Nichtraucherschutz

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Ulla Schmidt


Nichtraucher

Überall wo man dieses Zeichen erblickt, ist Ersatzbefriedigung angesagt.

Als Nichtraucherschutz werden in erster Linie staatliche Maßnahmen bezeichnet, die die nichtrauchende Minderheit vor den Gefahren der tabakrauchproduzierenden ignoranten Mehrheit schützen sollen. Solche Maßnahmen können Rauchverbote, Werbeverbote oder auch Aufklärungskampagnen umfassen. Aber auch die verschiedenen Bemühungen, die Raucher von ihrem Tun abzuhalten (Erhöhung der Tabaksteuer, Bedienung der Automaten nur noch mit Chipkarten) sind dieser Kategorie zuzurechnen.

[Bearbeiten] Hintergrund

Aschenbecher

Sieht der am Vorabend geleerte Aschenbecher bereits nach dem Frühstück schon wieder so aus, hat man in seinem Leben bestimmt schon einige Nichtraucher mit dem eigenen Qualm getötet.

Da Tabakrauch aufgrund verschiedener „wissenschaftlicher“ Untersuchungen gesundheitsschädlich sein soll, wird schon seit längerem diskutiert, wie man dieser Gefahr wirksam begegnen kann. Dabei muss von vorneherein geklärt werden, dass es sogenannte aktive Raucher auf der einen und passive Raucher auf der anderen Seite gibt. Nichtraucherschutz betrifft dabei selbstverständlich nur die Fraktion der Passivraucher. Die Aktivraucher haben sich als die Verursacher der ganzen Chose in den letzten Jahren als äußerst beratungsresistent erwiesen. Somit werden nun alle zur Verfügung stehenden Gelder in den Nichtraucherschutz hineingebuttert.

[Bearbeiten] Problematik

Es muss nun konstatiert werden, dass ein nichtrauchender Mensch durch den Aufenthalt in bis zu 50m Entfernung zu einem Raucher die volle Breitseite des produzierten Tabakrauches abbekommt und sich, so denn sein Kreislauf es überhaupt zulässt, gerade mit letzter Kraft noch näher zu ihm hinschleppen kann, um lauthals zu husten und dem rücksichtslosen Individuum durch hektische Handbewegungen klarzumachen, dass doch bitteschön mit Rücksicht auf die nichtrauchende Bevölkerungsschaft das Rauchen zu unterlassen sei. Um solchen äußerst unangenehmen Situationen vorzubeugen, wird von der Politik nach und nach ein ganzes Maßnahmenpaket geschnürt.

[Bearbeiten] Nichtraucherschutz in Europa

Zigarette

Rauchen an Flughäfen ist nur noch in zugequalmten Raucherlounges möglich.

Viele europäische Länder haben schon weitreichende Regelungen erlassen, um Nichtraucher adäquat zu schützen.

  • In Irland wurde das Rauchen in Pubs verboten, sofern sich gerade kleine grüne Kobolde in der Lokalität aufhalten (was allerdings meistens der Fall ist). Irlandbezogene Studien haben nämlich gezeigt, dass gerade Leprechauns besonders empfindlich auf Zigarettenqualm reagieren.
  • In Frankreich wurden alle Zigarettenmarken außer Gauloises verboten („französischer Wirtschaftsprotektionismus“). Durch die Zugabe von pulverisierten Froschschenkeln gilt diese Marke allerdings ohnehin als die gesündeste.
  • In Italien ist das Rauchen in der Öffentlichkeit komplett untersagt. Es darf nur noch zuhause („bei Mama“) geraucht werden.
  • In fast allen europäischen Flughäfen wurden die Raucher in sogenannte Raucherlounges verbannt, in denen die Luft so dick ist, dass so mancher Raucher lieber freiwillig auf den blauen Dunst verzichtet und die im Duty Free-Shop erstandenen Glimmstengel erst nach dem Verlassen des Zielflughafens gierig in sich aufsaugt.

[Bearbeiten] Nichtraucherschutz in Deutschland

Demonstrant

Aktivisten für den Nichtraucherschutz haben sich schon das eine oder andere Mal zum Vollpfosten gemacht.

In Deutschland gilt der Raucherschutz gemeinhin als ausgeprägter denn der Nichtraucherschutz. Noch kann hierzulande praktisch überall geraucht werden - wenn man von Ausnahmen wie einigen Bahnhöfen, Schulen oder Krankenhäusern absieht. Allerdings nehmen die Freiräume für Raucher immer mehr ab. Mittlerweile werden selbst am Arbeitsplatz (sofern vorhanden) die bemitleidenswerten Raucher immer häufiger in einen einzigen Raum mit nur einem (!) Aschenbecher zusammengepfercht, wohingegen die nichtrauchende Belegschaft ihre Mittagspause bei Canapés und Prosecco in einer in zartem lachston gehaltenen Lounge verbringt.

