Silvester

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Silvester ist der Tag des Jahresendes und die Mutter aller Partynächte. An Silvester lässt die deutsche Bevölkerung Schwarzpulverprodukte im Gegenwert des Bruttosozialprodukts von Burkina Faso in Schall und Rauch aufgehen und viele Menschen trinken an diesem denkwürdigen Abend soviel Alkohol, wie sonst im ganzen restlichen Jahr zusammengenommen nicht.

[Bearbeiten] Geschichtliche Herkunft

Mündlich überliefert ist seit ca. 300.000 Jahren der primitive menschliche Aberglaube, dass man den Jahreswechsel feiern müsse, um sich die Geister gefügig zu machen. Alte Gebräuche und Zöpfe wurden in der Neujahrsnacht abgeschnitten um neue und vor allem gute Vorsätze für das neue Jahr zu beschließen und sich die Ansprache der Führer anzuhören. Benannt ist dieser Tag allerdings nach einem römisch-katholischen Papst namens Silvester Stallone, der am 31. Dezember 335 Selbstmorde beging, obwohl in der Bibel keine einzige Episode existiert, die sich auf ein solches Datum beziehen könnte und das römische Jahr stets mit dem 1. März begann. Im Zuge der Gregorianischen Kalenderreform 1582 wurde der letzte Tag des Jahres bei einer Zeitumstellung vom 24. Dezember auf den 31. Dezember verlegt. Bis zur Kalenderreform feierten radikale Christen an diesem Tag auch das Ereignis, bei dem Jesus die göttliche Vorhaut entfernt wurde.

[Bearbeiten] Silvester und die guten Vorsätze

Ein seltsamer Brauch ist es, an Silvester gute Vorsätze für das nächste Jahr zu fassen, um diese an Neujahr gleich wieder zu brechen. Die Jahresrück- bzw. Vorausschau ist ein wesentlicher Bestandteil dieses Festes und so sitzen die Menschen in ihren immer noch weihnachtlich geschmückten Behausungen zusammen, bilanzieren die Ereignisse des abgelaufenen Jahres und schmieden unrealistische Pläne für das neue Jahr (siehe unten). Selbstlose Menschen mit einem globalen Bewußtsein wünschen sich im Zuge dieser silvesterlichen Besinnlichkeit hehre Dinge wie Weltfrieden, Gesundheit für Alle und Freiheit für die unterjochten kongolesischen Waldarbeiter während der gemeine Bundesbürger eher an sein persönliches Wohlergehen denkt und von einer Lohnerhöhung, einer heißen Affäre oder einem neuen Auto mit Alufelgen träumt.

[Bearbeiten] Gesellschaftsspiele an Silvester

An Silvester werden im familiären Kreis gerne diverse Gesellschaftsspiele gespielt. Nach wie vor sehr beliebt in der abergläubischen Bevölkerung ist das Bleigießen - eine Form der prophetischen Hellseherei, die Antworten auf brennende Fragen des Lebens geben soll. Die Bleigießer starren auf unförmige Klumpen verformten Bleis und versuchen bedeutungsschwangere Interpretationen für ihre Zukunft aus diesen abzuleiten. Mit lustigen Hüten auf dem Kopf und Luftschlangen um den Hals spielen die Menschen aber auch gern Spiele wie Scharade, bei dem Begriffe mittels pantomimischer Darstellung erklärt und vom Publikum erraten werden müssen. Bedauernswerterweise kommt es bei diesen Scharaden immer wieder zu Missverständnissen und Schummeleien, die unter den vom Alkohol enthemmten Mitspielern regelmäßig zu gewalttätigen Auseinandersetzungen und ehrverletzenden Beleidigungen führen.

[Bearbeiten] Silvester und das Fernsehen

Da an diesem Abend die meisten Menschen ausnahmsweise einmal nicht vor der Glotze hängen, bieten die Fernsehsender auch nur Wiederholungen zweit- und drittklassiger Filme sowie volksverblödende Unterhaltungsshows mit pseudoprominenten Gästen an. In seiner obligatorischen Neujahrsansprache verliest der Bundespräsident im Stile eines Märchenonkels pathetische Durchhalteparolen, verbreitet wiedergekäute Aufschwungseuphemismen und fordert die Bürger eindringlich zu mehr persönlichem Engagement bei der Integration ausländischer Mitbürger auf. Das live-übertragene Neujahrkonzert der Berliner Philharmoniker bietet auch klassiche Musik für den anspruchsvolleren Kulturbanausen und wenn der Dirigent Sir Simon Rattle seine singende Lebensgefährtin Magdalena Kozená mit dem Dirigierstab zu jubilierenden Höchstleistungen stimuliert, zerbersten in den Wohnstuben der Fernsehzuschauer Sektgläser, Kristallvasen, Fensterscheiben und Champagnerflaschen.

[Bearbeiten] Silvester und der Single

Für viele Singles tritt gegen Jahresende ein Art Torschlusspanik ein. Der Gedanke, den Jahreswechsel schon wieder als Single zu erleben und den vom letzten Jahr gefassten Vorsatz, endlich einen attraktiven Lebensabschnittspartner zu finden, nicht in die Tat umgesetzt zu haben, macht den Single sehnsüchtig, nervös und löst einen Ansturm auf die Kontaktbörsen im Internet aus. Die Lebensabschnittspartner-Auktionen bei eBay erreichen zum Jahreswechsel ihren Höchststand und für fragwürdige Kandidaten werden exorbitante Höchstpreise geboten.

