Quartäre Radiation

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Auch wenn es unwahrscheinlich klingt: Einige oder alle der Informationen in diesem Beitrag sind wahr und nicht erfunden.

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Wappen der Weizsäckers (1897),
mit dem bereits braunen Wazeliniarz[1] als Helmzier und den vier zu einem Andreaskreuz[2] als chemischem Gefahrensymbol[3] für „Vitamin B“[4] gelegten Weizensäcken im roten Schild

Als Quartäre Explosion oder auch Quartäre Radiation[5] wird die umfassende Umformung der Weizsäckers in der Mitte der vorletzten Hektode[6] des Quartärs[7] vor etwa 150 Jahren bezeichnet. In einem genealogisch kurzen Zeitraum von bis zu 100 Jahren entstand ein neuer Typus Weizsäcker, der seitdem die Erde bevölkert.

[Bearbeiten] Einleitung

Evolution (Artenvielfalt).png

Sinnbild

Die mehrzelligen Lebewesen des Stammes Weizsäcker, die vor der Quartären Radiation lebten, besaßen nur selten beeindruckende Haarteile, so dass die Entwicklung einer tragenden Struktur in Form eines hohen Amtes, einer Ordensbrust oder des Adelsprädikates einen entscheidenden Schritt für die Evolution[8] des Geschlechts darstellt. Diese Teile bieten zugleich die Möglichkeit der längeren Erhaltung und besseren Fossilbildung.[9] Ob wir Gelegenheit haben werden, die Fossilierung der Weizsäckers beobachten zu können, hängt von der weiteren Entwicklung ab, denn nur ausgestorbene Arten werden als fossil bezeichnet. Für diesen Fall würden natürlich jegliche Spuren von Weizsäcker-Lebewesen in der deutschen Geschichte, sogar deren zahlreiche versteinerte Exkremente (Koprolithe), umgangssprachlich also der Scheiss, den sie hinterlassen haben, zu den Fossilien gezählt werden. Ursache eines solchen Aussterbens könnte – wie an den Lebensläufen nachzuweisen sein wird – eine zu geringe genetische Variabilität sein. Allerdings sind auch Lazaruseffekte, also die Wiedersichtung ausgestorben gewähnter Arten, nicht ausgeschlossen, wie das Beispiel von „Jürgen“, der Schwachköpfigen Pfaufliege (Drosophilus megalogelaber),[10] befürchten lässt, der vielleicht aber auch nur ein Bastard[11] des redegewandten Richard von Weizsäcker ist.

[Bearbeiten] Mittelalter

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Ritter Peter Wazach († 1327)
verspricht Hugo Watsacher (links)
die Eckartsweiler Mühle

Noch im Mittelalter, der vorletzten Formation im Quartär, dominierten ausschließlich formlose Exemplare der Waitzacker in Oberbayern, die dafür Skelette mit noch ausgebildetem Rückgrat aufwiesen. Die auch als Wattsackherer, Waytsecker oder Watsacher bekannten Mehrzeller, deren Einordnung häufig unklar ist, werden oft auch als eigenes, stammgleiches Geschlecht eingestuft. Obwohl von diesen Exemplaren jeweils nur mehr oder weniger undeutliche und häufig schwer interpretierbare Nachrichten existieren, wurden viele fossile und subfossile Funde bei ihrer Entdeckung als urtümliche Verwandte der Emporkömmlinge klassifiziert, da sie als primitivste Vorfahren der heute lebenden Weizsäcker gelten. Zu den Fossilien, die als Vorläufer der spätquartären Fauna gelten, gehören

  • Ulrich Watsacher, Bürger von Weilheim, der beim Verkauf seines Gutshofes am 17. Mai 1282 einen Meineid leistete,
  • Wolf Wattsackherer, der 1598, 1603 und 1606 Strafen wegen Holzdiebstahls erhielt,
  • Thomas Wadsackherer, 1607 wegen Ungehorsams sowie 1622 wegen Wilderns verzeichnet und
  • Manng Wattsackherer, Bierbrauer, der 1622 wegen der Weigerung, seinen Gerstensaft preiswert im Ort auszuschenken, in Weilheim Schwierigkeiten bekam.

Ritter Peter Wazach, ein segmentiertes Fossil, das womöglich einen Übergang zwischen den Ahneliden und den aus diesen abzuleitenden heutigen Anthropoden darstellt, wurde jedenfalls am 11. April 1294 in einer Urkunde des Grafen Walram I. von Zweibruecken erwähnt. Er erwarb in den Ortschaften Ober- und Niederbexbach zahlreiche Grundstuecke sowie Privilegien und verteilte schliesslich sein Erbe, da er anscheinend kinderlos blieb, auf 25 Pfälzer. Mit diesem reichen Ritter begannen angabegemäß, zumindest in einer Seitenlinie, die Ahneliden der heutigen Weizsäcker, die etwas mit „Weizen und Sack“, also mit dem Müllerhandwerk, zu tun hatten. Oder einfach nur wie ein Weizensack aussahen (vgl. Abb. des Hugo Watsacher oben (links neben Ritter Peter Wazach)).

[Bearbeiten] Relativierung

Im Lichte dieser Funde relativiert sich die so genannte Quartäre Explosion. Ein der Evolutionstheorie widersprechendes rätselhaftes plötzliches Auftreten von Bauplänen aus dem Nichts ist nur scheinbar. Deshalb wird die Quartäre Explosion heute meist auch Quartäre Radiation genannt. Die äußerst mangelhafte Überlieferung von Stammmitgliedern ohne Haarteile macht das Auftauchen von haarteiltragenden Exemplaren umso auffälliger, weil diese sich im Gegensatz zu ihren Vorläufern wesentlich besser erhalten haben.

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Die Entwicklung des blonden Haarteils nach Charles Darwins „The Origin of Hairpieces by Means of Natural Selection, or the Preservation of \mathfrak{Favoured} \mathfrak{Races} in the Struggle for Life.“ (1859)

Gerade über diesen letzten Punkt, der einen Kern des Problems der Quartären Explosion zu bilden scheint, ist viel diskutiert worden. Vielleicht bewirkte eine langsame Änderung der Chemie des Vitamins B, dass ab einem bestimmten Punkt genügend genealogische Querverbindungen zum Aufbau von Haarteilen verfügbar war. Die erste Ausbildung von Haarteilen muss tiefgreifende Änderungen in der Aufstiegskette ausgelöst haben, denn nun hatten Exemplare, die zusätzlich begannen, Orden, Prädikate oder Amtsketten zu erlangen, einen Selektionsvorteil gegen die im Folgenden immer besser ausgebildete Konkurrenz. Die Herausbildung von Haarteilen bot im selben Augenblick die Chance, neue oder stark abgewandelte Aufstiegswege zu erproben. Interessant ist, dass genealogisch gesehen gleichzeitig eine spürbare Rückbildung des Rückgrats erfolgte, das offenbar wegen der Stützfunktion der Ordensbrust nicht mehr erforderlich war, gar bei ihrem Erwerb hinderlich sein konnte.

Eine Übersicht der weiteren Haarteilentwicklung nach den bisherigen Forschungsergebnissen gewähren die nachstehenden Abbildungen:


Orden, Zweispitze und Fortsätze (Frackschöße), die vielen Lebewesen des späten Quartärs ein bizarres Aussehen gaben, dürften ebenfalls der Abwehr von Konkurrenten gedient haben. Gleichzeitig bildeten sich auch verschiedene Fortbewegungssysteme heraus. Aktive Bewegung in der Gesellschaft ermöglichte die Besiedlung weiterer Lebensräume, schnelle Flucht aus der Verantwortung oder den unerwarteten Angriff. Vor allem bildete sich die bevorzugte Nutzung eines Aufstiegskanals aus, deren umgangssprachliche Bezeichnung im Polnischen wazeliniarz lautet und die sich in einigen heutigen Exemplaren in einer gastroenterologischen Spezialisierung wiederfindet.

Eine Rolle in der Diskussion um die Quartäre Explosion spielt auch das von manchen für tausendjährig gehaltene „Dritte Reich“ im oberen Spätquartär, mit dessen Aufschwung sich eine Unzahl neuer Lebensräume aufgetan haben muss. Die Besetzung dieser freien ökonomischen und gesellschaflichen Nischen könnte eine relativ rasche Diversifikation zur Folge gehabt haben.

[Bearbeiten] Entwicklung

[Bearbeiten] Der Aufstieg

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Die nachfolgende Übersicht über die verschiedenen gesellschaftlichen Ränge ordnet zur besseren Orientierung die gesellschaftlichen Stufen, welche die Weizsäckers erklommen haben, in das ständische Gesamtsystem ein. Zugleich ist angegeben, welchen gesellschaftlichen Rang die jeweiligen Dienstherrn der Weizsäckers (z.B. die Könige von Württemberg, die Fürsten von Hohenlohe-Öhringen und der \mathfrak{Fuehrer}) innehatten, deren Nennung die Familienchronisten nicht versäumen, um auf diese Weise ein wenig von dem angedeuteten Glanz der hohen Herren auf die weizsäckerschen Protagonisten zu leiten. Die gesellschaftliche Stellung eines Bedienten jener Zeit spiegelte nämlich den Rang des Dienstherren – „Je höher die Herrschaft, ... desto bessere Chancen, es trotz Dienstbarkeit zu einer angesehenen Stellung in der Welt zu bringen.“ [13]

Die Weizsäckers legten bei ihrem Aufstieg einiges Geschick bei der Auswahl ihrer Ehepartner an den Tag. „So glich die Liste der Ehefrauen den Sprossen der Leiter des sozialen Aufstiegs. Sie markierten den neuen Status und sicherten ihn durch ihre familiären Verbindungen.“[14]

Ständetreppe.gif

Die Ständetreppe, gültig bis 1918
1. Papst
2. Könige
2.1 Echte Könige von Gottes Ganden
2.2 Unechte Könige von Napoleons Ganden
2.2.1 Könige von Württemberg → Glanz der Herrlichkeit für 6.2.2.2.2
4. Fürstbischöfe
5. Reichsfürsten
5.1 Regierende Fürsten (Bezeichnung: „von Gottes Ganden“)
5.2 Mediatisierte Fürsten, sog. Standesherren (Bezeichnung: „Durchlaucht“)
5.2.1 Fürsten von Hohenlohe-Öhringen → Glanz der Herrlichkeit für 12.1
6. Adel
6.1 Grafen
6.2 Freiherrn
6.2.1 Uradelige Freiherrn
6.2.2 Briefadelige Freiherrn
6.2.2.1 Schwertadelige Freiherrn
6.2.2.2 Zivildienstadelige Freiherrn
6.2.2.2.1 Landgesessene zivildienstleistende Freiherrn
6.2.2.2.2 „Adelige der letzten Tage“ ohne Aar und ohne Halm →
FREIHERRN von WEIZSÄCKER (1916–1918)
6.3 Einfacher Adel („Vons“)
7. Geistlichkeit
8. Großbürger („Fonds“)
9. Grundbesitzer
10. Kleinbürger
10.1 Bildungsbürger
10.1.1 Professor (1861) Carl Heinrich Weizsäcker
11. Handwerker
12. Lohnarbeiter
12.1 Mundkoch Gottlieb Jacob Weizsäcker (1760)
13. Bauern
13.1 Vollspänner, Hufner, Großkotsassen
13.2 Dreiviertelhüfner
13.3 Halbspänner, Halbhufner
13.3 Viertelbauer, Einspänner, Spitzspänner
13.4 Handbauern bzw. Handfronbauern, Hintersättler, Hintersassen, Hintersiedler, Kötner, Kotsassen oder Kossäten

