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München (Bayern), 02.09.2007:

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Es sind nur noch wenige Wochen, dann wird Günther Beckstein als Nachfolger von Edmund Stoiber als bayerischer Ministerpräsident vereidigt. Seine in der BamS veröffentlichten Grundzüge einer neuen Regierungspolitik hat er in einem Interview mit UnNews noch einmal präzisiert:
UnNews: Herr Beckstein, wie kamen Sie auf die Idee, bei Ihrer bevorstehenden Vereidigung zum bayerischen Ministerpräsident mit Glatze und Springerstiefeln aufzutreten?

Beckstein: Die CSU muß auch in Zukunft nicht nur eine Partei der Mitte, sondern auch für Wähler auf der demokratischen Rechten offen sein. Ich sehe es als meine ganz persönliche Aufgabe an, dass sich Menschen, die sagen: Ich bin stolz ein Deutscher zu sein, bei uns wohlfühlen. Deshalb ist es wichtig, diesen Menschen hier auch optisch ein eindeutiges Signal zu geben. Bekanntlich fischt ja auch Oskar Lafontaine nach Wählern am rechten Rand und der hat ebenfalls nicht mehr allzuviele Haare. Da müssen wir dagegenhalten und einfach noch eins draufsetzten.

UnNews: Und sie denken, die "Glatzen" lassen sich von einer Glatze beeindrucken?

Beckstein: Davon gehe ich aus. Man muß diesen Leuten auf eine ganz bestimmte, einfach zu verstehende Art und Weise sagen: Ich gehöre zu euch! Und wir von der CSU wollen euch willkommen heißen. Eine Demokratie, in der es nur eine Mitte gibt, wäre doch total langweilig.

UnNews: Tatsächlich...?

Beckstein: Ja. Und um das zu verdeutlichen, werden wir auch unser CSU-Parteilogo ein wenig umgestalten. Als Vorlage hierfür wird die Schriftführung, wie sie von den germanischen Runen her bekannt ist, dienen. Wie wir alle wissen, läßt sich damit speziell das "S" in der Mitte besonders markant darstellen.

UnNews: Kann man sagen, die CSU möchte die NPD und andere derartige Parteien rechts überholen? Befürchten Sie dann nicht, dass der Verfassungsschutz dann auch ihre Partei ins Visier nimmt und evtl. V-Männer einsetzt?

Beckstein: Nun, da habe ich keine Bedenken. Und wenn schon. Auch unsere Mitgliederzahlen sind in den letzten Jahren ein wenig gesunken und da könnten wir ein paar professionelle Mitstreiter ganz gut gebrauchen. Außerdem gibt es keinen besseren Schutz vor einem möglichen Verbotsantrag der CSU beim Bundesverfassungsgericht.

UnNews: Was hat die CSU diesen rechten Wählern denn konkret zu bieten?

Beckstein: Wir sind zum Beispiel eine Partei, die Sicherheit und Ordnung Vorrang gibt. Ich selbst bin lieber ein harter Hund für law and order als ein Weichei für Unrecht und Unordnung. Einer Lockerung des Waffengesetzes sollte nichts im Wege stehen. Und wer abends nach 22.00 Uhr auf offener Straße angetroffen wird und sich nicht als CSU-Mitglied ausweisen kann, wird wird umgehend in polizeilichen Gewahrsam genommen. Um die Verhörmethoden effektiver zu gestalten, erwarten wir demnächst eine amerikanische Expertencrew, die auch schon im Irak und in Guantanamo hervorragende Arbeit geleistet hat. Unser mittelfristiges Ziel ist eine Verbrechensquote von -20%.

UnNews: Minus 20%? Wie muss man sich das vorstellen?

Beckstein: Ganz einfach. Sobald bei einer Person auch nur der Gedanke an eine mögliche Straftat aufkommt, hat diese bei der Polizei eine präventive Selbstanzeige vorzunehmen. Man bekommt dann ein Schild mit der Aufschrift: Ich wäre beinahe zum Verbrecher geworden um den Hals und muß damit eine Stunde durch die Fußgängerzone laufen. Unsere Psychologen versprechen sich dadurch eine enorme abschreckende Wirkung.

UnNews: Herr Beckstein, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Quellen Bearbeiten

  • Bild am Sonntag