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Am FlughafenBearbeiten

Grau. Dieses Gefühl, wenn man nicht weiß, ob man lachen oder weinen, sich freuen oder sich ärgern soll. Irgendwo zwischen den Extremen, eigentlich sogar genau in der Mitte zwischen schwarz und weiß, also grau. Dieser angenehm leere Gemütszustand, der sich einstellt wenn man auf etwas keine Lust hat, aber die daraus resultierenden Vorteile groß genug sind, dass man's eben hinnimmt. Grau. Warum schwarz oder weiß, warum grau? Weil grau besser klingt als scheißegal.
Die Reise muss getan werden, man verspricht sich Erholung, Aufregung oder Profit. Dem Reisenden geht es noch um etwas ganz anderes: Ausbruch; Erfüllung, nur raus aus dem grauen Alltag. Das kam das Angebot von der Entwicklungshilfeorganisation gerade recht. Ein Jahr lang Brunnenbau im südlichen Afrika. Menschen helfen; Erfüllung finden. Erfüllung zum Selbstkostenpreis, vom Flug über die Verpflegung bis hin zur medizinischen Versorgung, nur die Unterkunft wird gestellt. Das ist grau, aber es wird anders. Was ist schon Geld, wenn es darum geht, Menschen zu helfen.
Der Reisende wird kurz aus seiner innerlichen Klausur gerissen, als die Lautsprecherdurchsage die Passagiere darauf hinweist, dass man sich zum Flugsteig begeben möchte. Das Boarding wird in etwa einer halben Stunde beginnen. Ein Tupfer Farbe mischt sich ins Grau. Vorfreude.

Der FlugBearbeiten

Bis zum Start war es doch noch eine halbe Stunde Verspätung. Irgendwas mit einem Problem bei der Zuweisung der Startbahn. Der Reisende nimmt es gelassen, während er wieder versucht, sich ins mentale Nirvana zurückzuziehen. Seine Sitznachbarin, offensichtlich ein totaler Neuling, was Flugreisen angeht, hat ihn jetzt zum wiederholten Male gefragt, ob er denn auch am gleichen Flughafen aussteige. Na wo auch sonst, da geht jeder aus dem Flugzeug. Sie erzählt weiter, wie sie nach dem Abitur ein Jahr chillen wollte, aber ihre spießigen Eltern ihr den angeblichen Langzeiturlaub nicht bezahlen wollten. Also hatte sie angefangen zu studieren, etwas ohne Mathe aber mit Zukunft natürlich, aber das sei auch nicht so ihr Ding gewesen...
Der Reisende dämmert bereits wieder im Grauen. Diesem angenehmen Nebel, der ihn von dieser Quasselstrippe abschottet. Er hat sich ganz einfach auf die rhytmischen Laute aus dem Unterbauch seines schnarchenden Sitznachbarn auf der anderen Seite konzentriert. Irgendwas zwischen traurigem Gebrumm und interplanetarer Meinungsverschiedenheit.
Etwa zwei Stunden später erwacht der Reisende aus einem leichten Schlaf. Die Stewardess hatte ihn geweckt und gefragt, ob er am Mittagessen teilnehmen wolle. Der Reisende bejaht die Frage und wünscht sich wenige Minuten später er hätte es nicht getan. Bordverpflegung in der Economyklasse ist etwas, für das grau nicht funktioniert. Er zwängt sich an dem Sitznachbarn vorbei, der es - bereits jetzt schon reichlich beschwipst - nicht für nötig hält, Platz zu machen, oder gar den Sitz zu verlassen, so dass dem Reisenden der Weg zur Toilette erleichtert wäre. Nein, als der Reisende sich zurück auf seinen Sitz quält, schleicht sich das dezente Odeur einer verschämt aus den Rippen gequetschten Flatulenz in sein Geruchszentrum. Der Sitznachbar guckt unschuldig-desinteressiert nach vorne und bestellt noch einen Whiskey-Cola.

