Sozialdemokratie

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„Und am siebten Tage schuf Darwin die Sozialdemokratie und erkannte, dass ihm schlecht wurde.“

~ Karl Liebknecht über die wahre Schöpfungsgeschichte


Sozialdarwi… Sozialdemokratie bezeichnet im heutigen Verständnis eine politische Bewegung, die mit mehr oder weniger unscharf definierten Methoden für allgemeine Gleichheit von allem und jedem eintritt. Folgerichtig sind die drei Hauptziele „Gleichheit“, „Kleinheit“ und „Gemütlichkeit“ auf die Fahnen aller sozialdemokratischen Parteien gestickt, die was auf sich halten. Dabei wird allerdings die genetisch bedingte intellektuelle Ungleichheit ignoriert.

[Bearbeiten] Geschichte der Sozialdemokratie in Deutschland

Aus der Asche einer zu Recht dem Bankrott anheimgefallenen Vorgängerpartei namens „Allgemeiner Deutscher Proletenverein“ entstand um 1867 (genaues Datum nicht mehr sicher zu bestimmen wegen des großen Streiks der Sozialdemokratischen Parteiarchivs-Chronik-Drucker und –druckergehilfen SPCDD von 1866 – 1901, die nach zähem Ringen eine Lohnsteigerung von 217,5 % durchsetzen konnten) die Sozialromantische Partei Deutschlands SPD. Erster Vorsitzender, Grandseigneur, Sugardaddy und Paterfamilias in einem war Ferdinand Lassalle, ein berüchtigter Witzeerzähler und Verfasser endloser Pamphlete.

Nach anfänglichen Organisationsproblemen in der Böblinger Zentrale (Verschaffung von Büromaterial, Etablierung einer funktionierenden Kaffeekasse, Einigung über das Aufhängen humoristischer Wandkalender) setzte man sich erstmals zusammen, um ein Programm auszuarbeiten. Im sogenannten „Königs Wusterhausener Programm“ wurden die Ziele abgesteckt, die die Sozialromantiker innerhalb der nächsten 100 Jahre erfüllt sehen wollten:

  • Senkung der wöchentlichen Arbeitszeit von aktuell 120 auf 115 Stunden
  • Einschränkung züchtigender Strafen auf weniger wichtige bzw. zu damaliger Zeit noch unterschätzte Körperteile (Halsschlagadern, Augen, die kleinen weißen Halbmonde unten am Fingernagel)
  • Rente mit 60 (bei statistischer Lebenserwartung von 63 Jahren)

Mit diesem keineswegs unumstrittenen Programm zog man in die ersten Wahlkämpfe, verlor aber in Serie. Die klassische Wählerklientel blieb den Wahlurnen wegen der damals noch gängigen Sonntagsakkordarbeit geschlossen fern. Und wer tatsächlich frei hatte, frönte lieber dem Alkohol oder verdrosch seine Kinder.

Das alles änderte sich schlagartig mit Einführung der Sozialistengesetze durch Reichskanzler und Heringsnamensgeber Otto von Bismarck. In der irrigen Annahme, die Sozialromantiker stünden vor dem Durchbruch und manipuliert durch einflussreiche Einflüsterer wie die Jahrmarkts-Wahrsagerin Eliana (eine linkische Schwäbin, die erfolgreich den Eindruck erweckte, sie sei Zigeunerin und in irgendeiner weitverzweigten Weise mit dem Schah von Persien verwandt) ließ Bismarck die Sozialromantiker verbieten und all ihre armselige Habe beschlagnahmen.

Etwas Besseres hatte der darbenden SPD jedoch kaum passieren können, denn der Reiz des Verbotenen hatte die Bürger schon immer verlockt. Hatte vor den Gesetzen noch eine Minderheit von 4 % überhaupt von der Existenz der SPD gewusst, forderte nun ein erstaunlich gut organisierter Pöbel mit Fackeln und Mistgabeln in einem raffinierten Schichtsystem vor Bismarcks Wochenend-Butze in Bad Ems die Wiederzulassung der Partei. Unterbrochen nur durch den vierwöchigen Streik der Sozialdemokratischen Marodierender-Mob-Gewerkschaft SMM (die eine Lohnerhöhung von 320 % durchsetzen konnte) kampierten die Massen so lange vor dem Anwesen, bis Bismarck klein beigeben musste. In der Folge etablierte die SPD sich als unverzichtbarer Teil der allgemeinen Protest- und Popkultur. Links sein galt als schick und SPD-Wählen als aufregendes Hobby.

