Schrift

Aus Uncyclopedia

Wechseln zu: Navigation, Suche
Höhlenmalerei.jpg

Es war für die Menschen schon immer immens wichtig, bedeutende Sachverhalte wie: „Tacitus stinkt“, „Dentata kann gut blasen“ oder „Dieter hat 'nen Penisbruch“ der Nach- und Umwelt mitzuteilen. Anfängliche bildliche Beschreibungen wie Höhlenmalereien waren auf Dauer zu aufwändig und langwierig und der angeborenen Faulheit des Menschen abträglich.


[Bearbeiten] Ursprünge

So erfanden also die Ägypter und etwa zeitgleich die Chinesen [1] die Piktogrammschrift, eine Aneinanderreihung von stark vereinfachten Bildern. Der Satz "Imhotep stinkt" sah dann etwa so aus:

<hiero>A21-D20-A16</hiero>


oder in frühchinesisch, "Konfuzius stinkt":

不-seal.svg.png Seal-蠱.svg.png川-seal.svg.png亟-seal.svg.png

was sinngemäß übersetzt soviel heißt wie:

„Kleiner, alter Mann, wo immer viel reden, Luft verpesten wie Wasserbüffeldung.“


An der plumpen Umständlichkeit letzterer Variante erkennt man bereits früh die chinesische Maxime: besser schlecht geklaut und gut vermarktet, als gar kein Geld verdient.

Die Sumerer erfanden zwar etwas früher die sogenannte Keilschrift (heißt so, weil Diskussionen um Rechtschreibung damals immer in Keilerei ausarteten), aber wie es allen Kunstsprachen (esperanto, klingonisch) so erging, fanden sich nur exzentrische Sonderlinge, die diese Sprachen benutzen wollten. Deren unbetrauertes Aussterben war also unvermeidlich.

[Bearbeiten] Weitere geschichtliche Entwicklung

Ägypter wie Chinesen waren ausgesprochen konservative Kulturen, d.h., sie gaben sich die allergrößte Mühe alles zu konservieren, ihre Toten, ihre Schrift und auch ihren Entwicklungsstand. Über Jahrtausende gab es fast keinen Fortschritt, getreu nach dem Motto: "Das haben wir schon immer so gemacht!" Im Schatten der großen ägyptischen Kultur entstanden dann auch andere Schriften wie hebräisch oder arabisch, nur haben deren Schreiber da was falsch verstanden, denn sie schreiben verkehrt herum, also von rechts nach links. Aufgrund ausgeprägter Starrsinnigkeit und Beratungsresistenz ist das aber bis heute so geblieben.
Erst die alten Griechen machten einen Neuanfang. Nachdem sie erst mal Baukunst und Militärtaktiken der Ägypter abgekupfert und sogar noch verbessert hatten, wandten sie sich deren Hieroglyphenschrift zu. Sie gelangten zu der Einsicht, dass eine Silbenschrift wahnsinnig umständlich ist und eine Unmenge an verschiedenen Zeichen benötigt, die sich damals kein anständiger Grieche merken konnte, bei der ewigen Sauferei und Keilerei. Unter dem Gegröle und Geschrei einer Orgie kam einem von ihnen die Idee, doch einfach für jeden einzelnen menschlichen Laut ein extra Zeichen zu verwenden. Dergestalt beflügelt griff er sich 23 Sklavinnen und vögelte wie wild die ganze Nacht durch, um aus seinen Gespielinnen jeden nur denkbaren Ton herauszukitzeln, oh ja.
Am nächsten Tag setzte er sich hin und schrieb das neue Alpha-bet(a) auf, damals hieß es allerdings noch Tau-Sigma-Rho, erst später wurde so umsortiert, dass Alpha und Beta am Anfang standen.

Damit war der Weg frei für den Aufstieg Griechenlands zur antiken Supermacht, denn während andere noch ihre Wegbeschreibungen umständlich entziffern mussten, waren die Griechen schon da, hatten erobert und waren schon wieder mit Saufen und Vögeln beschäftigt. Auf diese Weise galoppierte Alexander der Große durch den Orient und hatte im Handstreich alle Ländereien von Ägypten über Persien bis nach Indien erobert. In Indien angekommen stieß er auf Wegweiser (सावधान स्थल, सड़क के दूसरी ओर का उपयोग)[2] mit einer merkwürdig verschnörkelten Schrift, die er nicht lesen konnte und verfranste sich deshalb kolossal im Dschungel bis es seinen Männern zu bunt wurde und sie ihn zur Umkehr nötigten.

