Sat.1

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Die fliegende Sat.1-Überwachungskamera ist deutschlandweit allgegenwärtig und versorgt den Sender mit knallhartem Reality-Material.

„Du, Waldorf, sind wir eigentlich homosexuell? – Ehrlich, Statler, das hab' ich bislang nicht gewusst. Wie kommst du darauf? – Nunja, Waldorf, weil wir in diesem Werbespot Frauenkleider tragen und Waltraud und Stella heißen. – [zusammen] Witzichkeyt kennt keine Grenzen… Ha! Ha! Ha! … Ha! Ha! … Ha! Ha!“

~ Muppets über Sat.1 Gold


Sat.1 ist die Bezeichnung des ersten deutschen Satiresenders (das Sat. steht natürlich für Satire). Der Sender hat es sich zur Aufgabe gemacht, in seinem Vollprogramm der deutschen Gesellschaft gnadenlos den Spiegel vorzuhalten. Sat.1 wurde 1984 von Prinz Charles gegründet.

[Bearbeiten] Konzept

Ins Programm von Sat.1 werden grundsätzlich nur Sendungen aufgenommen, die die Dekadenz, Verlogenheit, Lüsternheit, Bildungsferne und generelle Lebensuntauglichkeit der darstellenden und/oder dargestellten Personen unmissverständlich herausarbeiten. Hierzu eignen sich Talkshows, Castingshows, Reality-Programme, Gerichtsshows, Soaps und sensationslüstern-banale Reportagen ebenso wie importierter amerikanischer Krimimüll. Diese Mischung wird gelegentlich durch selbstproduzierte, weichgespülte Filmkomödien angereichert, in denen Sophie Schütt irgendeinem gebrochenen Traummann hinterherpilchern darf. Dazu kommen passende Werbeblöcke, die das oberflächliche Konsumdenken des deutschen Unterschichtangehörigen satirisch überhöht demonstrieren.

[Bearbeiten] Programmschema

[Bearbeiten] Vormittagsprogramm

Der Morgen bei Sat.1 beginnt mit dem Frühstücksfernsehen, in dem drei Aushilfssatiriker erste Kostproben ihrer Kleinkunst geben dürfen. Die Programmbeiträge dürfen hier allerdings nicht besonders lang sein, da etwa 75% der Sendezeit für augenzwinkernde Werbespots freigehalten werden muss, in denen der unausgeschlafene Verbraucher mit proidiotischen Joghurts, Tiefkühltorten und überteuerten Light-Produkten beworfen wird.

[Bearbeiten] Mittagsprogramm

[Bearbeiten] Gerichtsshows

Nachdem der Zuschauer sich notdürftig gereinigt hat, kann er sich auf die ersten Gerichtsshows des Tages freuen. Richterin Barbara „Pumuckl“ Salesch und Richter Alexander Hold rechnen mit verbrecherischen Elementen aus sozialen Brennpunkten ab. Dabei werden nicht nur die Angeklagten zur Verantwortung, sondern auch den Zeugen und Anwälten so manches peinliche Geheimnis aus der Nase gezogen, das zwar mit dem Fall nicht unbedingt etwas zu tun hat, an dem sich der sabbernde Zuschauer aber trotzdem aufgeilen darf. Wer wegen einer kleinen Unpässlichkeit mal eine halbe Stunde Gerichtssaal verpasst, braucht sich nicht zu ärgern - die Sendungen werden am gleichen Tag, in der folgenden Nacht und zu beliebigen Zufallszeiten mehrfach wiederholt.

[Bearbeiten] Talkshows

Nach, vor und zwischen den Gerichtsshows werden natürlich auch die beliebten Talkshows gesendet. Talkshows sind im Grunde dasselbe wie Gerichtsshows, nur dass alle Beteiligten Verbrecher sind und niemand für Ordnung sorgt. Diese anarchische Variante ist so beliebt, dass fast jeder Sat.1-Zuschauer den dringenden Wunsch verspürt, auch einmal in einer dieser spannenden Talkrunden zu sitzen. Und der Wunsch geht auch in Erfüllung: rein rechnerisch war jeder Sat.1-Zuschauer bereits 1,6 mal in einer Sat.1-Talkshow, entweder als Zuschauer im Studio, als Gast oder als Hanswurst.

[Bearbeiten] Nachmittagsprogramm

Bei fortgeschrittenem Nachmittag wird es langsam Zeit für den Sat.1-Außendienst, in Aktion zu treten. Speziell ausgebildete Clowns namens Lenßen, Niedrig oder Kuhnt springen spontan ins Auto und veranstalten ein surreales Ermittlerspektakel, an dem Kafka seine Freude gehabt hätte. Ein oder zwei Praktikanten sind mit einer Handkamera dabei. Sie müssen vorher ordentlich einen heben, damit die Kamera auch richtig wackelt und den Eindruck von actiongeladener Reality hervorbringt.

