Haarshampoo

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Eine Innovation von Laboratoires Garnier Paris: Shampoo für bekifftes, an Nürnberger Rostbratwurst gemahnendes Haar.

Das menschliche Haar ist so vielschichtig und individuell wie der Mensch selbst. Es weist eine Reihe von Eigenschaften und Gemütsverfassungen auf, die für Hersteller und Marketingverantwortliche aus der chemischen Industrie eine ständige Herausforderung darstellen. Haarshampoos sind hochspezialisierte Pflegesubstanzen mit dem Anspruch, jedem (einzelnen) Haar gerecht zu werden.

[Bearbeiten] Geschichtliches

Bis etwa 1933 waren die Menschen sich der komplexen Vorgänge auf ihren Häuptern nicht bewusst und reinigten ihr Haar mit Seife. Nach dem Reinigungsvorgang wurde das Haar getrocknet, gekämmt und mit einem Hut oder Kopftuch bedeckt. 1933 machte der Tiroler Seifensieder Helmut Schwarzkopf mit einer Anzeige in der „Neuen Zürcher Zeitung“ auf sich aufmerksam, in der er behauptete, Seife mache das Haar „stumpf, glanzlos und brüchig“. Er stellte ein Pulver mit dem Namen „Schaumi“ vor, welches Abhilfe schaffen sollte. „Schaumi“ markierte den Beginn einer neuen Ära der Haarpflege. In den darauffolgenden Jahrzehnten wurden spezialisierte Haarpflegesubstanzen ständig weiterentwickelt, die flüssige Darreichungsform wurde mit der Einführung von Kunststoffgebinden Standard, ein endgültiger Durchbruch und damit eine flächendeckende Versorgung breiter Bevölkerungsschichten mit preiswerten und guten Haarpflegeprodukten gelang mit der Beimengung von Tensiden und Schaumstabilisatoren.

1959 wurde auf der Kosmetika, der Internationalen Fachmesse für Körperhygiene in Hamburg, die Glanzspülung vorgestellt.

Seit den frühen 70er-Jahren ist der Bereich Haarpflegeprodukte einer der innovativsten innerhalb der kosmetischen Industrie und es hat sich eine Reihe von Produktlinien herauskristallisiert, die exakt auf die speziellen Bedürfnisse verschiedener Haartypen zugeschnitten sind.

[Bearbeiten] Shampoos für verschiedene Haartypen

[Bearbeiten] Standardshampoos

Shampoos für normales, trockenes oder fettiges Haar: Diese Shampoos sind die Oldtimer der Branche, erfreuen sich aber nach wie vor großer Beliebtheit bei Menschen mit unproblematischem Haar. Lange Zeit bestand Uneinigkeit darüber, was denn normales Haar nun genau sei. 1954 wurde von einem Expertengremium in Andechs in der Schweiz die Andechser Definition vorgenommen. Sie legte Dicke, Oberflächenbeschaffenheit, Konsistenz und andere Referenzparameter für normales Haar fest. Die Andechser Definition war der Auftakt für eine wissenschaftliche Klassifizierung verschiedener Haartypen und damit der Beginn einer noch immer andauernden Ära der Entwicklung hochspezialisierter Shampoos und Spülungen.

[Bearbeiten] Shampoos für problematisches Haar

Antischuppenshampoos

Schuppen, Kragenschmutz und Nasenhaare sind in erster Linie männliche Probleme. 1948 entwickelte der französische Parfumhersteller Etienne Loreal ein spezielles Shampoo gegen die Entwicklung von Hautschuppen. Was heute eine Selbstverständlichkeit ist, war in den französischen Nachkriegsjahren eine Sensation und gab vielen verzweifelten Männern Mut und Selbstvertrauen. Antischuppenshampoos zählen heute – dank der Innovation von Loreal – mit zu den verlässlichsten Partnern in Sachen Schuppenbekämpfung.

Hochspezialisierte Shampoos für Problemhaar

  • Shampoos gegen müde wirkendes, glanzloses Haar
  • Shampoos gegen zauseliges, schwer zu bändigendes Haar
  • Shampoos gegen dünnes, unauffälliges Haar
  • Shampoos gegen strukturloses, wirres Haar
  • Shampoos gegen strähniges, schmalziges Haar
  • Shampoos gegen geschlauchtes, strapaziertes oder ermattetes Haar
  • Shampoos gegen brüchiges, vom vielen Färben geschwächtes Haar
  • Shampoos gegen widersetzliches, renitentes Haar
  • Shampoos gegen muffiges, antriebsloses Haar
  • Shampoos gegen Dreadlocks (verklebte, talgige Haarbatzen mit Tieren drin)
  • Shampoos gegen schlecht fallendes, unentschlossenes Haar
  • Shampoos gegen Spliss (schizophrenes Haar)


[Bearbeiten] Revitalisierende Links

Kosmetik
Schönheitsideal

Spezialprojekte
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