Intergalaktisches Raumregister

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Ein Zugangstunnel zum Intergalaktischen Raumregister.

Das Intergalaktische Raumregister ist ein imaginärer Ort irgendwo im Universum, an dem alle Informationen aus Vergangenheit und Zukunft auf gigantischen Datenträgern gespeichert sind. Es entstand kurz vor dem Urknall und wurde eingerichtet, um im expandierenden Universum einigermaßen den Überblick über die Anzahl der Sonnen, Planeten, Kometen und Schwarzen Löcher zu behalten sowie alle Ereignisse, die schon passiert sind oder noch passieren werden, zu katalogisieren und dokumentieren. Das Raumregister besitzt auch die Vermarktungsrechte an sämtlichen Himmelskörpern und kann diese in Zeitverträgen an Firmen und Privatpersonen verkaufen. Das erwirtschaftete Geld wird zur Weltraumpflege und im Kampf gegen Schwarze Löcher eingesetzt.

[Bearbeiten] Ausprägung und Aufgabenbereiche

Das Raumregister ist nur mittels der Astralreise durch ein Wurmloch zu erreichen und befindet sich mal hier und mal dort. Betritt er den imaginären Raum, stößt der Besucher als erstes auf einen, seinen Erwartungen entsprechenden Empfangsbereich mit hübschen galaktischen Hostessen, wo sich die zentrale, alphabetisch sortierte Raumkartei befindet. Der Besucher sucht dort mithilfe telepathischer Techniken nach dem Stichwort seiner Wahl (z.B. Anzahl der Venushügel auf der Venus) und wird daraufhin von einer sanften inneren Stimme in den Raum geleitet, in dem sich der Datenträger mit allen Informationen zur Venus und ihren Hügeln befindet.

[Bearbeiten] Die Datenträger

Um die schier unendliche Datenflut des Raumregisters zu speichern und zu verwalten werden spezielle, vom Schöpfer persönlich entwickelte Festplatten verwendet, die von einem zentralen Superhirn gesteuert werden. Pro Datenträger stehen etwa 1 Milliarde Terabyte zur Verfügung und jeden Tag kommen ca.1 Milliarde Festplatten dazu, um die nanosekündlich neu erzeugten Informationen des Universums abzuspeichern. Erst kürzlich wurde das gesamte Betriebssystem des Registers von Windows auf Apple umgestellt, da die andauernden Abstürze des Zentralrechners eine professionelle Arbeit des Raumregisters nicht mehr gewährleisten konnte und die dadurch verursachten Lücken in der Geschichtsaufzeichnung durch aufwendige Legendenbildungen ersetzt werden mussten.

[Bearbeiten] Geschichtsspeicherung

Jede noch so unwichtig erscheinende Information des täglichen Lebens wird vom Intergalaktischen Raumregister für alle Ewigkeit abgespeichert und als Multimedia-Datei auf den Festplatten bereit gestellt. So stehen dem astralreisenden Besucher des Registers Myriaden von Dateien zur Verfügung, die er sich im Sichtungsraum auf einer 360° Leinwand in 7.1 Dolby-Surround anschauen bzw. anhören kann. Ein Musikwissenschaftler kann sich so z.B. in die Zeit Ludwig van Beethovens zurückversetzen und den großen Meister dabei beobachten, wie er an dem Morgen, als er begann, seine 5. Symphonie zu schreiben noch schnell zwei Spiegeleier mit Speck verdrückte, ein Schäferstündchen mit seiner Haushälterin abhielt, um sodann zur Tat zu schreiten.

[Bearbeiten] Zukunftsspeicherung

Ein Klimaforscher, der die Auswirkungen der Drohenden Klimakatastrophe erforschen will, kann sich die Zukunftsspeicherung des Raumregisters zu Nutze machen, die Datei Erde 2090.mpg aufrufen und sehen, wie unser zerstörter Planet durch die Aufheizung des Klimas unbewohnbar geworden ist. Ein Zukunftsforscher, der sich einen Überblick über den Zustand Deutschlands in 2040 verschaffen will, vernetzt sich mit dem entsprechenden Datenträger, macht es sich mit einer Tüte Popcorn im Sichtungsraum gemütlich und kann dort die schockierenden Fakten über unsere Zukunft studieren und auf Wunsch oder bei psychologischer Überbelastung mithilfe der Amnesiedusche gleich wieder vergessen.

[Bearbeiten] Die Planetenvermesser

Das Intergalaktische Raumregister beschäftigt zahlreiche Subunternehmen, die permanent Daten über neu entstandene Galaxien zusammentragen und ausgebrannte Sterne katalogisieren, damit sie aus der aktuellen Sonnenliste gestrichen werden können. Diese Planetenvermesser reisen in großen Kolonnen durch das Universum, sammeln physikalische Daten sowie Bild- und Audiomaterial über alles Entstandene und Vergangene und messen ständig den Anteil Dunkler Materie im Weltraum. Um der stetig wachsenden Weltraumverschmutzung Einhalt zu gebieten, messen die Planetenvermesser akribisch den Anteil an Weltraumschrott im Raum zwischen den Welten und errichten Sperrzonen in besonders kontaminierten Gebieten.

