Stadt

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Viele Menschen sind heute überzeugte Städter. Eine richtige Stadt bietet eine besondere Atmosphäre zum Leben.

„Das Land ist lyrisch, die Stadt dramatisch“

~ Englisches Sprichwort


Als Stadt bezeichnet man ein Kaff, das mehr als 100 Pizza-Bringdienste hat oder wenigstens einen hauptamtlichen Sheriff. Städte bestehen heute überwiegend aus mehrstöckigen Häusern, ungewöhnlich hohen Häusern oder Pappkulissen (siehe Schwerin). Eine Stadt, die auf sich hält, verfügt außerdem über ein komplett schuldenfinanziertes Spaßbad, zahlreiche leerstehende Gewerbegebiete, jede Menge sinnlose Verkehrsberuhigung, eine Umweltzone, eine Dreckzone, eine Fußgängerzone, Anwohnerparkplätze, Politessen, spezielle Einwurfbehälter für Hundescheiße, Kleingartengebiete, einen Zweitliga-Fußballverein mit dem Namen irgendeines langweiligen Stadtteils, einen brunzdummen privaten Radiosender, todlangweilige öffentlich geförderte Kulturveranstaltungen, soziale Brennpunkte, schmierige Swinger-Clubs und eine korrupte Oberschicht aus schmierigen Kommunalpolitikern und großkotzigen Bauunternehmern.

Aufgrund der höheren Lebensqualität zieht es die Menschen weltweit mehr und mehr in die Städte. Durch diese Expansion übertreffen die Populationen mancher Städte inzwischen die Größe respektabler Staaten, was bei den Einwohnern von Ländern und Regionen wie Luxemburg, Belgien, Burkina Faso, Holland oder Ostdeutschland zu schwerwiegenden Minderwertigkeitskomplexen führt und die Landflucht weiter verschärft.

[Bearbeiten] Die Entstehung der Städte

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Richtig: Mauer um Stadt - Schutz vor Feinden.

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Falsch: Mauer in Stadt - einfach nur doof.

Städte entstanden, als die Menschen wegen des teuren Schuhwerks das nomadisierende Wanderleben aufgaben und sesshaft wurden. Als älteste Stadt der Welt gilt Jericho. Um die Bürger von Jericho vor der nervtötenden Techno-Musik ihrer israelischen Nachbarn zu schützen, bauten sie eine Lärmschutzwand um die Stadt. Dies half zwar auf die Dauer nicht viel, aber es wurde bald Mode, jede Stadt mit Mauern zu versehen. In den meisten Städten wurden diese Mauern außen herum gebaut, nur in Berlin setzte sich der Vorschlag eines durchgefallenen Architekturstudenten durch, man solle die Mauer doch mittendrin errichten.

Nachdem die Stadt einmal erfunden und mit einer Stadtmauer versehen war, stellten die Menschen darin fest, dass die ganze Konstruktion nicht mehr besonders gut zur Landwirtschaft taugte. Das war ärgerlich, denn langsam wurden die Fressalien knapp. Um sich und ihre Bälger in ihren Etagenwohnungen durchfüttern zu können, begannen die Städter daher, zahlreiche neue Berufe zu erfinden: sie schnitten sich gegenseitig die Haare, verkauften sich gegenseitig Staubsauger und Klingeltöne, bauten sich gegenseitig Duschbäder und DSL-Anschlüsse ein und brachten den Müll runter. So entstanden Handel und Handwerk.

Als auch dies geklärt und eigentlich nichts weiter zu tun war, sahen die Bürger sich um und stellten fest, dass ihnen ihr Nachbar auf die Nerven ging. Sie erfanden daher noch die Politik und die Bürokratie, um sich gegenseitig die Farbe der Geranien auf ihren Balkons vorzuschreiben. Dann blickten sie auf die fertige Stadt und sahen, dass sie gut war. Sie setzten sich an ihre PCs und spielten eine Runde Sim City.