14. Unterständische Gruppen
14.1 niedere Bedienstete niederer Herrschaften
14.2 Juden
14.3 Uneheliche und/oder inzestuöse Abkömmlinge aus kleinen Verhältnnissen
14.3.1 \mathfrak{Adolf} \mathfrak{Hitler,} nachmaliger \mathfrak{Fuehrer}
nachrichtlich, da nach 1918: Glanz der Herrlichkeit für
a) SS-Brigadeführer Ernst von Weizsäcker
b) SA-Obersturmführer Wilhelm Weizsäcker
c) HJ-Fähnleinführer im Jungbann 37 Richard von Weizsäcker
d) Mitglied des „Uranvereins“ Carl Friedensreich von Weizsäcker
e) Rassehygieniker Viktor von Weizsäcker

14.4 Unehrliche Berufe mit Pariastatus
14.4.1 Unehrliche Gewerbe wie Schäfer, Müller, Türmer oder Barbiere
14.4.1.1 alle Namensträger „Müller“, „Windmüller“ etc.
14.4.1.2 WEIZSÄCKERS zu ECKARTSWEILER (1612–1760)
14.4.2 Fahrendes Volk wie Lumpensammler, Spielleute, Kesselflicker, Nothausierer
14.4.3 Unreine Dienstleister wie Gassenkehrer, Büttel, Totengräber oder Scharfrichter

[Bearbeiten] Die erste Stufe der Ständetreppe

Tabellarische Zusammenstellung des nachfolgend behandelten einzelnen Schritte des gesellschaftlichen Aufstiegs der Weizsäcker über elf Generationen:


ORT GENERATION DYNASTIE FUNKTION GESELLSCHAFTLICHER RANG


Eckartsweiler I bis IV marginalisiert Müller unterständisch
Öhringen V fürstlich-hohenlohisch Mundkoch Prekariat
Öhringen VI fürstlich-hohenlohisch Stiftsprediger Prekariat
Stuttgart VII königlich-württembergisch Hofkaplan Landtagsmitglied
Stuttgart VIII königlich-württembergisch Ministerpräsident Standeserhebung zum erblichen Freiherrn (1916 bis 1918)
Berlin IX tausendjährig-großdeutsch Staatssekretär SS-Brigadeführer im persönlichen Stab Heinrich Himmlers (bis 1945)
Bonn X bundesrepublikanisch-kleinbürgerlich Bundespräsident Träger des Ehrenrings des deutschen Handwerks
Anus mundi XI gastroenterologisch Medizinprofessor Onkel Doktor

.

[Bearbeiten] Ein unehrlicher Anfang

Max und Moritz in der Mühle.png

Abzwacken von Getreide in der Mühle der Weizsäcker in Eckartsweiler (um 1730)

Die Weizsäcker stammen aus der untersten Stufe des Quartärs, einer sogenannten „unterständischen“ Randgruppe, die über Generationen das anrüchige Müllergewerbe[15][16][17][18][19][20][21] ausübte. Müller zählten vielenorts teils bis weit in das 19. Jahrhundert hinein[21][22] zu den „unehrlichen“ Berufen, vor allem, weil sie den Bauern Getreide abzwackten. Teilweise gehen Familienmitglieder diesem Erwerb in der angestammten Heimat noch bis in die jüngste Zeit (Stand 1987) nach. Armut führt nämlich zur Reproduktion solcher gesellschaftlicher Konglomerate von Marginalisierten aus sich selbst und verhindert den Wechsel in andere soziale Schichten.

Wer in eine Familie mit unehrlichem Beruf hineingeboren wurde, wurde darin in der Regel zeitlebens festgehalten. Das Geschlecht, dessen urkundlich lückenlos belegte Stammfolge mit Nicolaus Weizsäcker (1612–1673) beginnt, teilte sich in zahlreiche Linien. Ein Zweig der sogenannten Öhringer Linie wechselte in einer mehrere Generationen dauernden Entwicklung in die Politik. Seine Mitglieder weisen nach der phänotypischen Ausprägung ihrer Erbmerkmale unverändert eine kodominante Neigung zur Unehrlichkeit auf. Beginnend mit dem Koch Gottlieb Jacob Weizsäcker zeigt sich als Auslöser dieses Wechsels in die Politik vermutlich als Spontanmutation ein überlagernder Trieb, nämlich der unstillbare Drang, sich im Bannkreis staatlicher Macht aufzuhalten. Da Söhne von Müllern eigentlich bereits zu Zeiten Karls des Großen von allen Ämtern und Würden ausgeschlossen waren,[23] rief der Trieb angesichts wechselnder politischer Umgebungen eine als Selektionsvorteil wahrgenommene verstärkte Ausprägung der Unehrlichkeit hervor.

[Bearbeiten] Ein prekärer Mundkoch

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Gottlieb Jacob Weizsäcker als Mundkoch ohne Haarteil auf einem Titelkupfer, denn „Bärthe, auch das Haar auff dem Häupt, sollen fein zierlich Manquesot abgekürtzet vnd abgekolbet seyn“[24] beim Koch

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„Das kann man keinem Esel ins Ohr schütten!“ – Dorothea Carolina Weizsäcker bemäkelt die Kochkunst ihres Mannes Gottlieb Jacob und seine Verschwendung für eine Unzahl ungelesener Kochbücher

Die Öhringer Linie geht auf Gottlieb Jacob Weizsäcker (1736–1798) zurück. Dieser erlernte zunächst ebenfalls das Müllerhandwerk in der 1727 gerade erst wieder aufgebauten Mühle im Flecken (1673 etwa 110 Einwohner) Eckartsweiler, der generationenlang die Wiege der Weizsäcker war, ergriff dann aber den Kochlöffel und wechselte an den – 1735 von François de Cuvilliés dem Älteren entwickelten – Castrol-Herd (abgeleitet vom französischen Wort Casseroles = Kochtöpfe) der Grafen von Hohenlohe-Öhringen.

1768 erhielt Weizsäcker als Einziger den klangvollen Titel eines Hofmundkochs. Mehrere gab es nicht. Haushalt statt Hofhalt. Für fürstliches Powerplay vor dem eigenen Herd hätte es nach Altmeister Ernst von Malorties Der Hof-Marschall: Handbuch zur Einrichtung und Führung eines Hofhalts einer klaren Überzahl von Mundköchen bedurft.[25] So wundert es nicht, dass der „anspruchsvolle Herzog Karl Eugen von Württemberg staunte“,[26] als er bei einer gelegentlichen Rast auf Schloss Öhringen eine geschlagene halbe Stunde auf die angekündigte, auf die Schnelle zuzubereitende Kürbiskaltschale mit ganzen Früchten warten musste.

Immerhin hatte die Residenz Öhringen schon rund 3.000 Einwohner und die zähen Bemühungen des Dienstherren, zum Fürsten erhobenen zu werden, hatten zwischenzeitlich gefruchtet, auch wenn die Freude dadurch getrübt war, dass durch die zeitversetzte Standeserhebung der verschiedenen Zweige der Hohenlohe kleinlicher Streit ausbrach, wem nun der Vorrang im Gesamthaus gebührte. Jedenfalls war Weizsäcker nunmehr Duodezfürstlich Hohenlohe-Öhringscher Hofmundkoch und sonnte sich, als erster Weizsäcker einer langen Reihe „in den illustren Bannkreis der Staatsmacht getreten“[27] zu sein.

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Dorothea Carolina Weizsäcker als Witwe, erkennbar am blonden Haarteil, muss vor dem Tor von Schloss Öhringen betteln (um 1800)

Der Fürst verrentete den Barwert des sozialen Kapitals des Weizsäcker verliehenen Titels – Rn = [r * (qn - 1)] / (q - 1) – und kürzte das fiktive Gehalt Weizsäckers monatlich entsprechend. „Dat census honores“[28] (Deutsch: „Einkommen verschafft Ehren“) schalt Weizsäckers Frau Dorothea Carolina geb. Greiss, eine humanistisch aufgezogene Pfarrerstochter, ihren Mann ob seines Titelfimmels. Worauf dieser – das Bildungsgefälle zwischen den ungleichen Ehepartnern war beträchtlich – eher hilflos in seiner Amtssprache Hohenlohisch murmelte: „Hädsch des net äânder soochâ kennâ?“ (Deutsch: „Hättest du das nicht eher sagen können?“). Die stadtbekannt zänkische Frau Weizsäcker warf ihrem Mann ganz grundsätzlich vor, eine „Abneigung zu einem ordentlichen und eingezogenen Leben und sparsamer Haushaltung“ gehabt zu haben, ihre Mitgift von 330 Gulden sei deshalb aufgezehrt worden.[29] Ein Ehepartner mit Geld hat schon einmal einen Fehler weniger, aber nur solange es reicht.

Nach Weizsäckers Tod blieb seine Witwe zunächst im illustren Bannkreis der Staatsmacht und quengelte den Landesherrn solchermaßen, dass er ihr genervt Geld zum Ausgleich ihrer Mietschulden und zur Abreise zu Verwandten nach Buchenbach auszahlen ließ „unter der ausdrücklichen Bedingniss, dass die unerträgliche Supplicantin einmahl von hier wegkomt und sich hiernimmer sehen läßt.“[30] So wurde aus dem illustren Bannkreis der Staatsmacht endlich der landesherrlich ersehnte Befriedete Bezirk und die Weizsäckers waren back to square one. Im Prekariat.

[Bearbeiten] Ein schwindsüchtiger Stiftsprediger

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Christian Weizsäcker
(1785–1831)
mit abgenommenem Brusthaarteil
(Aufnahme von etwa Ende 1830)

Sozialer Aufstieg war eigentlich in der feudalen Ordnung jener Zeit nicht vorgesehen. Jedoch entstanden mit fürstlicher Huld in den Städten Bildungseinrichtungen, welche den Lockruf, Bildung macht frei, erklingen ließen. Hart versuchten die kleinen Leute wie die Weizsäckers, durch Bildung dem Elend ihres Standes zu entkommen. Der Landesfürst geruhte gnädig, die Ausbildung des beim Tod des Vaters Gottlieb Jacob Weizsäcker vierzehnjährigen Sohnes Christian Ludwig Friedrich Weizsäcker (1785–1831) im Interesse der Mobilisierung von Bildungsreserven in den einkommensschwächeren Bevölkerungsschichten ohne Rechtsanspruch weiterhin zu fördern. Von alters her war den geistlichen Ständen das Privileg der Bildung vorbehalten. Christian Weizsäcker studierte also Theologie und schloss sein Studium mit Erfolg ab. Der spätere Lohn war gleichwohl nur selten die damit verbundene Mühe wert. Obwohl die Förderung des Fürsten als Vollzuschuss, es musste nichts zurückgezahlt werden, gewährt worden war, kam Weizsäcker auf keinen grünen Zweig.

