohl, abgestandene Kloaken mit einem Schuss Industrieabwasser sind sein bevorzugter Lebensraum, aus diesem Grund breitet sich der Fisch zunehmend auch nach China aus, wo ihm derartige Habitate in großer Auswahl zur Verfügung stehen.

[Bearbeiten] Geschmack

Müsste man den Geschmack des Welsfleisches in Worten ausdrücken, läse sich das ungefähr so: Wuähwuähbährrrfffmmndrrgrruähwürggkötzl. Der faulige Erstgeschmack beim Erreichen des Gaumens wird durch einen modernden Abgang aufgewertet, das sehr fetthaltige Fleisch riecht schon aus drei Metern Entfernung gefährlich schlecht, selbst das Pökeln des Fleisches mit Rosenwasser und 4711 schafft hier keine Besserung. Besonders unter nekrophilen Grufti-Gourmets gilt der der Wels-Verzehr als sexuell stimulierend, der schale Geschmack evoziert beim Konsumenten dunkle Fantasien, das Schöne verblasst insgesamt.

[Bearbeiten] Politische Einstellung

Der Wels wählt traditionell links, er steht standhaft für die Gleichberechtigung aller Fische im globalen Gefüge. Imperialistische Fischarten wie der Dobrindt sind seine größten Feinde und er bekämpft diese Überfische mit allen ihm nicht zur Verfügung stehenden Mittel.

[Bearbeiten] Literatur

  • Der Fischer und seine Frau: Ich würge mich zu Tode. Erfahrungen beim Welsfang, ISBN 6-6469-1713-8
  • Reiner Calmund: Der schmeckt selbst mir scheiße. Finde den besten Flug, ISBN 9-3375-6265-9

[Bearbeiten] Presse

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