Gerichtsvollzieher

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Kuckuck

Diese armen Tiere werden als Pfandsiegel missbraucht und auf Fernseher und Kühlschränke geklebt.

Ein Gerichtsvollzieher vollzieht ein von einem Gericht ausgesprochenes Urteil im Sinne der Urteilssprechung und erscheint meistens tagsüber mit einem ernsten Gesichtsausdruck vor der Wohnung des Verurteilten, um diesen zur Zahlung des seit Monaten ausstehenden Geldbetrags zu bewegen bzw. zu nötigen. Seine wichtigste Waffe bei dieser Art der Zwangsvollstreckung ist dabei die Pfändungsandrohung, die bei hartnäckiger Weigerung des zahlungsunwilligen oder zahlungsunfähigen Deliquenten in eine tatsächliche Pfändung mündet. Durch Aufkleben eines Kuckucks gehen die gepfändeten Gegenstände in den Besitz des Staates über und müssen gegen die Zahlung von Bargeld wieder ausgelöst werden, da sie sonst für einen Bruchteil des tatsächlichen Wertes zwangsversteigert werden. Manche Gegenstände, die leicht zu transportieren sind, nimmt der Gerichtsvollzieher auch direkt mit und verhökert diese anschließend auf einem Flohmarkt oder unterschlägt sie zum Behufe einer privaten Nutzung.
Das ausgerechnet der drollige Kuckuck als Pfändungssymbol herhalten muss, rührt wahrscheinlich aus dem umgangssprachlichen Gebrauchs des Wortes Kuckuck, das oft als Synonym für den Teufel benutzt wird. Tierschützer protestieren seit Jahrzehnten gegen die Kuckuckspraxis, da die Kuckucksbestände in den deutschen Wäldern wegen der drastischen Zunahme von Zwangsvollstreckungen vom Aussterben bedroht sind. Als Alternative sollen in Zukunft Tierarten, die nicht vom Aussterben bedroht sind zum Aufkleben auf die gepfändeten Gegenstände verwendet werden, wie z.B. Hamster, Kröten oder Heuschrecken.

Soziale Problematik

Bei der Ausübung seines Berufes begegnen dem Gerichtsvollzieher gelegentlich soziale Härtefälle, die ihm das Herz bzw. seinen teuren Ledermantel zerreißen können. Muss z.B. bei einer Neuköllner Unterschichtenfamilie das letzte Hemd gepfändet werden, um die ausstehende Schuld von 6.700 auf 6.699,80 € zu mindern, fragt sich der vollziehende Beamte, ob sein Tun sinnvoll und angemessen ist und das Aufkleben eines Kuckucks auf den Schoß einer ukrainischen Prostituierten, um deren Zuhälter zur Zahlung seiner gerichtlichen Strafe zu zwingen, kostet den Vollzugsbeamten einiges an Überwindung und Selbstbeherrschung. Aus diesem Grund ist der Beruf des Gerichtsvollziehers auch nicht sonderlich beliebt in der Bevölkerung, weswegen das Bundesjustizministerium viel Geld in Kampagnen zur Akquirierung neuer Vollzugsbeamter investiert um nicht auf zwangsrekrutierte, unqualifizierte und mit Schreckschusspistolen ausgerüstetete Hartz IV-Empfänger zurückgreifen zu müssen, die meistens selber schon in den Genuss von Zwangsvollstreckungen gekommen sind und sich daher leider zu oft von dem Gejammer der Pfändungsopfer von der Zwangsvollstreckung abbringen lassen.

Besonders problematisch sind Zwangsvollstreckungen bei Selbstständigen, die z.B. ihre Steuerschulden nicht bezahlen können. Ihnen wird vom Gerichtsvollzieher gerne das Arbeitsgerät gepfändet, mit dem sie Geld verdienen könnten, um die Außenstände zu begleichen - ein schildbürgerlicher Akt, den selbst der Vollzugsbeamte nicht mehr versteht, in seinem Obrigkeitsdenken aber auch nicht zu hinterfragen wagt.

