Lee Harvey Oswald

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Lee Harvey Oswald (* 18. Oktober 1939 in New Orleans, Louisiana; † 24. November 1963 in Dallas, Texas) war der bedeutendste und zugleich berühmteste Kunstschütze der Weltgeschichte. Seine traurige Berühmtheit erlangte er durch sein größtes Kunstwerk, die Erschießung des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy.

[Bearbeiten] Kindheit und Jugend

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Der junge Lee, keiner wollte mit ihm spielen

Bereits in früher Kindheit schoss der kleine Lee Harvey mit Erbsenpistolen "um die Ecke", sehr zum Ärgernis seiner Spielkameraden, die bei üblichen amerikanischen Revolverheldenspielchen unter Jungs sich nie vor ihm verstecken konnten. Er hatte deswegen auch kaum lange eine freundschaftliche Beziehung zu anderen und war bereits als Jugendlicher recht einsam und zurückgezogen. Im Alter von 16 Jahren beschloss er daher seine Fähigkeiten anderen unter Beweis zu stellen und bewarb sich zur Armee. Dort wünschte er eine Ausbildung zum Scharfschützen.

[Bearbeiten] Bei der Armee

Oswald fiel zunächst regelmäßig durch alle Prüfungen zum Scharfschützen durch, weil er, im Gegensatz zu seinen Kameraden statt der "10" auf der Ringscheibe regelmäßig die seitlich angebrachten Laufwagen und manchmal auch Kollegen, die zum Abkleben im Schützengraben unterhalb des Schießstands eingesetzt waren, traf. Erst später, als zufällig ein CIA Agent Oswald beim Schießen beobachtete und Oswald statt der Ringscheibe einen 70 Meter entfernt, hinter der Schießanlage mit 40 Meilen fahrenden Versorgungswagen des Lazarettdienstes traf (der Fahrer verstarb angeblich dabei), wurden seine wahren Qualitäten entdeckt. In der Folgezeit (zwischen 1957 und 1962) wurde Oswald ausgebildet und lernte u.a. auch russisch. Man wollte seine ungewöhnlichen Fähigkeiten ausnutzen und plante Oswald in der Sowjetunion als Attentäter einzusetzen.

[Bearbeiten] Oswalds erster Einsatz

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Um die Ecke schießen beherrschte Oswald bereits im frühen Stadium seiner Karriere

Am 20. September 1959 wurde Oswald tatsächlich mit einer Legende nach Moskau geschickt und sollte dort Alexander Nikolajewitsch Schelepin (Minister für Staatssicherheit, KGB) erschießen. Bis zu seiner Ankunft am 16. Oktober 1959 überschlugen sich jedoch die Ereignisse beim CIA. Offenbar hatte der einsatzleitende Offizier seinem Vorgesetzten verschwiegen, dass bei Oswalds Schießübungen regelmäßig neben dem eigentlichen Ziel auch weitere Personen und Gegenstände im Umfeld in Mitleidenschaft gezogen wurden. Oswalds Kunstschießen war nämlich bekannt dafür, dass seine Kugel etwas treffen konnte, danach kehrt machte, etwas anderes noch durchschlug und nach ca. 4 Drehungen und drei weiteren durchschlagenen Objekten dann zu Boden viel. Oswald wurde wegen der hohen Gefahr bei dem Attentat weitere, amerikafreundlich gesinnte Politiker zu schädigen, per Eildepesche von seinem Auftrag entbunden. Oswald war darüber sehr erzürnt und wendete sich in einer Kurzschlusshandlung von Amerika ab. Bereits am 17. Oktober formulierte er ein Schreiben an die sowjetischen Behörden und teilte mit, dass er sowjetischer Staatsbürger werden wolle. Dabei verheimlichte er seine außerordentlichen Fähigkeiten nicht und wurde so zu einer recht spannenden Person für den KGB. Am 8. Januar 1960 traf Oswald in Minsk ein und wurde dort vom KGB bis zum 13.02.1961 eingehend geprüft und kräftiger Gehirnwäsche unterzogen. Oswald wurde ab diesem Zeitpunkt zu einem überzeugten Marxist, Leninist, Kubaist, Stahlinist und Sonstwasist.

