Wappen

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Das Wappen wurde im Mittelalter als psychologisches Hilfsmittel in Schlachten eingeführt. Sinn und Zweck dieser Erfindung war es, durch die Form, die einem zu einem positiven Grinsen geöffneten Mund gleichen sollte, den Eindruck von guter Stimmung innerhalb der Kompanie zu erwecken.

[Bearbeiten] Warum Wappen...

...und nicht erheiternde Parolen, wie "Wer früher stirbt ist länger tot" oder "Was du heute kannst besorgen, das verschiebe ruhig auf morgen"?
Die Einführung des Wappens ist dem Umstand geschuldet, dass zu mittelalterlichen Zeiten der Großteil des gemeinen Volkes - dem sogenannten Pöbel - schlichtweg nicht lesen konnte. Um also zu verhindern, dass der Steuereintreiber mit der Mistgabel vom Hof gejagt wurde, wenn er wieder die verstreut liegenden Weiler abzuklappern hatte, musste ihn der Bauer schließlich erkennen. Das gleiche galt für den Schulzen, den Landvogt, die Landsknechte und letzlich für den Landesherren selber.
Da eine Aufschrift auf dem grobgewebten Kittel also nichts genutzt hätte, wurde einem jeden Beamten des jeweiligen Landesherren also ein einprägsames Bild aufgemalt. Wie sich dieses ausnahm hing von der finanziellen Situation, der Kreativität und dem Hang zur Selbstdarstellung des jeweiligen Landesherren ab.

Einige Beispiele


Links: Das Banner Kunhos des Hurtigen deutete eindrucksvoll auf die Affinität des edlen Ritters zu stillen verschwiegenen Orten hin. Die edle gelbbraune Farbgestaltung deutet auf den erlesenen Geschmack des bei seinen Untertanen sehr beliebten Landesvaters und der Buchstabe K betont seine außergewöhnlichen Lese und Schreibfertigkeiten: Als einer der wenigen Ritter des Mittelalters konnte er selber ohne Hilfe und einigermaßen flüssig seinen Vornamen schreiben.

Mitte: Das Wappen des Adelsgeschlechts der Ritter von Haumichblau. Kurz nach Einführung des Wappens galt das Geschlecht als ausgestorben. Vermutlich ist dieses auf den Umstand zurückzuführen, dass alle Mitglieder dieses Hauses an einer ausgeprägten Farbenblindheit litten. In leicht abgewandelter Form blieb ihr Wappen jedoch bis heute erhalten und zwar als Flagge des südostasiatischen Staates Bangladesch.

Rechts: Das Wappen derer von Sack. Aufwändig gestaltet um zu verbergen, dass das Geschlecht nur wenige Generationen zuvor noch dem Bodensatz der Gesellschaft angehört hat.

[Bearbeiten] Was waren die Folgen?

Das Wappen entwickelte sich in den ersten Jahren nach seiner Einführung zu einem durchschlagenden Erfolg. Jeder wusste nun, wen er vor sich hatte, was er von diesem halten sollte und Schildermaler scheffelten einen Haufen Geld und nannten sich fortan Grafikdesigner. Soldaten wussten in der Schlacht, auf wen sie einzudreschen hatten und die Truppenmoral stieg gewaltig.
Es kam natürlich, wie es kommen musste. Jeder wollte ein Wappen. Nicht nur jeder von Stand, sondern bald auch jeder der was auf sich hielt, jede Stadt jedes Dorf und am Ende wurden sogar den Kühen Wappen eingebrannt, auf das jeder sofort sehen konnte, wessen Vieh er gerade stahl. Nach wenigen weiteren Jahren gab es bereits eine solche Fülle von Wappen, dass diese immer extravaganter werden mussten um nicht so schnell verwechselt zu werden. In der Bevölkerung trat ein Stimmungsumschwung ein und der größte Teil der inzwischen verhassten Grafikdesigner wurde zu Lese- und Schreiblehrern zwangsumgeschult. Die Bevölkerung lernte lesen und das Wappen wurde eigentlich überflüssig. Das machte zwar die meisten nicht umgeschulten Grafikdesigner arbeitslos, aber dieser Preis wurde damals gerne in Kauf genommen. Diejenigen, die noch Aufträge bekamen, nannten sich die nächsten Jahrhunderte erst mal wieder ganz bescheiden Schildermaler.

[Bearbeiten] Warum gibt es heute immer noch Wappen?

Wappen muenster

Das Wappen der Stadt Münster (Westfalen). Dargestellt ist die lokale Liebe zum Fahrrad. Das Wappen erinnert weist noch die Urform, den stilisierten, grinsenden Mund auf.

Portunesia

Die freie republik Portunesien versucht mit ihrem Wappen Individualität und Lifestyle zu implizieren

Das Wappen heute immer noch in Gebrauch sind hat diverse Gründe:
Zum einen glauben viele Staaten, Städte und Gemeinden, dass sie sich positiv von anderen Staaten, Städten und Gemeinden abheben würden, wenn sie nur ein möglichst auffälliges Wappen führen. Ein schönes Beispiel hierfür ist der Staat Portunesien. Anderswo wird mithilfe des Wappens einfach auf charakterliche Besonderheiten oder stattliche Eigenheiten verwiesen, wie im Falle der Stadt Münster. Im Falle von Familienwappen ist es jedoch selten mehr als reine Wichtigtuerei.
Wird zusätzlich noch die These in den Raum geworfen, dass die Menschheit zweifelsohne progressiv an Intelligenz verliert, sollte eine Folge davon eine sinkende Alphabetisierungsrate der westlichen Welt sein. Böse Zungen behaupten, aus diesem Grunde würden auf österreichischen und schweizerischen Nummernschildern bis heute die Bundeslands bzw. Kantonswappen geführt.

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