SchwarzBearbeiten

Der Zielflughafen. Vier Stunden in der Schlange vor dem Einreiseschalter. Trotzdem noch eineinhalb Stunden auf das Gepäck gewartet. Und eine Stunde an der Zollabfertigung. Sehr neugierig, die lokalen Zöllner. Und etwas gierig. Die mitgeführte Barschaft ist auf ein Drittel ihres Ursprungswerts geschrumpft. Das Auswärtige Amt hatte andere Beträge zur freien Einfuhr ausgewiesen. Jetzt soll vor dem Flughafen ein Fahrer warten. Es geht noch mal mit dem Flugzeug zwei Stunden ins Landesinnere. Der Reisende sieht den Wartenden mit dem Schild der Organisation. Er steuert darauf zu. Der Farbige mit dem Lächeln, das anmuten lässt, er könne eine Banane quer in den Mund stecken, begrüßt ihn mit einem Schlag auf die Schulter, der einen Zaunpfahl in den Boden rammen könnte. Lokale Sitte. Das gebrochene Schlüsselbein muss man so hinnehmen. Hat man ja im Seminar Interkulturelle Kompetenz gelernt.
Begleitet von den Worten "Musse du noch warte', isse Scheffe noch nix da" steigt der Reisende in das klapprige Vorkriegsmodell eines mehrsitzigen Personentransporters. In der Blechkiste ist es brütend heiß. Der Reisende versucht auf dem durchgesessenen, muffenden Polster wegzudämmern, aber diese Option wird ihm verwehrt. Eine glockenhelle Stimme verhindert, dass die Umwelt wieder grau wird. Das Mädel, das im Flugzeug neben ihm gesessen hat, hat sich aus der Sitzreihe vor ihm umgedreht und belehrt ihn jetzt darüber, dass das charakterlich ganz schwach von ihm gewesen sei, ihr nicht erzählt zu haben, dass er auch für die Organisation unterwegs sei. Und dass er sie ihre Tasche ganz allein habe schleppen lassen. Und dass das Schlagen auf die Schulter voll das Machoritual sei. Und dass das voll chauvi von dem Fahrer gewesen sei, ihr sofort die Tasche abzunehmen und sie im Gepäckraum zu verstauen. Als ob eine junge, gesunde Frau das nicht selber könne. Schließlich sei sie noch bis vor Kurzem Fußballerin gewesen...
Der Redeschwall wird von einem Schnaufen unterbrochen, der einer Dampflock zur Ehre gereichen würde. Ein bekanntes Gesicht schiebt sich ins Sichtfeld des Reisenden. Der Nebenmann aus dem Flieger. Und sowie er sich auf seinen Sitzplatz gewälzt hat, wird die Schiebetür des Kleinbusses geschlossen. Scheffe isse angekomme'. Und Scheffe riecht inzwischen wie eine Mischung aus Destille und Buttersäuretank. Die vollständig geschlossenen Fenster hindern ihn nicht daran, sich eine dicke Zigarre anzustecken. Die Antwort auf das fragende Gesicht des Reisenden lautet "Vertreibt die Fliegen". Und die Fenster müssen zu bleiben, sonst hat man an der nächsten Kreuzung sofort zwanzig dürre Negerärmchen vor der Nase, die entweder ein paar Scheine wollen oder gleich versuchen, einem die Brieftasche aus der Jacke zu ziehen. Mit der Zigarre als Zeigestock wird noch der gute Rat erteilt, keinem der Schwarzen zu trauen. Bis auf M'Bobo da vorne, der hält immerhin diese Karre schon seit '95 am Laufen. M'Bobo da vorne hat unterdessen das Radio angeworfen, dann "isse nich so schlimm, dasse Klima nix geht". Es schallen interessante Tonfolgen aus den Lautsprechern, die entweder Musik oder der Wetterbericht sein könnten. Der Reisende versucht für den Rest der Fahrt ins Grau abzudriften. Es gelingt. Die Tatsache, dass sich die olfaktorische und akustische Belastung zu einer eigenwilligen Blase verbinden, die alle Sinne gleichermaßen betäubt, hilft dabei.

