Villeroy&Boch

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Die Firma Villeroy & Boch ist heutzutage der Hersteller der härtesten Kloschüsseln der Welt. Und das kam so:
Im Großen Vaterländischen Krieg (1 von N) lagen sich Franzosen (Froschfresser) und Deutsche (Boches ) wiedereinmal unversöhnlich in den Gräben gegenüber. Zum wiederholten Male hatte der deutsche Scharfschütze Hanns G. dem französischen Oberkommandierenden Jennerall Bo'dschamber die Schüssel unter dem Hintern weggeschossen. So konnte es nicht weitergehen !!! Man entsann sich im französischen Regiment des Schützen Villeroy, im zivilen Berufe Feinkeramiker, und beauftragte ihn damit, der Sache ein Ende zu setzen.

Villeroy entwarf Schüssel um Schüssel, jede ausgeklügelter als ihr Vorgänger, und jedes Mal schoß der Boche sie entzwei. Auf beiden Seiten wurde gekämpft bis auf Äußerste: Villeroy verwandte die härtesten Keramiken seiner Zeit, fünffach gebrannt im Kanonenofen, und der Boche setzte immer wirksamere Waffen, zuletzt sogar die Dicke Berta ein, um sie zu zerstören, was auch gelang. Villeroy und der Boche begannen über die Gräben hinaus zu spüren, daß das der Beginn einer wunderbaren Partnerschaft war, und sie fingen an Spaß zu haben am Entwerfen und Kaputtschießen, während sich die anderen um weitaus schnödere Dinge zankten.

Dann war der Krieg plötzlich aus, und Villeroy machte sich in den schlammigen Gräben des ehemaligen Feindes auf die Suche nach seinem großen Gegenspieler. Neben der explodierten Lafette der Dicken Berta entdeckte er einen einsamen linken Fuß in einem deutschen Stiefel: Das mußte er sein ... ein alter ego, sein Bruder im Geiste !! Ganz so hatte er sich das erste Treffen natürlich nicht vorgestellt, und nach einigen artigen Versuchen, zum Kennenlernen ein wenig Smalltalk zu betreiben, ließ er die Sache sein und kehrte an seinen Heimatort zurück.

Dort gründete Villeroy seine Keramikfirma in der Gewißheit, daß nichts und niemand (mehr) in der Welt seine Ware kaputtmachen könne - und so war es. Aus Freundschaft und Dankbarkeit nannte er die Firma Villeroy & Boche .

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