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Washington (USA), 10.8.2008: Was Datenschützer schon seit einiger Zeit befürchtet haben, wurde vom US-Heimatschutzministerium nun bestätigt: die Zollbehörden in den USA dürfen sämtliche elektronischen Geräte - seien es nun Notebooks, MP3-Player oder Handys - und Datenträger durchsuchen, um Hinweise auf Terrorismus zu erhalten. Einen konkreten Verdachtsfall muss es dafür nicht geben. Die Behörden sind dazu ermächtigt, Kopien der gefundenen Inhalte zu erstellen und sie an Unternehmen weiterzuleiten. Eingezogene Geräte und Datenträger müssen nach einer laut Ministerium "angemessenen Frist" wieder dem Besitzer zurückgegeben werden. In einigen Fällen habe das laut dem Bericht aber auch mehrere Monate gedauert.

Leonid Breschnjew und Erich Honecker rotieren vor Neid im Grab.

Das Ganze ist einerseits ziemlich geil für die Zöllner: der ganze Elektronikschrott passt heuer nicht mal in die Socken des fettesten Santa Claus.

Instinktiv sollte man dazu übergehen, all jene Amerikaner, die in die EU einreisen wollen (speziell Angehörige/Mitarbeiter der US-Regierung) einer Ganzkörper-in-jedem-Lückerl-Kontrolle zu unterziehen. Für die Durchsuchung sollte man saftige Gebühren verlangen. Selbstverständlich an einem eigenen Einreiseschalter für Amerikaner, damit die Warteschlangen deutlicher werden. Eingezogene Geräte werden nicht vor Ablauf von einem Jahr, wenn überhaupt, zurückgeben. Man könnte Amerikaner auch bereits am Flugzeug abfangen, in vergitterte Busse verfrachten (könnten ja Terroristen oder Raubmordkopierer sein) und in spezielle, gesicherte Amerikaner-Einreise-Überprüfungsgebäude bringen. Dort werden ihnen dann Fingerabdrücke und eine schön große Menge einer Blutprobe (zwecks DNA-Speicherung) abgenommen und eine Sonde in den Allerwertesten gepflanzt.

Aber wir Europäer lassen uns ja alles gefallen, denn es hilft ja "im Kampf gegen den Terror". Bruhaha. Ist ja sooooo schwer für einen echten Terroristen, dieses Datenproblem beim Zoll zu umgehen. Sogar der dümmste Attentäter kommt ja kaum auf die Idee, z.B. sich die Daten vor der Reise temporär auf einen Rapidshare-Server raufzuladen.

Kreativer ist es aber, auf den eigenen Laptop Linux draufzuhauen, da die Deppen vom Zoll völlig damit überfordert sind, wenn sie ihren Windows PC anstecken und das Netzwerk-Fenster nicht aufpoppt. Was machen die eigentlich mit “Rektal-USB-Stick-Einreisenden” ? Um deren sachgemäße Entfernung kümmert sich warscheinlich die Spezialeinheit GaySquad.

Sehr nett wäre es, wenn JEDER US-Einreisende IMMER eine DVD randvoll mit sinnlosem oder unverfänglichem Zeug dabei hätte. Am besten noch in mehreren Sprachen, damit die Grenzer auch wirklich was zum Arbeiten haben. Jeglicher Datenmüll (z.B. eine ASCII Darstellung eines Mittelfingers) ist geeignet.

Fakt ist: seit dem Jahr 2000 ging der US-Tourismus trotz des sinkenden Dollars um 17% zurück und fällt weiter. Dadurch entgingen den USA 94 Milliarden Dollar an Einnahmen und 16 Milliarden an Steuereinnahmen.

Es ist eigentlich schon verlockend, dorthin eine Billigshopping-Spritztour zu machen und die allesamt abgebrannten Eingeborenen zu verhöhnen ob ihrer mittlerweile wertlosen Monopolyspiel-Währung. Da lasse man die Kreditkarte eingesteckt und zahle in Bar, um das Wechselgeld betont geringschätzig auf den Boden zu werfen, gebe mit dem mildtätigsten Mutter-Theresa-Lächeln und emphatischem Augenzwinkern 50 Eurocent Trinkgeld etc.

Wir werden die USA in Zukunft einfach meiden. Wenn wir schon in einem Polizeistaat Urlaub machen wollen, dann doch lieber in China. Ist schöner, noch billiger und die Chinesen lügen uns nicht vor, Demokraten zu sein.

Ein Zitat des in den USA verehrten amerikanischen Gründervaters Benjamin Franklin: "Any society that would give up a little liberty to gain a little security will deserve neither and lose both." Würde er noch leben, würde er wohl persönlich nochmal zur Flinte greifen und die aktuelle Politikerbrut aus Washington jagen.