Hangrind

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Rechtsläufiges Hangrind auf einem geeigenten Rundlauf-Weidehügel

Das Hangrind ist eine Rinderrasse, welche extrem gut für die Beweidung stark geneigter Hänge geeingnet ist.

Das besondere Kennzeichen des Hangrindes ist, daß die rechten Beine kürzer sind als die linken Beine (rechtsgängiges Hangrind) oder die linken Beine kürzer sind als die rechten (linksgängiges Hangrind). Auf diese Weise findet das Hangrind auch in sehr steilen Wiesen einen sicheren Halt. Das Hangrind ist meist einfarbig und braun. Es hat ein Flotzmaul und helle Hörner.

[Bearbeiten] Zucht

Da Hangrinder den Berg stets im gleichen Drehsinn umrunden müssen, weil sie sonst abstürzen und zu Tal rollen würden, sollte man für eine Hangrinderweide einen kompletten Berg verwenden. Allerdings können viele Hangrinder auch gut rückwärts laufen. Hangrinder sollten nicht auf ebenen Flächen gehalten werden, da dies nicht gut für ihren Körper ist. Für den Lebendtransport sind stets einseitig tiefergelegte Fahrzeuge zu verwenden. Für den Aufenthalt im Freien, auf den Bergen, während der Sommermonate hängt man den Hangrindern solarbetriebene Lautsprecher um den Hals, welche von den Touristen nicht als solche erkannt werden können. Diese erzeugen ein idyllisches Klangspektrum,glockengleich, vom tiefen Dumm Dumm bis zum hellklingenden Bim Bim. Die Sendestationen für die bodenwelligen Signale befinden sich meist auf jenen Bergen, deren Gipfel mit einem Kreuz gekennzeichnet und weithin sichtbar sind. Diese Töne wiederum erzeugen bei den Hangrindern einen tranceartigen Zustand, der die eigentlich bösartigen Tiere besänftgt und dem Menschen zuträglich macht. Beim verstummen der Klänge,zum Wohle der Touristen, meist gegen 7 Uhr abends jedoch folgen die Tiere selbstständig dem "Ho Ho" Ruf des Senns auf der Alp. Dort werden sie auf eigens dafür gebauten schiefen Ebenen entsprechend ihrer Gangrichtung am Berg, also rechtsgängig oder linksgängig gemolken. Die Milch linksgängiger Hangrinder eignet sich sich besonders gut für Käse der Vollfettstufe, wogegen diejenige der rechtsgängigen von eher minderer Qualität ist und meist an Touristen zur Jause verkauft wird. Die Stallhaltung während des Winters von Hangrindern erfordert besondere Aufmerksamkeit vom Hangrindbauern oder Züchter, da beim Ausmisten des Stalles die natürliche Gangrichtung des Hangrindes nicht unterbrochen werden darf. Neuerdings werden besonders in der Schweiz Neigeställe gebaut, welche maschinell gesteuert dem Hangrind ein ideales Habitat bieten.

[Bearbeiten] Nutzungseigenschaften

Das Hangrind ist mittelrahmig, mit guter Bemuskelung und kräftigem Knochenbau. Es hat sehr harte Klauen. Die Widerristhöhe (sie wird beim Hangrind aus den arithmetischen Mittel der Beinlängen bestimmt), beträgt ca. 130 Zentimeter. Die Jahresmilchmenge beträgt bis zu 9000 Quadratmeter. Die Milch des rechtsgaengigen Hangrindes ist besonders wertvoll wegen ihres hohen Anteils an rechtsdrehender Milchsaeure.


Da die Beine verschieden lang sind, fallen die Steaks stets unten heraus. Eine für das Hangrind unikate Kenngröße ist der optimale Weideneigungswert. Er wird nach folgender Formel berechnet:

Optimaler Weideneigungswert = arctan((Talseitiges Bein - Hangseitiges Bein)/Abstand der Beine)

Es werden Werte bis zu 45 Grad erreicht.

[Bearbeiten] Besonderheiten bei der Fortpflanzung

Die Fortpflanzung von Hangrindern unterliegt einigen Besonder heiten. Der Hangrindstier muß sich für den Geschlechtsakt neben die Hangrindkuh stellen. Dann muß er mit viel Schwung seinen Penis in die Vagina der Kuh einführen, was nicht immer auf Anhieb gelingt. Es finden auch Paarungen zwischen rechts- und linksläufigen Hangrindern statt.Hierbei muß sich der Stier der Kuh im Rückwärtsgang nähern. Die Nachkommen der Kreuzung von rechts- und linksgängigen Hangrindern sind meist keine Hangrinder mehr. Sie haben entweder einen kompletten Satz Beine in normaler Länge, sind also ganz normale Rinder, oder sie haben gleichmässig kurze Beine. In letzterem Fall werden sie als Niederflurrinder bezeichnet. Diese Tiere werden unter anderem auf Wiesen eingesetzt auf der normale Rinder z.B. wegen Bäumen mit niedrigen Ästen nicht fressen können.

[Bearbeiten] Verbreitung

Hangrinder werden insbesondere in den bayerischen Alpen eingesetzt. Jedoch sind sie auch recht häufig in den österreichischen und schweizer Alpen anzutreffen.

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