1806 war es mit dem Glanz in Hohenlohe-Öhringen schon wieder vorbei, das Fürstentum mediatisiert. Öhringen war nur noch eine zum Königreich Württemberg gehörende Oberamtsstadt. Weizsäcker beobachtete die Entwicklung lieber aus der Ferne und verdingte sich zunächst als Lehrer für die alten Sprachen an einem Gymnasium in Göttingen.

Nachdem sich die Verhältnisse in Öhringen geklärt hatten, bewarb er sich 1807 in der Heimat um einen Posten, um „nicht ganz unnuetz und unbrauchbar zu seyn“,[31] eine erstaunliche Einsicht in sein bisheriges Wirken – die meist unchristliche Beförderung des Lerneifers der Schüler mit Rutenschlägen auf die regelmäßig entblößten Hinterteile. Er wurde zum dritten Geistlichen in Ingelfingen ernannt. Der Tod seines Vorgesetzten brachte ihm die Stelle eines zweiten Geistlichen ein.

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C. Weizsäcker, Stiftsprediger, spricht bei seinem Fürsten vor,
aber „unbeeindruckt vom sauren Hofgeistlichen orientiert sich das höfische Leben am Geschmack der französischen Vettern.“[32]

1829 wurde die Stelle eines Stiftspredigers in Öhringen frei. Der Stadtpfarrer von Öhringen hatte auf die schlecht besoldete Stelle dankend verzichtet. Eine ideale Stelle für einen Weizsäcker, war doch der Stiftsprediger „seit dem Mittelalter geistlicher Beistand des Fürsten und somit dem Hofe nahe“.[33] Nun war der Fürst seit 1806 nur formell noch Fürst, real indes bedeutungslos. Oberamtsstadt. Zudem war die Linie der Fürsten zu Hohenlohe-Neuenstein-Oehringen längst erloschen und der Herrscher war 1829 Adolf mit Sitz in Hohenlohe-Ingelfingen. Dort war Christian Weizsäcker schon seit 1813 nicht mehr, seit er als zweiter Geistlicher von Ingelfingen nach Öhringen gewechselt war. Im Bannkreis der Macht zu bleiben konnte bei der damaligen Mortalität auch der Fürsten einigen Umzugsaufwand auslösen.

Christian Weizsäcker nahm die Stelle eines Stiftspredigers an. Der erhoffte persönliche Zugang zum Fürsten hatte jedoch seine Tücken: „Nach wie vor war es den schwarz betuchten Männern des geistlichen Standes nicht gestattet, den Großen dieser Welt Höllenqualen vor Augen zu halten.“[34] In dieser Zeit (vgl. Abb.) bildete sich im Wege der Spontanmutation ein weiteres Merkmal der Weizsäcker aus, die Bigotterie.

Bedauerlicherweise war Christian Weizsäcker wohl aufgrund seiner bedrängten Lebensverhältnisse inzwischen an Tuberkulose erkrankt. Tuberkulose ist eine der ältesten Plagen der Menschheit und ein Indikator für die Lebensbedingungen, da sie durch eine gute Ernährung und ausreichende hygienische Verhältnisse auch ohne spezielle medizinische Maßnahmen zurückgedrängt werden kann. Christian Weizsäcker hatte an seinem Amt wenig Freude. Er übte es gesundheitsbedingt von Beginn an nicht wirklich aus. Statt dessen musste er auf eigene Kosten einen Vikar einstellen, der an seiner statt den Dienst versah. Weizsäcker verstarb zwei Jahre später, seine 34jährige Witwe unversorgt zurücklassend. Erneut fanden sich die Weizsäckers trotz oder wegen ihrer steten Annäherungsversuche an den „Bannkreis der Macht“ im Prekariat wieder. „Sophie Weizsäcker aber, die 34jaehrige Witwe, nahm für ihre drei Söhne den Kampf gegen das Schicksal und gegen den sozialen Abstieg auf.“[35]

[Bearbeiten] Ein undogmatischer Theologe

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Carl Heinrich Weizsäcker (1822–1899) hatte denkbar schlechte Startbedingungen. Nach dem Tod seines Vaters waren die Weizsäckers „back to square one“ – im Prekariat. Nun war seine Mutter evangelische Pfarrerstochter. Mit welcher Konsequenz diese ihre Ziele zu verfolgen vermögen, wissen wir seit dem Beispiel Gudrun Ensslins. Weizsäcksers Mutter sprach allerorten als „bedrängte Witwe“ vor. Sie muss den Ton besser getroffen haben als ihre Schwiegermutter, die der Fürst von Hohenlohe-Öhringen am Ende als „unerträgliche Supplicantin“ zum Teufel wünschte. 1839 gelang ihr die kostenlose Aufnahme des Sohnes in das Seminar Schöntal. Anschließend ging es an die Universität Tübingen. Weizsäcker wurde zunächst einmal, wie sich das für einen ordentlich geplanten Aufstieg gehört, Mitglied einer Verbindung, der Tübinger Königsgesellschaft Roigel, die das nationale Gedankengut der \mathfrak{Burschenschaft} pflegte. Zusätzlich studiert er studierte evangelische Theologie. Er gilt als unfreiwilliger Vater[36] der später weit verbreiteten Verwendung des \mathfrak{Hitlergrusses} bei kirchlichen Anlässen der evangelischen Kirche.

Die Theologie seiner Zeit zeichnete sich durch einen gewissen Stellenengpass aus. Seit Generationen wurden die Pfründen unter immer denselben Familien verteilt. Das war schwierig für Weizsäcker, da er als Social Upstart des hierfür benötigten „Vitamins B“ ermangelte. Hatte sein Vater dem Landesherrn noch etwas gehustet, zeckte sich Weizsäcker in den Bannkreis der Macht, indem er sich ohne Rücksicht auf etwaige eigene Überzeugungen als Mann für alle Zwecke bei Hofe andiente. Er besetzte zwischen seinerzeit heftig umstrittenen theologischen Positionen listig die flugs aus dem Ärmel gezogene sog. Vermittlungstheologie und legte damit eine auch in den späteren Generationen der Weizsäckers zu beobachtende, dem Aufstieg höchst förderliche Elastizität seiner Auffassungen an den Tag.

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Carl Heinrich Weizsäcker in lauernder Stellung hat sich das blonde Haarteil zum leichteren „Wazeliniarzen“[37] gekürzt und trägt einen Stoppring um den Hals.

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Carl Heinrich von Weizsäcker hielt wie auch seine Nachkommen die lutherische Tradition in Ehren

Weizsäcker brachte insofern gute Voraussetzungen mit – er war Protestant. Gemäß dem sola scriptura ist die Bibel die hinreichende Vermittlerin des Heils und benötigt keine Ergänzung durch kirchliche Traditionen. Damit hatte Martin Luther, der alte Luder, seine Anhänger in alle Winde zerstreut. Wenn bedacht wird, dass der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK oder World Council of Churches / WCC) es inzwischen auf 349 Mitgliedskirchen gebracht hat, die im wesentlichen der Evangelischen Tradition angehören, hat man eine Vorstellung von der dort herrschenden Kakophonie. (Da täglich neue Kirchen in Evangelischer Tradition gegründet werden, drücken Sie bitte die Taste F5 (Aktualisieren), um sicherzustellen, dass die aktuelle Zahl der Mitgliedskirchen angezeigt wird.) Das ist etwas anderes als das Kirchliche Lehramt der Katholischen Kirche. Es steht in Kontinuität der von Jesus Christus seinen Aposteln verliehnen und durch die Geschichte hindurch tradierten Autorität. Es gewährleistet in der gesamten Weltkirche die Verbindlichkeit des römisch-katholischen Glaubens. Wenn er katholisch gewesen wäre, hätte Carl Heinrich Weizsäcker mit seiner theologischen Erfindungsgabe gewiss noch vor seinem Enkel Viktor „\mathfrak{Sieg Heil}“ von Weizsäcker an einer Bücherverbrennung teilgenommen, in seinem Fall der eigenen. Während der ÖRK sich ursprünglich als Bewegung in Richtung auf die Wiederherstellung der Einheit der christlichen Kirchen verstand, hat er sich in den letzten Jahrzehnten mehr bemüht, der Pluralität der Bewegungen und Aktionen gerecht zu werden. Kurzum: er hat aufgegeben. Quäker, Methodisten, Sieben-Tage-Adventisten, Baptisten, Mennoniten, Altkatholiken, Heilsarmee, China Christian Council, Church of the Brethren-Pietisten usw. – da kam es auf eine Vermittlungstheologie mehr oder weniger schon damals nicht an.

Der württembergische Hof zeigte sich erwartungsgemäß begeistert, weil man den jungen Mann fördern konnte, ohne sich in den umstrittenen Positionen, welche den hohen Herren, die den Überblick über die Denominationen verloren hatten und denen sie auch ziemlich egal waren, festlegen zu müssen, denn „unbeeindruckt vom sauren Hofgeistlichen orientierte sich das höfische Leben am Geschmack der französischen Vettern.“[38] Da kam Weizsäcker gerade recht – man machte ihn zum Hofkaplan. Mühsam arbeitete er sich durch die von ihm erfundene Theologie und erlangte 1861 die bildungsbürgerliche Krone der Schöpfung – eine Professur. 1889 folgte Weizsäckers Beförderung zum Oberkonsitorialrat und Universitätskanzler. Als solcher war er automatisch Mitglied der württembergischen Abgeordnetenkammer, was den nicht erblichen Adelstitel mit sich brachte.[39] Zugleich heiratete er familientypisch klug in jene Schicht, die das Ziel der Karrierewünsche bildete. „Der arme Junge aus Öhringen besaß nun Rang und Namen.“[40]

Die etwas willürliche Bibelarbeit des Professors wurde später fortgesetzt von seinem Enkel \mathfrak{Carl} \mathfrak{Friedensreich} „Little Boy“ \mathfrak{von} \mathfrak{Weizsaecker}. Dieser erleuchtete sich im Ashram, tauschte sich mit dem Dalai Lama aus und verfasste schliesslich 1986 im Praecox-Verlag einen synchretistischen Klassiker der Katastrophenliteratur, „Die Zeit drängt: Weltversammlung der Christen für Geschlechtlichkeit und Selbstbefriedigung. Das Ende der Geduld.“ Dessen Tochter Elisabeth „BigSy“ Raiser (* 1940), geb. Freiin von Weizsäcker, geht das Problem grundlegender an und schreibt zur Vermeidung weiterer exegetischer Verrenkungen im Projekt „Bibel in geschlechter Sprache (BigS)“ gleich die Bibel passend um.

[Bearbeiten] Vom König zum Führer

Der geborene Kriminelle nach Cesare Lombroso leidet unter einem Rückschritt zu einem primitiverem Gehirntyp. Dies sei ein Grund, diese, sobald man mit Sicherheit sagen könne, dass diese Orang-Utans sind und bleiben werden, zu vernichten. Deshalb sei auch die Todesstrafe zu befürworten. Lombroso veröffentlichte diese Einschätzung später im Vorwort seines Buches „L'Homme criminel“, sprach sich aber für eine menschliche Behandlung der Kriminellen aus und für Begrenzungen der Todesstrafe aus. Entsprechend wurden Ernst von Weizsäcker und die anderen Angeklagten im sog. Wilhelmstraßen-Prozess 1949 von den Alliierten nur zu einer Haftstrafe verurteilt.

