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Masar-e Scharif (Afghanistan), 28.05.2010: Wie erst nach und nach bekannt wird, ist Bundespräsident Horst Köhler zu Pfingsten ein ärgerlicher Fehler in einem Interview mit dem Deutschlandradio unterlaufen. Von einem unerfahrenen Journalisten wurde er auf dem Rückflug von Afghanistan dermaßen unprofessionell befragt, dass ihm unbeabsichtigt Einzelheiten der deutschen Kriegsstrategie herausrutschten, die zwar offensichtlich, aber eigentlich geheim sind.

Politische Beobachter finden den Vorgang an sich nicht erstaunlich, denn der bürgernahe Präsident ist in Abwesenheit eines Teleprompters für unstrukturierte Äußerungen bekannt. Erstaunlich ist vielmehr, dass Köhler überhaupt über so viel Insiderwissen verfügt, denn wegen seiner mangelnden Diskretion wird er schon länger nicht mehr in die tagesaktuellen Geheimnisse deutscher Politik eingeweiht. Von den Gesetzen, die ihm zur Unterschrift vorgelegt werden, bekommt er stets nur die jugendfreie Fassung zu Gesicht.

Nachdem das Kind nun aber in den Brunnen gefallen ist und die deutsche Öffentlichkeit nun auch offiziell weiß, dass der Krieg in Afghanistan und die sonstigen Auslandseinsätze der Bundeswehr auch und besonders den deutschen Außenhandelsinteressen dienen, möchten wir von UnNews der deutschen Bundesregierung zurufen: „Ja, verdammt! Sagt das doch gleich! Hätten wir von Anfang an gewusst, dass die deutschen Auslandseinsätze der Stärkung unserer Wirtschaft dienen, dann hätten wir uns gehütet, dagegen zu stänkern! Wir zittern hier um den Euro und stehen Finanzkrisen durch, ohne zu wissen, dass unsere Soldaten draußen im heldenhaften Kampf für den deutschen Export im Felde stehen und fallen! Solidarität mit unseren Kriegern!“

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