Doping

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Gezielte Leistungsförderung muss so früh wie irgend möglich beginnen.

Doping ist die gezielte biochemische Leistungsförderung im Bereich von Leistungssport, Erziehung und Schule, Studium, Massentierhaltung, Unterhaltungsindustrie und allen weiteren Zucht-, Mast- und Schlachtbetrieben.

[Bearbeiten] Hintergrund

Jeder Organismus, sei es nun ein Zuchteber, ein Mastochse, ein Elitestudent, ein Pornodarsteller, ein Musiker oder ein Radrennfahrer, muss heute seine Existenz wirtschaftlich rechtfertigen und optimieren, denn hinter jeder solchen Einheit steht ein Investor, der mit seiner Investition ein Risiko eingegangen ist und dafür eine entsprechende Rendite erwarten darf.

Zum Glück stellen Gentechnik, Biochemie und Nanotechnologie heute zahlreiche und preiswerte Methoden bereit, die die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit und/oder den Leistungswillen jedes dieser Investitionsgüter zuverlässig maximieren können.

[Bearbeiten] Technische Durchführung

[Bearbeiten] Mast

Die Leistungsförderung muss stets dem jeweiligen Leistungsträger angemessen sein. Bei einem Masttier beispielsweise wird es in der Regel ausreichen, billige Nahrungsmittel aus der Dritten Welt einzukaufen, diese mit Antibiotika und Wachstumshormonen zu Kraftfutter zu verdichten und es dem Tier in großen Mengen in den Hals zu stopfen, sodass es binnen kürzester Zeit auf des erwünschte Schlachtgewicht anschwillt (siehe auch:Feeding).

[Bearbeiten] Erziehung

Bei Schülern und Studenten ist schon mehr Aufwand erforderlich. Sie müssen im allgemeinen mit einem Cocktail aus Beruhigungsmitteln, Aufputschmitteln, bewusstseinserweiternden Drogen und Individualitätshemmern auf Linie gebracht werden. Dabei muss die Dosierung stets den aktuellen Prüfungs- und Arbeitsterminen angepasst werden. Eine regelmäßige, mindestens einmal wöchentliche Gehirnwäsche (mit Heißwachsversiegelung) empfiehlt sich, um die zukünftigen Leistungsträger auf ihre Aufgaben in der Arbeitswelt (oder Arbeitslosigkeitswelt, im Falle von Geisteswissenschaftlern) professionell vorzubereiten.

Kinder und Jugendliche, die am weitverbreiteten, von der Pharmaindustrie entwickelten ADS-Syndrom leiden, müssen frühzeitig mit amphetaminhaltigem Ritalin behandelt werden, um sie zu sozial kompatiblen Mitbürgern werden zu lassen. Diese Dopingform wird von den Betroffenen in der Regel beim Eintritt ins Erwachsenenalter freiwillig und auf eigene Kosten fortgesetzt, das Ritalin kann dann durch echte Drogen wie Meth, Speed oder Alkohol substituiert werden.

[Bearbeiten] Unterhaltungsindustrie

Mitarbeiter der Pornoindustrie können nur nurch hochdosierte Gaben von Dolly Buster und Viagra in die richtige körperliche Verfassung gebracht werden, um ihren anstrengenden Beruf gewinnbringend auszuüben. Ähnlich wie im Leistungssport ist die Verweildauer der Pornodarsteller in ihrem Beruf mit 15-20 Jahren relativ kurz und diese Zeitspanne kann nur unter Einsatz der erwähnten Hilfsmittel lukrativ ausgeschlachtet werden.

Viele Musiker werden schon gedopt geboren, da ihre Eltern meistens im gleichen Metier arbeiten und bewusstseinserweiternde Drogen und Alkohol zur Verstärkung ihres kreativen Potentials einsetzen müssen, um am Puls der Zeit zu bleiben und ihre kreativen Werke auf den stagnierenden Kulturmarkt werfen können. Nur durch die konsequente Anwendung von Marihuana, Kokain, Heroin, Goldbrand und Diacepam bleiben die Hochleistungskreativen dauerhaft wettbewerbsfähig. Die verheerende Wirkung, die ein Absetzen der Dopingmittel bei Musikern haben kann zeigt sich z.B. dann, wenn einem Jazzgitarrist vor seinem Auftritt das Marihuana ausgeht und er nicht mal mehr in der Lage ist, sein Instrument zu stimmen geschweige denn, inspiriert zu improvisieren. Wie ein Häufchen Elend wird er auf der Bühne kauern und vom gnadenlosen Publikum ausgepfiffen werden, bis er das Handtuch wirft und kurzerhand zum vom Konzertveranstalter eiligst bereitgestellten Jim Beam greift, der ihn zwar nicht so beflügelt, ihn das aber Konzert einigermaßen unbeschadet überstehen lässt.