Als nach zwei kleinen Missgeschicken von 1914–18 und 1933–45, woran in Deutschland selbstverständlich niemand Schuld war, wieder alles so wie vorher war und jeder Einwand mit Ohren-Zuhalten und Lalala-Singen souverän abgewehrt wurde, waren es die Sozialromantiker, die am schnellsten wieder in der Spur waren. Bereits 1949, wenige Tage nach Gründung der Bundesrepublik und rein zufällig wenige Sekunden vor der CDU, veröffentlichten sie ihr „Braunschweiger Programm“:

  • Senkung der wöchentlichen Arbeitszeit von 60 auf 40 Stunden
  • Abschaffung von Arbeit, die keinen Bock macht
  • Rente mit 50
  • Gratis-T-Shirts für die ersten 150 Anrufer

Als mit Willy Brandt der erste Sozialromantiker an der Spitze des Staates stand, hatte man sich mittlerweile ein neues Programm verpasst, das „Bremer Programm“ von 1968, das Brandt mit aller Härte und Konsequenz durchsetzen wollte:

  • Senkung der wöchentlichen Arbeitszeit von 40 auf 35 Stunden
  • Einführung eines lebenslangen Kündigungsschutzes
  • Lohnfortzahlung im Arbeitsunlustsfall
  • Verbot jeder nicht-sitzenden Tätigkeit
  • Freie Fahrt für freie Bürger
  • Rente mit 45

Brandt, bekannt für seine Abneigung gegen den langen Dienstweg, verkündete beim SPD-Parteitag 1970 vor aufgebrachten Genossen „Morgen morgen nur nicht heute“ und ließ ein schmetterndes „Was ich morgen kann besorgen, das erledige ich nicht schon heute“ folgen. Hätte nicht ein Streik der Sozialdemokratischen Parteitagsdeligiertengewerkschaft PDG (ihrer Forderung nach 112 % mehr Lohn wurde entsprochen) die Zuhörerschaft Brandts arg dezimiert, wäre es womöglich zum Eklat gekommen. So konnte Brandt aus Verlegenheit seine Zeit in der Außenpolitik totschlagen (Ostpolitik, Spionageaffären) und dürfte am lautesten aufgeatmet haben, als er zum Rücktritt gezwungen wurde. Sein Nachfolger Helmut Schmidt sah sich mit folgender Liste von Forderungen konfrontiert, die ihm das „Bielefelder Programm“ von 1980 bescherte:

  • Senkung der wöchentlichen Arbeitszeit von 35 auf 20 Stunden
  • gesetzlicher Mindestlohn von 25 DM pro Stunde, gern auch mehr, da ist man flexibel
  • Lohnfortzahlung im Kündigungsfall für mindestens 10 Jahre
  • Aufnahme des Passus „Die Freizeit des Menschen ist unantastbar“ in das Grundgesetz
  • Abschaffung der Bundeswehr und Inhaftierung aller Soldaten

Wie zu erwarten scheiterte Schmidt an der Durchsetzung dieser Ziele und entschied sich für eine Karriere als Berufs-Besserwisser und moralischer Zeigefinger. Dazu schwor er, den Beweis zu führen, dass Rauchen Spaß macht, gut aussieht und darüber hinaus die Frisur konserviert (länger als das damals beworbene Haarspray Drei-Wetter-Taft).