Nachstehend eine graphische Darstellung des nachfolgend behandelten degenerativen Prozesses der Weizsäckers in den Jahren 1916 bis 1945:

[Bearbeiten] Ein monarchistischer Ministerpräsident

Wilhelm II Württemberg.jpg

Wilhelm II. von Württemberg
am Stock gehend, mit seinem Ministerpräsidenten Karl von Weizsäcker (Mitte) und Innenminister Johann von Pischek

[Bearbeiten] Ein himmlerischer Staatssekretär

Ernst Heinrich von Weizsäcker.jpg

Ernst Unfreiherr von Weizsäcker (1882–1952)
(Schnappschuss Mai 1945)

Adolf Hitler.jpg

Handschriftlicher Vermerk Ernst von Weizsäckers vom 30. April 1945: „Ich habe sie immer geliebt, mein Führer!“
Zusatz vom 8. Mai 1945:
„Ich trete aus der Partei aus.“

[Bearbeiten] Ein freudloser Neurologe

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Die selbsternannten Experten der Wikipedia haben ebenfalls einen Artikel zu diesem Thema.

\mathfrak{Viktor} \mathfrak{Freiherr} \mathfrak{von} \mathfrak{Weizsaecker} (1886–1957) wurde von seinem Herold Sven Olaf Hoffmann[41] im Deutschen Ärtzeblatt[42] ausgerufen zum „Hauptvertreter einer vor ihm kaum bestehenden Medizinischen Anthroposophie, zum Vater der Psychosomatischen Medizin in Deutschland und zu einem respektierten Philosophen mit Beiträgen vor allem zur Phänomenologie, zur Erkenntnistheorie und zur Naturphilosophie“. Und das war nur die Shortlist. Zudem gibt es eine Art Ich-AG, die Viktor-von-Weizsäcker-Gesellschaft, with a Supporting Staff right out of the Psychiatry (→ Bildergalerie) und mit ihrer langjährigen stellvertretenden Vorsitzenden Frau Cora Penislin von Weizsäcker. Diese übergab dem Medizinhistorischen Institut der Univerität Bonn auch seinen Nachlass. „Da bei der Flucht Viktor von Weizsäckers aus Breslau Anfang 1945 nahezu alle Vorkriegsmaterialien verlorengegangen sind, stammt das Material fast ausschließlich aus der Nachkriegszeit.“[43] Die dadurch entstandene Lücke versucht dieses Kapitel „Ein freudloser Neurologe“ zu schließen.

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Horst-Eberhard Richter (86)
lobt zu vorgerückter Stunde
\mathfrak{Viktor} \mathfrak{von} \mathfrak{Weizsaecker}
(Kneipe der Stuttgardia SS[44] 2009, Inoffizium, kurz vor der Fidulität[45])

Weizsäcker hatte viele Schüler, darunter Horst Eberhard Richter. Richter sprengte wie sein Lehrer die Fesseln des Fachwissens und wurde Sozialphilosoph. Seine Markenzeichen wurde seine rhetorische Lieblingsfigur: „Ich habe einmal gelesen ...“ So sagte Richter in seiner unverkennbaren Diktion 2009 im Rahmen eines launigen Spontanvortrags, einer sog. „Biermimik“,[46] in der überschäumenden Bierlaune des Inoffiziums[47] einer Kneipe[48] der Stuttgardia: „Vor 65 Jahren habe ich von meinem Lehrer Viktor von Weizsäcker einmal den Satz gelesen: Medizin ist eine Weise des Umganges des Menschen mit dem Menschen.[49]

So betrachtet war Weizsäcker selbst in den dunkelsten Stunden seines Wirkens stets Mediziner. Hoffmann merkt bedauernd an: „Fragte man heutige Mediziner, dann dürfte die Kenntnis von und die Erinnerung an den großen Arzt, den scharfsinnigen Vor- und Nachdenker des Faches und den Vertreter einer Humanmedizin im Wortsinne eher begrenzt sein.“ Hoffmann übersieht, dass diese Vergesslichkeit auf der anderen Seite unerlässliche Voraussetzung von Weizsäckers Nachkriegskarriere war. Die Entwicklung der Viktor-von-Weizsäcker-Gesellschaft bleibt abzuwarten, nachdem Cora Penislin von Weizsäcker (1929–2009) kürzlich altersbedingt aus dem Vorstand ausgeschieden ist.

Weizsäcker war, worauf schon H. E. Richter zutreffend hingewiesen hat, als Student Mitglied der Akademischen Gesellschaft Stuttgardia,[50] Wahrscheinlich gewann Weizsäcker in der Stuttgardia den Eindruck, dass es sich mit einer Anencephalie[51] durchaus leben lässt, was etwaige Vorbehalte gegen die später als Vorbereitung seiner Forschungsarbeiten praktizierte Cerebrektomie[52] beseitigt haben mag. Die anencephale Fehlbildung wird meist vorgeburtlich erkannt, spätestens jedoch durch Eintritt in eine \mathfrak{schlagende} \mathfrak{Verbindung}. Während als direkte Ursache des im Regelfall frühen Todes Dehydratisierung[53] ausgemacht wird, da durch den fehlenden Schluckreflex die lebensnotwendige Flüssigkeitsaufnahme nicht erfolgen kann, zeichnen sich die Verbindungsfälle dadurch aus, dass bei ihnen im Gegenteil eine Überfunktion in der Medulla oblongata[54] vorliegt.

Patauface.png

Mongolide Idiotie
mit indizierter Luminalgabe und successiver Cerebrektomie
ad usum perillustri
ac reverendissimo domino
D. Victorio Siligineisaccutor
nono Wratislaviensium universitatis professoro perpetuo Tertium Imperium adiutorio[55]

1926 besuchte Weizsäcker Sigmund Freud. Dieser Besuch soll verschiedenen Hagiographen[56] zufolge zentrale Bedeutung für Weizsäckers weiteres Schaffen gehabt haben. Belegt ist sein Aufruf 1933 zur \mathfrak{Verbrennung} \mathfrak{der} \mathfrak{Buecher} \mathfrak{Siegmund} \mathfrak{Freuds}. An dem Autodafé nahm er persönlich teil.[57] Weizsäcker soll bei seinem Besuch bei Freud zufällig mit ihm am Pissoir gestanden haben. Auf die Bemerkung Weizsäckers: „Hier ist der einzige Ort, an dem ich mit etwas vor ihnen herausnehmen kann!“ soll Freud nach flüchtigem Blick erwidert haben: „Auch hier ziehen sie den Kürzeren!“ Aufgrund Freuds Theorie des Penisneids[58] fürchtete Weizsäcker in der Folge als mit Freud in Verbindung stehend enttarnt werden zu können. Nicht zuletzt hatte er 1929 seine jüngste Tochter Cora Penislin[59] getauft. Unter opportunistischer Ausnutzung der wahren Ziele der \mathfrak{Aktion} \mathfrak{wider} \mathfrak{den} \mathfrak{undeutschen} \mathfrak{Geist} – Vierter Rufer des an allen Orten gleichen Verbrennungsrituals: „Gegen seelenzerfasernde Überschätzung des Trieblebens, für den Adel der menschlichen Seele! Ich übergebe der Flamme die Schriften von Sigmund Freud.“ – sei es ihm lediglich um die vollständige Vernichtung der ihn bloßstellenden Werke gegangen. Weizsäcker führte später zu seiner Verteidigung aus, er habe besorgen müssen, man werde die Verbindung zu Freud ausnutzen, seine Befähigung anzufechten, ein öffentliches (akademisches) Amt zu bekleiden, was das Schlimmste für einen Weizsäcker sei.[60] In der Funkstube Berlin kam es am 26. Juni 1933 gleich nach der Bücherverbrennung zu einem Interview Weizsäckers und C. G. Jungs, in dem wohlwollende Worte über die \mathfrak{nationalsozialistische} \mathfrak{Bewegung} fielen.[61]

Schon 1929 hatte \mathfrak{Hitler} auf dem \mathfrak{Reichsparteitag} in Nürnberg erklärt: „ … würde Deutschland jährlich eine Million Kinder bekommen und 700.000 bis 800.000 der Schwächsten beseitigt, dann würde am Ende das Ergebnis vielleicht sogar eine Kräftesteigerung sein.“ Weizsäcker, ein glühender Gegner der Akephalie,[62] griff den Gedanken des Führers begeistert auf und postulierte die \mathfrak{Beteiligung} \mathfrak{der} \mathfrak{Aerzte} \mathfrak{an} \mathfrak{der} \mathfrak{Vernichtung} \mathfrak{unwerten} \mathfrak{Lebens}. Weizsäcker ging in seinem Institut an der Universität Breslau mit gutem Beispiel voran. Dort forschte man 1942 bis 1944 mit Nervensystemen, die \mathfrak{schwachsinnigen} \mathfrak{Kindern} in der naheglegenen oberschlesischen Anstalt Lubliniec entnommen worden waren – getreu dem vielzitierten ersten Satz des Weizsäckerschen Gestaltkreises: „Um Lebendes zu erforschen, muß man sich am Leben vergreifen.“[63] Man muss zur Entlastung Weizsäckers hinzufügen, dass die Kinder vor dem Eingriff mit Luminal \mathfrak{getoetet} worden waren.

