Günther Jauch

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Günther Jauch.jpg

Dat isser: Der Jünter.
Nicht stören, er denkt grad nach.

Jauch:

"Wie heißt das erste Buch des Alten Testaments?
A. Pink Floyd, B. Judas Priest, C. Genesis, D.Moses Pelham?"

Kandidat:

"Es heißt ja das erste Buch Mose - also nehme ich D - Moses Pelham."


Günther Johannes "Jünter Nazionale" Jauch (* Freitag der 13. Juli 1956 in Münster, Westfalen) ist ein deutscher Showmaster. Mit seiner Produktionsfirma I+A repräsentiert er die Grauzone der deutschen Fernsehunterhaltung.


[Bearbeiten] Jugend

Jauch wuchs im Berliner Villenviertel Lichterfelde-West auf, bis die Bürger gegen den damals noch unbeliebten kleinen Rotzlöffel ("ich war ein schwieriges Kind") mit Lichterketten mobil machten und er ins Slumviertel Kettenfelde-Ost vertrieben wurde. Um seine Spuren zu verwischen, ging er in Zählendorf zur Grundschule und lernte hier natürlich.... Mathe, ist ja logo. Dann wechselte er ans altsprachliche Gymnasium Steglitz und wurde mit dem vertraut gemacht, was in der modernen Industriegesellschaft einfach unverzichtbar ist, nämlich mit Latein und Altgriechisch. Und jetzt pflückt er den Tag.

[Bearbeiten] Beginn der Medienkarriere

Real - BVB Das frühe Tor - Teil 109:17

Real - BVB Das frühe Tor - Teil 1

Ein Tor würde dem Spiel gut tun

Nach seinem Abitur (drittes Nachfassen) begann er ein Studium an der Ludwig-Maximilians-Universität München in Politik und Neuerer Geschichte, doch ein Professor riet ihm "bei Ihrer großen Klappe und Ihrem Aussehen" zum Abbruch und einer Radiokarriere.
Beim Rundfunk schlug er mit überbordendem Wortwitz gleich derartig ein, dass er trotz aller Warnungen des Tierschutzvereins sogar im Fernsehen auf die Menschheit losgelassen wurde.
Auch hier gelang es ihm glänzend, mit selbstironischem Firnis das morsche Holz dahinter zu verdecken.
Wie kein zweiter schaffte er es, die Gültigkeit der alten Weisheit des Boethius „Si tacuisses, philosophus mansisses“ [1] für die heutige Zeit gründlich zu widerlegen, Inkompetenz wird gnädig verziehen, wenn nur der Unterhaltungswert stimmt, der Mattscheibenzampano gilt allemal als Philosoph, auch der allerletzte Schwachsinn grundsätzlich als "gewollt".
Und unterhaltsam ist er immer, als Fußballanhänger vor dem Spiel Real Madrid-Borussia Dortmund etwa ein Torgehäuse umrissen (ausgerechnet noch am 1. April), flachste er „das erste Tor ist schon gefallen“, der kongeniale Marcel Reif ergänzte, „ein Tor würde dem Spiel guttun“ und die Nation jubelte ob solcher Schlagfertigkeit.
Mit Grimassenschneiderei und kessem Charme ragt er aus der grauen Moderatorenmasse heraus, den sonst vergleichbaren Schwiegermutterlieblingen Jörg Pilawa und Johannes B. Kerner sind nie im Leben Frotzeleien der Güteklasse „Im Moment vermitteln Sie mir die geistige Frische einer Tigerente“ zuzutrauen.
Jahresrückblicke, Sport, Jugendtalkshows, Wissensshows, Medienjunkie Jauch nutzte die Möglichkeiten und war rastlos unterwegs, um sich den Aufmerksamkeits-Schuss zu setzen. Bibe, si bibis. Eh man sich's versah moderierte er im Omnipräsenzwahn bei 37 Sendern 892 Sendungen, bis Guido Cantz schließlich entnervt aufheulte: "Günther Jauch moderiert inzwischen praktisch alles. Der kriegt bald einen eigenen Knopf auf der Fernbedienung! Er ist überall. Ich habe manchmal Angst, abends den Kühlschrank aufzumachen."