[Bearbeiten] Rückkehr nach Amerika

Gleich einer gezündeten Handgranate, die einem der Feind ins Nest geworfen hatte, plante der KGB Oswald nach der erfolgreichen Gehirnwäsche den Amerikanern zurück zu schicken. Oswald sollte dort Major General Edwin A. Walker erschießen, der KGB hatte wohl mit diesem Herrn noch eine Rechnung offen. In den USA wurde Oswald ohne weitere Prüfung die Einreise gewährt, unbestätigten Berichten zufolge sollte die CIA noch immer gesteigertes Interesse an ihm gehabt haben, man plante Oswald in weniger sensiblen Bereichen als Unruhestifter einzusetzen. Am 10. April 1963 begab sich Oswald zum Grundstück des Generals. Aus etwa dreihundert Meter Entfernung gab er seinen Kunstschuß ab. Die Kugel traf zunächst den Schäferhund der Nachbarn (der sofort verstarb). Danach durchschlug sie das Dachkennel der nahegelegen Kirche, kehrte um, wurde durch den hölzernen Fensterrahmen am Haus des Generals abgelenkt und verletzte den General letztendlich nur am Unterarm. Oswald, sowie der KGB, waren von seinem Attentat total enttäuscht. Oswald wollte im Sommer 1963 dann als Ausgleich seine Kunstfertigkeit etwas weniger wählerischen Gruppen anbieten, angeblich soll er mit Kubanern und der Mafia im Kontakt gestanden haben. Beide Gruppierungen waren jedoch wenig begeistert, zumal Oswald wie ein gebrannter Hund permanent von CIA und KGB beobachtet wurde.

[Bearbeiten] Das Attentat

Der für Oswald total frustrierend verlaufende Sommer 1963 wurde zu einer Sinnkrise und absolutem Tiefpunkt für ihn. Immer wieder fragte er sich, ob er denn für gar nichts zu Gebrauchen sei. Dabei hielt er fest an dem Glauben, der wohl beste Kunstschütze der Welt zu sein. Zu dieser Zeit besuchte er oft den Nachtclub von Jack Ruby und trank sich dort oft besinnungslos. Wie später bekannt wurde, soll er dort, meist im besoffenen Kopf, großspurig erzählt haben, was für ein Spitzenschütze er sei und das er es eines Tages allen beweisen würde. Niemand glaubte ihm.

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Die für Oswald typische Ballistik, später rekonstruiert im WarrenReport

Am Abend des 19. November 1963 wurde im Nachtclub von Jack Ruby viel über den angekündigten Besuch des Präsidenten in Dallas gesprochen. Dort soll Oswald in wilder Bierlaune wieder einmal versucht haben die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Da ihm inzwischen kaum noch jemand zuhörte äußerte er in wildem Zorn: "Den leg ich um, ihr werdet es sehen." Jack Ruby, der ein überzeugter Fan des amtierenden Präsidenten war, warf Oswald daraufhin aus seinem Lokal raus und erteilte ihm Hausverbot. Oswald, ohnehin von jähzorniger Natur, beschloss seine bis dato nur salopp und nur zur Anerkennung anderer ausgesprochene Ankündigung, wirklich umzusetzen. Am Morgen des 22. November 1963 begab sich Lee Harvey Oswald zum Texas School Book Depository. Als um 12:30 Uhr der Wagen des Präsidenten von der Strasse Houston Street zur Elm Street abbog feuerte Lee Harvey Oswald seine unheilbringende Kugel ab. Sie traf Kennedy und John Connally, wendete dabei mehrmals die Richtung, streifte den Zuschauer James Tague, drehte und traf letztlich den Präsidenten John F. Kennedy tödlich am Kopf.