[Bearbeiten] Silvester in der Clubszene

Ähnlich dem Karneval ist Silvester auch ein Tag, an dem sich viele Menschen enthemmt ins Nachtleben stürzen. In den Clubs und Diskotheken herrscht hedonistische Feierlaune und wildfremde Menschen baggern sich auf den überfüllten Tanzflächen an. Auf den Toiletten wird Koks gehackt, was die Kreditkarte hergibt, die Luft ist hanfgeschwängert und das eingeworfene Amphetamin macht für so manchen Silvesterianer diese Nacht zum hellichten Tag. Singles, die bei den Internetauktionen leer ausgegangen sind, stürzen sich auf die erstbeste Gelegenheit, trinken sich diese schön und das Erwachen neben einer wildfremden Gesichtsbaracke am nächsten Mittag ist oftmals ein traumatisches Erlebnis.

[Bearbeiten] Das Feuerwerk

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Neujahrsfeuerwerk macht Spaß und ist nicht ganz ungefährlich

Um Mitternacht ist es üblich, die Behausungen zu verlassen und in den Straßen und Vorgärten pyrotechnische Experimente durchzuführen. Besonders die Frauen der Schöpfung hassen diesen Teil des Brauchtums und ducken sich verschreckt weg, wenn sie von ihren Männern mit polnischen Böllern beworfen werden. Haustiere verstecken sich unter Sitzmöblen und Ehebetten und zittern am ganzen Körper, wenn draußen das Schwarzpulver-Inferno beginnt und die wenigen noch lebenden Kriegsveteranen des Zweiten Weltwettessens tragen einen seligen Schimmer in ihren Augen. Etwas gefährlich kann dieser Spaß werden, wenn alkoholisierte Silvesterianer unsachgemäße Raketenabschussrampen aus Sektflaschen aufstellen bzw. hinlegen und die V2-artigen Geschosse quer und nicht senkrecht durch die Straßen zischen lassen, was nicht selten zu schweren Brandverletzungen bei den umstehenden Passanten führt und die Lackierung des einen oder anderen Autos dauerhaft verändern kann.
Es gibt Nationen, in denen die Menschen das alljährliche Inferno nicht erwarten können. Daher haben z.B. die Amerikaner Cape Carneval gebaut, um öfter Silvester feiern zu können und 1990 begingen die Amerikaner mit dem Beginn des ersten Golfkrieges ein sehr spektakuläres Silvesterfest mit einem gigantischen Feuerwerk.

[Bearbeiten] Silvester ohne Feuerwerk

In einigen Ländern dieser Welt sind die Menschen zu arm um sich billiges polnisches Bier und Böller zu gönnen. Leipzig/Magdeburg/Paris: Turbulente Jahreswechsel mit brennenden Autos, Barrikaden und Flashmobs.

[Bearbeiten] Silvester und die Taxibranche

Die weise Voraussicht vieler Silvesterianer, die ihr Auto lieber stehen lassen, um nicht mit 2,5 Promille in eine Polizeikontrolle zu geraten, beschert den Taxiunternehmen der Republik alljährliche Rekordumsätze, die sie aber zu einem Großteil in die Reinigung vollgekotzer Rückbänke und Instandsetzung abgebrochener Außenspiegel und Antennen reinvestieren müssen.

[Bearbeiten] Silvester und die Feuerwehr

Natürlich bleibt das oben beschriebene Feuerwerk und der verstärkte Rauschmittelkonsum nicht ohne Folgen und die Feuerwehr muss in der Silvesternacht verstärkt ausrücken, um brennende Menschen und Autowracks zu löschen, Haustiere, die sich aus Angst in Baumkronen versteckt haben wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen und Alkoholleichen aus den Rinnsteinen zu befreien. Für viele Silvesterianer endet das Fest im Krankenhaus oder der Ausnüchterungszelle.

[Bearbeiten] Beliebte Silvestervorsätze

  • Ich will den Idiotentest bestehen und den Führerschein, den man mir in der Silvesternacht abgenommen hat, in zwei Jahren neu machen.
  • Ich will aufhören zu rauchen und lieber mehr trinken.
  • Ich will meinen Alkoholkonsum reduzieren und lieber mehr kiffen - vielleicht auch mal eine Therapie machen.
  • Ich werde mich nach einem neuen Dealer umschauen.
  • Ich melde mich vielleicht mal bei den Weightwatchers an und nehme 10 kg ab.
  • Ich will nur noch edle Gedanken gegenüber der Menschheit hegen und mehr Anteil am Weltgeschehen nehmen.
  • Ich will endlich mal ein Bewerbungsschreiben aufsetzen - vielleicht.
  • Ich will einen Partner fürs Leben oder mindestens für 3 Wochen kennen lernen.
  • Ich will reich werden.
  • Ich will schöner werden.
  • Ich will nur noch drei Fressattacken am Tag zulassen und nicht mehr ins Waschbecken kotzen (Bulimikerin).
  • Ich werde mindestens einen Apfel am Tag essen und wieder richtig gehen lernen (Anorektikerin).

[Bearbeiten] Siehe auch

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