Gute Zeiten, schlechte Zeiten

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„Ich seh' in dein' Darm,
sehe dunkle Zeiten, beschissene Zeiten...“

~ JBO über Gute Zeiten, Schlechte Zeiten



Gute Zeiten, Schlechte Zeiten, im Sprachgebrauch auch einfach „Gehzett-Eßzett“ (GZSZ) genannt, ist eine Serie des privaten Fernsehsenders RTL mit höchstem intellektuellem Anspruch.


[Bearbeiten] Stil

Aufgemacht im Stil einer herkömmlichen Daily Soap oder Soap Opera, besticht GZSZ durch tiefgründigen Humor, intellektuell ansprechende Themen und einen Hang zur Gesellschaftssatire. Brenzlige und hochaktuelle Themen werden innovativ in hochdilletantische Dialoge und Storybögen geschmuggelt. Dabei bedient sich GZSZ bewusst des trivialsten und tiefstmöglichen Niveaus, versteckt aber zwischen den Zeilen gekonnt tiefgründige Botschaften und besticht in seinen Aussagen durch klare humanitäre Sachlichkeit.


[Bearbeiten] Berühmte Figuren, ihre Darsteller und ihr Werdegang

  • Einer der ersten polarisierenden Charaktere war Heiko Richter, verkörpert von Andreas Elsholz: Meisterlich verarbeitete der Charakterdarsteller in dieser Figur brisante Themen wie Liebe und Arbeit. Ein Seitenhieb auf die Yuppie-Generation der 1980er Jahre wurde hier gekonnt in Szene gesetzt. Heiko Richter war ein geradliniger, aufrechter Typ. Er beging kaum persönliche Fehler und verstand sich als die moralische Instanz aller Soap-Opera-Figuren. Elsholz verkörperte diese Figur nahezu perfekt und gewann dadurch Mitte der 1990er Jahre enorm an Popularität. So nutzte Elsholz dann auch seine Beliebtheit, um als Sänger mit Hits wie „Summertime“ auf die globale Erwärmung und den Einfluss des Menschen auf das ökologische Gleichgewicht aufmerksam zu machen. Mit Erfolg, denn gerade einmal 4 Jahre später gelang es den Grünen erstmals, sich als Koalitionspartner der SPD an einer Regierung zu beteiligen. Elsholz' schaupielerische Leistungen waren indes so herausragend, dass es nach seinem Ausstieg im Jahre 1996 kaum noch eine Produktionsfirma wagte, ihn als Schauspieler zu engagieren: Eine ausreichend tiefgründige Figur für Elsholz zu finden erwies sich als nahezu unmöglich. Bis eine neue Ära der Kunst in der heute noch von schnödem Kommerz geprägten Filmindustrie anbricht, wird dies auch so bleiben.
  • Deutlich visionärer angelegt ist die Figur des Clemens Richter, Vater des obigen: Durch treffende Kritik an Gesellschaft, Familienleben und Erziehung nahm er den aufklärerischen Wert von Shows wie „Die Supernanny“ vorweg. So verschwand sein Sohn Heiko ohne jegliche Erklärung, was er mit Gleichmut hinnahm, ohne nach dessen Verbleib oder auch nur Überleben zu forschen. Jahre später erschien ein weiterer Sohn; dieser wurde ebenso kommentarlos als Familienmitglied akzeptiert, was er durch stetiges Nicht-Fragen nach seinem verschollenen Bruder angemessen würdigte.
  • Ein weiteres Mitglied des GZSZ-Mikrokosmos' ist Joe Gerner, dessen Rolle sich der Kritik an Staat, Kirche, Kapitalismus und einer Justiz ohne Gerechtigkeit widmet.
  • Der größte Coup der Seifenoperngeschichte gelang den GZSZ-Autoren mit dem so genannten Strumpfhosenmörder: Diese Persiflage auf berühmte Serienkiller und ihre Darstellung in Filmen wie Natural Born Killers setzte man mit beispielhaftem Können ein, um Mitte der 1990er Jahre bestimmte Charaktere aus der Serie ausscheiden zu lassen. Zugleich verstärkte der Sender seine Zuschauerbindung durch ein großes Gewinnspiel, in dem man erraten sollte, welche Figur sich hinter dem Killer verbarg.
  • Unvergessen ist Jeanette Biedermann als Marie Balzer: Sie verkörperte nicht nur, sondern lebte geradezu ihre Rolle als naives Mädchen, was der Feminismusdebatte neuen Aufschwung gab und ihr auch Jahre später noch große Erfolge als Schauspielerin und Sängerin bescherte. Später ging man bei GZSZ dazu über, mit Marie Balzer auch eine mahnende Stimme in Sachen Religion laut werden zu lassen: Marie verlässt den Marienhof die Serie, um ins Kloster zu gehen und kurz darauf nach Rumänien auszuwandern, wo sie obdachlosen Kindern helfen will.


