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München (Bayern), 23.05.2009: Ganz Deutschland fiebert dem spannenden Bundesligafinale entgegen. Nachdem Bayern München aller Voraussicht nach den Meistertitel heuer dem VfL Wolfsburg überlassen muß, soll zuumindest mit Platz 2 die Championsleague-Teilnahme gesichert werden, was ca. 30 Mio. Euro in die Vereinskasse spülen dürfte. Um sich diesen Vizemeister auf jeden Fall zu sichern, hat Uli Hoeneß, der Bayern Manager, nun einen völlig neuartigen Weg eingeschlagen. UnNews gelang es, mit ihm kurzfristig ein Unterview zu führen, wo er mit einer sensationellen Meldung aufwartete.

UnNews: Herr Hoeneß, das Spiel gegen den VfB ist nahezu überlebenswichtig für den FC Bayern...

Uli Hoeneß: Das kann man durchaus so sehen. Deshalb haben wir auch alle Vorbereitungen getroffen, sodass heute nachmittag eigentlich nichts schief gehen kann.

UnNews: Das heißt, alle Spieler sind topfit und bestens motiviert?

Uli Hoeneß: Selbstverständlich. Wir haben jetzt ja wieder einen richtigen Fußballlehrer. Aber darauf allein wollten wir uns nun doch nicht verlassen.

UnNews: Wie ist das zu verstehen?

Uli Hoeneß: Nun, zum VfB hatten wir schon immer ein recht gutes Verhältnis und da haben wir nun diese Woche einen Deal eingefädelt, der in der Geschichte der Bundesliga einmalig sein dürte.

UnNews: Herr Hoeneß, Sie machen uns neugierig.

Uli Hoeneß: Unser Schatzmeister hat ausgerechnet, dass wir mit einer Championsleague-Teilnahme in der kommenden Saison bis zu 30 Mio. Euro verdienen können. Da wollten wir einfach nichts dem Zufall und einem unkontrolliert über den Rasen hoppelnden Ball überlassen. Da habe ich zum Hörer gegriffen und Stattgarts Manager Heldt angerufen.

UnNews: Und über was haben Sie gesprochen?

Uli Hoeneß: Nun, ich habe ihm quasi ein "unmoralisches Angebot" gemacht. Ich habe ihn gefragt, ob er sich vorstellen könnte, dem FC Bayern für 20 Mio. den Sieg zu überlassen.

UnNews: Herr Hoeneß, das sagen sie so offen? Ist das denn nicht Bestechung?

Uli Hoeneß: Was heißt schon Bestechung? Wir müssen im Sport ganz einfach noch einen Tick professioneller werden. Moderne Fußballvereine sind nichts anderes als Großkonzerne.

UnNews: Und wie hat Herr Heldt reagiert?

Uli Hoeneß: Zunächst war er schon etwas sprachlos und lehnte ab, aber als ich ihm dann aufzeigte, was er mit diesen 20 Mio. in Stuttgart alles machen könnte, willigte er schließlich ein.

UnNews: Wie soll denn das Ganze über die Bühne gehen?

Uli Hoeneß: Das Spiel wird ganz normal ablaufen. Der Zuschauer wird überhaupt nichts bemerken. Wir haben zunächst mal ein 1:0 vereinbart, das würde ja reichen. Sollte aber der VfB, durch welche Umstände auch immer, ebenfalls ein Tor schließen, wird es ein 2:1 geben. Wenn unsere Stürmer gut drauf sind, wäre auch ein 3:1 denkbar. Aber das ist eigentlich nebensächlich.

UnNews: Und was ist mit dem Schiedsrichtergespann?

Uli Hoeneß: Die schwarzgekleideten Herren sind natürlich auch eingeweiht. Ihr Wohlwollen hat uns natürlich auch etwas gekostet, aber Schiedsrichter sind eigentlich sehr genügsam. Es ist in Insiderkreisen ein offenes Geheimnis, das man bereits für 100.000 Euro einen unberechtigten Elfmeter bekommen kann.

UnNews: Das sind ja ungeheuerliche Nachrichten. Für so manchen Fußballfan dürfte eine Welt zusammenbrechen.

Uli Hoeneß: Nur für die wirklich Naiven. Der normale Fan wird die wirtschaftliche Notwendigkeit solcher Maßnahmen einsehen. Was haben wir davon, wenn die Championsleague künftig nur noch von Vereinen russischer Oligarchen oder irgendwelcher Ölscheichs gewonnen werden kann?

UnNews: Herr Hoeneß, Sie sind angetreten, den deutschen Fußball zu revolutionieren. Das wird Ihnen gelingen.


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