Während des Kohl-Regimes hatte die SPD naturgemäß wenig zu lachen, erst Gerd Schröder hauchte den demoralisierten Genossen wieder Leben ein. Qua Herkunft, Stimmlage, Frisur und Klamottengeschmack schien er prädestiniert zu sein, die Sozialromantiker zu neuen Höhen zu führen. Doch enttäuschte er seine Genossen maßlos, indem er von seinem ersten Gehalt teure Anzüge kaufte und von filterlosen Reval auf Cohibas umstieg. Unter der Annahme, dass „das“ Merkel immer noch besser sei als ein SPD-Kanzler, der nicht dem „Schweriner Programm“ folgte, wählten zwei Drittel aller sozialromantischen Bundestagsabgeordneten 2005 Angela Merkel (was kaum auffiel, da ungefähr genauso viele CDU-Abgeordnete gegen Merkel stimmten, die ja immerhin eine Frau (sic!), aus dem Osten und hässlich war).

Seitdem trimmt eine Riege regelmäßig wechselnder Obersozen die Partei auf Regierungskurs. Derzeit hat den Posten Münte Fering inne, ein mit allen Wassern gewaschener Frontsozi, der immerhin bessere Anzüge trägt als noch vor fünf Jahren.

[Bearbeiten] Grundideen der Sozialdemokratie

Die grundlegende Idee hinter der Sozialdemokratie ist zum einen, dass alle Menschen gleich sein müssen und vor allem das gleiche haben müssen. Deswegen ist anzustreben, dass keiner mehr hat als der andere. Dieser Ansatz findet sich im Terminus „Gleichheit“ wieder.

Außerdem darf niemand wichtiger, mächtiger, reicher, klüger, schöner oder besser gekleidet sein als jemand anders, vor allem nicht als ein Sozialdemokrat. Das entspricht der „Kleinheit“.

Dazu kommt, dass Globalisierung zwar einerseits cool ist, weil man billig nach Mallorca fliegen kann und Kiwis aus Neuseeland hinterhergeworfen bekommt, dass Globalisierung aber auch doof ist, weil man sich jetzt plötzlich um alles selber kümmern soll. Deswegen wird gefordert, dass alles, was langweilt und anstrengend ist, der Staat regelt, während man selber dreimal im Jahr in Urlaub fliegt und ansonsten hauptsächlich Fernsehen guckt. Das entspricht der „Gemütlichkeit“.

Da man in der nivellierten Wohlstandsgesellschaft zunehmend auf die Stimmen saturierter Edel-Ökos und Schönwetter-Friedensaktivisten angewiesen ist, will man pro forma noch irgendwas mit Umweltschutz, Pazifismus und Gentechnikverbot drinstehen haben. Es darf aber nicht genauso klingen wie bei den Grünen, deswegen werden Germanistikstudenten als Praktikanten eingesetzt, die das so umschreiben, dass es anders klingt.

[Bearbeiten] Aktuelle Programmatik

Mit dem derzeit aktuellen „Magdeburger Programm“ stellt sich die Sozialdemokratie auf die Wünsche und Bedürfnisse des kleinen Mannes und/oder der kleinen Frau aber auch des kleinen echten Hermaphroditen genauso wie des kleinen Pseudohermaphroditen ein. Der SPD liegt jeder Zukurzgekommene am Herzen. Wer das im Einzelfall ist, bestimmt eine Kommission mit Andrea „The Body“ Nahles und Andrea Ypsilanti. Wichtigste Punkte sind hierbei:

  • Senkung der wöchentlichen Arbeitszeit in einen Bereich, der die Anfahrt zum Arbeitsplatz kaum noch lohnend macht, weswegen man konsequenterweise die Arbeit gleich ganz abschaffen wird (mittelfristiges Ziel, „Agenda 2010 reloaded“)
  • gesetzlicher Mindestlohn von 24 Euro pro Stunde
  • sogenannte „Aufblähung“ des Sozialstaates mit Einführung von mindestens drei weiteren gesetzlichen Pflichtversicherungen, Vorschläge einzureichen bei Münte
  • Bundeswehr entwaffnen und verfassungsmäßig so weitreichend einschränken, dass de facto bereits das Verlassen der Kasernen in zivil zur Verhaftung führt
  • öffentliche Auspeitschung und „Verarschung“ von Managern und allen Männern mittleren Alters in Nadelstreifenanzügen bzw. Frauen mit Perlohrsteckern und Businesskostümen
  • flächendeckende Einführung von Tweed-Sakkos, struppigen Backenbärten und Kassengestellen

