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Politik (Welt), 10.6.2018:

Nach Alexander Gaulands Bekenntnis, einer Partei anzugehören, die nur ein Fliegenschiss in der Geschichte sei, zeigte ihm Donald Trump, wo der Hammer hängt: Mit seinem per Unterschrift unter das Memorandum des G7-Gipfels in Kanada bekundeten Einvernehmen mit den Staatschefs der anderen sechs Wirtschaftshybrisstaaten, das er nur wenige Stunden später per Twitter wiederrief, bewies der US-Präsident, dass eine Unterschrift von ihm nichtmal einen Fliegenschiss wert ist.

In einer anderen Partei, die sich Linke nennt, sich aber teils nach rechts verrennt, kennt jeder die am häufigsten und am weitesten nach rechts sich verirrende Linke. Auch ihre, Sahra Wagenknechts Zustimmung zum Parteitagsbeschluss für eine flüchtlingsfreundliche Politik hielt keine vierundzwanzig Stunden, da rechnete sie schon wieder neunmalklug vor: "... wir können aber nur soundsoviel aufnehmen!"

Das kann sie ja denken und im Zweifelsfall als Fraktionsvorsitzende auch durchsetzen, aber solange die Fraktion sich noch garnicht befasst hat mit den Parteitagsbeschlüssen, gelten halt diese noch. Wagenknecht hat anscheinend Politik so wenig begriffen wie Trump. Ist sie jetzt Trittbrettfahrerin seines von Pfälzer Bauernvorfahren geerbten Mottos "Die dümmsten Bauern ernten die dicksten Kartoffeln" ??? Macht sich Wagenknecht klein zum "Trumpinchen"? Fragen über Fragen, deren Antwort vielleicht in Untiefen der Flachphilosophie namens Populismus begründet ist, als deren Glücksritter sich Trump und Wagenknecht offenbar verstehen. Nur bedeutet deren zweifelhaftes Glück leider nicht gerade das Glück der Menschheit geschweige denn der USA oder Deutschlands, oder auch nur der US-Partei Republikaner oder der deutschen Linken.
noch unnützere UnNews
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