Der geschickte Umgang mit Gerichtsvollziehern

Sollte der Gerichtsvollzieher vor Ihrer Wohnungstür auftauchen, bewahren Sie Ruhe und greifen Sie auf eine der folgenden Strategien zurück:

  • Rennen Sie vor dem Öffnen der Tür gezielt mit dem Auge gegen eine Schrankecke. Das sofort entstehende Veilchen und ihr schmerzverzerrtes Gesicht werden den Gerichtsvollzieher milde stimmen und ihn vom Pfänden der neuen Dolby-Surround-Anlage abbringen.
  • Sollten Sie einen furchteinflößenden Kampfhund bsitzen, so postieren Sie diesen unmittelbar hinter der Tür. Betritt der Vollzugsbeamte ihre Wohnung rufen Sie laut: Ich fass es nicht, der Gerichtsvollzieher - den Rest erledigt dann ihr treuer Begleiter.
  • Sollten Sie eine attraktive Dame sein, legen Sie dem Beamten einen lupenreinen Striptease hin, noch bevor dieser ihnen den Gerichtsbeschluss vorlegen kann. Sollte dieses erotische Ablenkungsmanöver nicht den erwünschten Erfolg bringen, so lassen Sie den Gerichtsvollzieher an ihre Wäschekommode, um ein paar String-Tangas zu pfänden, spätestens dann wird der Beamte weich und er wird sie um ein paar schmutzige Höschen für den Privatgebrauch bitten, die sie ihm im Tausch gegen die Pfändungsurkunde aushändigen.
  • Falls Sie einen ernstzunehmenden Migrationshintergrund haben, berufen Sie sich auf diesen und wimmeln SIe den Gerichtsvollzieher ab mit Türkdeutsch-Phrasen wie: Isch nix kann zahlen Steua. Kinder krank, Mutta krank, Türkei nix EU. Sollte das den Beamten nicht beeindrucken, rufen SIe ihre 17 Brüder mit der Handyattrappe zur Hilfe, das wird Ihnen Respekt verschaffen und die drohende Pfändung zumindest um einige Wochen hinauszögern.
  • Wenn Sie erahnen können, dass bald der Gerichtsvollzieher an ihrer Wohnungstüre stehen wird, legen Sie sich ein Bargelddepot an. Kommt es dann zur Konfrontation mit dem Beamten, können SIe triumphierend einen 100€-Schein zücken und eine kleine Anzahlung auf ihre 5-stelligen Außenstände leisten. Der gute Wille zählt und viele Gerichtsvollzieher lassen sich von der Gute-Wille-Taktik milde stimmen.
  • Die Androhung einer Privatinsolvenz versetzt den Gerichtsvollzieher in Panik, da diese Strategie seinen Berufsstand gefährdet. Behaupten SIe also - auch wenn Sie nichts dergleichen vorhaben - Sie würden ein privates Insolvenzverfahren anstreben, um die leidigen Zwangsvollstreckungen endlich zu unterbinden. Das sollte den Gerichtsvollzieher erst einmal beruhigen und er wird sie für einige Monate in Frieden lassen.

Beliebte Pfändungsgegenstände

  • Stereo- und Dolby-Surround-Anlagen
  • Schmuck und Bargeld
  • Wäschestücke, besonders String-Tangas
  • Antike Kommoden und Möbelstücke
  • Computer und Bildschirme (hierbei geht es dem Gerichtsvollzieher mehr um die gespeicherten Kinderpornos und Schmuddelbilder).
  • Autos und Wohnwägen
  • Fahrräder
  • Konten (legen Sie sich unbedingt ein Schweizer Nummerkonto für ihre Hartz IV-Zahlungen und Einnahmen aus der Schwarzarbeit an).
  • Kinder
  • Villen, Burgen und Schlösser
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