Mittlerweile hatte sich am Mittelmeer, genauer gesagt in Rom, eine neue Kultur erhoben: die Römer. Sie waren der Meinung, dass sie jetzt auch mal dran wären mit Weltmacht spielen und hatten in Italien auch schon mächtig aufgeräumt. Sie hatten also Ländereien und Militär und dachten sich, ein bisschen Kultur könnte auch nicht schaden. Deshalb annektierten sie kurzerhand Griechenland mit allem Drum und Dran.

Die Schrift der Griechen fanden sie praktisch, wenn auch ein bisschen krakelig. Sie zogen sie militärisch-zackig straff und gaben den Buchstaben knackig-kurze Namen, wie wir sie heute kennen. Damit war das lateinische Alphabet aus der Taufe gehoben.

[Bearbeiten] Mittlerweile... (um 230 v. Chr.)

Qinshihuang.jpg

Qin Shihuangdi ging als der erste Kaiser in die Geschichte Chinas ein, der den legendären Gesichtsbimmelhut tragen durfte. Kaiser Qin war ein begeisterter Taschen­rechner und hielt sich mit diesem tragbaren Abakus seine Staatsfinanzen stets vor Augen.

... ging in China die Verbreitung der neuen Schrift nur schleppend voran, was zum einen möglicherweise daran lag, dass ein Großteil der Bevölkerung analphabete Reisbauern waren, die im allgemeinen Gestank ihres Alltags keinen besonders herausragenden Stinker für erwähnenswert hielten. Viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass die mit dem Vertrieb der neuen Schrift beauftragten Marketingstrategen sich in aufwändig gestalteten PowerPoint-Präsentationen verzettelten, lustige Animationen und fliegende Schriftzeichen zum Besten gaben, ohne irgendeine Information zu transportieren. Das Land drohte in Gelaber und Oberflächlichkeit zu versinken, doch gab es da einen Mann, einen Kaufmann alter Schule: Qin Shihuangdi. Gewappnet mit dem Schriftzeichen für „Basta!“ und seiner eisernen Pinselpeitsche zog er als unbeirrter Reformer durchs Land, fest entschlossen, die Segnungen der Schrift auch in den letzten Winkel des Reiches zu bringen. Wer nicht spurte, bekam auf die Finger, wer sich weigerte, bekam die Finger ab (eine Disziplinierungs­technik, die sich gebietsweise bis heute erhalten hat). Binnen weniger Jahre hatte er alle Chinesen unter dem Himmel unter einer Schrift vereint, sodass nun endlich jeder seine neuen Vorschriften und Gesetze verstehen konnte. Nachdem er alle Untertanen auf Linie gebracht hatte, ordnete er an, eine Armee aus Tonsoldaten zu töpfern, um seinen Sammeltrieb zu frönen. Er gilt daher auch als der Erfinder der Actionfiguren. Nachdem diese in der Neuzeit aber aus ihrer Originalverpackung entnommen wurden, haben sie seither erheblich an Wert verloren.
Die chinesische Schrift wurde im Wesentlichen bis heute beibehalten und nur geringfügig unter der Herrschaft der Han-Dynastie verändert. Das aufwändige Gekringel und Gebommel der Original-Siegelschrift von Qin wurde durch ästhetisch ansprechendere, geschwungene Striche ersetzt und die neue Schriftart fortan Schrift 2.0 Hàn-zì genannt.
In den angrenzenden, noch zu erobernden Gebieten wie Korea oder Japan war bis dato Schrift immer noch völlig unbekannt und anstelle des Briefverkehrs wurden Nachrichten immer noch durch lautes Brüllen übertragen. Die Koreaner übernahmen zunächst die Schrift der Han, fanden aber, dass sie zu wenig Kringel und Bommeln enthielte, und entwickelten daher ihre eigene Schrift und nannten sie fortan Han-gul. Die Japaner hingegen fanden die neue Schrift so toll, dass sie erst einmal mehrere Jahrhunderte lang Schönschreiben übten, und vergaßen darüber völlig, dass die neuen Zeichen so gar nicht zu ihrer gänzlich anderen Sprache passen wollten. Im Laufe der Zeit entwickelten sich aus der schnuddeligen Handschrift von Händlern und der krakeligen Kurzschrift auf den Einkaufszetteln der Mönche, zwei Steno-Alphabete mit 50 völlig gleichwertigen Silbenzeichen, Hiragana und Katakana, die bis heute beide (!) immer noch in Gebrauch sind, neben der original chinesischen Schrift versteht sich. Und weil die Japaner es gerne kompliziert haben, wurden für die meisten Kanji (Han-zi kann kein Japaner aussprechen) auch noch mindestens drei verschiedene Aussprachemöglichkeiten festgelegt (Shanghai-Dialekt, Han-Dialekt oder südchinesisches Bauerngenuschel) oder manchmal doch das urtümliche japanische Wort aus alten Zeiten. Welche der verschiedenen Lesungen man denn nun benutzen soll, erschließt sich ja ganz einfach aus dem Satzzusammenhang, is doch klar. Die Reform der chinesischen Schriftzeichen unter Mao, wobei viele Zeichen radikal verkürzt und vereinfacht wurden, haben die Japaner nicht mitgemacht. Sie schreiben lieber weiter die alten Zeichen, da kann man länger schönschreiben.