[Bearbeiten] Wesentliche Positionen der Sozialdemokratie zu verschiedenen Themen

[Bearbeiten] Außenpolitik

In der Außenpolitik gilt seit jeher das Prinzip, dem „Ami“ nicht zu trauen und sich stattdessen lieber in Richtung diverser sozialistischer Diktaturen zu orientieren, solange sie mit hinlänglich attraktiv erscheinenden Attributen in Verbindung gebracht werden können (Sommer, Sonne und nostalgische alte Autos auf Kuba / Sommer, Sonne und exotische Früchte in beliebigen südamerikanischen Diktaturen). Entsprechend pflegte man lange Zeit ein recht pragmatisches Verhältnis zur DDR, wo die oben genannte Grundsätze der Kleinheit, Gleichheit und Gemütlichkeit geradezu vorbildlich umgesetzt zu sein schienen. Der „Ami“ wurde gemäß Parteitagsbeschluss als Urheber vieler, wenn nicht aller Mißstände der Erde identifiziert. Schon im August 1945 gründeten enttäuschte Genossen, die gehofft hatten, auf sowjetischer Seite zu landen, den Arbeitskreis „SozialdemokratInnen gegen amerikanische ImperialistInnen“. Die Terroranschläge im Jahre 2001 sollten auf Antrag eines vorwitzigen Hinterbänklers per Parteitagsbeschluss als „terroristischer Akt“ verurteilt und mit einem symbolischen erhobenen Zeigefinger aus Pappmaché bedacht werden, den Heidemarie Wieczorek-Zeul persönlich an Osama Bin Laden schicken wollte, doch der Antrag scheiterte mit 12:334 Stimmen. Der im Anschluss verhandelte Antrag, George W. Bush eine Grußkarte mit dem Text „Haha!“ zukommen zu lassen, scheiterte mit nur einer fehlenden Stimme (der Abweichler wurde identifiziert und lebt nach seinem Parteiausschlussverfahren heute unter falschem Namen in Albanien). Hauptgrundsätze der Außenpolitik sind:

  • Geschäfte machen ist erlaubt mit: China, Russland, Iran und sonstigen Menschenrechtshochburgen
  • Menschenrechte werden gefordert und gefördert, wenn dann noch Zeit ist, vielleicht
  • Dem Islam wurde am 12. September 2001 eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausgestellt, die festlegt, dass jeder von Moslems begangene Terrorakt im Grunde die Schuld der westlichen Welt ist und als Aufschrei der Unterdrückten aufgefasst werden muss
  • Entwicklungshilfe gibt es nur für Staaten, die ihre Hungersnöte in ansprechender Weise mit kulleräugigen Kleinkindern und „edlen Wilden“ (die in irgendeiner nicht genau definierten Weise „Stolz“ verkörpern sollten) illustrieren können; zerlumpte Gestalten in osteuropäischen Industrieruinen stehen hier naturgemäß auf verlorenem Posten
  • Der Einsatz von militärischen Mitteln wird ganz, ganz, ganz entschieden abgelehnt, ausgenommen der Verteidigungsminister ist selber Sozialdemokrat. Terroristen und Diktatoren werden einmal im Jahr per Rundschreiben zu einem „Interkulturellen Dialog“ eingeladen

[Bearbeiten] Umweltpolitik

Solange es noch genug Stammwählerschaft unter rußverschmierten, kohleschippenden, schnauzbärtigen Industriearbeitern mit Namen wie Horst oder Karl-Heinz gab, war „Umweltschutz“ für die Sozialdemokratie ein Unwort. Erst mit dem Aufkommen von Doppel-Nachnamen für Frauen und Super-GAUs erwachte das ökologische Gewissen. Mittlerweile wird die Schließung, Sprengung und fachgerechte Entsorgung sämtlicher Atom-, Kohle-, Gas-, Öl- und sonstiger Dreckskraftwerke bis spätestens 2012 gefordert. Die dann fehlenden ca. 2000 Exawatt sollen durch den Bau von 50 Milliarden Windrädern und gezielte Stromsparprogramme („Heute bleibt die Küche kalt, wir gehen in den Wienerwald“) kompensiert werden. Autos sollen ebenfalls langfristig abgeschafft werden, es sei denn, sie werden durch hochsubventionierte deutsche Arbeitsplätze an strukturschwachen Randlagen produziert. Gentechnik und auch sonst alles, das die Silbe „Gen“ enthält, wird abgelehnt weil so halt.