Phenobarbital svg.png

Sandmännchen für Idioten [64]

Im Rahmen des sogenannten \mathfrak{Luminal-}\mathfrak{Schemas} wurde über mehrere Tage dreimal täglich (leicht) überdosiert Luminal (Wirkstoff: Phenobarbital) injiziert. In Verbindung mit der zeitgleich stattfindenden systematischen Unterernährung führte dies in kurzer Zeit zum Tod der kleinen Patienten durch Lungenentzündung. Die „typische Pneumonie“ verläuft mit Husten und Atemnot, eitrigem Auswurf, hohem Fieber, Schüttelfrost, erhöhtem Puls, Schmerzen in der Brust und Pleuraerguss. Die Tötungsmethode galt gleichwohl als unauffällig, da die Gabe von Phenobarbital als Beruhigungsmittel übliche Praxis war. Nach ersten erfolgversprechenden Versuchen wurde das Luminal-Schema zunächst zur Ermordung von etwa 5.000 behinderten Kindern eingesetzt.[65] Wir verdanken den auf breiter Fallbasis durchgeführten Untersuchungen Weizsäckers bahnbrechende Erkenntnisse über die Histologie der Debilität, der Imbezillität und der Idiotie,[66] die revolutionären therapeutischen Ansätzen zur Beseitigung des Leidens[67] seinerzeit zum Durchbruch verholfen haben. Nach dem Kriege hat Weizsäcker versucht, Debilität, Imbezillität und Idiotie nichtinvasiv[68] nachzuweisen, indem er die Probanden mit der Aussage konfrontierte, er habe von den Forschungsarbeiten an seinem Institut nichts gewusst.[69][70]

Goethe 1831.jpg

\mathfrak{Viktor} \mathfrak{von} \mathfrak{Weizsaecker} (\mathfrak{re}.)
gibt Einzel-Förderunterricht an
Ernst Bescheuerlen, der in ihm
„den alten Goethe“ erkennt

Nach dem Tod des Führers floh Weizsäcker in den Westen. Dabei gelang ihm relativ glatt die Umstellung auf die neue Zeit, indem er seine Ziele umkehrte. Zunächst hatte Weizsäcker in seiner Pathologischen Philosophie postuliert: \mathfrak{Eine} \mathfrak{Krankheit} \mathfrak{ist} \mathfrak{nicht} \mathfrak{eine} \mathfrak{Krankheit} \mathfrak{des} \mathfrak{Individuums}, \mathfrak{sondern} \mathfrak{des} \mathfrak{Volkskoerpers}.“ – und von daher eine \mathfrak{Ethik} \mathfrak{der} \mathfrak{Vernichtung} gefordert.[71] Später hieß es in seiner nunmehr Pathosophie genannten Lehre, es gehe nicht um die Behandlung von Krankheiten, sondern um die Behandlung des kranken Menschen. Zweifelhaft ist, ob es sich hierbei um eine Umkehr im eigentlichen Sinne[72] handelte. Zwar ist ein – konstitutiver – Aufbruch in eine neue Richtung zu erkennen. An der gleichfalls erforderlichen Einsicht in den falschen Weg sind jedoch Zweifel geltend gemacht worden, da Weizsäcker nach dem Krieg rechtfertigend meinte, „dass der deutsche Arzt seinen verantwortlichen Anteil an der \mathfrak{notgeborenen} \mathfrak{Vernichtungspolitik} glaubte beitragen zu müssen.“ [73]

Drei seiner Kinder teilten das Schicksal der Idioten in Lubliniec – sie starben vor ihm. So blieb es seiner überlebenden jüngsten Tochter Cora Penislin vorbehalten, ein Leben lang gegen die Unterstellung anzuschreiben (lassen), ihr Vater habe im Dritten Reich Schlimmeres als innere Immigration begangen.[74] Zutreffend weist Weizsäckers Apologet Benzenhöfer darauf hin: Auch die Ärztin Elisabeth Hecker in Lubliniec, \mathfrak{By} \mathfrak{Appointment} \mathfrak{to} \mathfrak{Victor} \mathfrak{3. Baron} \mathfrak{Weizsaecker} \mathfrak{Manufacturer} \mathfrak{of} \mathfrak{Brains} \mathfrak{and} \mathfrak{Nerve} \mathfrak{Cords}, „wurde nie verurteilt, das Verfahren gegen sie wurde eingestellt.“[75] Elisabeth Hecker gelte zudem als Begründerin der Westfälischen Klinik für Jugendpsychiatrie in Hamm. Von ihr stammte der Satz: „Ein Tag ohne Goethe ist ein verlorener Tag“,[76] Der Satz war ihr von Weizsäcker als Anagramm mit auf ihre verantwortungsvolle Position in der Kinderfachabteilung der Heil- und Pflegeanstalt in Lubliniec gegeben worden (eigentlich → Tagein ohne Goethe ist, er gaT verloren.). Ernst Bescheuerlen, ein weiterer Schüler Weizsäckers, hat in mühevoller Kleinarbeit nachweisen können, dass Weizsäcker ein Wiedergänger[77] Goethes war. Bescheuerlen war Weizsäcker-Goethe auf die Spur gekommen, weil er auf Bescheuerlen stets „wie der alte Goethe“ wirkte.[78]

Anus.jpg

Beatrice von Weizsäcker
bei der Verdrängungsarbeit –

Fritz Freiherr von Weizsäckers
Sicht des
Homo sapiens christi anus

Heilige Beatrice.jpg

Beatrice von Weizsäcker
bei der Verdrängungsarbeit[79]
Carl Friedensreich v. W. erscheint ihr in Gestalt einer Friedenstaube

\mathfrak{Viktor} \mathfrak{Freiherr} \mathfrak{von} \mathfrak{Weizsaecker} mit seiner Hirnforschung war gleichsam der Antipode seines Neffen Fritz Freiherr von Weizsäcker (* 1960), Arzt und Professor für Medizin, der sich der gastroenterologischen Endoskopie verschrieben hat. „Tumore im Magen-Darmbereich!“, wie er Kotlorz offenbarte.[80] Man wird es zugleich als ein Zeichen neuzeitlichen Bedeutungsverlusts des Adels nehmen dürfen, wenn ein Freiherr zu anderen Zwecken als Pfählen[81] in den Anus anderer eindringt.

Ihr Gesellenstück familientypischer Verdrängung gelang kürzlich (2009) auch Weizsäckers Nichte Beatrice Freiin von Weizsäcker (* 1958): „Beatrice von Weizsäcker will sich ein eigenes Bild machen. Als Treffpunkt schlägt sie den Bebelplatz vor, das Mahnmal, das an die Bücherverbrennung erinnert. Sich der Vergangenheit stellen, um Demokratie schätzen zu können.“[82] Nachdem ihr Onkel Viktor in seiner späteren Rechtfertigung bereits weichspülend das \mathfrak{ICH} durch ein verallgemeinenderes „der \mathfrak{deutsche} Arzt“ ersetzte, ist er bei Beatrice als Protagonist bereits völlig abgetaucht. Die Enkelgeneration ist bestimmt, ihn zum Verbrennungsopfer zu stilisieren.

[Bearbeiten] Ein bomben Physiker

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\mathfrak{Carl} \mathfrak{Friedensreich} \mathfrak{Freiherr} \mathfrak{von} \mathfrak{Weizsaecker} (1912–2007) wurde mit Auszeichnungen und Ehrungen überhäuft und galt als der erste deutsche Universalgelehrte seit Gottfried Wilhelm Leibniz (1646–1716).[83] Gotthilf Fischer intonierte zu seiner Tauffeier das „His name shall be called Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst – the Baron of Peace“[84] aus Händels Messias.

1929 bis 1933 studierte Weizsäcker Physik und zeigte, möglicherweise bedingt durch eine gewisse Kleinwüchsigkeit, schon früh brennenden Ehrgeiz. 1936 habilitierte er, 1937 erschien sein Buch Die Atomkerne. Nach Kriegsbeginn zog das \mathfrak{Heer} die Kernspaltungsforschung an sich und die Sache kam in Schwung. Werner Heisenberg wurde der theoretische Kopf der Forschung und zog seinen Assistenten Weizsäcker hinzu. Weizsäcker erkannte, daß zur Herstellung spaltbaren Materials eine Uranmaschine verwendet werden kann und legte dies im Sommer 1940 in einem anschaulichen Bericht an das \mathfrak{Heereswaffenamt} dar. Wie Versuche ergeben hätten, könne Uran-238 gespalten und daher als Kernsprengstoff verwendet werden.

Die Plutoniumbombe war \mathfrak{erdacht}. Schweigeminute. Die Nobelpreisträger Heisenberg von 1932, Erwin Heidinger von 1933 und Otto Hahn von 1945 schlugen Weizsäcker 1941 wegen dieser Entdeckung für den Nobelpreis für Physik vor. Der Nobelpreis für Physik wurde jedoch in den Jahren 1940 bis 1942 nicht verliehen. Um Weizsäcker gleichwohl angemessen zu ehren, wurde dafür die erste, 1945 über Hiroshima abgeworfene Atombombe „Little Boy“ getauft.

Nagasakibomb.jpg

Hiroshima raucht ab –
Feuerwerk anläßlich des fünften Jahrestages
der Entdeckung der Plutoniumbombe
1940 – 1945
durch
\mathfrak{Carl} \mathfrak{Friedensreich} „Little Boy“ \mathfrak{von} \mathfrak{Weizsaecker}

Weizsäcker fürchtete, was er könne, könnten andere auch und rief noch 1941 zu einer Konferenz im deutsch besetzten Kopenhagen auf. Die Konferenz hatte das Ziel, wie Weizsäcker nach dem Kriege offenbarte, eine Physiker-Allianz zu schmieden, die über die Grenzen der Kriegsgegner hinweg den Bau von Atomwaffen verhindern sollte. Niels Bohr, der 1922 den Nobelpreis für Physik für seine Verdienste um die Erforschung der Struktur der Atome und der von ihnen ausgehenden Strahlung erhalten hatte und deswegen leicht verstrahlt war, missverstand die Gesprächseröffnung Heisenbergs jedoch als Einladung zur Beteiligung am Bau der \mathfrak{deutschen} \mathfrak{Atomwaffe}. Ernst Jandl kommentierte das folgenschwere Missverständnis später: „manche meinen, \mathfrak{lechts} und rinks kann man nicht velwechsern. werch ein illtum “

Copenhagen spring conference 1932.jpg

Internationale Friedenskonferenz der Atomphysiker 1941
im besetzten Kopenhagen
\mathfrak{Carl} \mathfrak{Friedensreich} „Little Boy“ \mathfrak{von} \mathfrak{Weizsaecker},
der Initiator, im Kreise der übrigen Teilnehmer
Von links nach rechts: Werner Karl Heisenberg, Piet Hein, Niels Bohr, Leon Nicolas Brillouin, Leon Rosenfeld, Max Delbrück, Walter Heitler, Lise Meitner, Paul Ehrenfest, Felix Bloch, Ivar Waller, Jacques Solomon, Erwin Fues, Bengt Strømgren, Ralph de Laer Kronig, A. Gjelsvik, Gunnar Steensholt, Hendrik Anton Kramers, Carl Friedrich von Weizsäcker, J.P. Ambrosen, Guido Beck, Harald Herborg Nielsen, Buch-Andersen, Fritz Kalckar, Jens Rud Nielsen, Ralph Howard Fowler, Egil Andersen Hyllerås, Ingeborg Lam, Eva Rindal, Paul Adrian Maurice Dirac, N.N., Charles Galton Darwin, Charles Manneback, Gelius Lund

Nachdem die Friedenskonferenz gescheitert war, meldete Weizsäcker im Sommer 1941 ein Patent an über ein „Verfahren zur Energieerzeugung aus Uran-238“. Weizsäcker beschrieb in seiner Patentanmeldung, wie in einem Kernreaktor waffenfähiges Plutonium-239 erzeugt werden kann: Verfahren zur explosiven Erzeugung von Energie und Neutronen, ... das ... in solcher Menge an einen Ort gebracht wird, z. B. in einer Bombe, .... Der kleine Weizsäcker! Mit der Patentierung wollte Weizsäcker, wie er nach Auftauchen der Patentschrift in der 1990er Jahren in Moskau erläuterte, verhindern, dass irgend jemand anderes ohne seine Zustimmung eine Plutoniumbombe bauen konnte, denn mit der Erteilung eines Patents durch das Patentamt werde dem Patentinhaber für die Dauer der Patentlaufzeit ein Ausschließlichkeitsrecht zur Benutzung der patentierten Erfindung verliehen. Die Patentierung hat in der Tat primär zur Folge, dass die Erfindung grundsätzlich von niemand anderem als dem Patentinhaber selbst gewerblich benutzt werden darf. Der Patentinhaber kann seine vermögensrechtlichen Ansprüche ganz oder teilweise gemäß §§ 15, 23 PatG durch Lizenz auf andere übertragen. Die Lizenzvergabe erfolgt typischerweise entgeltlich. Wegen dieser Patentanmeldung wurde Weizsäcker für den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften vorgeschlagen. Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften wurde jedoch erst 1969 von der schwedischen Reichsbank gestiftet.