FeldflugplatzBearbeiten

An einem kleinen Feldflugplatz wird die Gruppe ausgeladen. Scheffe deutet auf eine windschiefe Baracke:„Da könnt ihr auf mich warten“, sagt er, „M'Bobo, lad' schon mal den Krempel ins Flugzeug!“ Er watschelt in eine andere kleine Baracke, dort ist wohl das Flughafenbüro. Der Reisende begibt sich in die angewiesene Baracke. Er findet dort ein paar wackelige Stühle, Tische und eine grob gezimmerte Theke vor. In einer Ecke sitzt ein dösender Einheimischer in einer Polizeiuniform. Ein weiterer Tisch wird von einer abgerissenen Gestalt, die eine halbe Flasche Jack Daniels vor sich stehen hat okkupiert. Der Reisende nimmt auf einem gerade ausreichend stabilem Stuhl Platz und versinkt umgehend im Grauen. Etwa eine Stunde lang. Dann wecken ihn leichte Tritte gegen seinen rechten Fuß. Er öffnet die Augen und blickt in das Gesicht der abgerissenen Gestalt.
„Wenn du noch mitfliegen willst, dann komm mal lieber mit“, sind die Worte, die er vernimmt und sich nicht mal wundert, auf Deutsch angesprochen zu werden.
„Danke“
Mit diesen Worten folgt der Reisende dem Han Solo Verschnitt zum Flugzeug. Es wartet in der Sonne und hat mindestens einen Anstrich nötig. Sieht ziemlich betagt aus. Der bisher Unbekannte scheint das Zweifeln des Reisenden zu bemerken.
„DO 328. Absolut zuverlässig.“
Der Reisende sucht nach dem Einstieg.
„Vorne rein. Ins Cockpit.“
Der Reisende gehorcht. Han Solo nimmt neben ihm Platz. Auf dem Pilotensitz.
„Nicht, dass du denkst, du sollst hier irgendwas tun. Bleib einfach wach und weck mich, falls ich einpenn'. War'n Whiskey zu viel.“
Der Reisende will seine Bedenken anmelden, doch der Pilot fährt ihm über den Mund:
„Vergiss das mit der Flugsicherheit. Dieses Land muss man sich schönsaufen. Und die Arbeit für die Organisation übrigens auch.“
Das Flugzeug hebt erstaunlicherweise beim ersten Versuch ab. Der Reisende will sich die Zeit vertreiben. Er zieht die Broschüre der Organisation aus seinem Rucksack. Der Pilot blickt spöttisch zu ihm rüber.
„Weißt du, wo sie das aufgenommen haben?!
Der Reisende verneint.
„Kalifornien. Alles gefaked.“
Der Reisende bekundet seinen Unglauben. Den Piloten ficht es nicht an. Er gibt dem Reisenden den Hinweis, dass er sich zum Bodenpersonal im Camp einteilen lassen solle. Kistenschieben. Die ganze Brunnennummer sei ein einziger Bullshit.
Der Reisende hört nicht auf die weiteren Ausführungen des Piloten. Er dämmert bereits wieder im Grauen. Sein unerschütterlicher Glaube ans Weiß bleibt bestehen. Weiß, diese strahlende reine Schönheit. Die wird er spätestens dann erreicht haben, wenn der erste Brunnen sprudelt. Er denkt an leuchtende Kinderaugen, dankbare Familienväter und glückliche Mütter. Ein Strahl Weiß mischt sich bereits hier ins Grau.

CampBearbeiten

Nach der Landung eine weitere halbe Stunde Autofahrt. Aus irgendeinem Grund ist ein Teil des Gepäcks verschwunden. Wahrscheinlich wäre das Flugzeug sonst überladen gewesen. Der Reisende lässt sich seinen Schimmer Weiß nicht nehmen. Er hat einen Platz in einem Viermannzelt zugewiesen bekommen, einen Begrüßungstrunk mit den Einheimischen genossen und ein paar kleine Kinder auf dem Arm gehalten. Jetzt liegt er auf dem Feldbett, das zwar ziemlich müffelt und auch etwas feucht zu sein scheint, aber im Moment geht es nur darum, den müden Knochen etwas Ruhe zu gönnen. Die hämischen Scherze seiner Mitbewohner, einem Deutschen und zwei Holländern hört er schon nicht mehr.