[Bearbeiten] Integrationspolitik

Hier liegt eine zwiespältige Gemengelage vor. Zum einen haben die Sozialdemokraten zwar beschlossen, dass Ausländer grundsätzlich gut sind. Hieraus folgt, dass Russen-/Albaner-/Kosovaren-/Italiener- und sonstige Mafias von als „heißblütig“ verstandenen Ethnien nicht existieren und dass die Gewaltkriminalität unter ausländischen Jugendlichen gleich null ist. Andererseits haben die Sozialdemokraten aber auch beschlossen, dass deutsche Arbeitsplätze wichtiger sind als irgendwelche anderen und dass ausländische Arbeitskräfte nur noch als Dönerbudenmänner, Pizzaservicemänner oder Müllkutscher tätig sein dürfen. Um die Integration voranzutreiben, soll der Anteil von Jugendlichen mit Migrationshintergrund an Gymnasien gesetzlich auf 30% festgelegt werden. Die freien Plätze sollen in einem bundesweiten Beatbox- oder Kickbox-Wettbewerb ermittelt werden.

[Bearbeiten] Gesundheitspolitik

Es gilt das Motto: besser reich und gesund als arm und krank. Da jedoch in der Realität immer noch viel zu viele Kranke rumlaufen, die man ja eh nicht mehr hinkriegt, sollen, um die Gleichheit zu wahren (siehe oben), wenigstens die Gesunden auch krank werden. Um einen gleichbleibend hohen Krankheitsgrad in der Bevölkerung zu gewährleisten, sollen in öffentlichen Gebäuden versteckte Radioaktivitätsquellen eingebaut werden, diverse Erreger hartnäckiger und zur Chronifizierung neigender Atemwegsinfekte sind derzeit in der Erprobung. Die Hygienestandards in den Krankenhäusern werden sukzessive gesenkt und Seife rationiert. Um gleichzeitig die Kosten im System gering zu halten, sollen Ärzte verpflichtet werden, umsonst zu arbeiten, da ja schließlich das Behandeln kranker Mitmenschen Belohnung genug ist. Homöopathie, Bach-Blüten und tantrische Voodoo-Warzenbesprechung gibt es auf Krankenschein.

[Bearbeiten] Rentenpolitik

Weil alte Menschen gerne nörgeln und nörgelnde alte Menschen in absehbarer Zukunft 85% der Bevölkerung ausmachen werden, haben sich die Sozialdemokraten hier besonders viel Mühe gegeben. Vorgesehen sind:

  • Rentensteigerungen um immer so viel Prozent, wie die letzten zwei Zahlen des jeweiligen Jahres anzeigen
  • Einführung des gesetzlichen Feiertages „Tag des Rentners“, an dem eine große Parade auf der Straße des 17. Juni stattfindet (mit Auftritten von Udo Jürgens und Florian Silbereisen)
  • dreispurige Treppenlifte in jedem Gebäude mit mehr als einem Stockwerk
  • Verbot von Negermusik
  • Gewährung von drei Wochen Kuraufenthalt auf Mallorca doch lieber in Antalya, ist billiger..., gez. Münte, pro Jahr
  • jeder Rentner hat das Recht, im Fernsehen aufzutreten und in einer Talkshow seine Wut über „die da oben“ zu artikulieren oder sein widerwärtiges Sexualleben auszubreiten