Zum Ausgleich wurde Weizsäcker 1989 der Templeton Prize for Progress in Religion verliehen, die weltweit mit 1.000.000 Pfund Sterling höchst dotierte Auszeichnung. Damit wurde nach dem Willen von Sir John Templeton (1912–2008), der den Preis 1972 zur Erlangung des Adelsstandes eines Knight Bachelors gestiftet hatte, zugleich gewürdigt, dass Weizsäcker nur geringen wirtschaftlichen Nutzen aus seinem Patent gezogen hatte. Ein Patent verleiht seinem Inhaber nämlich nur bedingt ein positives Benutzungsrecht, wie sich daraus ergibt, dass § 9 Satz 1 PatG für die Benutzungsbefugnis des Patentinhabers auf den „Rahmen des geltenden Rechts“ verweist. Dieser rechtliche Rahmen ist seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs – nach zunächst hoffnungsvollen Ansätzen – durch den Atomwaffensperrvertrag und verschiedene Vereinbarungen zum Schutz der Umwelt wie das Kyoto-Protokoll zur Eindämmung der globalen Erwärmung sehr eng.

Nach dem \mathfrak{Krieg} rückte für Weizsäcker die Beschäftigung mit Fragen der Verantwortung und Ethik in den Naturwissenschaften stärker in den Vordergrund. Entrüstung statt \mathfrak{Ruestung}. Sozialismus statt \mathfrak{Nationalsozialismus}. Eines der Werke dieser Schaffensperiode trägt den Titel Bewusstseinswandel. 1957 gaben in der Bundesrepublik Deutschland 18 führende Atomwissenschaftler - unter ihnen Weizsäcker - die Göttinger Erklärung gegen eine atomare Bewaffnung der Bundeswehr und darauf gerichteter Forschung heraus. Bereits bei der zweiten Pugwash-Konferenz 1958 war mit Weizsäcker einer dieser Göttinger 18 vertreten.[85] 1959 war er Mitbegründer der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler - Deutsche Pugwash - Gruppe.[86] So partizipierte er ein stückweit an dem 1995 Pugwash verliehenen Friedensnobelpreis, nachdem er schon 1963 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels eingeheimst hatte.

Bundesarchiv B 145 Bild-F016579-0008Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.jpg

\mathfrak{Carl} \mathfrak{Friedensreich} „Little Boy“ \mathfrak{von} \mathfrak{Weizsaecker} (\mathfrak{1. Reihe\ Mitte})
denkt an die geile Zeit \mathfrak{1939\ bis\ 1945} und lacht sich ins Fäustchen
bei der Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels an ihn
am 13. Oktober 1963 in der Frankfurter Paulskirche

In den siebziger Jahren reiste Weizsäcker mit seinem Philosophenkollegen „Swami D. Peter“[87] durch Indien. Erhatte im Ashram von Bhagwan Sri Ramana Maharshi in Tiruvannamalai ein spirituelles Erlebnis, in dem „alle Fragen beantwortet waren“ und dessen Substanz nach eigenen Worten immer bei ihm war. Er bildete Sätze wie: „Arunâchala vararkêtra, aksharamana mâlaisâtra, Karunâkara ganapatiyê, karamarulik Kâppâyê.“ oder auch: „Ich selbst hatte als Kernphysiker die Wahl, am Bau von Atombomben mitzuwirken oder mich davon fernzuhalten. Das war eine Frage an mein persönliches Gewissen. Aber der Menschheit wird durch ihre heutige technische und politische Struktur die Atombombe zur unausweichlichen Schicksalsfrage. Dieser Frage habe ich mich zu stellen.“[88] Begeistert riefen die Anwesenden im Ashram: „திருநாவுக்கரசர் - Herr der Sprache![89] Cool! Was raucht der? Kann ich auch einen Beutel davon haben?“ 1988 erhielt Weizsäcker für diese und andere Äußerungen den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa.

Nach mehreren Treffen in den 90er Jahren mit Tenzin Gyatso, dem 14. Dalai Lama, erkannte er zunehmend Parallelen. Am 28. April 2007 ist Carl Friedensreich von Weizsäcker „nach jahrzehntelanger, schwerer Krankheitszeit“[90] gestorben.

Bedeutendstes seiner Kinder ist auf längere Sicht sicherlich Elisabeth „BigSy“ Raiser (* 1940), geb. Freiin von Weizsäcker, noch ohne Preis. Sie gehört zu den Linguistinnen, welche die „Bibel in gerechter Sprache (BigS)“ (ver) fassen. Als solche wahrt sie ihre Chance auf den seit 1999 jährlich verliehenen „Gottespoetinnenpreis“. Man wird es aber auch als ein Zeichen neuzeitlichen Bedeutungsverlusts des Adels nehmen dürfen, wenn Freiinnen sich „der aufkommenden Vorherrschaft des politisch Korrekten“ und der dieser innewohnenden Diktatur des Kleinbürgers unterordnen. Weizsäckers Sohn Ernst Ulrich Michael Freiherr von (* 1939) ist ohne rechtsradikale Schlenker 1968 gleich lokaler Juso-Vorsitzender geworden und hat es später aufgrund einer optischen Verwechslung mit Erhard Eppler zum Deutschen Umweltpreis gebracht.

[Bearbeiten] Ein gefallener Freiherr

Heinrich Viktor Freiherr von Weizsäcker (1917–1939) war der zweite Sohn von Ernst von Weizsäcker. Am 1. September 1939 \mathfrak{ueberschritten} die Einheiten der Weizsäcker-Brüder Heinrich und Richard im Rahmen des \mathfrak{Polenfeldzuges} die polnische Grenze am Polnischen Korridor rund 40 Kilometer nördlich von Bromberg.

Die polnische Pommern-Armee (Armia Pomorze), bestehend aus der 9. und 27. Infanterie-Division, hatte das Gelände als Verteidigungsstellung gewählt. Die Verbände, die ab dem 30. August teilmobilisiert worden waren, waren noch nicht vollständig in ihren Stellungen angelangt, als die 300 \mathfrak{Panzer} VI Tiger II des Generals der Panzertruppe \mathfrak{Guderian} vorrückten.

Siegfried roy statue.jpg

\mathfrak{Lebensraum} \mathfrak{im} \mathfrak{Osten}
Heinrich (links) und Richard von Weizsäcker,
ihre blonden Haarteile unter Verletzung der Helmpflicht unbedeckt tragend,
überfahren mit ihrem \mathfrak{Panzerkampfwagen} VI Tiger II die Panzersperren
an der polnischen Grenze am 1. September 1939
(galvanisch 24 Karat vergoldete Skulptur von Professor \mathfrak{Arno} \mathfrak{Breker} 1940)

Bundeswehr2.jpg

Freiwiilige des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge betten 2004 den durch einen Halsschuss vom Rumpf getrennten Schädel Heinrich von Weizsäckers (Haarteil durch Saprophage[91] abgefressen) um

Es war der erste Tag des Zweiten Weltkriegs und der vorletzte Tag im Leben des Leutnants Heinrich von Weizsäcker. Richard von Weizsäcker, einer der unbestechlichsten Chronisten jener Zeit, hatte für seine spätere Rede (1985) „Zum 40. Jahrestag der Beendigung des Krieges in Europa und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“ die Anmerkungen des \mathfrak{Fuehrers} zum Überfall auf Polen notiert: „Es handelt sich für uns um die Erweiterung des Lebensraumes im Osten und Sicherstellung der Ernährung ... Es entfällt also die Frage, Polen zu schonen, und bleibt der Entschluß, bei erster passender Gelegenheit Polen anzugreifen ... Hierbei spielen Recht oder \mathfrak{Unrecht} oder Verträge keine Rolle.“[92] Später gab Richard von Weizsäcker im Stil von Der Landser (vgl. dort das Kapitel Weiterer Verlauf) zu Protokoll: „Am 2. September gab es bei Klonowo die ersten Gefechte mit polnischen Soldaten. Ich war in der MG-Kompanie, mein Bruder Heinrich Zugführer in einer Schützenkompanie. Bei einem Sturmangriff wurde er durch einen Schuss in den Hals tödlich getroffen. [...] Mein Leben danach war nie mehr dasselbe wie vorher.“[93] Für Heinrich galt das in noch stärkerem Maße. Er schwieg aber. Es trifft immer die Falschen - der redselige Richard beglückte die Welt danach reichlich siebzig Jahre mit seinen Erklärungsversuchen, in denen er das Trauma der tiefen Verstrickung seiner Familie im \mathfrak{Dritten} \mathfrak{Reich} kleinzureden versuchte.

Heinrich Freiherr von Weizsäcker ist vor allem erwähnenswert, weil er der einzige geborene Freiherr von Weizsäcker war und bleiben wird. Alle vor ihm geborenen Weizsäcker waren ursprünglich bürgerlichen Standes und nur nobilitiert, da der Großvater nach dem nicht erblichen, persönlichen Adel von 1897 erst 1916 in den erblichen Freiherrnstand erhoben wurde. Mit der Weimarer Reichsverfassung wurde am 11. August 1919 der Adel abgeschafft. Der bisherige Titel wurde zum Bestandteil des bürgerlichen Familiennamens. Also Geburtsurkunde: „\mathfrak{Freiherr} Heinrich von Weizsäcker“, Grabstein: „Heinrich Freiherr von Weizsäcker“.

[Bearbeiten] Ein fahnenflüchtiger Präsident

Punk mit Deutschlandfarben.jpg

Richard von Weizsäcker
als Präsidentschaftskandidat
mit getöntem blondem Haarteil
auf der Tribühne
der Bundesversammlung (1984)

[Bearbeiten] Ein völkischer Jurist

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Wilhelm Weizsäcker

Bundesarchiv Bild 146-1972-039-44, Heydrich-Attentat.jpg

Gründungsakt
der Reinhard-Heydrich-Stiftung,
Prag, Stadtteil Libeň, 27. Mai 1942

[Bearbeiten] Popularisierung

Die Quartäre Radiation wurde unter anderen durch Martin Weins Buch Die Weizsäckers - Geschichte einer deutschen Familie (1988) popularisiert. Er bezeichnet die oben erwähnte, nur im Quartär nachgewiesene Familie dort als Menschen, „die im geistigen oder im oeffentlichen Leben Deutschlands eine herausragende Rolle“ spielen, um das Thema einer breiten Öffentlichkeit nahe zu bringen.

Andere Autoren popularisierten die Quartäre Radiation, deren wichtigste fossile Belege aus dem Flecken (Oberamtsstadt) Öhringen der ehemaligen Grafschaft Hohenlohe-Öhringen stammen, in den USA weiter in Richtung Einmaligkeit. Die englische Wikipedia widmete dem Quartär das Lemma Weizsäcker family („... was and is influential over the span of several generations“) und verglich dabei das Auftreten einzelner Exemplare im Quartär mit Theodor Heuss und Hermann Göring („Among others, they produced a President of Germany, a war criminal ...“).