[Bearbeiten] Sport

Leistungssportler wiederum sind besonders hochpreisige Investitionen und müssen mit entsprechender Sorgfalt optimiert werden. Im allgemeinen werden sie rund um die Uhr medizinisch und psychologisch betreut. Um die termingerechte Gabe von leistungssteigernden Substanzen zu vereinfachen, sind sie in der Regel operativ mit einem Infusionsgerät gekoppelt, das eine ständige Zufuhr der richtigen Wirkstoffkombinationen gewährleistet. Die Technik hierfür wurde aus der Raumfahrt entlehnt.

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Hochspezialisierte Experten können auch aus einem scheinbar verbrauchten Organismus noch einmal Höchstleistungen abrufen.

[Bearbeiten] Spätfolgen

Die Karriere eines Leistungssportlers ist in der Regel auf 10 bis 15 Jahre begrenzt. In dieser Zeit müssen sich die Investitionen in den Athleten, unter Berücksichtigung aller Risiken, amortisieren. Anschließend kann das Individuum wirtschaftlich abgeschrieben werden und ist allenfalls noch als Steuersparmodell interessant. Wenn das Sprachzentrum nicht zu sehr geschädigt ist, lassen sich manche Sportler noch einer Zweitverwertung als Fernsehkommentatoren zuführen (bei Einsatz von zu viel Cortison evtl. besser nur im Radio).

Einige Leistungssportler konnten nach der aktiven Karriere auch bereits erfolgreich in der Zucht eingesetzt werden.

Die Endlagerung von Leistungssportlern ist heute noch nicht zufriedenstellend geregelt. Eine Entsorgung auf öffentlichen Friedhöfen ist aus Gründen des Grundwasserschutzes prinzipiell ausgeschlossen; außerdem besteht die Gefahr, dass Wettbewerber durch gezielte Exhumierung noch Geschäftsgeheimnisse entschlüsseln können. Derzeit ist es üblich, die toten Sportler in Beton einzugießen. Hierdurch sind Emissionen der verwendeten Chemikalien weitgehend ausgeschlossen. Die speziellen Transportbehälter und das Gewicht machen Ferntransporte von Sportlerleichen heute noch unwirtschaftlich, außerdem muss immer mit öffentlichen Protesten gegen solche Transporte gerechnet werden. Auch tragen die hohen Risikozulagen für die Mitarbeiter der beauftragten Bestattungsunternehmen zur Veteuerung einer ökologisch verträglichen Entsorgung der kontaminierten Dopingwracks bei.

[Bearbeiten] Doping-Verweigerungs-Skandal bei der Tour 2007

Während der Tour de France 2007 wurden mehrere Fahrer bei dem Versuch überführt, ihre Dopingmittel abzusetzen. All diese Fahrer wurden daraufhin von ihren Teams suspendiert. Auch die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten stoppten die Übertragung, da einige Fahrer, die sich während der Tour der Dopingverweigerung schuldig gemacht haben, im Vorfeld Erklärungen unterzeichnet hatten, in denen sie bestätigten, im Laufe der gesamten Tour die vom Weltradsportverband vorgesehene Dopingmenge einzunehmen. Diese unverantwortliche Einstellung wird auf Dauer dazu führen, dass es im Radsport darum geht, wer schneller einen Berg hinauf bzw. hinab fahren kann und der eigentlich relevante Aspekt dieses Sports, welcher Sportler am besten mit den gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen des Dopings zurecht kommt, welche Leber später schlappmacht und welches Herz zuletzt aufhört zu schlagen, träte vollständig in den Hintergrund.

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