[Bearbeiten] Kontraktionsprävention

Um einer irgendwann drohenden Kontraktion des Universums entgegenzuwirken, lässt das Raumregister regelmäßig sogenannte Kontraktionsstopper in den durch die stetige Expansion neu eroberten Weltraum einbauen. Diese sollen gewährleisten, dass sich das Universum nicht wieder zusammenziehen kann, was fatale wirtschaftliche Folgen hätte und das Ende der Schöpfung bedeuten würde. Raumschützer sehen in dieser Praxis einen massiven Eingriff in den natürlichen Lauf der Dinge und fordern ein Verbot der Kontraktionsstopper.

[Bearbeiten] Buchungsaufgaben

Jede Seele, die sich in einem menschlichen Körper manifestieren will, muss beim Raumregister eine Körperbuchung vornehmen und sich auf eine Warteliste setzen lassen. Sobald irgendwo im Universum ein neuer Körper entsteht oder geboren wird, benachrichtigt die Geschäftsführung die wartende Seele, welche daraufhin in den neuen Körper einziehen kann. Sollte die Seele spezielle Inkarnationswünsche haben und sich z.B. auf der Erde inkarnieren wollen, kann dieser Wunsch gegen einen geringen Aufpreis erfüllt werden.

[Bearbeiten] Geschäftsführung

Das Intergalaktische Raumregister wird von einem korrupten, nur von männlichen Wesen besetzten Aufsichtsrat unter der Leitung des Aufsichtsratvorsitzenden Erzengel Michael verwaltet und ist in jüngerer Zeit durch fragwürdige Geschäftspraktiken in die öffentliche Kritik geraten. So wurden die Vermarktungsrechte vieler Planeten wahllos an dubiose Firmen verkauft, ohne dabei auf die Corporate Identity bzw. Integrität des Raumregisters zu achten. Die Geschäftsführung wurde bei diesen Verkäufen weniger von ihrem Auftrag der Weltraumpflege, als von persönlicher Gier geleitet und ließ sich z.B. vom Swinger-Club Venus™ aus Hamminkeln zu einer dreiwöchigen Geschäftsorgie einladen, woraufhin sie die Vermarktungsrechte des zweiten Planeten zu einem Schleuderpreis an eben diesen Swingerclub vergab.
Die Trockenbaufirma JUPITER® aus Belm-Vehrte (Kreis Osnabrück) bestach den Aufsichtsrat mit einem neuentwickelten Lüftungssystem für die unzähligen Festplattenlaufwerke des Raumregisters und bekam daraufhin den Zuschlag für die Vermarktungsrechte am 5. Planeten.
Desweiteren wird der Geschäftsführung massive Geschichtsklitterung vorgeworfen. So sollen die gespeicherten Informationen über die Ereignisse des 11. September 2001 nachträglich in der Art manipuliert worden sein, dass auf den Multimedia-Dateien über die Einschläge der beiden Flugzeuge in das World Trade Center Osama Bin Laden und Saddam Hussein persönlich an den Steuerknüppeln der Flugzeuge zu erkennen sind. Auch wurden nachträglich Massenvernichtungswaffen in die Satellitenbilder irakischer Landschaftsaufnahmen montiert, um den Irakkrieg fundiert zu rechtfertigen. Für diese kleine Aufmerksamkeit soll der Verwaltungsrat des Raumregisters vom CIA mit etlichen Geschäftsorgien, astralen Lustreisen und willigen Playboy-Bunnies bedacht worden sein.

[Bearbeiten] Sonderprojekte

  • Ein Teil der erwirtschafteten Mittel des Intergalaktischen Raumregisters wird in galaktischen Sozialfonds angelegt und für die gesellschaftliche Eingliederung von Weltraumbewohnern mit Integrationspotential auf fremden Planeten verwendet, um den sozialen Frieden im Universum dauerhaft zu sichern bzw. zu verbessern.
  • Das Sonderprojekt Freie Fahrt durchs Universum stellt Mittel zur Erschließung neuer Wurmlöcher bereit. Durch den Ausbau der Verkehrs- und Transportwege wird das expandierende Universum besser erforschbar und der Waren- und Gedankenfluss zwischen den Galaxien optimiert.
  • Für das Projekt Frauenschutz im Universum stellt der Aufsichtsrat Gelder bereit, um mehr beleuchtete Frauenparkplätze an intergalaktischen Raststätten bereit zu stellen. Besonders die Truckfahrer des Universums gehen mit dem weiblichen Geschlecht nicht zimperlich um und immer wieder ist es in der Vergangenheit zu Vergewaltigungen und sexuellen Belästigungen an diesen Rastplätzen gekommen.

[Bearbeiten] Siehe auch

Spezialprojekte
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