Schaumspeise mit Migrationshintergrund

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Negerkuss k.JPG

Eine halbfertige Schaumspeise mit Migrationshintergrund während des Herstellungsprozesses.

Als Schaumspeise mit Migrationshintergrund bezeichnet man politisch korrekt eine mit Schokolade überzogene Süßschaummasse auf einer Waffel.

[Bearbeiten] Geschichte

In der Kolonialzeit, etwa ab Mitte des 19. Jahrhunderts, gelangten zahlreiche neue Produkte und Erzeugnisse auf die Märkte Europas. Neben exotischen Früchten, Gemüsen und Genussmitteln, sowie Kunstgegenständen, Teppichen und Textilien aus afrikanischer und asiatischer Kinderarbeit, eroberte eine neue Leckerei die Herzen der europäischen Naschkatzen: der Mohrenkopf. Er war von Anfang an vor allem bei Kindern beliebt.

Der Mohrenkopf kam deshalb auf den Markt, weil die meisten europäischen Nationen, und schließlich auch die amerikanischen, im 19. Jahrhundert die Sklaverei abgeschafft hatten. Mit dem Verkauf von Mohren war seitdem kein Geschäft mehr zu machen. Als man jedoch entdeckte, dass der Kopf eines Mohren süß und lecker schmeckte, wurden die nicht mehr verkäuflichen Mohren kurzerhand geköpft und die Köpfe als Kolonialwaren nach Europa verschifft.

Im 20. Jahrhundert wurden Mohrenköpfe aufgrund der zunehmenden Nachfrage und des abnehmenden Mohrenbestandes knapp und teuer. Die Süßwarenindustrie suchte daher nach einem Ersatz. Ein Konditor in Bremen erhielt die Erlaubnis, mit einigen Negern zu experimentieren, und erfand um 1920 schließlich den Negerkuss. Dieses neue Produkt war für die Hersteller ausgesprochen kostengünstig zu produzieren: Ein junger, gut eingearbeiteter Neger konnte in Spitzenzeiten bis zu 1000 Negerküsse in einer Stunde erreichen.

Der Negerkuss löste den Mohrenkopf in wenigen Jahren völlig ab und hielt sich lange Zeit auf den Spitzenplätzen unter den Süßwaren. Seit den 1970er Jahren allerdings wurde der Negerkuss aufgrund neuer, verklemmter Moralvorstellungen, Eifersuchtsdramen und übertriebenen Hygienevorschriften von immer größeren Bevölkerungsteilen abgelehnt.

Um dieser Entwicklung zu begegnen, wurde gegen Ende des Jahrtausends deshalb die Schaumspeise mit Migrationshintergrund auf den Markt gebracht. Hierbei handelt es sich um ein genormtes, steriles, völlig denaturiertes Industrieprodukt aus gezuckertem Eiweißschaum, Schokolade und Waffel.

[Bearbeiten] Kritik

Aufgrund ihrer einheitlichen Herstellungs- und Verarbeitungsweise ist die Schaumspeise mit Migrationshintergrund sehr gut für den heute standardisierten EU-Binnenmarkt geeignet. Gourmets und Nostalgiker ziehen jedoch auch heute noch die ihrer Meinung nach natürlicheren und vollwertigen Vorgänger, Mohrenköpfe und Negerküsse, vor. Dabei ist die Einfuhr von Mohrenköpfen heutzutage aufgrund von Importverboten gar nicht mehr zulässig. Kenner müssen sich daher ihre Ware illegal beschaffen. In vielen Städten gibt es einen sogenannten Schwarzmarkt, auf dem Mohrenköpfe und andere typisch afrikanische Produkte noch zu haben sind.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks



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