[Bearbeiten] Unterdessen... (ca. 250–900 n. Chr.)

Maya Glyphen.jpg

Experten vermuten hinter diesen Mayaglyphen ein Rezept für Jaguarschwanzsuppe. Erich von Däniken behauptet hingegen, dies seien die Raumkoordinaten für den nächsten bewohnbaren Exoplaneten im Sternbild Cassiopeia.

... war in Mittelamerika die Kultur der Maya entstanden. Sie beschäftigten sich den lieben langen Tag eigentlich nur mit Blutbaden, Piercing und der Hüftball-Bundesliga.[3] Sie kamen durch einen Zufall zu ihrer Schrift, als eines Tages ein Außerirdischer versuchte, seine fliegende Untertasse auf der Spitze einer Maya-Pyramide zu landen und dabei natürlich abstürzte. Die hilfsbereiten Eingeborenen bargen den bewusstlosen Alien aus seinem Raumschiff und pflegten ihn wieder gesund. Da er bei dem Aufprall sein Gedächtnis verloren hatte und nicht sprechen konnte, nannten sie ihn einfach Erich von Däniken. Erstaunlicherweise konnte sich der Neuankömmling mithilfe merkwürdiger Zeichen verständlich machen, die er in den Boden kratzte und die irgendwie immer an Astronautenhelme erinnerten.

Aufgrund seiner für irdische Verhältnisse ungewöhnlich hohen Lebenserwartung ist er heute noch aktiv, und wird nicht müde in Büchern und Videos zu behaupten, die Ägypter hätten Schrift und Pyramidenbau von seinen Freunden den Mayas geklaut, und das, obwohl doch jeder weiß, dass damals Atlantis die Seewege beherrschte und tonangebend in der kulturellen Entwicklung war.

[Bearbeiten] Kyrillisch

Einige Zeit später (das römische Imperium hatte bereits seine besten Zeiten hinter sich) war Rom zerfallen in ein west- und in ein oströmisches Reich. Während das Weströmische Reich von Goten, Vandalen und Germanen überrannt wurde, die alle merkwürdige Runen im Gepäck hatten, konnte sich das oströmische Reich durch eine rigide Abschottungspolitik über Wasser halten. Das gerade entstandene klerikale Christentum wurde bei der Gelegenheit gleich mit zerteilt in orthodoxe Christen im Osten und katholische im Westen. Und – Kinder, wie die Zeit vergeht! – war es schon Mittelalter geworden. Im westlichen Teil bemühten sich wechselnde Parteien die nächsten 1000 Jahre lang, eine Restauration des alten Glanz und Gloria auf die Beine zu stellen; im Osten hingegen, man nannte sich inzwischen Byzanz, blieb es sonnig und gemütlich. Bis die Osmanen kamen. Die hatten läuten hören, in Byzanz bekomme man Geld auch fürs Nichtstun und kamen nun scharenweise angetrappelt und rüttelten so lange an den Stadttoren von Konstantinopel, bis die Stadtmauer einstürzte und den Weg ins Paradies freigab. Sofort schickten die Eindringlinge Briefe an ihre Verwandten, sie sollen doch mit Kind und Kegel nachgezogen kommen, und während die Lokalpolitiker noch von Integration als Chance schwafelten, packten vorausschauende orthodoxe Geistliche eilig ihre Siebensachen und machten sich schleunigst aus dem Staub. Auf der Flucht vor den heranstürmenden Osmanen klemmten sie sich vorsichtshalber beide Alphabete unter den Arm und flüchteten in Richtung Russland. Auf der Flucht sind die Buchstabensammlungen dann leider mehrmals vom Pferd gefallen und wurden eilig wieder zusammengeklaubt. In Russland angekommen, puzzelten die orthodoxen Christen aus den zerfledderten Resten ein Alphabet nach Gutdünken zusammen, das kyrillische Alphabet war geboren.

