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Berlin (München), 22.12.2008: Guantanamo soll nach dem Willen des designierten US-Präsidenten Barack Obama 2009 geschlossen werden. Nicht nur er stellt sich die Frage, wohin man die mutmaßlichen Schwerverbrecher danach verfrachten soll. Niemand gewährt gerne dem ehemaligen persönlichen Masseur Osama bin Ladens Asyl. Auch Kammerjäger, Höhlenmaler, Vorkoster, Hofnarr und Kopfhautentlauser stehen vor einer ungewissen Zukunft. Lediglich Portugal signalisierte bisher Bereitschaft zur Aufnahme der schweren Jungs. Deutschlands Außenminister Fritz-Hans Steinmeier würde gerne ein ähnliches Angebot gemacht, hat jedoch kurz vergessen, dass die Bundesrepublik föderalistisch aufgebaut ist. Prompt fuhr ihm der bayerische Innenminister Joachim Herrmann in die Parade und lehnte eine Aufnahme ab: Sein Bundesland sei bereits bis oben hin voll mit religiösen Fanatikern. „Das Boot ist voll!“ ließ er über seinen Sprecher verkünden.

Vielleicht nimmt Barack Obama aber auch einfach Chinas Angebot an: Im Reich der Mitte würde man die ehemaligen Häftlinge mit offenen Armen empfangen - diese seien nämlich bereits an Folter gewöhnt. Und in China hat man nie genug Objekte, an denen die republikeigenen Folterer ihr Staatsexamen ablegen können.

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