1. WocheBearbeiten

Der Reisende ist früh aufgewacht. Die Nacht war nicht sehr erholsam, aber er freut sich darauf, am Ende des Tages zu sehen, was er geschafft haben wird. So wartet er Stunde um Stunde, bis sich jemand rührt. Es ist Scheffe, der sich aus seiner Ein Mann Baracke wälzt. Er wundert sich, dass der Reisende schon auf ist. Es fehlen noch Teile für den großen Erdbohrer, die hängen schon seit Tagen im Zoll. Zum vermissten Gepäck kann er nichts sagen. Er wird aber über das Satellitentelefon den Piloten fragen. Vorausgesetzt, die sündteuren Spezialbatterien sind mitgekommen. Er nimmt den Reisenden mit zur Kantinenbaracke. Dort sitzt bereits die Quasselstrippe, die sich anscheinend schon mit allen Mitarbeitern bekannt gemacht hat. Der Reisende stellt sein mit einer seltsamen Pampe übervolles Tablett auf den Tisch und setzt sich zu ihr. Gewöhnungseffekt. Scheffe schaufelt die Pampe Löffel um Löffel in atemberaubender Geschwindigkeit in sich hinein.
„Je schneller du schluckst, desto weniger schmeckst du“, ist sein guter Rat, „in ein oder zwei Tagen kommt der Verpflegungscontainer, dann gibt's was Richtiges zu fressen. Aber nichts davon den Negern geben, die meinen dann, das muss immer so sein.“
Im Anschluss an das Frühstück schlägt Scheffe dem Reisenden vor, er soll doch mal mit Arjen, das ist der größere von den beiden Holländern, mit denen er das Zelt teilt, eine Tour über das Gelände machen. Also steigt er ein paar Minuten später mit Arjen in ein weiteres Vehikel, das schon weit bessere Zeiten gesehen hat und der Weg führt sie zum künftigen Bohrloch. Ein alter O&K Bagger steht dort und ein Faun Autokran, der vermutlich schon im Polenfeldzug seinen Dienst getan hat. Arjen zeigt auf den Bagger und fragt - auf deutsch mit charmantem niederländischen Akzent - „Scheffe hat gesagt, du wüsstest, wie man so etwas repariert?!“
Der Reisende verneint. Er hat im Vertrieb eines Automobilherstellers gearbeitet und mit der Technik gar nichts am Hut. Kann nicht mal eine Glühbirne auswechseln. Arjen zuckt die Schultern. „Ist auch nicht schlimm. Irgendwann kommt schon jemand, der's kann.“ Er fliegt in ein paar Tagen eh nach Hause. Vier Wochen in diesem Dreckloch von einer schlechten Parodie auf ein Land reichen völlig. Schade um den Jahresurlaub. Zum ersten Mal droht der Reisende in Schwarze abzugleiten. Dann sieht er in der Ferne, dass anscheinend Vermessungsarbeiten durchgeführt werden. Auf die Nachfrage, ob diese auch für das Brunnenprojekt vorgenommen werden, ruft er bei Arjen ein heftiges Lachen hervor. Nein, die Herren, die in schicken neuen G-Klassen, Landrovers und was weiß er noch alles durch die Gegend heizen, eine Kneipe in ihrem Camp haben und alle zwei Wochen das Wochenende in der Hauptstadt verbringen, gehören zu einer Bergbaufirma, die hier irgendwelche seltenen, hochgiftigen Mineralvorkommen ausbeuten will. Vor einer Weile hat deren Wachschutz mal eine Kuh aus dem Dorf über'n Haufen geschossen. Aber eine Kiste Schnaps und alles war wieder gut. War ganz schön was los, bei den Einheimischen.
Die Nachfrage, was wohl aus dem Dorf wird, wenn der Bergbau losgeht, ruft nur ein Achselzucken hervor. „Auch ein Bergbauunternehmen kann einen Brunnen brauchen“, ist die Antwort, die Arjen gibt.
Der Reisende blickt nachdenklich zu den Landvermessern. Er hofft das beste und freut sich darauf den Brunnen bald sprudeln zu sehen. Die Woche plätschert vor sich hin. Ersatzteile komen nicht, Gepäck kommt nicht. Langeweile und Landvermesser. Arjen schleppt irgendwann eine Fasche Whiskey an, eingetauscht beim Sicherheitsdienst. Zwei Tage später reist er ab.