[Bearbeiten] Wappen

[Bearbeiten] 1897 bis 1933

Das Wappen der Weizsäckers wurde 1897 Hugo Weizsäcker bei der Erhebung in den persönlichen Adelsstand verliehen. Dasselbe Wappen wird auch von dem freiherrlichen Zweig der Weizsäckers (seit 1916) geführt.

Das Wappen zeigt den bereits braunen Wazeliniarz[94] als Helmzier auf dem Helm mit Rot-Weißen Helmdecken und vier zu einem Andreaskreuz[95] als chemischem Gefahrensymbol[96] für „Vitamin B“[97] gelegten Weizensäcken im roten Schild.

SACK.jpg

Wappen der Weizsäckers (1897)

[Bearbeiten] 1933 bis 1945

Für die Dauer des \mathfrak{Tausendjaehrigen} \mathfrak{Reiches} erfuhr das Wappen in Anlehnung an \mathfrak{Hitlers} Interpretation der \mathfrak{grossdeutschen} Reichsflagge eine vorübergehende Umdeutung: Rot stehe für die „sozialen Gedanken“ der Weizsäcker, Weiß für den Nationalismus sowie die Reinheit der \mathfrak{arischen} \mathfrak{Rasse}, die an das Schwarz des \mathfrak{Hakenkreuzes} angenäherte dunkelbraune Farbe des „sterbenden“ Wazeliniarz symbolisiere die „Mission des Kampfes um den Sieg des \mathfrak{arischen} Menschen“ über das Weltjudentum.

\mathfrak{SS-Brigadefuehrer} Ernst von Weizsäcker fügte seinem Wappen als Schildhalter zwei liegende namenlose KZ-Insassen als Zebras verkleidet[98] hinzu.

Bundesarchiv Bild 183-H27924, Polen, Ghetto Lublin, Polizei-Einsatz.jpg

Werbeoffiziere[99] im Gedrängel – Bewerbung um die Posten zweier Ernst-von-Weizsäckerscher Schildhalter

[Bearbeiten] Seit 1945

Seit dem 8. Mai 1945 verbreiten die \mathfrak{Weizsaeckers} durchgängig folgende Deutung: Weiß stehe für die weiße Weste, Rot für die Mitgliedschaft vieler Familienmitglieder in der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD). Der braune Wazeliniarz, dessen Stirnband fröhlich im Winde knattert, symbolisiere die Multi-Kulti-Orientierung der Weizsäckers. Im Schild seien vier Wolken dargestellt, als Symbol für den inzwischen familientypischen Sprachduktus, literarisch festgehalten in der wolkigen Sprache der von der Familie geförderten „Bibel in gerechter Sprache (BigS)“.

Coat of arms of Zambia svg.png

Wappentwurf v. 8. Mai 1945 für Ernst von Weizsäcker und seine Nachfahren, haftbedingt nicht mehr zur Ausführung gelangt:
Wazelinarz und Frau als stehende Schildhalter, zugleich Sinnbild ihrer \mathfrak{verkohlten} Vorgänger, Wellenmuster auf dem Schild als Zeichen geschmeidiger Anpassung, unter dem Schild jetzt ein putziges natürliches Zebra

[Bearbeiten] Literatur

  • Martin Wein, Die Weizsäckers - Geschichte einer deutschen Familie, 1988, ISBN 3-426-02417-9

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Wazeliniarz ist abgeleitet von Vaseline. Vaseline (auch Vaselin oder Petrolatum) ist ein salbenartiges Gemisch aus festen und flüssigen Kohlenwasserstoffen mit einem Schmelzbereich von 38 bis 58 °C. Vaseline wird beim Menschen auf der Haut als Gleitmittel aufgetragen. Der plastische polnische Begriff Wazeliniarz entspricht dem deutschen „Arschkriecher“ (vgl. → Wiktionary)
  2. Das Andreaskreuz (lateinisch crux decussata) ist ein Kreuz mit zwei diagonal verlaufenden sich kreuzenden Balken (X-artig, nach dem griechischen Buchstaben „Chi“).
  3. In der Chemie symbolisiert das Andreaskreuz als Gefahrensymbol reizende (Xi) oder gesundheitsschädliche (Xn) Stoffe.
  4. Vitamin B (B für „Beziehung“) ist eine Floskel für das Soziale Netzwerk einer Person, das sie nutzt, um persönliche Vorteile zu bekommen.
  5. Der Benennungsvorschlag erfolgt in Anlehnung an die bekannte Kambrische Explosion oder auch Kambrische Radiation, die umfassende Umformung der Tierwelt zu Beginn des Kambriums vor etwa 542 Millionen Jahren.
  6. Zeitspanne von 100 Jahren
  7. Der jüngste Zeitabschnitt der Erdgeschichte einschließlich der „Jetztzeit“, Beginn vor etwa 2,6 Millionen Jahren
  8. Veränderung der vererbbaren Merkmale einer Population von Lebewesen von Generation zu Generation
  9. Als Fossil (von lat. fossilis „(aus)gegraben“), früher auch Petrefakt genannt, bezeichnet man jedes Zeugnis vergangenen Lebens aus der Erdgeschichte.
  10. Ex-Fernsehpfarrer Jürgen Fliege, nicht verwandt mit Drosophila melanogaster, der Schwarzbäuchigen Taufliege
  11. Die Bezeichnung „Bastard“ betraf vor allem Söhne, die adlige Männer mit Frauen niederen Standes gezeugt haben, mit denen sie in der Regel nicht verheiratet waren. Bastarde behielten im Abendland normalerweise den Stand ihrer Mutter und hatten keinerlei Privilegien.
  12. Sodomie.jpg

    23. September 1767 auf einem Feld zwischen Eckartsweiler und Öhringen (im Hintergrund) – die unterständischen Weizsäcker hatten ein so geringes Ansehen, dass die Hunde sie für ihresgleichen hielten; da Trine Weizsäcker gerade läufig war, geschah das Unfassbare ...

