Hollandtomate

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"Die schmeckten nach Pappe, und deine Weiber, die waren frigid."

~ Gerhard Gundermann


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Die Zubereitung eines holländischen Tomatensalats erfordert schweres Haushaltsgerät.

Die Hollandtomate ist ein allseits unbeliebtes Wintergemüse. Die Hollandtomate hat nur noch wenig, um nicht zu sagen außer dem Namen gar nichts mit der Tomate gemein.

[Bearbeiten] Eigenschaften

Durch kontinuierliche Verunreinigung des Tomatengenoms mit Schafsgenen, Apfelgenen, Maisgenen und Fruchtfliegengenen hat das Fruchtfleisch der Hollandtomate heute die Konsistenz eines unreifen Kürbis. Selbst vor der Farbe der Hollandtomate hatten die Genetiker keinen Respekt: sie ist nicht rot sondern oranje. Die Hollandtomate schmeckt ungefähr so sehr nach Tomate, wie eine Gurke nach Erdbeere schmeckt. Holländische Tomaten werden daher auch als der vierte Aggregatzustand des Wassers bezeichnet.

[Bearbeiten] Geschichte

Die genetischen Manipulationen, die zur Hollandtomate führten, waren aus verschiedenen Gründen notwendig geworden. Zunächst fühlten sich die Schädlinge in den holländischen Gewächshäusern sehr wohl, weil sie dort keine natürlichen Feinde hatte, und es dort so schön warm und feucht war. Als daraufhin die holländischen Gewächshausbauern mit dem vermehrten Einsatz von Insektiziden reagierten, reagierten die Fruchtfliegen auf diesen verstärkten Selektionsdruck mit spontanen Mutationen ihrer Wachstumsgene, was ihre Körpermasse in ein günstigeres Verhältnis zur Masse der eingesetzten Insektizide setzte. Heutige holländische Fruchtfliegen besitzen in etwa die Größe eines Rehpinschers und die Geräusche ihres Flügelschlages erinnern entfernt an den Taos Hum. Nachdem durch diese Laune der Natur der Kaufwert der einzusetzenden Insektizide irgendwann den Verkaufswert der geernteten Tomaten überstieg, entschloss man sich, den Tomaten Gene zu implantieren, welche die Tomate nicht faulen ließen, und sie so zu einem unbeliebten Ziel für Fruchtfliegen machten.

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Bei diesem genetischen Experiment haben sich versehentlich die Schafsgene durchgesetzt.

Durch die nunmehr erfreulich günstigen Eigenschaften der Tomate bezüglich Fäulnis lag es nahe, diese noch im grünen Zustand zu ernten und erst zwei Jahre später bei Aldi zu verkaufen. Durch diesen langen Zeitraum zwischen Ernte und Verkauf stieg aber die Gefahr, dass die Tomaten durch die Last ihres Eigengewichts, oder gar durch die Last des Gesäßes eines ermüdeten Kampfgärtners vorzeitig dahinschieden. Also entschlossen sich die findigen Holländer schweren Herzens dazu, einen erneuten Genwechsel an der Tomate durchzuführen, in dessen Resultat das Fruchtfleisch der Tomate fester wurde. Durch den Erfolg bestärkt, optimierten die Genetiker den Härtegrad des Fruchtfleisches noch über das ursprüngliche Ziel hinaus, so dass selbst ein versehentliches Fallenlassen der Tomate durch den Aldi-Kunden derselben keinen Schaden zufügen konnte. Heute kann man mit Hollandtomaten auch ohne weiteres Baseball spielen, ohne danach auf einen mehr oder weniger fruchtigen Tomatensalat verzichten zu müssen.

Leider hatte unter der fortgesetzten genetischen Bastardisierung der Geschmack der Hollandtomate sehr gelitten. Also griff man wieder in den Kosmos-Genbaukasten, um der Tomate wieder zu respektablen olfaktorischen Qualitäten zu verhelfen. Doch funktionierte der Plan diesmal nicht so ganz, denn sowohl der Geschmack als auch die Pigmentierung der Hollandtomate wurde noch farbloser. Da letzteres aber zu einer oranjen Färbung führte, machte man aus der Not eine Tugend, so dass die Nationalfarbe Hollands heute als Alleinstellungsmerkmal der Hollandtomate gilt, ebenso wie der "einzigartige" Geschmack.