[Bearbeiten] Günther Jauch, Quizgott, klügster Deutscher

Sein berühmtes spitzbübisches Lächeln mag der Grund dafür sein, dass er vor allem bei den Spitzbuben von RTL eine Heimat fand. Zum überragenden Superstar wurde er bei der Bertelsmann-Tochter mit der Quizsendung Wer wird Millionär?, mit der er sich als "klügster Deutscher" (repräsentative Umfrage für Goldenes Echo der Frau) etablierte. Dabei war die Entscheidung der Sendeleitung hilfreich, zur Kontrastierung nur Kandidaten zuzulassen, die nicht mit übertriebenem geistigen Tiefgang aufwarten. "Ob der Pinguin ein Reptil oder Vogel ist? Hm, wieviel Joker hab' ich noch gleich?"
Bei schwierigeren Fragen liest Jauch altklug die richtige Antwort vom Monitor ab und fügt meist sein Lieblingswort "doch" hinzu, etwa: "Machu Picchu. Es stand doch überall in der Zeitung." Am besten noch mit dem ungläubig hinterhergeschobenen Nachsatz "Haben Sie's nicht gelesen?" Großes Augenrollen.
Manchmal macht er aber auch einen auf gönnerhaft-tröstend "Das hab ich selbst nicht gewusst." Was den Nebeneffekt hat, dass das Publikum annimmt, dass er es sonst eigentlich immer weiß.
Er meinte einmal in der Sendung, seine Lieblingskandidaten verfügten über "selbstbewusstes Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit". Was sie dann auch mit ihm verbindet, er nimmt deshalb nur selbst an einem Quiz teil, wenn Oliver Pocher ihm beim von seiner eigenen Firma produzierten Multiple-Choice "5 gegen Jauch" 2.488 Joker zur Verfügung stellt und er u.a. im Internet nachsehen darf (guter Joker !), mit mehreren Leuten im Publikum diskutieren darf und noch den Fifty-Fifty ziehen kann. Und dann muss er bei mehreren Fragen es nur mindestens einmal wissen und schwupps, schon hat der Kandidat verloren. Das ist das Klassenlotterie-Feeling pur, es ist einfach nur geil, sie haben wirklich überhaupt keine Chance. Hat schon alles eine gewisse Logik, getreu dem Satz "die Ostfriesen können vielleicht nicht bis drei zählen, aber sie sind sie sind ja nun nicht blöd".


[Bearbeiten] Wenn die I-Kuh muht

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Die I-Kuh wird den Preisträgern von Mensa ein Jahr zur Verfügung gestellt und kann munter gemolken werden. So etwa wie leichtgläubige SKL-Kunden.

Daneben versucht sich Jauch als Außenstehender auch an Genie- und Intelligenzshows. Hauptergebnis seiner Show "Der große IQ-Test": Wenn Sie die Sendung bis zum Schluss angeschaut haben, sind Sie durchgefallen.
Die offizielle Auswertung besagt, dass die Oberintelligenzbolzen die rechtshändigen Nichtraucher sind..., jedenfalls solang sie nicht aus Thüringen kommen, ist ja auch klar, mehr dazu nach der Werbung (1).
Wird die Sendung fortgesetzt, trösten RTL-Tussis mit Honigkuchenpferdgrinsen die Zuschauer, die schlecht abgeschnitten haben, sie mögen sich vor Augen halten, dass es sich ja nur um einen lächerlichen, völlig lebensfernen Test handelt, der mit "praktischer Intelligenz" ja so gar nichts zu tun hat, mehr dazu nach der Werbung (2).
Zusammengefasste Kernbotschaft: Sie könnten schlau sein, auch wenn Sie doof sind, den richtigen Sender haben Sie schon eingeschaltet, mehr dazu nach der Werbung (3).

