Feuerzeug

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Das wichtigste Untensil der 1970er-Jahre war zweifellos das Feuerzeug, und zwar in Form des benzingefüllten Einwegfeuerzeuges. Noch bis in die 80er hinein war es dem eigenen Ansehen äußerst abträglich, die Frage, die einem unablässig auf der Straße gestellt wurde, nämlich "Haben Sie Feuer?" oder die Höflichkeitsform "Könnten Sie mir bitte mal Feuer geben?", mit "Nein" beantworten zu müssen. Weder Feuer zu haben noch das Zeug dazu, wehe dem der diese Peinlichkeit zugeben musste. In den 1980er- und 1990er-Jahren wurden die Feuerzeuge durch wichtigere Utensilien wie z.B. Handys aus Jacken- und Handtaschen verdrängt. Gelegentlich wird auch nach diesen Utensilien gefragt ("Leih mir doch bitte mal deinen USB-Stick"), aber das hat nicht mehr diese "sexuelle Konnotation", es sei denn man ließe das "USB-" weg. Seine Bedeutung wurde dem Feuerzeug in den 1960er-Jahren verliehen durch das Lied "Come on Baby light my fire".

In jüngster Zeit wurden die Raucher, die das Privileg hatten, obengenannte Fragen stellen zu dürfen, zu einer schützenswerten Minderheit in der Gesellschaft. Aber statt dem Schutz der Raucher verursachten Kampagnen von Politikern und Ärzten sogar immer mehr Diskriminierungsmaßnahmen wie Rauchverbote in öffentlichen und dienstlichen Räumen. Die Tabakindustrie versuchte durch chemische Manipulation der im Tabak enthaltenen Suchtkampfstoffe die Suchtwirkung der Zigaretten zu erhöhen, um die übriggebliebene Restkundschaft "bei der Stange" zu halten. Der immer radikalere Gesundheitsreformismus lässt aber bald schon Schlimmes befürchten wie Boykott-Aktionen gegen Tabak-Geschäfte mit Schildern wie "Kauft nicht bei den...". Familienministerin und Landesmutter Ursula von der Leyen durfte z.B. deshalb nicht Gesundheitsministerin werden, weil man befürchtete, sie hätte nichts dagegen, wenn auf der Straße das Feuer wieder mehr nachgefragt würde, weil sich das familienpolitsch günstig auswirken könnte. Die Verlogenheit der Kampagnen besteht darin, dass diese besonders von militanten Ex-Rauchern unterstützt werden, die aber in Wirklichkeit immer noch süchtig nach dem Nikotin und dem Sonstnochwashochgiftigen im Tabakrauch sind. Viele überstehen ihre Entzugsqualen nur durch Spritzen von "Nikhadon" oder ähnlichen Ersatzdrogen. Rauchen ist eine Suchtkrankheit, und das haben unsere Gesundheitspolitiker nicht verstanden oder wollen es nicht verstehen, weil es Gesundheitskosten verursacht. Insgesamt ist Rauchen aber gesellschaftlich kostenneutral, da Raucher im Schnitt früher sterben und dadurch die Rentenkassen geringer belasten.

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