[Bearbeiten] Marktanteil

Die Hollandtomate ist im weitesten Sinne Jetzt neu und mit verbesserter Rezeptur. Der Marktanteil der Hollandtomate liegt daher derzeit bei etwa 99 Prozent. Dies ist auf die geschickte Vermarktungsstrategie der holländischen Genbauern zurückzuführen. Nachdem nämlich die Verkaufszahlen der Hollandtomate nach den ersten genetischen Veränderungen kurzzeitig drastisch zurückgingen, entschied man sich in Holland, die Tomaten mit den fraglichen Genen auch in anderen Staaten der EU anzubauen. Dies jedoch weniger, um die Anbau- und Lagermethoden robuster zu gestalten, sondern schlicht und ergreifend deshalb, damit der Kunde nicht merkte, dass einzelne Tomatensorten geschmackvoller waren als die holländische. Die Rechnung ging auf. Man kann mittlerweile fast keine Tomaten mehr aus anderen Anbaugebieten kaufen, weil es für die Supermarktketten einfach zu praktisch ist, nur einmal alle zwei Jahre Tomaten einzukaufen, diese dann langsam aber stetig mit ständig wechselnder Herkunftsbezeichnung abzuverkaufen. Zusätzlich wurde der Verbraucher in die Irre geführt, in dem man die Herkunft der Tomate mit: "Niederlande" deklarierte. Die von den Holländern forcierte Ausweichreaktion von "Tomaten aus Holland" hin zu "Tomaten aus den Niederlanden" übertraf jede Erwartung, so dass letztere Tomate mittlerweile einen Marktanteil von über 100% erreicht hat.

[Bearbeiten] Aktuelles

Etwa zehn Prozent der verkauften Hollandtomaten werden laut Angaben des BKA von Jugendlichen erworben, die irgendwann dem Gerücht zum Opfer fielen, man könne getrocknete Tomatenschalen rauchen. Der genaue Grund dafür ist unklar, es steht aber zu vermuten, dass hierbei das Schlüsselwort Holland eine entscheidende Rolle spielt. Dieses Phänomen rief sogar unlängst die Politik auf den Plan. Die CDU forderte härtere Strafen und die Abgabe von Hollandtomaten nur noch an Personen über 18 Jahre, die Grünen forderten Holland-Automaten, die SPD ärgerte sich zwar darüber, dass die Tomaten oranje sind und nicht in ihrer Parteifarbe rot, konnte sich aber trotzdem zu keinen Sanktionen durchringen. Guido Westerwelle bekannte sich dazu, früher selber einmal Tomaten missbraucht geraucht zu haben. Er forderte die Halbierung der Mehrwertsteuer und die Aufhebung des Sonntagfahrverbots für holländische Tomatenlastzüge auf deutschen Autobahnen. Die Linkspartei erinnerte daran, daß früher eine Einfuhr von Holland-Tomaten in die DDR strikt untersagt war. Man setzte einen Untersuchungsausschuss zur Prüfung internationaler Abkommen ein und Edmund Stoiber sprach sogar von einer Problemtomate und forderte den Abschuss wild wachsender Tomaten gemäß deutschem Jagdrecht. Die ausgesetzten Abschussprämien wurden aber recht schnell wieder zurückgezogen, nachdem einige hundert Amateurjäger mit Seppelhut und Lederhosen ihre zerfetzten Tomatenhäute in den bayerischen Landtag verbrachten und mit Revolution drohten, wenn sie ihre Abschussprämie nicht bekämen. Der Generalsekretär der EU, Verheugen will die Möglichkeit prüfen, Hollandtomaten in Entwicklungs- und Schwellenländern zu entsorgen. Auch der US-amerikanische Ketchup-Produzent HEINZ hat sein Interesse angemeldet. Er möchte vergammelte Hollandtomaten großflächig aufkaufen und das hergestellte Produkt der Filmindustrie zur Verfügung stellen.

[Bearbeiten] Siehe auch

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05.2007
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