[Bearbeiten] Die Festnahme

Oswald wurde 80 Minuten nach dem Attentat bereits festgenommen! Obwohl ihn niemand gesehen hatte und es für die Polizeibehörden keinen einzigen Ermittlungsansatz gab, wurde Oswald alleine aufgrund seiner Fähigkeit als Kunstschütze umgehend aufgesucht und festgenommen. Den ermittelnden Beamten war mitgeteilt worden: Es kann nur einen geben. Tatsächlich mutmaßte man Oswald als den Schützen, denn kein anderer Schütze der Welt konnte so eine Ballistik vorweisen. Oswald selbst, der bereits von Zweifel an seiner Tat heimgesucht war, stritt indes sein Meisterwerk ab.

[Bearbeiten] Verschleierung und Geheimhaltung

Oswald war bei den Sicherheitsbehörden von CIA und FBI bekannt. Auch die Ankündigung den Präsident erschießen zu wollen hatte man zwar wahr-, aber nicht ernst genommen. In einem geheimen Treffen von William Francis Raborn Jr (Chef der CIA) und dem bekannten FBI Chef John Edgar Hoover beschlossen beide sämtliche logische und sachdienliche Hinweise zu verschleiern und Zeugen des Verfahrens solange zu verunsichern, bis nicht mehr nachvollziehbar wäre, was denn genau passierte. Die damals noch für völlig unmündig gehaltene Bevölkerung bekam schnelle Ergebnisse und einfache, kneipentaugliche Erklärungen präsentiert. Dies war das Ende der nie anerkannten Kunstschützeneigenschaft von Lee Harvey Oswald.

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Attentat auf den Attentäter, überrascht war ausser Oswald irgendwie keiner

[Bearbeiten] Oswalds Tod

Unmittelbar nach dem Attentat erfuhr Jack Ruby von der Ermordung des Präsidenten. Jack Ruby war maßlos aufgeregt und als bekennender Patriot beschloss er - ein wenig auch aus Bedauern, dass er die Sicherheitsbehörden nicht informiert hatte- mit dem Attentäter kurzen Prozess zu machen. Einen Tag nach dem Attentat meldete er sich bei dem FBI und schilderte all seine Erkenntnisse, aber auch sein Vorhaben.... Bereits zwei Tage nach dem Attentat nutze Jack Ruby einen Überführungstermin von Lee Harvey Oswald um 11:30 Uhr in das Staatsgefängnis von Dallas und erschoss ihn vor laufender Kamera. Insider berichten, dass Jack Ruby am Abend zuvor seinen Nachtclub geschlossen hatte, auf Nachfragen hätte er geäußert: "Ich muss morgen ausgeschlafen sein ..."


[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Literatur

  • Charles A. Crenshaw: JFK. Verschwörung des Schweigens. Neue Enthüllungen über den Tod John F. Kennedys, Heyne, München 1992, ISBN 3-453-06267-1; Originalausgabe JFK-Conspiracy of Silence, Verlag Signet, a division of Penguin Books USA Inc. 1992
  • Jim Garrison: Wer erschoß John F. Kennedy? Auf der Spur der Mörder von Dallas. Bastei-Lübbe, Bergisch-Gladbach 1992, ISBN 3-404-13412-5. Originalausgabe On the Trail of the Assassins; Verlag Sheridan Square Press, 1988
  • Mark Lane: Warum mußte John F. Kennedy sterben? Das CIA-Komplott, ECON-Verlag, 1992, ISBN 3-430-15884-2. Originalausgabe Plausible Denial. Was the CIA Involved in the Assassination of JFK? Verlag Thunder's Mouth Press New York, 1991.
  • Norman Mailer: Oswalds Geschichte. Der Fall Lee Harvey Oswald. Ein amerikanisches Trauma (Oswald's Tale, dt.), München 1995, ISBN 3-7766-1903-1
  • David E. Scheim: Präsidentenmord. Mafia-Opfer John F. Kennedy, Verlag Knesebeck & Schuler, München, 1993, ISBN 3-926901-37-3; Originalausgabe Contract on America, Shapolsky Publishers Inc., New York, 1989
  • Anthony Summers: J.F.K. Die Wahrheit über den Kennedy-Mord, Ullstein Verlag, Belin 1992, ISBN 3-548-34997-8; Originalausgabe Conspiracy. Who killed President Kennedy?, Verlag Fontana Books/Collins, London, 1989
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