Tour de France

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Professioneller Radsport verlangt professionelle Ausrüstung.

Die Tour de France (oder schlicht Le Tour) ist das bedeutendste und bekannteste Freiluftexperiment der internationalen Pharmaindustrie. Im Großen und Ganzen handelt es sich um einen großangelegten Leistungsabgleich verschiedener Pharmakonzerne und Sportärzte, die ihre Versuchskaninchen auf Fahrrädern um die Wette strampeln lassen. Die Tour de France (von Kritikern auch "Tour de Farce" oder "Tour de Dope" genannt) findet alljährlich in Frankreich statt. Der Leitspruch der Tour lautet: "Frisch gedopt ist halb gewonnen!"

[Bearbeiten] Reglement und Organisation

Die Tour de France ist in ihrer heutigen Form ein Kräftemessen zwischen den mächtigsten Pharmakonzernen der Welt. Die Tour wird erst von diesen Großkonzernen durch das Sponsorn von Spritzen, Kanülen, Medikamente, Drogen und weiteres ermöglicht. Ziel der Tour ist es, zu versuchen, seinen Fahrern mit Hilfe von Substanzen, Blutkonserven oder Genmanipulation einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz zu verschaffen. Selbstverständlich wissen die Fahrer davon nichts, weshalb sie auf Fragen bezüglich eventueller leistungssteigender Mittel abwehrend und sogar überrascht reagieren. Um das Ganze noch etwas spannender zu gestalten, wurde als sportliche Hürde, die es für die Chemiepanscher nicht allzu leicht machen sollte, die Welt-Antidoping-Agentur (WADA) ins Leben gerufen. Ihr Auftrag ist es, mit sporadischen und unangemeldeten sogenannten Dopingtests die Fahrer zu untersuchen. Das bei diesen Tests den Fahrern abgenommene Blut oder Urin wird dabei auf Indizien untersucht, die auf die Verwendung von bestimmten Substanzen hinweisen. Wird eine dieser Substanzen nachgewiesen, wird der Fahrer disqualifiziert, sein Eigentum gepfändet, sein Ruf in den Schmutz gezogen, sein Hund eingeschläfert und sein Name für die hemmungslose Ausschlachtung in Komedie-Fernsehsendungen freigegeben. In besonders traurigen Einzelfällen wird er zu Beckmann eingeladen und wird dort offiziell und unehrenhaft aus der Drogenfreien Gesellschaft entlassen. Die wahren Drahtzieher im Hintergrund bleiben aber natürlich unbehelligt. Denn sie werden ja weiterhin gebraucht: "The show must go on!"

[Bearbeiten] Der sportliche Aspekt

Der sogenannte sportliche Aspekt liegt nun darin, dass ständig neue Substanzen benötigt werden, die sich solange nicht nachweisen lassen, bis die WADA wiederum ein Nachweisverfahren ausgetüftelt hat, oder dass man versucht, die Dosierung der Stoffe so auszuklügeln, dass sich bei höchstmöglicher Effizienz, eine kleinstmögliche Nachweisfähigkeit ergibt. Das ist der wahre "sportliche Aspekt". Die Tour de France ist somit ein Wettkampf der Pharmariesen untereinander, sowie aller Pharmariesen zusammen gegen die WADA. Ausgetragen wird diese Veranstaltung auf dem Rücken der Fahrer und Zuschauer.

Seit 2006 kündigt sich eine eventuelle Neuregelung an. Wie genau diese aussehen soll, steht zu Zeit noch nicht fest. Es ist aber bemerkenswert, dass Floyd Landis als erstem positiv auf Doping getesteten Gesamtsieger der Tour de France bis jetzt noch nicht der Titel aberkannt wurde. Dem Gegenüber steht allerdings auch die öffentliche Steinigung des ebenfalls des Dopings überführten Jan Ullrich. Wie sich die Bewertungskriterien der Tour weiterhin entwickeln werden bleibt also spannend.

[Bearbeiten] Geschichte

Die Geschichte der Tour de France ist gleichzeitig eine Geschichte des technischen Fortschritts, hauptsächlich im chemischen Sektor. Anschaulich wird dies, wenn man einen Blick auf verschiedene Statistiken wirft, die unter Anderem einen exorbitanten Anstieg der gefahrenen Durchschnittsgeschwindigkeit aufzeigen, von 25,67 km/h, der ersten Tour bis zu 41,65 km/h im Jahre 2005.