[Bearbeiten] Vorabendprogramm

Wenn die Ermittler es nicht mehr aushalten und vor lauter Satire einen Lachanfall bekommen, schaltet der Sender sie zwischendurch ab und bringt stattdessen eine Telenovela, zum Beispiel Anna und die Liebe, Verblödet in Berlin oder Schmetterlinge im Darm. Auch diese Kunstwerke haben eine ganz eigene satirische Note: sie zeigen dem Zuschauer zwar nicht sein eigenes richtiges Leben, aber sie demonstrieren ihm, wie herrlich und aufregend das Leben da draußen für die Menschen sein kann, die es schaffen, nicht den ganzen Tag vor der Glotze zu hocken. Für Telenovelas gilt eine ganz eigene Form der Realität: niemand muss arbeiten (außer ab und zu in irgendwelchen halbleeren Lokalen mal ein Sektchen auszutragen), Schwangerschaften dauern zwischen zwei Tagen und drei Jahren, Tageslicht ist ungesund, und sämtliche Beteiligten unterliegen dem inneren Zwang, sich pausenlos gegenseitig mit den banalsten Kleinigkeiten ihrer eingebildeten Gefühlswelt zuzutexten. So wird manchem Zuschauer bald klar, dass es nicht die schlechteste Sache ist, stattdessen lieber den ganzen Tag vor der Glotze zu verbringen. Besonders sehenswert: Niedrig und Kuhnt. Die zweitgrösste Aufklärungsquote in Sachen Mord,Körperverletztung,Diebstahl,Drogenhandel,Prostitution. Die grösste Aufklärungsquote von allen hat allerdings K11: Michael Naseband ist als Skinhead getarnt, um Neonazis zu überführen. Alexandra Rietz als Nutte getarnt, um Zuhälter zu überführen. Gerrit Grass als Junkie getarnt, um Drogendealer zu überführen. Robert Ritter als Schwarzarbeiter getarnt, um Drückerkolonnen zu überführen. Wenn falsch ermittelt wird, müssen alle Ermittler bei Staatsanwalt Kirkitadse antanzen und eine neue Ermittlungsstrategie vereinbaren, falls er nicht am selben Tag bei Richter Alexander Hold dem Angeklagten die Hölle heiß macht und den Zeugen, die eine Falschaussage machen.

[Bearbeiten] Sat.1 Nachrichten

Nun geht es auf acht Uhr zu, die rasenden Ermittler müssen noch ein letztes Mal ran und irgendwelche Kaugummiautomatenknacker dingfest machen, aber dann naht der Höhepunkt des Abends: die Sat.1-Nachrichten! Dieser Quotenhit aus zusammenkopierten Zuschauervideos lehrt die Tagesschau inzwischen das Fürchten. Und stimmt den Zuschauer auf das actiongeladene Abendprogramm ein.

[Bearbeiten] Abendprogramm

Der Abend ist etwas Besonderes bei Sat.1: es kommt nämlich nicht jeden Tag das Gleiche. Das stellt den überforderten Zuschauer manchmal vor Probleme - wer es gewohnt ist, tagsüber eine feste Abfolge immer der gleichen Sendungen geboten zu bekommen, kann schon etwas aus den Rhythmus kommen, wenn das Programmschema abends so uneinheitlich wird. Jedenfalls ist jetzt Prime Time, und da muss man dem Volk schon etwas bieten. Der Sender lässt sich nicht lumpen und greift tief in die Grabbelkiste, aus der meist die Drittverwertung einer zweitklassigen amerikanischen Liebeskomödie zum Vorschein kommt, mal auch die achte Wiederholung eines richtigen Kinofilms. Zu bestimmten Jahreszeiten werden die Asterix-Filme abgespult (da weiß man, was man hat) und manchmal tatsächlich auch eine Eigenproduktion mit der unvermeidlichen Sophie Schütt, siehe oben. Alles in allem ist das Leben zwischen 20.15 Uhr und 22.15 Uhr bei Sat.1 super-romantisch, außer in den Werbepausen.

[Bearbeiten] Fußball

Schlecht ist es allerdings, wenn Fußball übertragen wird. Schlecht für den Sender, weil er während des Spiels keine Werbung senden kann. Schlecht für Mutti, weil dann kein Liebesfilm kommt bzw. weil Vatti sich dann sowieso die Fernbedienung greift. Schlecht aber auch für Vatti, weil Mutti die ganze Zeit nörgelt und die Übertragung ununterbrochen mit ihren dummen Bemerkungen stört. Zum Glück kommt nicht allzu oft Fußball.

[Bearbeiten] Nachtprogramm

Nach der Prime Time rutscht Sat.1 relativ schnell wieder in die Niederungen des knallharten Reality-Fernsehens ab. Toto und Harry werfen ein grelles Schlaglicht auf Deutschlands verruchtes Nachtleben und rufen Autofahrer zur Ordnung, die beim Abbiegen nicht ordentlich blinken. Ulrich Meyer setzt seine dämlichste Betroffenheitsmaske auf und enthüllt Skandale in deutschen Schrebergärten. Mit diesen spannenden Themen wird der Zuschauer allmählich auf die verdiente Nachtruhe nach einem harten Fernsehtag eingestimmt.


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