Gipsbeinsyndrom

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Das Gipsbeinphänomen (auch "Gipsbeinsyndrom", original: "Broken-Leg-Phenomenon") bezeichnet eine Entdeckung des US-amerikanischen Soziologen Carver Willis, nach der die Häufigkeit des Auftretens bestimmter Besonderheiten subjektiv vom Betrachter abhängt.

Willis setzte die Teilnehmer seiner Studie in ein großes Detroiter Einkaufszentrum und sagte ihnen, sie sollten eine Stunde möglichst aufmerksam die Frisuren der Einkaufszentrumsbesucher beobachten. Höchstens drei Teilnehmer befanden sich zur gleichen Zeit im Einkaufszentrum, um zu verhindern, dass sie eventuell bemerkten, dass sich überproportional viele Gipsbeinträger unter ihnen befanden.

Nach Ablauf der Stunde stellte Carver ihnen anhand eines standardisierten Fragebogens Fragen zu den Frisuren und - angeblich aus statistischen Gründen - auch Fragen zu anderen Auffälligkeiten. Es stellte sich heraus, dass die Gipsbeinträger unter den Versuchsteilnehmern im Schnitt viermal mehr Gipsbeinträger im Einkaufszentrum bemerkten als die gipsbeinlosen Versuchsteilnehmer.

Dieses Ergebnis wurde von zahlreichen Soziologen als signifikant bezeichnet und konnte auch in Experimenten mit abgewandelter Versuchsanordnung immer wieder bestätigt werden.

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