Stille Post

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Stille Post ist eigentlich ein Spiel auf Kindergeburtstagen, bei dem ein ausgedachtes Wort dem Nachbarn ins Ohr geflüstert wird, und dieser flüstert es wieder seinem Nächsten ins Ohr, bis es irgendwann wieder beim Urheber ankommt (außer man spielt statt der Kreis- die Linearvariante oder spielt länderübergreifend, was früher mit Hilfe von Typentürmen geschah). Ein ganz anderes Spiel, das auch erst ab 18 ist, ist die Mund-zu-Mund-Propaganda. Stille Post auf technisch hohem Niveau wird als Richtfunk bezeichnet. Durch absichtliche oder unabsichtliche Verfälschung oder Schwerhörigkeit kommt bei der Stillen Post schließlich zum Schluß ein ganz anderes Wort als das ursprüngliche heraus. Zum Bleistift "Peter Silie" statt "Klara Fall".

Im Zuge der Liberalisierung des Postwesens in Deutschland haben sich jedoch clevere Geschäftsleute die Idee angeeignet und neben der gelben, grünen, blauen, roten und lila Post auch noch die Stille Post Deutschlands (SPD) gegründet. Abgeschickte Briefe werden unterwegs vom Personal oder interessierten Passanten geöffnet (die Postfahrräder stehen oft mehrere Stunden unbeobachtet in der Einkaufsstraße herum) und geändert, vertauscht, herausgenommen oder beschmutzt. Außerdem kommen die Kuriere der Stillen Post Deutschlands nachts zwischen zwei und drei Uhr auf Socken in die Hausflure geschlichen und werfen die mit Duftmarken frankierten Briefe lautlos ein. Die meisten der Briefe bleiben auch nach intensiver, übelster Provokation meist völlig still.

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