Die Osmanen waren nun in Europa angekommen und setzten sich ins gemachte Nest. Sie bauten die Hagia Sofia zu einer Moschee um und islamisierten das ehemals christliche Land. Heute zeigen sie stolz interessierten Touristen ihre antiken Errungenschaften wie Aquädukte, Thermen und Dönerbuden. Das übrig gebliebene lateinische Alphabet ließen sie so, wie es war, verzierten aber zahlreiche Buchstaben mit kleinen Źięğenbärtęn, Ĥalbmǫnděn und anderen Şçhnörkęlņ. Nachdem auch der letzte Byzantiner das Osmanische Reich verlassen hatte, wurde es den Türken (wie sie sich jetzt nannten) zu langweilig und sie begannen, sich für das griechische Alphabet zu interessieren. Das gab es aber nur noch in Griechenland, also beschlossen sie, mal eben rüber nach Athen zu fahren und sich die merkwürdig andere Schrift mal aus der Nähe anzuschauen. Im Reiseführer stand, die schönsten Exemplare griechischer Buchstaben seien im heiligen Tempelbezirk auf dem Akropolishügel zu bestaunen, und nachdem sie drei Tage und drei Nächte die Inschriften der antiken Gemäuer studiert hatten, kamen sie zu dem Schluss, dass sie kein Wort verstanden hatten. Damals war es Tradition, dass man alles, was man nicht versteht, kaputtmachen muss. Also schleppten die Türken 42 Fässer mit Schießpulver in den Parthenon und sprengten ihn in die Luft. Dass nun auf einmal Steine vom Himmel fielen, interpretierten sie als ein Zeichen Gottes und bauten in den Ruinen des Parthenon gleich mal eine Moschee.

Als sie hörten, dass in Dänemark eine Podiumsdiskussion wegen veröffentlichter Mohammed­karikaturen stattfinden sollte, machten sie sich mit Schaufeln und Äxten gleich auf den Weg, um dort ihrer Sichtweise einzubringen. Auf der Reise dahin kamen sie zu einer Stadt, die, zwischen zwei Bergketten gelegen, den Weg nach Mitteleuropa versperrte: Wien. Der amtierende Bürgermeister verweigerte ihnen die Weiterreise kraft der strengen europäischen Einreisebestimmungen, die das ungesicherte Mitführen von Klappspaten und übriggebliebenen Sprengstoffen untersagte. Außerdem hatten sie einige Nagelknipser und weit mehr als 100ml Wasser dabei!
Irritiert von diesen völlig absurden Vorschriften, schlugen sie erst mal ihr Lager vor der Stadt auf, um bei einem Tässchen Kaffee zu beraten, wie es den jetzt weitergehen solle. Da sie ja nun bereits Erfahrung mit Stadtmauern einrennen und Steine in die Luft sprengen hatten, beschlossen sie, beides zu kombinieren, sich unter die Stadtmauern zu graben, diese zu unterminieren, um damit dann pyrotechnisch an den Fundamenten zu rütteln. (Diese neu erworbene Fähigkeit sollte ihnen später beim Unterminieren der deutschen Gesellschaft noch nützlich sein...)

Zufälligerweise kamen gerade in diesem Moment die polnischen Erntehelfer vorbeigeritten, auf der Suche nach Arbeit. Als sie sahen, dass die Türken sämtliche Spargelfelder vor der Stadt aufgegraben und in ein Gewühl aus Schlamm und Matsch verwandelt hatten, wurden die Polen kurwa! stinksauer, waren sie doch jetzt den weiten Weg umsonst hergeritten. Wüste Beschimpfungen vor sich herbrüllend zogen sie gegen die Türken zu Felde. Noch nie zuvor hatten die Türken ein solch gotteslästerliches Geschrei anhören müssen, sodass ihnen das Herz in die Hose rutschte, und sie die Beine in die Hand nahmen. Sie ließen alles stehen und liegen und rannten wie der Teufel. Ihren Kaffee ließen sie in der Eile liegen. Die Wiener fanden ihn und nannten ihn erstmal „kleiner Brauner“, weil damals noch keiner wusste, wie das Zeug eigentlich heißt. Die Polen erfanden an diesem Tag den Sambuca (Wodka mit Kaffeebohnen drin).

