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Hamburg (Deutschland), 15.04.2010: In Sachen Klientelpolitik zeigte sich die FDP schon immer als äußerst investigativ. Bundesaußenminister Guido Westerwelle eröffnete nun die Offensive an die Jugend. An die noch blutjunge unschuldige Jugend. Mit einem Interview in der Jugendzeitschrift BRAVO pirscht sich der smarte Promiminister in die Traumseiten der 9 bis 15jährigen, um sich zwischen Dr. Sommer und der Foto-Lovestory zu verewigen. In gleicher Augenhöhe mit Jonny Depp, der angeblich ein großer Fan des Deutschen Kerls ist, gab sich Westerwelle cool, jugendlich spritzig und äußerst freizügig.

Westerwelle-cartoon

Cool, lässig und das gefühlte Alter eines 14jährigen machen den Außenminister auch im Inneren äußerst attraktiv

So habe er schon mit elf Jahren im abgedunkelten Keller seiner Eltern sich "mit Bier und anderen Jungen vergnügt, anstatt Mathe, Bio und Chemie zu pauken". Auch zu seiner Sexualität nahm der FDP-Chef kaum ein Blatt vor den Mund. Zwar hatte er "Dr. Sommer" gelesen, "aber die richtigen Praktiken fürs Leben habe ich auf der Realschule, einer reinen Jungenschule, gelernt", so der Minister. "Die Erfahrungen dort unter Gleichgesinnten prägten" ihn in vielen Ausrichtungen des Lebens und ebneten den Weg für sein erfolgreiches Dasein als Politpromi.

Dass das Interview in der BRAVO als Werbung für künftige Wählerschaften gelten könnte, wiegelte der Außenminister ab. Es gehe hier um "coole liberale Tugenden, wie Disziplin, Fleiß und Arbeit." Wichtig sei auch die innere Bereitschaft: "Wenn man tagtäglich, wie ich, aus Unfähigkeit auf die Schnauze fliegt, heißt es immer wieder aufzustehen und der Welt das freche Grinsen zu zeigen." Zum Abschluss verriet Westerwelle noch, dass er sich gerne mit dem Depp aus Amerika in freier Oberkörperpose hätte ablichten lassen. Seine Berater hätten aber davon abgeraten und dies für die nächste Ausgabe des EXIT-Magazins geplant.

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