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Bad Homburg (Hessen), 5.1.12:

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger fiel es wie Schuppen von den Augen: Die FDP zu wählen gilt nicht mehr als politisch korrekt. Beim Blick auf den Kalender fiel ihr auf, dass die Partei es nicht geschafft hat, sich wie ihre bayrische Schwesterpartei CSU von ihrem alten Adel zu trennen: Heilige Drei Könige wollte die Partei morgen wieder feiern. Sofort griff die stets korrekte Justizministerin zum Online-Griffel und häckte die FDP-Homepage, um die mittelalterlich feudalistisch erscheinende Terminplanung politisch korrekt nach heutigem Staatsverständnis zu korrigieren, denn schließlich sind es Präsidenten und nicht Könige, die das Gesicht der Welt von heute prägen, und ersetzte den Terminkalendereintrag der dieses Jahr ohnehin ganz bescheiden in Birgit Homburgers Bad stattfindenden Traditionsveranstaltung mit "3-Präsidenten-Treffen der FDP".

Aber 3 Präsidenten aus dem Morgenlande, wäre das wirklich politisch korrekt? Bloody Bashar Al-Assad, Mahmud Ahmadinedschad und Hamid Karzai bringen dem Jesus-Kindlein Geschenke dar: Blut, Atompilz und Haschisch? Ist das wirklich politisch korrekt? UnNews fragte nach. Das profilierte Frauenzimmer Leutheusser-Schnarrenberger versuchte uns zu erklären, dass unsere Bundesrepublik doch 3 Präsidenten habe: Bundespräsident, Bundestagspräsident und Verfassungsgerichtspräsident als die Vertreter der 3 Staatsgewalten. Momentmal, Sabinchen, hakten wir ein, wie lang warst du nicht mehr draußen auf der Straße? Da demonstrieren doch das Jungvolk, Anonymous und die alte APO zusammen als Occupy-Bewegung gegen das übermächtige Bankensystem und damit quasi gegen Präsident Numero Vier der Republik, den Bundesbankpräsidenten. Sie konterte: Den kennt doch keiner!

Wir finden, dass die Termin-Umbenennung auch die Ironie des Schicksals umschreibt, die sich im Berliner Schloss Bellevue abspielt: Innerhalb von 3 Jahren 3 Bundespräsidenten-Wahlen! Und will die FDP vielleicht Flagge zeigen unter dem Motto "Politik können wir nicht, aber Präsidentenkandidaten haben wir wenigstens 3 feilzubieten"? Dirk Niebel, der bei Auslandsreisen als Entwicklungshilfeminister ohnehin schon immer den typisch deutschen Grüßaugust macht mit seiner Landsermütze und seinem lübkehaften Gruß "liebe Neger". Guido Westerwelle, der jede öffentliche Aufregung um seine Verfehlungen mit seinen genialen Guidologismen wegbeschwichtigen könnte. Oder Philipp Rösler, dessen Wahl zum Bundespräsidenten mit tagelangen Massendemonstrationen und Fackelzügen gefeiert würde, mit dem Volke laut "Ho Chi Min!" skandierend.

Quellen Bearbeiten