Verfahrenstechnik

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Die Verfahrenstechnik ist eine der Ingenieurswissenschaften. Sie beschäftigt sich überwiegend damit, Produktionsprozesse zu kreieren und optimieren, Automatisierung zu forcieren und Synergien zu stimulieren. Summasumarum mit all dem, was die Herstellung von Allem billiger und damit die Wertschöpfung größer macht.

[Bearbeiten] Verfahrenstechnik in der Realität

„Die schönste der schwarzen Künste“

~ Dr. Heinrich Faust über Verfahrenstechnik


Die Verfahrenstechnik ist diejenige unter den Ingenieurswissenschaften, die sich als einzige echte Nachfolgerin der Alchemie sehen darf. Aber sie beinhaltet nicht nur Alchemie, sondern auch wesentlich okkultere Komponenten, wie schwarze Magie und Schamanismus.
An dieser Stelle eine Frage für alle Ungläubigen, die glauben, es könne alles naturwissenschaftlich auf der Basis allgemein anerkannter Naturgesetze erklärt werden: Wie kann es gelingen, aus einem oder mehreren Haufen preislich nicht erwähnenswerten Drecks nicht genau bestimmter Zusammensetzung, der aufs Geratewohl gemischt und irgendwelchen Temperaturen ausgesetzt wird, die nicht näher bestimmte stoffliche Prozesse auslösen, ein wirklich teures Endprodukt werden, wenn da nicht dunkelste Mächte im Spiel sind?
Und wer hatte die Idee, unedles Material zu Gold (im übertragenen Sinne jetzt mal) zu transmutieren zuerst?! - die Alchemisten.

[Bearbeiten] Spielarten der Verfahrenstechnik

Es gibt fünf Hauptzweige der Verfahrenstechnik:

  1. Mechanische Verfahrenstechnik: Draufschlagen, bis aus billigen großen Brocken teure kleine Bröckchen werden.
  2. Chemische Verfahrenstechnik: Mischen und abwarten, ob irgendwas passiert
  3. Elektrochemische Verfahrenstechnik: Mischen, in eine Wanne voll Wasser werfen, Strom dazu und zusehen, was passiert. Oder direkt Strom dazu und schmelzen lassen.
  4. Thermodynamische Verfahrenstechnik: Mischen, heiß machen und hoffen, dass es nicht explodiert. Außer es soll. Aber dann tut es das nicht.
  5. Biologische Verfahrenstechnik: Geld mit Scheiße machen. Oder einen Homunculus erschaffen. Den aber bitte nicht aus Scheiße.


Alle anderen Unterarten der Verfahrenstechnik sind entweder keine echte Verfahrenstechnik oder nur Unterarten einer der Unterarten. So wie die Pharmazeutik. Das ist nichts weiter als chemische Verfahrenstechnik, auf der Basis der Hoffnung, dass das Transmutat in dem, der es schluckt etwas umbringt, ohne den armen Schlucker selbst etwas umzubringen. Per Definitionem kann es auch auf alle Zeit nur fünf Hauptzweige der Verfahrenstechnik geben. Der Grund folgt gleich im nächsten Diagramm:

VTP.png


Damit dürfte auch für den letzten Ungläubigen die Verfahrenstechnik als Nachfolgerin der Alchemie legitimiert sein. Und die Frage beantwortet, warum es nur fünf Hauptgebiete geben kann.

