Schwarzer Block

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Kuss

(Typischer schwarzer Block neben einer gar friedlichen Demonstration)

Ein Schwarzer Block ist ein gemischter Haufen aus anarchistischen Kommunisten und kommunistischen Anarchisten, der sich bildet zu Ehren der von ihnen gebilligten politischen Demonstrationen, bei denen es ihnen Recht und billig ist, der Veranstaltung ihren Stempel aufzudrücken. In der Folge bildet sich ein grüner Block. Irgendwann wirft dann ein „Autonomer“ aus dem schwarzen Block einen Kracher in Richtung grünem Block. Der geht folglich in Habacht-Stellung, und je nach Einsatzleiter der Grünen braucht es evtl. keiner weiteren Provokation, um loszuschlagen, jedoch kann auch der schwarze Block sich durch seine eigenen Provokationen selbst zu Randale animieren. Egal wierum es anfängt, jeden Demo-Veranstalter graust es vor seiner eigenen Toleranz gegenüber dem schwarzen Block in seiner Demo. Denn der Anfang vom Krawall ist in der Regel das Ende der Demo. Dabei wäre es so einfach: Der Veranstalter bräuchte die Schwarzen garnicht einladen und könnte, wenn sie doch erscheinen, sein Hausrecht für die Demo geltend machen und sie des Platzes verweisen. So könnten theoretisch viele Demos gerettet werden.

Aber was viele nicht wissen: Kommunistische Anarchisten und anarchistische Kommunisten sind einander spinnefeind wegen nur winziger ideologischer Unterschiede. Am meisten Angst haben die voreinander. Deshalb vermummen sie sich gerne, um nicht erkannt zu werden, und gerade diese inneren Spannungen machen schwarze Blöcke so explosiv nach außen. Grund dieser ideologischen Spannungen ist die prinzipielle Unmöglichkeit, Kommunismus und Anarchismus zu vereinen. Deshalb sind kommunistische Anarchisten und anarchistische Kommunisten alle miteinander auf dem falschen Weg. Schon Leo Trotzki führte die Rote Armee der Kommunisten gegen die Anarchisten der Ukraine ins Feld, und Stalin ließ den erfolgreichen Widerstand der Anarchisten gegen Franco unterminieren per Usurpation der Spanischen Revolution durch kommunistische Bolschewisten. Kommunismus a la Stalin lässt sich nur durch Revolution, echter Anarchismus nur durch gewachsene anarchistische Kultur und Denkweise wie einst in Spanien verbreiten. Historisch ist das Tischtuch zwischen Kommunisten und Anarchisten praktisch für immer zerschnitten, und ideologisch haben sie auch nicht genug gemein. Kommunisten wollen „Volkseigentum“, Anarchisten gar kein Eigentum. Die Schizophrenie, das beides zu vermengen, erzeugt jedenfalls keine gesunde Grundlage für Solidarität. Doch als romantische Vorstellung übertüncht „Solidarität“ oft die Probleme, die man miteinander hat. Wären alle ehrlich, müssten sie nicht vermummt und hinter Transparenten versteckelt blockweise an Demonstrationen teilnehmen, sondern individuell entweder gar nicht oder friedlich, offen und ehrlich als Verfechter des jeweiligen Demo-Anliegens.

Fazit: Ein Schwarzer Block ist Alles in Allem kontraproduktiv.

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