Selbstironie™

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Die Selbstironie™ ist ein apothekenpflichtiges, von der Bayer AG entwickeltes Nahrungsergänzungsmittel, welches von Zeitgenossen, die an chronischer Selbstüberschätzung, Beratungsresistenz und ausgeprägter Hybris leiden, regelmäßig eingenommen werden muss, wollen sie nicht an ihrem Leiden zugrunde gehen. Selbstironie™ gibt es in der Familienpackung schon für 23,99 € in jeder gut sortierten Apotheke.

[Bearbeiten] Wirkung

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Selbstironie™ in Pulverform kann dem Essen beigemischt oder geschnupft werden.

Die Einnahme von Selbstironie™ verändert den Charakter des Erkrankten binnen weniger Minuten. Seine Hybris schrumpft auf ein erträgliches Normalniveau, die Ernsthaftigkeit des Lebens weicht einer albernen, selbstkritischen Gelassenheit und die belastende Selbstüberschätzung transformiert sich in ein ausgeglichenes Lebensgefühl. Der Erkrankte nimmt sich selber weniger ernst, was dazu führt, dass sein Blick objektiver und seine Entscheidungen insgesamt gerechter werden.
Die mit hohen Gaben von Selbstironie™ therapierten Patienten beginnen, über sich selbst zu spotten, was auf Dauer dazu führt, dass sie ihre verbissenen Ambitionen bzgl. Erfolg und Karriere beiseite legen und ein entspannteres Leben führen können.

[Bearbeiten] Gegenanzeigen

In Einzelfällen können allergische Reaktionen auftreten. Die Einnahme von Selbstironie™ bewirkt in diesen Fällen, dass der Erkrankte zu einem misantropischen Nörgler mutiert, der zynisch und unleidig wird und Nichts und Niemanden mehr ernst nehmen kann. Sollten diese allergischen Reaktionen frühzeitig erkannt werden, muss der Allergiker sofort mit hohen Dosierungen von Egoismus, Narzissmus und Ignoranz behandelt werden, um nicht für immer ein nihilistischer Zyniker zu bleiben.

Wenn deutsche Freizeit-Satiriker einen Artikel über Selbstironie™ verfassen, wird hinter diesem Verhalten oft fälschlicherweise Selbstironie vermutet. Die Bayer AG distanziert sich in einer Pressemitteilung von solchen Placebo-Effekten und machte den unsachgemäßen Missbrauch der Droge Satire™ für diese bedauernswerten Fälle verantwortlich.

[Bearbeiten] Rechtslage

Das Bundesverfassungsgericht prüft derzeit (Stand Januar 2008), ob es rechtlich legitim wäre, Personen in führenden, politischen Ämtern und Manager in gehobenen Positionen per Gesetz dazu zu verpflichten, regelmäßig Selbstironie™ einzunehmen, um die ideologische, karriereorientierte Verbissenheit dieser Personengruppe und deren Absolutheitsanspruch abzumildern und das gesellschaftliche Klima in Deutschland zu verbessern. Personen, die sich dieser Zwangs-Selbstironisierung verweigern, würden dann festgesetzt und die tägliche Dosis Selbstironie™ müsste intravenös verabreicht werden.

[Bearbeiten] Testverfahren

Da die Selbstironie ständig weiterentwickelt wird, muss der ständig verfeinerte Nahrungsmittelzusatz an freiwilligen Probanden getestet werden, um bleibende psychologische Schäden bei den Anwendern zu vermeiden und die Wirkung zu optimieren. Leider haben sich bisher wirklich der Selbstironie™ bedürftige Menschen wie Helmut Kohl, Muschi Fass, Eva Hermann, Johannes B. Kerner, Johannes Heesters, Franz Beckenbauer, Kardinal Lehmann und Mohammed diesen Beta-Tests verweigert und konnten auch durch das Angebot üppiger Prämienzahlungen nicht dazu bewegt werden, an den vom Hersteller lancierten Feldstudien teilzunehmen.

[Bearbeiten] Vertrieb

Zur Zeit hat die Bayer AG noch den Patentschutz auf die Selbstironie™. Sobald das Patent ausläuft, ist mit einer Schwemme billiger Generika aus Fernost zu rechnen, die den europäischen Markt überfluten werden, was etliche Apotheker in den Ruin treiben wird, da die Selbstironie™ einen Hauptteil ihrer Umsätze ausmacht.

Vermehrt sind Fälle bekannt geworden, wo Kunden in unlauterer E-Mail-Werbung eine Wunderpille mit Selbstironie(ohne ™)-Effekt zu sensationell günstigen Preisen (!!!) versprochen wurde. Experten raten vom Kauf solchen Internetzeugs ab, der versprochene Placebo entpuppt sich meistens als höchst unwirksames Mittel gegen Haarausfall.

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Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Papst oder Bestatter.


Dieser Artikel ist Artikel der Woche 03/2008
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