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München (Bayern), 28.09.2007: Auf dem Parteitag der CSU mehren sich die Anzeichen, dass Parteichef Edmund Stoiber es sich mit seinem Abgang doch noch einmal überlegen könnte. Stoiber badete im Beifall der Delegierten und wurde mit Blumen und anderen Liebesbeweisen überschüttet. Wer die entschlossene Miene des Landesvaters deutet, kann sich vorstellen, dass er doch noch ein Jahrzehnt dranhängt oder zwei. Stoiber hat bereits bekundet, dass er sich große Sorgen um die Partei macht, der eine Zerreißprobe zwischen den drei potentiellen Nachfolgern als Vorsitzende, Gabriele Pauli, Horst Seehofer und Erwin Huber, bevorsteht, wenn Stoiber selbst nicht noch mit einem Machtwort eingreift. Und auch das Land Bayern - ist es in den knochigen Händen eines Protestanten namens Günter Beckstein wirklich gut aufgehoben? Kann man sich Bayern, kann man sich die CSU ohne einen Edmund Stoiber überhaupt vorstellen?

Immerhin, auch in Europa warten wichtige Aufgaben auf Stoiber. Er soll die neugegründete Eingreiftruppe für flächendeckenden Demokratieabbau leiten. Aus gewöhnlichen Kreisen verlautete inzwischen jedoch, Stoiber habe Geheimgespräche mit Beckstein geführt und ihm angeboten, die Positionen zu tauschen. Stoiber bliebe Landesvater, und Beckstein hat ohnehin mehr Erfahrung mit Demokratiebekämpfung.

In diesem Szenario, wenn also Stoiber in Bayern bleibt und Beckstein nach Brüssel geht, wäre nur noch der Innenministerposten neu zu besetzen. Um eine Spaltung der Partei zu verhindern, müsste Stoiber dann Gabriele Pauli ins Kabinett holen. Es wäre ein staatsmännischer Akt. Ein Akt vom Format eines Edmund Stoiber.

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