[Bearbeiten] Ein Arbeitstag in der Verfahrenstechnik

07:00 Arbeitsbeginn. Wie der Verfahrenstechniker geschlafen hat und was er zum Frühstück hatte braucht niemanden zu interessieren. Ob er mit dem eigenen Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit gekommen ist auch nicht.
07:30 Der Verfahrenstechniker nimmt die erste Prozesskontrolle vor. Vier von sechs wichtigen Anzeigen stehen im roten Bereich. Der Verfahrenstechniker nimmt es gelassen und stellt die Alarmgrenzen seiner Anlage neu ein.
08:00 Etwas kommt aus der Anlage. Es sieht nicht so richtig aus wie es sollte, aber das ist erst mal kein Grund zur Sorge. Vielleicht sieht das Nächste ja besser aus.
08:20 Das Nächste ist nur noch ein formloser Klumpen.
08:37 Der Verfahrenstechniker ändert ein paar Werte am Computer
10:14 Nachdem jetzt nur noch einzelne Flöckchen zu Tage kommen flucht der Verfahrenstechniker herzhaft und macht sich an den manuellen Stellventilen zu schaffen.
10:20 Es kommt gar nichts mehr raus. Der Griff zu den Ventilen war ein Griff ins Klo.
11:30 Alles läuft wieder. Es kommen wieder tetraedrische Teile aus der Anlage und die haben auch noch die richtige Konsistenz.
12:00 Mittagspause
12:45 Jetzt bringt die Anlage wieder weiche, formlose Klumpen Klumpen hervor.
13:20 Der Verfahrenstechniker ändert 13 Parameter gleichzeitig.
14:00 Es kommen jetzt Dinge aus der Anlage, die aussehen, als hätte jemand eine fette Kröte mit einem Sellerie gekreuzt und das, was da Gottes Schöpfung beleidigt, sich mit einer Kreuzung aus Ziegenkopf und Karotte gepaart und ein paar verkrüppelte Bastarde zur Welt gebracht.
14:05 Der Verfahrenstechniker lächelt wissend und schlendert dreimal um seine Anlage, wobei er seltsame Beschwörungsformeln in einer fremdartigen Sprache murmelt. Anschließend verschwindet er in seinem Büro, dass er daraufhin verdunkelt.
14:45 Schwarze Wolken ziehen auf und machen den Tag zur Nacht. Die Erde bebt, Donner grollt und während rote Blitze über das Firmament ziehen, alle Hunde der näheren Umgebung erbärmlich jaulen und ein unheimliches Lachen die restliche Belegschaft dazu bringt, unter möglichst massiven Bauteilen Deckung zu nehmen, vollzieht sich eine ungeahnte Wandlung mit dem Produktionsgut: Alles wieder in Ordnung, keine Beanstandung an Form, Konsistenz, Geruch oder Farbe. Und während sich so gegen 15:00 Uhr der Schwefelgestank zu legen beginnt, kommt der Verfahrenstechniker wieder aus seinem Büro. Er ist ein bisschen blass vom Blutverlust und ein bisschen schlecht ist ihm auch, von den Dingen, die er sonst noch tun musste, aber seine Lippen umspielt ein selbstgefälliges Grinsen. Lediglich ein Kröten-Ziegenkopf-Was-auch-immer, das verlassen auf dem Boden liegt, erinnert noch an die Ereignisse der vergangenen Stunden. Der Verfahrenstechniker kickt es in Richtung Ausschusskübel, wo ein Lehrling es neugierig begutachtet und aufhebt. Auf Geheiß seines Lehrmeisters schmeißt er es schnell in den Kübel.
15:30 Der Verfahrenstechniker begutachtet die Visualisierung seines Produktionsprozesses. Er wirft einen Blick auf den Produktionsplan und beginnt mit einem leisen Seufzen, den Produktionsprozess für das Produkt des nächsten Tages einzurichten.
17:30 Der Verfahrenstechniker macht Feierabend. Beim Verlasesen des Werks bemerkt er, dass der Lehrling allmählich eine grüne Hautfarbe annimmt und sein Körper beginnt sich langsam etwas ungünstig zu proportionieren. Tja, Neugier war der Katze Tod. Das gilt auch für Lehrlinge. Nun, wenn der Junge am morgigen Tag noch in der Lage sein sollte, einen Arzt aufzusuchen, sollte er das dringend tun.

[Bearbeiten] Test – Sind Sie zum Verfahrenstechniker geeignet!


Frage 1 von 5
Haben Sie einen Hang dazu, sich über Dinge zu wundern?

A) Ja
B) Ich wundere mich aus Prinzip über gar nichts!
C) Dafür bin ich viel zu cool!

Frage 2 von 5
Was sehen Sie in diesem Bild?

Rorschach blot 01.jpg


A) Satan
B) gar nichts
C) Mööööpse

Frage 3 von 5
Tragen Sie gerne karierte Hemden?

A) Nein
B) Ist mir doch egal!
C) Karierte Hemden sind was für Holzfäller und Maschinenbauer

Frage 4 von 5
Was ist schwerer – Ein Kilo Gold oder zwei Pfund Blei?

A) Blei
B) Ist mir ganz egal, ich nehm' das Gold!
C) Pfund ist keine IUPAC-standartisierte Einheit, also entbirt die Frage jeder wissenschaftlichen Grundlage

Frage 5 von 5
Ein Mann gräbt an einem Tag ein Loch von 1mx1mx1m. Wie lange braucht er für ein Loch von 3mx3mx3m?

A) 3 Tage
B) Weichei!
C) Verfahrenstechniker graben keine Löcher!

[Bearbeiten] Auswertung

Überwiegend A: Sie haben keinen Plan von irgendwas und haben einen Hang zur Selbstdarstellung. Und Satan geht immer, nicht wahr?

Überwiegend B: Gratuliere, Sie haben das Zeug zum Verfahrenstechniker. Ob das jetzt ein Gewinn für Sie ist, steht auf einem anderen Blatt.

Überwiegend C: Sie sind nicht im geringsten dazu geeignet Verfahrenstechniker zu werden. Eigentlich haben Sie nur die Antworten genommen, die Ihnen erst mal richtig cool vorgekommen sind.

[Bearbeiten] Literatur

Crowley, Aleister: Schwarze Kunst und Teufelswerk. Blocksberg, ISBN 1-8532-5685-9
Faust, Dr. Heinrich: Mit Alchemie und Schwarzmagie zum Homunculus. Blocksberg, ISBN 2-3845-9633-2
Schwarz, Bernhard: Faszination Alchemie. Vatikanische Waffenkammer, Rom, ISBN 0-0741-9139-8
Böttger, Johann Friedrich und von Tschirnhaus, Ehrenfried Walther: Verfahren in der Technik. Bone China, ISBN 0-7741-2609-3

Spezialprojekte
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