[Bearbeiten] Latein erobert die Neue Welt

Mittlerweile hatte sich in Nordafrika und dem Nahen Osten, also außerhalb des lateinischen Schriftraumes, mangels Alternative die völlig veraltete und immer noch verkehrte arabische Schrift ausgebreitet. Begeisterte, irrgeleitete Hausierer schlichen nun vor den Toren Europas herum und wurden nicht müde, ihre anachronistische Schrift aufs Hartnäckigste anzupreisen. Halb Spanien hatten sie schon bequatscht und den Leuten kostenlose Klingeltöne versprochen, wenn sie ihren Schriftanbieter wechseln würden. Das ging so lange, bis es den spanischen Königen zu blöd wurde und sie die aufdringlichen Hausierer mit Sack und Pack achtkantig aus Spanien rausschmissen. Diese erste europäische ethnische Säuberung sollte später noch prominente Nachahmer finden. Dummerweise waren die spanischen Hooligans Konquistadoren jetzt arbeitslos und zerlegten des Öfteren volltrunken das Mobiliar diverser Hafenkaschemmen. Daraufhin wurde eine bis dato beispiellose Arbeits­beschaffungs­maßnahme ins Leben gerufen: Die schießwütigen Hooligans sollten sich im gerade erst entdeckten Amerika austoben und den Wilden die heilige lateinische Schrift gleich mitbringen. Gesagt - getan: Die christlichen Raufbolde wurden nach Südamerika exportiert, wo sie die ahnungslosen Heiden mit Feuerwaffen und Geschlechtskrankheiten bekannt machen und ihnen privilegierte Arbeitsplätze auf Zuckerrohrplantagen verschaffen konnten.

Bei den Maya war schon lange keiner mehr da, weil mittlerweile alle von Außerirdischen abgeholt worden waren, lediglich Erich von Däniken saß noch da auf einem Stapel Bücher in Maya-Schrift über die Abreise der Maya. Mittlerweile hatte er sprechen gelernt und begann sogleich, die Neuankömmlinge mit blumigen Geschichten über UFOs und außerirdische Maya-Astronauten zuzuschwafeln. Die Konquistadoren hielten Erich von Däniken für geisteskrank und wiesen ihn in eine Nervenheilanstalt in Madrid ein, mit seinen Büchern machten sie sich ein gemütliches Grillfeuerchen. Erich von Däniken konnte später aus der Klapsmühle in Madrid entfleuchen, verlor dort aber eines der drei Bücher, die er mit nach Europa schmuggeln konnte. Die beiden anderen musste er verkaufen, eines in Paris, um der Zwangsprostitution zu entgehen, das andere in Dresden, weil er eine Wette verloren hatte, er könne Porzellan aus chinesischen Ming-Vasen herstellen. Seine Flucht endete erst in der Schweiz, wo er beschloss, eine Ausbildung zum Hotelpagen zu machen, um sich endlich in die menschliche Gesellschaft einzufügen. Leider holte ihn seine Vergangenheit wieder ein und er hat wieder zu schreiben begonnen, in lateinischer Schrift, die kennt mittlerweile jeder auf der Welt.

[Bearbeiten] Fußnoten

  1. böse Zungen behaupten, dass sich chinesische Austauschstudenten kurz nach der Kairoer Frühjahrsmesse in ihr Heimatland abgesetzt hatten, um dort das neue Produkt Schlift zu vermarkten.
  2. Achtung Baustelle! Andere Straßenseite benutzen!
  3. Hüftball ist ein epileptisch anmutendes Ballspiel, bei dem Arme und Beine nicht benutzt werden dürfen. Fouls wurden mit Abhacken geahndet. Die Gewinnermannschaft durfte nach dem Spiel im Blut der Verlierer baden.
Dieser Artikel ist Artikel der Woche 25/2009
Dieser Artikel ist
Spezialprojekte
In anderen Sprachen
projects