Theologie

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Das Wort Theologie für Gotteswissenschaft ist eine Verfremdung des Begriffes Tee-Hologie, der auf die Ursprünge dieses klassischen Wissenshorizontes hinweist, das Nachsinnen bei einer Tasse Tee darüber, wann wohl der Messias erscheint, ob er über Oberammergau oder aber über Unterammergau oder aber überhaupt nicht oder aber ganz genauso gewiss wie Godot kommt, obwohl Oberammergau längst dafür festgespielt, äh, festgelegt ist, und auch der Zeitpunkt lässt sich dem Spielplan der Festspiele dort entnehmen.

Hologie ist synonym zu Holismus, der Ganzheitslehre. Im alten Ägypten, im alten Indien, im alten Griechenland wie auch im alten Rom sowie in Gallien und Germanien gab es jeweils eine eigene Götterwelt mit komplexen Verwandtschaftsverhältnissen von Göttern, Göttinen, Göttersöhnen und -töchtern, Halbgöttern und Halbgöttinen, Götterboten und nicht zuletzt ganz unten in der Hierachie einfachen Menschenskindern. In der Senkrechten ist die Struktur solcher Götterwelten immer ganz einfach: Oben Gott, unten das arme Menschlein. Holismus ist aber unerlässlich, eine Ganzheitslehre über das ganze Göttergesindel in seiner ganzen Breite! Ohne solche Strukturierung kämen die armen Menschlein völlig durcheinander darüber, wann sie zu welchem Gott oder welcher Göttin zu beten haben. Welcher Halbgott gerade mit welcher Göttin techtelmechtelt, in Ostfriesland stellte das jedenfalls den wichigsten Klatsch und Tratsch beim Ostfriesentee dar, um stärkeren Halt in der germanischen Götterwelt zu finden als der marode das Marschendorf schützende Deich Halt in der irdischen Welt versprach. So entstand die Tee-Hologie im nordwestdeutschen Marschland und setzte sich von dort erfolgreich in Marsch in alle Welt.

[Bearbeiten] Monotheismus: Vom dialogischen Gotterklärungs-Teekränzchen von unten zur monologischen Gottesüberlieferung von oben

Die Juden erfanden eine einfachere Struktur, mit nur noch einem Gott, der eines fernen Tages seinen Botschafter, den Messias schickt. Als sich, unter römischer Herrschaft, einmal stabile Verhältnisse in jüdischen Landen zu bilden schienen, marschierten dutzende Wanderprediger los, um durch solch frommen Lebenswandel spaßeshalber einmal von Gottes auserwähltem Volk Israels mit dem Messias vewechselt zu werden. Die Juden durchschauten das Spiel, erzählten einander aber beim Tee immer gerne die Geschichten von "ihrem Messias", dem sie jüngst ganz persönlich begegneten: Der eine hatte einen Aussätzigen geheilt, der andere mit Marthas Schwester Maria geflirtet, indem er sie mit weisen Worten im Bann hielt, der dritte hatte beim Wettangeln in kürzester Zeit genug Fisch zum Essen für die 5000 Zuschauer geangelt. Ein gewisser Paulus machte aus dieser Geschichtensammlung eine neue Religion, das Christentum. All die vom auserwählten Volke gesammelten Wanderprediger-Wunder-Stories dichtete Paulus einem einzigen Wanderprediger an, der eigentlich kläglich gescheitert war, gekreuzigt für Nichtzahlung der Miete für seinen Schrebergarten von Getsemaneh, und er erklärte Jesus zu einem Gottessohn. Und er formte eine internationale Gemeinschaft von Gläubigen in Rom, Griechenland, Syrien und anderswo, wo niemand ahnen konnte, dass hinter der Wunderschichte des Jesus sich die Geschichten wunderlicher jüdischer Glaubenseiferer verbargen, und bei der Fülle der Jesus angedichteten Wunder anderer Wanderprediger Alle glauben mussten, Jesus sei tatsächlich der Messias gewesen. Da aber die jüdische Sitte, weiterhin auf den Messias zu warten statt Jesus als solchen anzuerkennen sich als überaus wirksam zum Erhalt des jüdischen Glaubens erwies, beauftragte Paulus einen gewissen Johannes, eine Offenbarung zu schreiben, welche die Umstände der Wiederkehr von Jesus beschreibt, das Inferno, das die Ungläubigen verschlingt am Tag des jüngsten Gerichtes. Somit hatte er einen übermächtigen Ersatz für den Glauben an das Erscheinen des Messias, durch die Lehre vom fulminant dramatischen Wiedererscheinen des erwiesenen Messias.

Das Nachsinnen über Götter beim Tee hatte sich derweil von Ostfriesland aus entlang der Nordseeküste ausgebreitet bis in die römische Provinz Gallien, wo Tee thé heißt, und sich der alternative Begriff théologie fürs Gotterklärungs-Teekränzchen herausbildete. Dankbar nahmen die christlichen Geistlichen die Bezeichnung für ihre Wissenschaft an, die zuvor Deologie hieß, abgeleitet von lateinisch deus für Gott, aber auch von Alchimisten für ihre profane Lehre vom Deodorant-Kochen verwendet wurde. Nach dem römischen Reich war wieder Platz für Neues, auch für neuen Glauben, doch der Wüstenprophet Mohammed verpeilte die einmalige Chance für einen völlig neuen Glauben, sondern knüpfte an die jüdischen und christlichen Lehren an. In deren Komplexität fand er aber eher das Potenzial einer schweißtreibenden Deologie statt für eine théologie. Kurzerhand kürzte er die alten Lehren um den Messias sowie andere biblische Fantasiegebilde wie dem Heiligen Geist, damit Alles in der Glaubenslehre sich nur noch um Gott drehe, um Allah. Gott hängte er einen Stein um den Hals, einen großen Meteorit, und legte den Stein in die Kaaba von Mekka. Beim Gebet müssen die Gläubigen seiner Lehre sich, gebeugt in Richtung hin zur Kaaba von Mekka, in genau die unglückliche Stellung bringen wie Gott mit dem Stein um den Hals, aus Demut.

Die Notwendigkeit zu diesem Gebet wird stets von oben verkündet, vom Turm der Moschee, dem Minarett. Auch das Christentum bevorzugt bis heute die Verkündigung von einer Kanzel, ganz in Tradition der jüdischen Hohepriester von oben herab! Schon die biblischen Gestalten Abraham, Jesus und Moses mussten Berge besteigen, um Gottes Willen zu erfahren. Alles Gute kommt von Oben. Das ist eigentlich der ganze Witz dabei. Erkannte schon Historiker Theodor Mommsen. Und erfand damit die Theo-Logik, die Theologen zu ihrer historisch-kritischen Methode ausbauten und damit in einen Gelehrtenhimmel auf Erden aufstiegen, von dem ungewiss ist, was der noch von oben herab zu den Gläubigen zu bringen vermag. Wohl eher wenig.

[Bearbeiten] Zitate

  • „Geh' Tee holen!“
~ Erzbischof von Canterbury zum Chorknaben vor dem Besuch der Queen
  • „Die Teehollogik war gestern - ohne Theo-Logik kommt ihr nicht weiter!“
~ Theodor Mommsen zu Benedikt XVI., woraufhin letzterer zurücktrat
  • „Der Theo log, i.e. predigte Wasser und soff den Wein.“
~ Kardinal Lehmann unschmeichelhaft über Pfarrer Theo L.
  • „Gib Theo Logis und Brot.“
~ Margot Käßmann zur Gemeindediakonin nach Theo L.s Konversion zum Protestantismus


Dieser Artikel ist Artikel der Woche 37/2016
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