Drogenfreie Gesellschaft

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„...äh muss es unser eindeutiges Ziel sein, dass wir diese äh... Gesellschaft dahingehend und so umgestalten, dass sie, dass sie, äh... frei ist von Drogen. Meine Damen und Herren, Prost!“

~ Edmund Stoiber auf einer CSU-Bierparty über die Drogenfreie Gesellschaft


Die Drogenfreie Gesellschaft ist ein kollektives Wahngebilde, welches zum Gegenstand hat, dass alle Menschen immer von Drogen abstinent sind. Die Kluft zwischen der an sich selbst wahrgenommenen Realität und dieser Illusion wird durch Alkohol gefüllt, in welchem dann irgendwann alle baden gehen.

[Bearbeiten] Entstehung

Das Konzept Drogenfreie Gesellschaft wurde von der Deutschen Bischofskonferenz in Zusammenarbeit mit der CSU und Paulaner entwickelt. Ursprünglich war sie nur als ein reines Substitutionsmittel gedacht, nachdem die Sexlose Gesellschaft sang und klanglos gescheitert war und ein Heer von religiösen Eiferern, faschistoiden Fantasten und besoffenen Moralpredigern hinterließ, deren Energien es auf eine neue, gutbürgerliche Utopie zu lenken galt.

[Bearbeiten] Auswirkungen

Die Drogenfreie Gesellschaft hat sich mittlerweile zu einer enormen politischen Macht entwickelt. Wenn es zuweilen vorkommt, dass jemand fragt, wo denn die Drogenfreie Gesellschaft sei, dann schauen sich alle um, oder gucken betroffen auf den Boden. Geht es aber daran, jemanden aus der Drogenfreien Gesellschaft auszugrenzen, dann heben alle plötzlich ihre Zeigefinger, - manchmal aber auch gleich die ganze rechte Hand.

[Bearbeiten] Kritik

Eine Drogenfreie Gesellschaft ist an sich eigentlich unmöglich. Da der Mensch nachweislich schon in der Steinzeit seinen gerade erst herausevolutionierten Verstand hauptsächlich dazu einsetzte, nach Stoffen zu suchen, die ihm halfen sich eben jenen möglichst effizient wieder wegzuballern, kann man davon ausgehen, dass Drogen ein fester Bestandteil menschlicher Kultur sind, waren und immer sein werden, solange Menschen Menschen sind.

[Bearbeiten] Gegenkritik

Die Verfechter der Drogenfreien Gesellschaft räumen ein, dass ihr Konzept durchaus eine Utopie wäre, die allerdings, mit ein paar winkeladvokatischen Kunstgriffen, durchaus realisierbar wäre. Was denn nun Drogen sind, ist ja per se einfach eine reine Definitionsfrage. Ihr Ausweg aus der Misere sieht nun so aus, dass sukzessive immer jene Drogen zu Nicht-Drogen erklärt werden, welche bei einem Großteil der Bevölkerung konsumiert werden. Diese Drogen sind schlicht keine Drogen da sie "im Wertekanon der abendländisch- christlich geprägten Gesellschaft" keine Drogen sind. Diese, stark von reflektiver Logik geprägte Argumentation kann die Utopie der Drogenfreien Gesellschaft Realität werden lassen, wenn man sie nur konsequent weiterführt. Man muß lediglich den christlich- abendländischen Wertekanon dahingehend erweitern, dass zu den bekannten Nicht-Drogen wie Tee, Kaffee, Alkohol, Zigaretten, Kaufrausch, Fernsehen noch ein paar andere dazukommen und die Drogenfreie Gesellschaft wäre die zweite Utopie, die real existiert hätte, gleich nach dem real existierenden Sozialismus.

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06.2007
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