Der Hochbegabtenverein "Mensa" revanchierte sich für die Massenverarsche, als er Jauch ironisch einen so genannten "IQ-Preis" in Form eines lebenden Rindviehs zukommen ließ ( siehe auch Dieter Nuhr).

2001 verplapperte er sich, dass ein IQ-Test im Internet ( ! ) ergeben habe, dass sein IQ nur 98 betrage. Eine Angestellte reagierte sofort und gab zu Protokoll, haargenau den gleichen Test absolviert, absichtlich alle Fragen falsch beantwortet und ebenfalls 98 erreicht zu haben. Der erleichterte Jauch wertete dies als Beweis für die mangelnde Seriösität des Tests, doch streng genommen ist dies gar nicht richtig.
Am wahrscheinlichsten ist es, dass die Betreffende sich überhaupt nicht hat testen lassen und aus Mitleid oder wirtschaftlicher Abhängigkeit schlicht und einfach gelogen hat.
Andererseits stellt sich selbst wenn sie den Test gemacht hat die Frage, ob es der Dame auch wirklich gelungen ist, alle Fragen wie beabsichtigt falsch zu beantworten, denn dafür bräuchte man ja erst mal den nötigen IQ, die richtigen von den falschen Antworten zu unterscheiden. Und zu guter Letzt kann es auch sein, dass die Testanbieter selbst es so eingerichtet haben, dass zwar jeder überdurchschnittliche Proband seinen wahren IQ erfährt, der Zu-dumm-um-aus-dem-Bus-zu-winken-Fraktion aber komplexdämpfend ein Wert von immerhin 98 bescheinigt wird.
Nun könnte man Jauch solcherlei Zusammenhänge möglicherweise verklickern, aber hierfür wäre bei ihm schon ein dreistelliger IQ-Wert vonnöten, also vielleicht auch wieder nicht.
Wie dem auch sei, eins ist sicher, RTL wird einen Jauch immer als großen Denker hinstellen. Bei diesem Sender hält man es gemeinhin so, dass ein Fernsehmacher dann als "intelligent" gilt, wenn er mit billig produziertem Ramsch dicke Einschaltquoten generiert. Seine Bank hält ihn ebenfalls für ein Genie und kann dafür Millionen von Gründen anführen.

[Bearbeiten] Stern TV

Mit seinem hirnverbrannten Schwachsinn knallhart recherchierenden Magazin Stern TV saß er dem Betrüger Michael Born auf, der getürkte Berichte des Glaubwürdigkeitsniveaus "Hoeneß Ehrenmitglied bei Schalke 04", "Kübl feiert Triumphe an der Scala" und "Papst macht Kopfstand auf der Bahnhofstoilette" en masse fabriziert hatte, aber man sollte dem klügsten Deutschen daraus keinen Strick drehen, "Spiegel TV", "S-Zett" und "ZAK" hatten sich schließlich ebenfalls leimen lassen und beim Stern war so etwas ja auch zum ersten Mal passiert.
Später durfte auch Uri Geller seine magischen Kräfte demonstrieren, die ihm laut glaubwürdiger eigener Aussage Außerirdische übertragen hatten. Tatsächlich klingelten nach seinem Auftritt alle Telefone des Senders, alte Uhren hatten plötzlich wieder zu laufen begonnen, es war schier unfassbar und der gläubige Katholik Jauch war angesichts dieses Wunders schwer beeindruckt. Nur unverbesserliche Neider mussten in der Nachfolge James Randis sofort mit "Überall in Deutschland klingelte der Wecker. Nur nicht bei Jauch." auch noch an dieser Darbietung rumkritteln. Möglicherweise ist Geller aber auch gar kein Halunke, sondern lediglich dem Betrüger Born aufgesessen, der sich als Marsmensch verkleidet hatte.