[Bearbeiten] Kulturpolitik

Gefördert wird alles, das

  • von Günter Grass stammt
  • von einer Frau stammt
  • von einem/einer Homosexuellen stammt
  • von einem/einer Sozialdemokraten stammt
  • anachronistisch und angestaubt erscheint aus der Blütezeit der Sozialdemokratie – Kulturhistoriker sprechen hierbei vom „Zeitalter des Gelsenkirchener Barock“ – stammt
  • einen irgendwie gearteten Beitrag zum interkulturellen Dialog darstellt
  • Kapitalismuskritik beinhaltet

Nicht gefördert wird alles, das

  • von Martin Walser stammt
  • aus Bayern kommt
  • Religionskritik enthält, es sei denn, es handelt sich um Kritik an der katholischen Kirche
  • zu teuer ist
  • nicht von irgendeinem Unternehmen über Parteispenden und/oder Karrierechancen subventioniert wird
  • von einer anderen Fraktion vorgeschlagen wurde, Ausnahmen bei Vorschlägen der Grünen nach Einzelfallentscheidung
  • den sozialen Aufstieg der Stammwählerschaft (die dann zu einer anderen Partei abwandern könnte) befördern würde

[Bearbeiten] Sozialdemokratische Ausprägungsformen im Ausland

[Bearbeiten] Österreich

Die Sozialdemokraten überprüfen einmal in der Woche (meistens Dienstag) die Homepage der deutschen SPD und aktualisieren ihre eigenen Positionen nach eingehender parteiinterner Diskussion (sog. Zu-Guttenberg-Prinzip). Österreichische Sozialromantiker unterscheiden sich von ihren großen Verwandten eigentlich nur im Dialekt und durch die höhere Qualität ihrer Skandale.

[Bearbeiten] Frankreich

Im Gegensatz zu den konsensverliebten deutschen Sozialromantikern machen die Franzosen ihren Vorfahren noch alle Ehre. Soziale Unruhen werden durch ein eigenes Unruhe-Ministerium staatlich gefördert, Streikbrecher sind gewerkschaftlich organisiert und Kündigungen sind verboten. Zwar sind auf diese Weise 75 % aller Franzosen in Scheinfirmen beschäftigt, die eigentlich schon seit teilweise über zehn Jahren nichts mehr produzieren, doch alle haben einen Ort, wo sie in der Früh zum rauchen und Kaffee-trinken hingehen können. Der französische Staat ist seit rund zwölf Jahren bankrott, aber das ist eines der bestgehüteten Geheimnisse Europas.

[Bearbeiten] Schweden

Hier hat sich die spezifisch schwedische Ausformung der Sozialdemokratie entwickelt, der „Kuschelsozialismus“. Alle sind für alle da, wer in den Regen kommt, bekommt vom Ministerpräsident ein trockenes T-Shirt und eine Tasse heißen Kakao und alle zwei Wochen ist ein Feiertag. Jeder wird mit 25 Jahren verbeamtet, und Arbeit, die keinen Spaß macht, wird nach Deutschland delegiert. Alle Frauen sind Bikinimodels oder Beachvolleyballspielerinnen und die allgemeine Unzufriedenheit unter Strafe gestellt. Kein Wunder, dass Münte voller Neid nach Norden blickt.

[Bearbeiten] Griechenland

Als Stammland der Demokratie muss Griechenland selbstverständlich auch eine führende Rolle in der Sozialdemokratie spielen. Und was ist sozialdemokratischer als bei der Vergabe von hochdotierten Posten zunächst die eigene Familie zu bedenken?! Und so thront nicht nur ein Papandreou über Griechenland... Nein! Mal ist zudem ein Papandreou religiöses Oberhaupt, mal führt ein Papandreou die Regierungsgeschäfte und mal verhandelt ein weiterer Papandreou in seiner Funktion als Vorsitzender der europäischen Sozialdemokraten über einen möglichst billigen – schließlich muss ja genug Geld für die Familie übrigbleiben! – Ausweg aus der Schuldenkrise. Überflüssig zu erwähnen, dass Griechenland seine Sozialdemokraten auch ins ferne Deutschland exportiert, um auch diese widerlichen Xenos, die ja keinerlei Familiensinn haben, von den Vorzügen des griechischen Modells zu überzeugen.

