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Potzblitzhagen (Deutschland), 27.03.2009: Mit einem verbreiteten Aberglauben hat heute die Max-Planck-Institut für experimentelle Philosophie in Potzblitzhagen endgültig aufgeräumt. In einer Pressemitteilung des Instituts heißt es, im Gegensatz zur landläufigen Ansicht habe man im Zuge langjähriger Testreihen nun nachweisen können, dass Ausnahmen nicht die Regel bestätigen.

„Es gilt vielmehr sogar das Gegenteil“ erklärte ein Institutssprecher. „Ausnahmen widerlegen die Regel. Dies haben wir empirisch an Hand von mehr als zwölftausend untersuchten Ausnahmen feststellen können. Eine Regel, die Ausnahmen hat, ist keine Regel. Man sollte statt 'Regel' ein anderes Wort dafür verwenden, zum Beispiel 'Blech' oder 'Bockmist'.“

Die Nachricht von dieser neuen Erkenntnis traf Schwätzer und Dampfplauderer in ganz Deutschland überraschend und hart. Die Bundesvereinigung der Phrasendrescher in Berlin war bisher für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Politische Beobachter gehen jedoch davon aus, dass Konsequenzen für den bevorstehenden Bundestagswahlkampf nicht ausbleiben werden. Wenn alte und bewährte Phrasen nicht mehr öffentlich verwendet werden können, müssen sich alle Beteiligten rechtzeitig nach neuen Worthülsen umsehen.