    Das vorstehende Flugblatt gilt zugleich als früher Höhepunkt des Boulevard-Journalismus, indem es in nahezu perfekter Weise „die 4 Ts“ des Boulevards vereint: Titten (Trines nacktes Gesäß), Tiere (Leccaculos Vater), Tränen (die aufklagende Mutter rechts am Feldrand), Tote (wird es gleich geben, der Mob hat sich bereits mit Stöcken und Mistgabeln zusammengrottet).
  13. Gotthardt Frühsorge, Rainer Gruenter, Beatrix Wolff Metternich, Gesinde im 18. Jahrhundert, Studien zum achtzehnten Jahrhundert, 1995, ISBN 3-7873-0915-2, S. 179
  14. Volker Reinhardt, Deutsche Familien: historische Portraits von Bismarck bis Weizsäcker, 2005, S. 311
  15. Vgl. Reallexicon der Deutschen Altertümer, hgg. v. E. Götzinger, Leipzig 1885, S. 667
  16. Günter Bayerl, Artikel Müller in: Reinhold Reith (Hg.), Lexikon des alten Handwerks. Vom späten Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert, München 1990, S. 171
  17. Werner Danckert, Unehrliche Leute: die verfemten Berufe, 1963, S. 127ff
  18. Martina Switalski, Landmüller und Industrialisierung: Sozialgeschichte fränkischer Mühlen im 19. Jahrhundert, Band 450 der Internationalen Hochschulschriften, 2005, S. 153ff
  19. Bernd-Ulrich Hergemöller, Randgruppen der spätmittelalterlichen Gesellschaft, 2001, S. 54, 219ff
  20. Wolfgang von Hippel, Armut, Unterschichten, Randgruppen in der frühen Neuzeit, Band 34 von Enzyklopädie deutscher Geschichte, 1995, S. 36f
  21. 21,0 21,1 Johannes Mager, Günter Meissner, Wolfgang Orf, Die Kulturgeschichte der Mühlen, 1989, S. 154f
  22. Martina Reiling, Bevölkerung und Sozialtopographie Freiburgs i. Br. im 17. und 18. Jahrhundert: Familien, Gewerbe und sozialer Status, Band 24 der Veröffentlichungen aus dem Archiv der Stadt Freiburg im Breisgau, 1989, S. 102 „Müller galten vielerorts und lange Zeit über das Mittelalter hinaus als unehrlich“.
  23. Götzinger, E., Reallexicon der Deutschen Altertümer, Leipzig 1885, S. 1028
  24. Marx Rumpolt: Ein new Kochbuch, 1581: Vom Mundkoch. Das III. Capitel.
  25. Ernst von Malortie, Der Hof-Marschall: Handbuch zur Einrichtung und Führung eines Hofhalts, 1846, S. 84f
  26. Wein, S. ...
  27. Wein, S. ...
  28. Ovid, Amores, 3,8,55
  29. Wein, S. ...
  30. Wein, S. ...
  31. Wein, S. ...
  32. Joska Pintschovius, Die Diktatur der Kleinbürger; Berlin 2008, S. 76
  33. Wein, S. ...
  34. Joska Pintschovius, Die Diktatur der Kleinbürger; Berlin 2008, S. 76
  35. Wein, S. ...
  36. Ein seit dem von Boris Becker erlittenen Samenraub der Ermakova allgemein verständlicher Begriff
  37. Wazeliniarz ist abgeleitet von Vaseline. Vaseline (auch Vaselin oder Petrolatum) ist ein salbenartiges Gemisch aus festen und flüssigen Kohlenwasserstoffen mit einem Schmelzbereich von 38 bis 58 °C. Vaseline wird beim Menschen auf der Haut als Gleitmittel aufgetragen. Der plastische polnische Begriff Wazeliniarz entspricht dem deutschen „Arschkriecher“ (vgl. → Wiktionary)
  38. Joska Pintschovius, Die Diktatur der Kleinbürger; Berlin 2008, S. 76
  39. Volker Reinhardt, Deutsche Familien: historische Portraits von Bismarck bis Weizsäcker, 2005, S. 310
  40. Martin Wein, S. 52
  41. Vgl. Wkipedia – Sven Olaf Hoffmann
  42. Sven Olaf Hoffmann: Viktor von Weizsäcker: Arzt und Denker gegen den Strom. In: Deutsches Ärzteblatt, PP 5, Ausgabe April 2006, Seite 161
  43. Medizin für den ganzen Menschen
  44. Sommersemester
  45. Kneipe=Offizium+Inoffizium+Fidulität. Der Kneipkomment regelt den Festbetrieb. Seine Aufgabe besteht darin, die Gemütlichkeit zu fördern: 1. Offizium=geregeltes Besäufnis→sonst: Bierverschiss, auch wer mit einem Bierscheisser bierehrlich verkehrt, 2. Inoffizium=fröhliches geregeltes Besäufnis, Folge von 1., 3. Fidulität=Folge von 2., 4. Koma=Folge von 3.
  46. Als Biermimik kann alles dienen, was in irgendeiner Weise witzig oder unterhaltend ist. Üblichweise handelt es sich um Witze, Anekdoten, Sketche oder Lieder, aber auch Spontanvorträge
  47. Das Inoffizium wird eröffnet durch eine ulkige Ansprache des Präsidiums sowie durch einen nachfolgenden Cantus. Gewöhnlich kommt dabei eine überschäumende Bierlaune zum Ausdruck, welche durch Anwendung geeigneter Institutionen des Kommentes gefördert wird.
  48. http://de.wikipedia.org/wiki/Kneipe_(Studentenverbindung)gl. Wikipedia – Kneipe (Studentenverbindung)
  49. Vgl. www.arztwiki.de/wiki/Paracelsus-Medaille
  50. Vgl. wikipedia – Akademische Gesellschaft Stuttgardia
  51. Anencephalie, auch Anenzephalie oder Anencephalus, ist eine angeborene Fehlbildung. Das Wort Anencephalie bedeutet „ohne Gehirn“. Einem betroffenen (Baby) fehlen wichtige Teile des Gehirns.
  52. Hirnamputation, Hirnentnahme, zusammengesetzt aus Hirn, lateinisch cerebrum, und Ektomie (griechisch εκτομή, „Herausschneiden“) = Totalexstirpation
  53. In der Medizin bezeichnet Dehydratation (Synonyme: Dehydratisierung, Dehydration, Hypohydratation, Austrocknung) einen Flüssigkeitsmangel des Körpers
  54. sog. verlängertes Mark des Hirnstamms, Zentrum u.a. des Schluckreflexes
  55. Frei übersetzt etwa: Ein Fall von schwerer Trisomie 21/Downsyndrom mit dringend gebotener Tötung durch Verabreichung von Luminal=Phenobarbital und anschließender Hirnentnahme zur Verwendung des illustren und herausragenden Dr. Viktor Weizsäcker (Siliginei=des Weizen + saccutor=Einsacker), der Universität Breslau Professor und des tausendjährigen Dritten Reiches Unterstützer
  56. Hagiographie = Darstellung des Lebens von Heiligen
  57. Wein, S. 391
  58. Berühmte wie auch allgemein umstrittene These der klassischen Psychoanalyse
  59. Nach Walther von der Vögelweides Gedicht, das den Penisneid literarisch bereits im 13. Jahrdt. vorwegnahm: Du bist min, ich bin din, des solt du gewis sin. Du bist beslozzen In minem herzen, verlorn ist daz penizlin, das muost immer drinne sin.
  60. Weizsäcker, Natur und Geist, S. 198
  61. Carl Gustav Jung, Bericht über das Berliner Seminar vom 26. Juni bis 1. Juli 1933. [Als Manuskript gedruckt für die Teilnehmer des Seminars.] Berlin 1933. - 3, 199 S. Kl.-4to. OHLwd mit dem Anhang: Zwiegespräch mit Dr. C. G. Jung und Dr. A. Weizsäcker in der Funkstube Berlin am 26. Juni 1933.
  62. Eine aus der Ethnologie stammende Bezeichnung für die Eigenschaft von Gesellschaften, kein herrschendes Oberhaupt zu haben
  63. Gesammelte Schriften, 10 Bde., Kt, Bd.4 Der Gestaltkreis
  64. Strukturformel von Luminal=Phenobarbital
  65. Böhm B, Markwardt H. Hermann Paul Nitsche (1876–1948). Zur Biographie eines Reformpsychiaters und Hauptakteuers der NS-„Euthanasie“ in: Stiftung Sächsische Gedenkstätten (Hrsg.): Nationalsozialistische Euthanasieverbrechen. Beiträge zur Aufarbeitung ihrer Geschichte in Sachsen. Sandstein Dresden 2004, ISBN 3-937602-32-1. Seite 87
  66. Vgl. Wikipedia – Schwachsinn
  67. Sog. Kinder-Euthanasie, vgl. Wikipedia – Kinder-Euthanasie
  68. Ohne Eingriff in den Körper
  69. „In der oberschlesischen Anstalt Lubliniec werden Kinder und Jugendliche nach ihrer sozialen Brauchbarkeit selektiert und mit Luminal getötet. Gehirne und Rückenmark werden an Prof. Viktor von Weizsäcker, Neurologisches Forschungsinstitut Breslau, geschickt. Die Jugendpsychiaterin Elisabeth Hecker: 'Ich darf wohl nur andeutungsweise darauf hinweisen, welch gut untersuchtes Material auf der Pflegestation zusammenkommt, wenn nach dem Tode der Kinder das Gehirn durch das neurologische Forschungsinstitut in Breslau untersucht wird. Prof. von Weizsäcker, Breslau, hat sich entgegenkommender Weise bereit erklärt, diese hirnpathologischen Untersuchungen machen zu lassen.'“ www.irren-offensive.de
  70. Deutlich relativierende Tendenz bei Udo Benzenhöfer, Der Arztphilosoph Viktor von Weizsäcker: Leben und Werk im Überblick , 2007, S. 160, der das Ganze zu einer Unkenntnis Weizsäckers und zu der Frage, ob er nicht hätte nachfragen müssen, wo die vielen Präparate herkamen, eindampft.
  71. Gernot Böhme (Hg.), William R. LaFleur (Hg.), Susumu Shimazono (Hg.): Fragwürdige Medizin. Unmoralische Forschung in Deutschland, Japan und den USA im 20. Jahrhundert., 2008, Reihe: Kultur der Medizin, Bd.23
  72. Vgl. Wikipedia – Umkehr
  73. Artikel: Viktor von Weizsäcker in: Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945? Frankfurt a.M. 2003
  74. Vgl. Udo Benzenhöfer, Der Arztphilosoph Viktor von Weizsäcker: Leben und Werk im Überblick, 2007
  75. Stimmt! – StA Dortmund 45 Js 8/65
  76. Udo Benzenhöfer, Der Arztphilosoph Viktor von Weizsäcker: Leben und Werk im Überblick , 2007, S. 156, Fn 278
  77. Vgl. Wikipedia – Wiedergänger
  78. „Im zweiten Teil berichtete Ernst Scheurlen, niedergelassener Internist und Psychotherapeut (Heidelberg/Wilhelmsfeld) über seine Erlebnisse mit Weizsäcker, als dessen Schüler er sich bezeichnete. Als Student Anfang der fünfziger Jahre hatte er die Weizsäcker-Vorlesung "Medizinische Anthropologie" besucht und an dem zweimal pro Woche abgehaltenen Psychosomatik-Seminar teilgenommen. Weizsäcker wirkte auf ihn "wie der alte Goethe".“ Text online
  79. Als Verdrängungsarbeit wird in der klassischen Psychoanalyse der psychische Aufwand bezeichnet, der bei der Verdrängung von Repräsentanzen ins Unbewusste erbracht werden muss. Sie wird solange aufgewendet, wie die Vorstellung verdrängt bleibt. Dies kann lebenslang sein.
  80. Tanja Kotlorz, Ein Chefarzt mit berühmtem Namen, Welt-online 29. Juni 2005
  81. Eine Hinrichtungsmethode, bei welcher der Verurteilte auf einen abgerundeten und eingefetteten Pfahl gesetzt wurde, der dann langsam durch den Anus eindrang.
  82. Im Porträt: Beatrice von Weizsäcker RBB Do 24.09.09 22:05
  83. Carl Friedrich von Weizsäcker ist tot sueddeutsche.de 28.04.2007, 20:49
  84. Aus: Messiah (HWV 56, dt. Der Messias), Oratorium von Georg Friedrich Händel auf Bibeltexte in einer englischsprachigen Zusammenstellung von Charles Jennens für vier Soli (SATB), Chor und Orchester.
  85. Annegret Falter, Die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler - Deutsche Pugwash - Gruppe
  86. Klaus Gottstein, Carl Friedrich von Weizsäcker und die Pugwash Conferences on Science and World Affairs in: S. Albrecht, U. Bartosch, R. Braun (Hg.), Zur Verantwortung der Wissenschaft, Berlin 2008
  87. Peter Sloterdijks Name als Sanyassin
  88. Ulrich Bartosch, Abschied vom Denker einer Weltinnenpolitik. Nachruf auf unseren Mitbegründer Carl Friedrich von Weizsäcker. Text online
  89. Tamil
  90. Ulrich Bartosch, Abschied vom Denker einer Weltinnenpolitik. Nachruf auf unseren Mitbegründer Carl Friedrich von Weizsäcker. Text online
  91. Saprophage sind heterotrophe Organismen, die als „Fäulnisfresser“ von sich zersetzenden organischen Stoffen leben.
  92. Zum 40. Jahrestag der Beendigung des Krieges in Europa und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Ansprache des Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker am 8. Mai 1985 in der Gedenkstunde im Plenarsaal des Deutschen Bundestages. Text online
  93. Helmut Böger, Richard von Weizsäcker, „Als Held oder so etwas fühle ich mich nicht“ Bild am Sonntag vom 06.09.2009 Text online
  94. Wazeliniarz ist abgeleitet von Vaseline. Vaseline (auch Vaselin oder Petrolatum) ist ein salbenartiges Gemisch aus festen und flüssigen Kohlenwasserstoffen mit einem Schmelzbereich von 38 bis 58 °C. Vaseline wird beim Menschen auf der Haut als Gleitmittel aufgetragen. Der plastische polnische Begriff Wazeliniarz entspricht dem deutschen „Arschkriecher“ (vgl. → Wiktionary)
  95. Das Andreaskreuz (lateinisch crux decussata) ist ein Kreuz mit zwei diagonal verlaufenden sich kreuzenden Balken (X-artig, nach dem griechischen Buchstaben „Chi“).
  96. In der Chemie symbolisiert das Andreaskreuz als Gefahrensymbol reizende (Xi) oder gesundheitsschädliche (Xn) Stoffe.
  97. Vitamin B (B für „Beziehung“) ist eine Floskel für das Soziale Netzwerk einer Person, das sie nutzt, um persönliche Vorteile zu bekommen.
  98. Keine Pietätlosigkeit des Autors. Das war Lagerjargon für die KZ-Häftlingsbekleidung → → → → →
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    Die selbsternannten Experten der Wikipedia haben ebenfalls einen Artikel zu diesem Thema.

  99. Auszug aus dem den beiden Werbeoffizieren vom Führer persönlich, in der klassischen Diktion des 18. Jahrhunderts erteilten Werbepatent: „Fügen hiemit zu vernehmen: Demnach bey Unsern dermahlen auff den Beinen haltenden Hoffjuden auß letzt-verwichener Campagne sich einiger Abgang ergeben, deren schleunige Recroutierung umb so mehrers nötig, als die Conjuncturen von allen Seiten noch zimlich weit außsehend anscheinen. Jedoch aber der, in deren Auffbringung bißher gebrauchter Modus, durch widrig Loß, als wodurch die Leuth mehrmalen mit Unmuth in die KZ gezogen worden, auch sonst, wider unsere Meinung, Beschwerden und Ungleichheiten mit untergeloffen, Uns nicht mehr anständig seyn will, sondern Wir es lieber auff die freye Wahl und Willen eines jeden außstellen wollen.“
Dieser Artikel ist Artikel der Woche 40/2009
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