[Bearbeiten] Stars der Serie

Neben den bereits erwähnten Andreas Elsholz und Jeanette Biedermann schafften es auch andere hervorragende Künstler, GZSZ als Sprungbrett für ihre weitere Karriere zu nutzen:

  • Der als Oli P. bekannt gewordene Erfolgsmoderator und Sänger Oliver Petszokat konnte nach seinem Bekanntwerden durch GZSZ eine gelungene Satire auf andere Persönlichkeiten des Showgeschäfts als seine eigentliche Bestimmung ausleben: Als Gesangstalent persiflierte er den Gangsta-Rap und goss ätzenden Spott über Herbert Grönemeyer. Seine Cover-Version von „Flugzeuge im Bauch“ hielt sich wochenlang auf Platz Eins der Singlecharts, während Grönemeyers Originalversion nicht über Platz 44 hinauskam. Heute moderiert Petszokat mit erstklassig provozierendem Dilettantismus sinnfreie Fernsehshows.
  • Auch Yvonne Catterfeld nutzte ihre Musikalität für eine äußerst erfolgreiche Karriere als Sängerin mit zwei Nummer-Eins-Platzierungen in den Singecharts; zudem profitierten zahlreiche Fernsehproduktionen von ihr als Schauspielerin.
  • Alexandra Neldel, heute Ex-Playmate, kann zwar nicht singen, ist aber aus den Eigenproduktionen der privaten Fernsehsender nicht mehr wegzudenken; auch tat sie sich in der Telenovela „Verliebt in Berlin“ hervor.


[Bearbeiten] Der Running Gag

Um das Interesse an der Serie wach zu halten, bedient man sich bei GZSZ nicht nur eines ausgewogenen Zusammenspiels aus Trivialität und Intellektualität, Flachheit und Überspitzung, sondern auch eines gezielt Verwirrung stiftenden Stilmittels: Im Laufe der Zeit wurde die Figur des Peter Becker von drei verschiedenen Darstellern verkörpert, die sich auch äußerlich erheblich unterschieden. Durch den Erfolg dieses Manövers ermutigt, erhob man die „In-Series-Metamorphose“ zum Running Gag, den man auch auf weitere Figuren anwandte. Kennzeichnend für dieses Stilmittel ist das Fehlen jeglicher Begründung für eventuelle Unterschiede in der äußeren Erscheinung, was Raum für Spekulationen lässt. Nur einmal wurde man diesem Prinzip untreu, als man das veränderte Aussehen der Sonja mit einem Unfall erklärte.


[Bearbeiten] Auftretende Gaststars

Ähnlich wie bei anderen Comedyformaten oder auch bei Zeichentrickserien treten bei GZSZ berühmte Personen als sie selbst auf. Oft zeigen sie dabei eine erstaunliche Bereitschaft zur Selbstpersiflage.

Beispiele:

Spezialprojekte
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