1903 wurde die erste Tour de France ausgetragen, die damals noch nur ein profanes Radrennen durch ganz Frankreich war.

Die folgenden Ausgaben der Tour waren bereits von einigen Skandalen geprägt, gipfelnd im Ausschluss der ersten Vier des Gesamtklassements bei der Tour de France 1904 u.a. aufgrund unerlaubter Benutzung der Eisenbahn! Damit kam schon recht früh ein Aspekt hinzu, der im weiteren Verlauf der Geschichte der Tour de France eine entscheidende Rolle spielen sollte; das Bescheißen.

Die ersten Fälle von Doping ließen ebenfalls nicht lange auf sich warten. Was sich die Fahrer, neben dem obligaten mit Glykol versetzten österreichischen Rotwein damals sonst noch so zu Gemüte führten, bleibt heute allerdings reine Spekulation. Auf alle Fälle musste sich im Jahre 1911 der Franzose Paul Duboc mehrfach übergeben, nachdem er am Anstieg zum Aubisque in einen Straßengraben geschlenkert war. Sein mutmaßliches Doping war aber eher kontraproduktiv, da diese Aktion ihn über 3 Stunden zurückwarf. Ursache für die unrühmliche Aktion war ein „Spezialgebräu", das ihm sein Trainer in die Trinkflasche gefüllt hatte.

In den 20er Jahren konnte sich Doping endgültig durchsetzen. En Vogue waren unter anderem Kokain und Chloroform (warum auch immer).

Durch erste Skandale aufmerksam geworden, begann die Pharmaindustrie allmählich Interesse an der jährlichen Rundfahrt zu zeigen was das öffentliche Bild des Radsports noch nachhaltig prägen sollte.

Den bisher vorläufigen Höhepunkt markiert das Jahr 2006. Wegen Mangel an Favoriten startete sie inoffiziell als "Tour de Wasserträger". Nahezu alle Titelanwärter, darunter Ampullen-Ulle, Epo-Mancebo, Plasma-Basso und Hormon-Joseba wurden schon im Vorfeld wegen iberischer Blutbunkerei vom Tourstart ausgeschlossen. Auch einer ganzen Reihe sogenannter Edelhu Edelhelfer wurde der Start versagt. Dabei kam es zu lustigen Nebeneffekten, so wurde beispielsweise Alexander Winokurow ausgeschlossen, obwohl er sein Blut bei Putin bunkert. Weil jedoch 5 seiner Vittel-Taxen zuschauen mußten, wurde auch er zum Herumgammeln verdammt. Doch aller Anti-Tuning Erfolge zum Trotze, die Tour 2006 war rein chemisch gesehen ein voller Erfolg. Nachdem der einzig verbliebene Favorit Floyd "Dicke Eier" Landis 5 Stunden auf einer Bergetappe verlor atmete die Welt auf, und selbst die Insider resümierten: "Die Fahrer sind menschlich". Das konnte Floyd nicht auf sich sitzen lassen. Mit der simplen Hormonpflaster-auf-die-Klöten-Taktik fuhr er am nächsten Tag unter einer wahnsinnig schmerzhaften Dauererektion 10 Stunden Vorsprung heraus. Er selbst bestreitet bis heute die Vorwürfe seiner Gegner, am Vorabend auch noch Bier getrunken zu haben.