[Bearbeiten] Große Figuren der Sozialdemokratie, die nicht schon weiter oben irgendwo erwähnt wurden

  • Rozalia Lycktenstejn: Fühlte sich als praktisch einzige Politikerin in der Geschichte Deutschlands bedingungslos der Wahrheit verpflichtet. Leider wurde ihr dies beim Verhör durch die kaiserlichen Truppen zum Verhängnis...
  • Karl Lieberknecht: Wollte eigentlich im November 1918 die Republik ausrufen. Leider kam ihm aufgrund eines Missverständnisses unter Sozialdemokraten Fritz Eber knapp zuvor, so dass er unverrichteter Dinge wieder nach Hause gehen musste.
  • Kuno Kaanickel: Gründete zur Hochzeit der Sozialdemokratie einen Freizeitpark und tat somit als einziger Sozialdemokrat seinen Genossen etwas Gutes. Irgendwann wurde diesen aber der Rummel zu viel, so dass er seinen Tätigkeitsschwerpunkt in die Landwirtschaft verlegte. Zuletzt fiel in Verbindung mit seinem Namen noch der Begriff „Kannibalismus“, seither können selbst die besten Fährtenleser keine Spuren mehr von ihm ausmachen.
  • Jockel Fuchs: Geflügelbauer, dem gemeinhin die Erfindung des Goldbroilers zugeschrieben wird, heute Empfänger millionenschwerer Agrarsubventionen. Letzter Zeuge, der Kuno Kaanickel (s.o.) noch lebend gesehen hat.
  • Paul Rabenhorst: Erster sozialromantischer Ministerpräsident des zwischen 1949 und 1950 existierenden Zwergstaats „Haselünne“; führte den Sparwitz als rhetorisches Mittel ein. Ist heute im Rahmen von Führungen durch die Berentzen-Brennerei zu besichtigen.
  • Salvador „Allmende“ Gössel: Getraute sich in den 1970er Jahren in Lateinamerika einen demokratischen Rechtsstaat zu etablieren. Einen solch impertinenten Akt quasi vor ihrer Haustür konnten die USA damals selbstverständlich nicht dulden...
  • Erwin Vock: Alleinunterhalter und Unikum, trat mit Drehorgel und Äffchen „Gypsy“ auf allen Sozen-Parteitagen zwischen 1949 und 1994 auf, bis er an einem Mundbodenkarzinom starb.
  • Erich Honigschlecker: Wendete im letzten Moment die von seinem Vorgänger Walter Spitzbart-Bullrich geplante Einführung des Konkurrenzprinzips in der DDR ab und bewahrte so die aufgrund ihres sozialdemokratisch-romantischen Designs kulturhistorisch wertvollen Qualitätsprodukte aus Volkseigener Produktion vor deren Abschaffung. Ferner führte er das Leistungsprinzip bei der Entlohnung der Werktätigen ein: Während ein fleißiger Industriearbeiter auch weiterhin Anspruch auf die bezeichneten hochwertigen Gegenstände hatte, musste die zu Müßiggang neigende Führungselite fortan mit den minderwertigen Erzeugnissen der klassenfeindlichen Produktion vorlieb nehmen. Leider wurde ihm diese Form der Wettbewerbsbeschränkung von den Imperialisten verständlicherweise nicht gerade gedankt, und so blieb ihm letztendlich nichts anderes übrig als nach Chile auszuwandern.
  • Hans Schmidt: Gewählter Bundesvorsitzender 1987, der aber wegen einer Verwechslung irgendwie leer ausging und seitdem als verbitterter alter Mann in unterschiedlichen Eckkneipen seines Heimatkaffs Mettmann herumschimpft.