Nun scheint dies eine Entwicklung zu sein, die nicht mehr aufzuhalten und allenfalls nur noch in ihrer Dynamik einzuschränken ist. So wird es von der Restaurantlobby als Erfolg angesehen, dass ein totales Rauchverbot in Restaurant und Kneipen abgewehrt werden konnte, da ja eine hohe Anzahl an Gästen wichtiger sei als das gesundheitliche Wohlergehen derer. Zudem spülen die Raucher eine nicht unerhebliche Menge an Geldern in die Kasse, die aus der Provision für Zigarettenautomaten entstammen. Nichtsdestrotz wurde eine neue Verordnung auf den Weg gebracht, die ab 2008 im Sinne des Nichtraucherschutzes einiges ändern soll:

  • Die Dichte der Zigarettenautomaten soll von ca. 600.000 auf 590.000 spürbar verringert werden. Dazu sollen vor allem Jugendliche dazu gebracht werden, ihr Fluppen erst recht beim nächstbesten Kiosk zu kaufen.
  • In gastronomischen Einrichtungen soll ein striktes Rauchverbot herrschen. Bei Verstoß dagegen dürfen dem Raucher die Packung UND das Feuerzeug weggenommen werden.
  • In einem abgetrennten Bereich darf weiterhin geraucht werden. Allerdings darf dieser Bereich nicht mehr als 50% der Gesamtfläche des Lokals überschreiten. Da die sich dort aufhaltenenden Raucher nicht bedient werden dürfen, müssen sie sich eine eigene Brotzeit mitbringen.
  • Sollte ein Wirt allzu lax die Bestimmungen umsetzen, kann er bestraft werden. Dabei sind Bußgelder von bis zu 5€ im Gespräch. Alternativ können aber auch die Kollegen beim Ordnungsamt bestochen werden („Mach' ich beim Gesundheitsamt schon seit Jahren so!“).

[Bearbeiten] Raucherbekämpfung

Doch immer mehr gehen die staatlichen Stellen dazu über, das Übel an der Wurzel zu packen. Nachdem, wie bereits oben erwähnt, sämtliche gutgemeinten Versuche, die Raucher von ihrem verderblichen Laster abzubringen, gescheitert sind, haben nun die Länderparlamente einschneidende Gesetzesänderungen beschlossen:

  • Ab 1. Januar des kommenden Jahres werden sämtliche Zigarettenautomaten zwei Meter höher gehängt, damit sie nur noch durch eine mitgebrachte Leiter zu erreichen sind.
  • Auch der Verkauf von Zigaretten in den Geschäften wird neu geregelt. Es herrscht generell Ausweispflicht und man darf nur noch Zigaretten in dem Monat erwerben, in dem man Geburtstag hat. Jeder Kauf wird online erfaßt und im Zentralcomputer des Gesundheitsministeriums gespeichert.
  • Auch der Verkauf von Feuerzeugen und Zündhölzern wird drastisch eingeschränkt.
  • Wohngebiete mit überdurchschnittlicher Raucherdichte können von der Stadtverwaltung zur "rauchfreien Zone" deklariert werden.
  • Das Rauchen im Freien ist nur dann erlaubt, wenn auf Sichtweite keine andere Person anzutreffen ist.
  • Der Verkauf von Zahnpasta mit zahnaufhellenden Chemikalien (sogenanntes Raucherweiß) wird verboten, damit Raucher in Zukunft für jeden sichtbar an ihren gelben Zähnen zu erkennen sind. Durch diese Stigmatisierung ist zu erwarten, dass viele Raucher ihr Laster aufgeben oder auf Nikotinpflaster oder Kautabak umsteigen.

Das Gesundheitsministerium geht davon aus, dass bereits nach wenigen Monaten mit ersten meßbaren Erfolgen zu rechnen ist.

[Bearbeiten] Kritik

Trotz all der Maßnahmen, die mittlerweile getroffen wurden, soll es immer noch Nichtraucher geben, die von Zigarettenqualm husten müssen. Somit wird mittlerweile nicht nur diskutiert, die Maßnahmen zurückzunehmen, sondern sogar umzukehren. Nach dem Motto: "Gesund ist, was hart macht" ist es zukünftig durchaus vorstellbar, dass Kinder zur Einschulung statt einer Schultüte eine Stange Zigaretten erhalten. Auch ein geschicktes Product-Placement im Kinderprogramm ist durchaus denkbar („Lucky Strike präsentiert dir die nachfolgende Folge Teletubbies“). Die Experten sehen den Tabakkonsum sogar im Aufwind. Sogar auf politischer Ebene tut sich da was, hat doch neulich Fidel Castro einen im geheimen vorbereiteten Staatsbesuch des baden-württembergischen Ministerpräsidenten auf der Zigarren-Insel im letzten Moment abgesagt, weil er Wind davon bekommen hatte, dass die Reise einzig und allein dem Ausspionieren des kubanischen Tabakanbaus dienen sollte.

Sicher ist nur, dass sich etwas ändern wird.

[Bearbeiten] Siehe auch

Spezialprojekte
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