[Bearbeiten] Die Fahrer

Das eigentliche Kräftemessen der Chemie- und Pharmakonzerne, ihrer Chemiker und Laboranten und der begleitenden Ärzte rückt kaum ins öffentliche Interesse. Im Fokus der breiten Bevölkerung stehen eigentlich nur die Fahrer, was vermutlich daran liegt, dass man selbst bei einer Liveübertragung kaum mitfiebern würde, wenn diese einen weißbekittelten Mediziner zeigt, der diverse Reagenzgläser durchschüttelt und Chemiecocktails verzapft. Ob diese nun tatsächlich anschlagen zeigt sich allerdings erst auf der Straße. Da der gemeine Zuschauer auch nicht weiß, welcher Fahrer mit welchen Substanzen betankt wurde, sind die Rennen auch immer wieder spannend anzusehen. Zusätzlicher Kribbelfaktor sind die nach einem Rennen von der WADA durchgeführten Dopingtests, die das Gesamtklassement nochmals kräftig aufmischen. Stellt sich beim Test des Spitzenreiters heraus, dass die Chemiker ganze Arbeit geleistet haben und die eingenommenen Substanzen nicht nachweisbar sind, wird er als "clean" erklärt und sein Sporthemd in den von ihm abgegebenen Urin getaucht. Dieses darf er dann am nächsten Tag als "Gelbes Trikot" überziehen.

[Bearbeiten] Kritik

Kritische Beobachter stellen fest, dass die Tour de France eine nicht unerhebliche Belastung für die Natur Frankreichs darstellt. Die rollenden Apotheken Radrennfahrer werfen zum Beispiel ihre entleerten Trinkbehältnisse achtlos in die Pampa, anstatt sie ordungsgemäß dem Pharma-Sondermüll zuzuführen. Die Begleitfahrzeuge der Tour mitsamt den Helikoptern verursachen den CO2 Ausstoß einer mittleren Großstadt, von den Scharen von Zuschauern, die der Tour meist mit dem eigenen Auto hinterherreisen gar nicht zu sprechen. Kann man über diese Punkte noch freundlich hinwegsehen, da sie ohnehin nur Frankreich betreffen, wiegt ein anderer Faktor wesentlich schwerer. Während der gesamten Tour de France laufen nachmittags auf allen Kanälen stundenlang die selben, stereotypen Live-Übertragungen von verschwitzten Radfahrern auf langweiligen Landstraßen, kommentiert von ahnungslosen Dummschwätzern Sportreportern.

[Bearbeiten] Zukunft

Eigentlich sind nur folgende potentielle Zukunftsszenarien für die weitere Entwicklung der Tour denkbar.

  1. Der WADA gelingt es wider Erwarten, in diesem ewigen Katz-und-Maus-Spiel die Oberhand zu gewinnen. Jede erdenkliche Art von Doping wird faktisch unmöglich, da permanente Kontrollen, die immer auf dem Stand der Zeit sind, dies effektiv unterbinden. In Folge dessen sind zwar sämtliche Fahrer kerngesund und putzmunter, allerdings hängen sie den alten Rekorden im zweistelligen Minutenbereich hinterher, was im Radsport Welten sind. Kein Mensch will den „müden Krücken“ zusehen, wie sie sich im Tempo einer herumstreifenden Galapagosschildkröte die Berge hochquälen. Hochgehandelte Favoriten auf den Gesamtsieg scheiden vorzeitig aus, nur weil sie an so profanen Dingen wie einer Erkältung erkranken. Infolgedessen will niemand mehr die Tour im Fernsehen verfolgen, worauf die Sponsoren sich zurückziehen und der Radsport vor die Hunde geht.
  2. Die WADA erkennt ihr Versagen auf der ganzen Linie als solches an und zieht sich offiziell aus dem Radsport zurück, um sich der Kontrolle von koksenden Politikern zu widmen. Daraufhin erlebt der Radsport einen unbeschreiblichen Boom. Quasi aus dem Nichts werden neue Talente gescoutet, einer besser als der andere. Rekorde fallen schneller als gute Vorsätze nach Silvester und die Medien sind begeistert, im wöchentlichen Rhythmus neue Helden feiern zu können. Da diese Helden jedoch binnen kürzester Zeit zu stumpfsinnigen, anabolen Vollschinken mutieren, stellt die Rennleitung bald auf vollautomatische Radsportandroiden um. Vorteil: diese Roboter können in Interviews wenigstens vollständige Sätze wiedergeben.
  3. Die WADA belässt es so wie es ist und führt analog der Formel 1 den Konstrukteurs-Titel ein. So würde wenigstens jeder wissen, welches Team die besten Medikamente und Sportärzte hat. Ein Ausfall eines Fahrers wegen Tod könnte dann auch als technischer Defekt gewertet werden.
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