[Bearbeiten] Urbanes Lebensgefühl

Das urbane Lebensgefühl beschreibt das euphorische Gefühl, das Städter haben, wenn sie durch die glitzernden Fußgängerzonen ihrer Städte laufen, in Hundekot treten, besoffene Penner bemitleiden, im Stadtpark Oralverkehr hinter Büschen beobachten, von Politessen wegen Falschparkens ermahnt werden oder ihr hart verdientes Geld in Ramschläden, Bordellen und Trinkhallen reinvestieren. Dieses Lebensgefühl gibt dem Städter das Gefühl, am Puls der Zeit zu sein und mitten im Leben zu stehen. Deshalb zieht es auch immer mehr Waldbewohner und Landeier in die großen Städte; sie wollen teilhaben an der modernen Existenz, die nur in der Stadt zu leben ist.
Auch das Nachtleben einer Stadt ist maßgeblich beteiligt am urbanen Lebensgefühl, denn nirgendwo sonst kann der Mensch sich so hemmungslos hedonistischen Freuden hingeben, wie im Nachtleben einer großen Stadt. Aus diesem Grund ist der prozentuale Anteil von Alkoholikern, Aidsinfizierten und Drogenabhängigen in Städten auch deutlich höher als in ländlichen Gegenden oder auf dem Mond.

[Bearbeiten] Städte, die es irgendwie nicht so ganz gebracht haben

Nicht jede Stadtgründung in der Geschichte war ein voller Erfolg. Manche scheiterten früher oder später, und manche werden noch scheitern:

[Bearbeiten] Troja

Troja war eigentlich eine recht erfolgreiche Stadtgründung. Die Einwohner lebten vom Handel, entwendeten gelegentlich griechische Prinzessinnen und schrieben außerdem kleine Softwareprogramme, um sich gegenseitig die Kontodaten auszuspähen. Sie hatten eine Stadtmauer, die ganz korrekt rundherum um die Stadt angebracht war. Leider waren die Stadttore zu klein geraten, so dass nicht einmal ein gewöhnliches Holzspielzeug hindurchpasste. Sie rissen daher die Mauer selber wieder ein und mussten anschließend lernen, dass griechische Prinzessinnen den Ärger eigentlich nicht wert sind.

[Bearbeiten] Karthago

Karthago war eine Stadt von Elefantenzüchtern im nördlichen Afrika, hatte eigentlich alles im Griff und tat niemandem etwas. Leider hatten ihre Nachbarn, die Römer, eine starke Abneigung gegen Elefanten. Einige Römer behaupteten, Elefanten seien mobile Massenvernichtungswaffen und wenn Karthago nicht nachweisen könne, dass es alle Elefanten abgerüstet habe, müsse es zerstört werden. Die Karthager nahmen die Drohung nicht ernst, aber genau so kam es. Erst Jahrhunderte später wurde von amnesty international nachgewiesen, dass Elefanten ziemlich harmlos sind und die Römer selber die größten Menschenrechtsverletzer waren. Daraufhin verabschiedete die UNO eine strenge Resolution gegen die Römer, aber das nützte den Karthagern nichts mehr, ihre Stadt war längst untergepflügt.

[Bearbeiten] New Orleans

Ein paar Amerikaner mit französischem Akzent gründeten die Stadt New Orleans am Golf von Mexiko. Sie führten ein lockeres Leben, erfanden den Jazz und übten ihn täglich aus. Um sie für dieses scheußliche Gedudel zu strafen, sandte Gott seinen Erzengel Katrina, der schon zu Zeiten der Sintflut Gottes Bademeister war, und ließ die Stadt unter Wasser setzen.

[Bearbeiten] Stuttgart

Stuttgart ist ein äußerst abschreckendes Beispiel dafür, wie der Mensch sich seinen eigenen Lebensraum durch architektonische Todsünden verschandeln kann. Der lokalpatriotische Stuttgarter behauptet zwar immer noch, er fände seine Stadt schön, dieses ist aber eine reine, euphemisierende Schutzbehauptung, die sich nur durch das angeborene Brett vorm Kopf der Schwaben erklären lässt. Stuttgart existiert zwar heute noch (Stand 2016) wird aber im Zuge einer Flurbereinigung spätestens im Jahr 2018 von der Landkarte verschwunden sein.

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