[Bearbeiten] Engagement und Auszeichnungen

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Als bekennender Ethikgegner hat sich Jauch auch für die Berliner Pro-Reli-Kampagne stark gemacht.

Jauch trat energisch für die Beibehaltung des Religionsunterrichts an Berliner Schulen bei, schon damit der Pöbel voll jenseitiger Heilsgewissheit nicht gegen die von ihm repräsentierte herrschende Klasse aufmuckt. Als Hertha 2009 aber trotz aller Anstrengungen ("hinten steht die Null und vorne hilft der liebe Gott") nicht Meister wurde, wankte der Glaube der Massen und die Wähler stimmten dagegen.

Sein Einsatz blieb dennoch nicht ohne Echo, im April 2009 wurde Günther Jauch vom deutschen Reichsdachverband der Spießbürger e.V. zum Oberspießer mit goldener Kante ernannt. In der Begründung hieß es, „Herr Jauch hat es in all den Jahren, die er uns nun in den Medien mit inhaltsfreien Sendungen beglückt, geschafft, stets gediegene bürgerliche Steifheit zu wahren. In seiner gescheitelten Art und Weise, für konservative Werte Stellung zu beziehen, war und ist er der deutschen Nation spießigster Medienknabe. “ 25 Oberförster bliesen auf funkelnden Waldhörnern anschließend zum großen Ehren-Halali. Darüber hinaus sind dieses Jahr noch weitere Auszeichnungen anberaumt, wie z.B. die Muttersöhnchen-Roulade, der Hans-Wurst-Award und der Preis der charmanten Irrelevanz.

[Bearbeiten] Doch ARD-Talk

Mehrere von ihm "selbstlos" renovierte Kirchenkuppeln sicherten ihm 2010 endlich genug Fürsprache in den Rundfunkräten, um zur ARD auf den meinungsbildenden Sabine Christiansen-Gedächtnis-Bouletalkplatz am Sonntagabend wechseln zu können, Usurpatorin Anne Will wird weggelobt und Jörg Pilawa ersetzen, der zum Kerner geworden ist. Jauch-Charme soll das Vertrauen in die geringfügig korrupten politischen Eliten wiederherstellen. Jetzt löhnen wir gern für die Griechen! Und auch Telekom, Post und Lidl sind wieder Unternehmen unseres Vertrauens.

[Bearbeiten] Werbeikone Jauch

  • Jauch überzeugte seine biertrinkenden Fans, dass sie mit Alkoholismus den tropischen Regenwald retten könnten, ein Cent pro Koppmacher-Pils Flasche wird jetzt nach Brasilien geschickt. Am "grün" denkenden Ballermann erntete er breite Zustimmung für die Anhebung des Flaschenpreises um 5 Cent ("da sparen wir ja 4 Cent, da-da-da-danke").
  • Zu weit trieb er es allerdings, als er es fertig brachte, bei der Fußball-WM 2006 ausgerechnet die Italiener anzufeuern: "Die haben ja hinten Beton angerührt" freute er sich und klatschte in die Hände.
  • Es heißt, Jauch spende im Gegensatz zu Johannes B. Kerner sämtliche Werbeeinnahmen für wohltätige Zwecke. Das klingt zwar auf den ersten Blick für einen Prominenten höchst verdächtig, merkwürdig und verschroben. Auf der anderen Seite muss man sich aber klarmachen, dass der durchschnittliche Bundesbürger weit mehr für wohltätige Zwecke spendet als die eigenen Werbeeinnahmen. Insofern ist es, so betrachtet, sogar ein bisschen schäbig.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Fußnoten

  1. Hättest du geschwiegen, wärst du ein Philosoph geblieben. (heute: Schweigen ist Gold)


Dieser Artikel ist Artikel der Woche 23/2009
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