Finanzamt

Aus Uncyclopedia

Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Finanzamt ist eine moderne Räuberhöhle, nämlich die lokale Vertretung des Raubritterordens der Finanzverwaltung. Während klassischer Weise von Räuberhöhlen regelmäßig Raubzüge in die Umgebung unternommen werden, sind die Angehörigen der Finanzverwaltung größtenteils dazu übergegangen, als Schreibtischtäter mit den Mitteln der Bürokratie ihre Raubzüge aus der Amtsstube heraus zu unternehmen, ohne diese zu verlassen. In Ausnahmefällen werden Beutezüge von speziellen Banden unternommen (Betriebsprüfer, Steuerfahnder, Vollstreckungsbeamte).

[Bearbeiten] Lage und Bauweise

Lage und Bezeichnung der Finanzämter sind so gewählt, dass ein Auffinden durch Steuerpflichtige möglichst verhindert wird. Z. B. gibt es ein Finanzamt für Körperschaften München IV oder das im Bundesland Bremen gelegene Finanzamt Wesermünde, das ausschließlich für Niedersachsen zuständig ist. Damit Bürger, die trotz aller Vorkehrungen das Versteck ausfindig machen, keinesfalls den Schreibtischtäter, dem ihre Beraubung obliegt, im Finanzamt ausfindig machen können, ist dieses labyrinthisch angelegt. Die Räuberhöhle teilt sich in zahllose Abteilungen und Unterabteilungen. Wartebereiche im Nirgendwo und gezielt eingesetzte Desinformationsschilder, die z.B. auf grundsätzlich unbesetzte Büros verweisen, verhindern, dass sich der Beraubte innerhalb seines Jahresurlaubs durchfragen kann. Sollte trotzdem der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass das Opfer auf seinen Räuber trifft, ist dieser angewiesen, zur Abwehr Sätze wie "Das macht mein Kollege, und der ist heute krank." vorzutragen. Alternativ ist auch zu hören: "Da brauchen Sie erst die Formulare Anlage KSO, U, Unterhalt, SO und N." Die in den Büroräumen drapierten Telefone sind allesamt Attrappen und sollen Erreichbarkeit suggerieren, die Computer dienen vorwiegend der Weiterbildung im Bereich Internetnutzung (Youporn, Heimwerkerforen usw.).

Im Finanzamt verstreut sind Aufsteller mit einer Flut unterschiedlicher Formulare, um den Bürger abzulenken, zu verwirren und möglichst zur Flucht zu bewegen. Herzstück des Finanzamtes sind die Teeküchen. Hier werden alle wichtigen Entscheidungen getroffen (Kaffee, Tee oder "heiße Hexe"). Ein Großteil der umbauten Fläche wird jedoch von sogenannten Aktenräumen eingenommen, in denen sämtliche bisher unternommenen Raubzüge dokumentiert sind ("Chroniken von Fiskalia").

Das Hausrecht übt der lokale Bandenchef, Vorsteher genannt, aus.

[Bearbeiten] Spezialfinanzämter

Neben den "normalen" Finanzämtern gibt es noch weitere Räuberhöhlen, die jenen Raubrittern mit besonders ausgeprägter Neigung zu arglistigem Sadismus Unterschlupf und Betätigung bieten: Finanzamt für Fahndung und Strafsachen oder Finanzamt für Großbetriebsprüfung.

[Bearbeiten] Soziale Bedeutung

Als moderne, sich gleichsam ergänzende Weiterentwicklungen von Wegelagerei und Folterkammer kommt dem Finanzamt eine immense soziale Bedeutung zu. So steht neben der Beschaffung horrender Geldsummen (alternativlose Auspressung) die Aufgabe im Vordergrund, möglichst viele glückliche Menschen unglücklich zu machen. Dadurch wird eine bessere Domestizierung respektive Regierbarkeit der Beraubten gewährleistet. Bewährte Mittel sind u. a. die Benutzung einer völlig unverständlichen Sprache (Fiskalwelsch), die Androhung und Verhängung zahlreicher, gern auch existenzbedrohender Sanktionen (von der Daumenschraube bis zur finanziellen Enthauptung), die Bearbeitung von Widersprüchen und Eingaben in Zeitlupe (Zermürbungstaktik), die brachiale Durchsetzung von Entscheidungen, welche sich der menschlichen Intelligenz entziehen. Somit ist jedes Finanzamt ein unerlässlicher Garant für die Stabilität des räuberischen Staates.

Darüber hinaus erfüllt das Finanzamt die Funktion, schwer integrierbaren Soziopathen eine Perspektive zu bieten. Indem sie auf Geheiß der Landesherren die Untertanen durch Qualen gefügig machen und wie eine Weihnachtsgans ausnehmen, stellen sie ihre - meist genetisch bedingte - schwerkriminelle Persönlichkeit in den Dienst einer höheren, geradezu heiligen Aufgabe mit Ewigkeitscharakter. Ihre Unterbringung in geschlossenen Anstalten für Sicherungsverwahrte würde einen dermaßen hohen Aufwand verursachen, dass ein sozialunverträglicher Einsatz in Finanzämtern eindeutig die bessere Option darstellt.

[Bearbeiten] Kritik und Gegenkritik

Böse Zungen behaupten, Finanzämter und ihr Personal seien die Pickel am Arsch des Gemeinwesens. Dieser Unterstellung muss entschieden widersprochen werden, denn ohne die Arbeit der Räuberhorden wäre es den Landesherren nicht möglich, einen ihrem Stande angemessenen Lebensstil zu pflegen. Die Beraubten werden außerdem schon allein dadurch ausreichend entschädigt, dass die Herrscher in ihrem Namen in exotischen Weltgegenden schöne Kriege veranstalten, deren Unterhaltungswert nur von unverbesserlichen Ignoranten nicht erkannt wird.

Spezialprojekte
In anderen Sprachen
projects