  • Eleonore („Elly“), der Stern von Güllen: Verhalf ihrer ansonsten eher gewöhnlichen Heimatstadt zu kurzzeitiger Blüte, indem sie die größte und prachtvollste Gartenschau in der Geschichte des Landes veranstaltete, sowie dem besonders wegen seines einzigen berühmten Werkes „Wie hast Du geschlafen“ (Co-Produktion mit Hans-Peter Clar sen., Vermittlung des Personals durch die Psychiatrische Abteilung der Rheinischen Landesklinik Langenfeld) zu respektierenden Dramaturgen Roberto Schrulli zu den für seinen Lebens- und Strebensunterhalt unabdingbaren Zuwendungen. Dennoch gelang es ihr nicht, fast ein Jahrzehnt der CDU-Diaspora abzuwenden. In Folge deren Politik und der von dieser an die SPD weitervererbten Korruption ist die Stadtkasse heute (von den als alternativlos deklarierten Mitteln zur Theaterfinanzierung einmal abgesehen...) leer, die einst prachtvollen Gärten, nachdem sie jahrelang der örtlichen Unterschicht als Heimat gedient haben, teilweise – und dies nicht etwa durch diese, sondern gemäß Beschluss der SPD! – zerstört, die Infrastruktur, soweit sie überhaupt noch funktioniert, weitgehend auf dem Stand damaliger Technik, und die Einwohner Güllens wünschen sich heute nichts sehnlicher als den Besuch einer reichen alten Dame... und zwar nicht nur als Theaterstück!
    Elly wurde indes gemäß den Aussagen mehrerer Zeugen, die aus naheliegenden Gründen nicht genannt werden möchten, zuletzt in einem schwimmenden Bordell mit dem bezeichnenden Namen „Escargot“ gesichtet.
  • Karldieter Fliederlich: Werbefuzzi Marketingexperte und Erfinder sozialromantischer Wahlkampfphrasen wie „Agenda 2010“ oder „Gerechtigkeit“. Letztlich holte aber auch ihn die Realität ein und so arbeitet er heute als BWL-Professor an der Fachhochschule Potzblitzhagen.
  • Simón Giuseppe António Chávez Bottazzi del Brescello y Bolívar, „El Deppone“: Verwechselte die für das regionale Schulzentrum bestimmte Wahlkampfrede mit derjenigen, die er im örtlichen Altenheim halten sollte, was die SPD einen sicher geglaubten Wahlkreis und ihn seinen vorderen Listenplatz kostete. Arbeitete danach noch bis zu dessen Schließung im zuvor von Kritikern ausnahmslos gelobten spanischen(!) Restaurant „Don Camillo“ als Koch. Leser einer aktuellen Obdachlosenzeitung meinen, ihn auf der Seite „Mitarbeiter des Monats“ wiedererkannt zu haben, wollen dies jedoch unter keinen Umständen beschwören.
  • Oskar Lafontaine: Internationale Kapazität und Finanzgenie, dem sich die Realität nicht fügen wollte; arbeitet mittlerweile in einem Callcenter und überführt am Wochenende Mietwagen (Audi TT, Maybach).
  • Wolfgang Cement: Seine größte Errungenschaft war der Ausbau des Dortmunder Flughafens, der zu seiner Amtszeit, obwohl er nur über zwei Gates verfügte, als wichtiges Drehkreuz im europäischen Flugverkehr fungierte. Jedoch verlief in Folge alles etwas anders als geplant: Während sich die Lufthansa die eine ortsansässige Fluggesellschaft unter den Nagel riss, tat sich Air Berlin an der anderen gütlich, so dass heute abgesehen von den unvermeidbaren Ballermann-Bombern und einem geschäftigen Reiseverkehr nach oder vielmehr aus Osteuropa immerhin noch so bedeutende Reiseziele wie Heringsdorf auf Usedom (eigentl. Świnoujście/PL, der Flughafen liegt jedoch gerade noch in Deutschland) zumindest saisonal in den Flugplänen zu finden sind. Weiteres Ziel Cements, welches jedoch auch tatsächlich verwirklicht wurde, war die Umstellung des städtischen Straßenbahnnetzes auf Stadtbahnbetrieb; dies gelang, indem man die Liniennummern änderte.
    Seiner Politkarriere müde, heuerte Cement nach einigen Gelegenheitsjobs als Berliner Touristenführer („Jaa, Genossen, hier in der Stadtmitte schlug schon immer das Herz der Sozialdemokratie...“) auf der MS „Princess Daphne“ als Harald-Schmidt-Imitator an.
Dieser Artikel ist Artikel der Woche 22/2009
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