2. WocheBearbeiten

Der Pilot hat das Gepäck des Reisenden doch noch angeliefert, doch er kann sich darüber nicht so richtig freuen. Er wälzt sich auf seinem Feldbett hin und her; Magenkrämpfe, Durchfall, Erbrechen. Hätte er auf die Kollegen gehört, hätte er nichts gegessen, was ihm die Einheimischen angeboten hatten. Alle halbe Stunde muss er sich hochquälen und in die Büsche schlagen. Es gibt zwar Toiletten, aber deren Wassertank ist fast nie befüllt. Das Wasser für die Europäer wird fassweise im LKW herangekarrt, doch der ist nicht immer pünktlich. Außerdem wird das Wasser primär für die Duschen und die Küche verwendet. Die Toiletten haben lange kein Wasser mehr gesehen, denn in eine der beiden Schüsseln hat jemand eine Blume gepflanzt. In der anderen lebt eine exorbitant fette Spinne. Also bleibt der hochgradig versiffte Donnerbalken oder der Gang in die Büsche. Wichtig ist es, einen Knüppel mitzunehmen, den auch in den Büschen ist mehr Leben, als man denkt.
Stundenweise sitzt die Quasselstrippe neben dem Feldbett, verabreicht Globuli und versucht, die Selbstheilungskräfte des Reisenden zu aktivieren. Manchmal tanzt sie ihm auch etwas vor. Tänze der Eingeborenen und Eurythmie.

3. WocheBearbeiten

Dem Reisenden geht es besser. Sein rebellischer Verdauungstrakt ist auf ein Waffenstillstandsabkommen eingegangen. Ansonsten passiert nicht viel. Einmal kam ein Laster des nationalen Militärs durch das Dorf. Der Kommandant der Truppe ist mit Scheffe in dessen Baracke verschwunden und mit einer Plastiktüte in der Hand und einem breiten Grinsen auf den Lippen wieder herausgekommen. Monatliche Apanage, wie dem Reisenden erklärt wurde. Quasselstrippe ist inzwischen abgereist. Hat einen ganzen Pack Spezialbatterien vertelefoniert, um ihren Eltern zu erklären, warum sie ihr den Heimflug jetzt schon zahlen sollen. Das ist hier nicht so ihr Ding, sie wird wieder studieren. Irgendwas mit Kulturen.
Der Reisende versucht, nicht an seinem Sonnenbrand herumzufingern und freut sich über die Flasche Vodka, die ihm von einem Kollegen in die Hand gedrückt worden ist.

4. WocheBearbeiten

Mitte der Woche sprudelt der Brunnen. Ersatzteile sind immer noch nicht da, aber das Bergbauunternehmen hat mit einem Bohrer ausgeholfen. Man hat nicht mal tief bohren müssen. Eine Sache von zwei Stunden. Die Einheimischen sind dankbar und voller Freude. Sie tanzen um den Brunnen herum.
Den Reisenden ficht es nicht an. Er hat sich - angesichts der Trostlosigkeit der Situation - bereits vor drei Tagen umgebracht. Er wird Weiß nicht erreichen, aber zumindest läuft er niemals mehr Gefahr, ins Schwarz abzugleiten. Grau. Einfach nur grau.