Der Einfluss des Wetters auf die Weltgeschichte

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Rom. 32 Grad. Sonne. Die Frisur hält.
Berlin. 7 Grad. Regen. Die Frisur hält.
Sibirien. -48 Grad. Eiskalt. Die Frisur hält.

Abgesehen von der komischen Reiseroute gibt es sowas nur in der Werbung. Das Wetter lässt sich nicht so einfach austricksen, erst recht nicht von einem Haarfestiger. Die Wahrheit ist, dass das Wetter manchmal eine richtige kleine Hure ist.

[Bearbeiten] Wie denn das?

Das Wetter ist ein für den Menschen sehr bedeutender Umweltfaktor. Ist die Sonne weg, ist es kalt und die Penner erfrieren auf den Parkbänken. Bleibt der Regen aus, bleibt der vorsichtshalber zuviel gestreute Dünger auf dem Gemüsefeld und die ganze Scheiße wird nich weggespült und landet im Essen. Kommt er dann zurück, siedeln die Flüsse und Schlammlawinen ganze pittoreske Ortschaften in den nächsten Graben um.

Doch nicht nur durch Katastrophen, sondern auch durch das Gegenteil, Regelmäßigkeit und ein wenig Chuzpe nimmt das Wetter Einfluss auf den Menschen. In nördlichen Ländern ist es tendenziell etwas kälter und es treten Winterperioden auf. Dies führt dazu, dass sich eine imposante Industrie entfalten kann, die Reichtum und Sicherheit bringt, da die Planung und Vorbereitungen für die kalte Periode diszipliniert durchgeführt werden müssen. In südlichen Ländern, wo es ganzjährig warm bis heiß ist, trifft man auf Frohnaturen, die lieber eine Siesta einlegen als zu schuften. Dementsprechend sind die Konsequenzen. Während "Made in Germany" vor einigen Generationen noch ein waschechtes Gütesiegel war, kann sich kein Mensch einen Elitesoldaten aus Jamaika vorstellen. Das ist einfach unrealistisch.

[Bearbeiten] Aha - Beispiele?

Rom. 32 Grad. Sonne. Die Frisur sitzt. Große Rede. Einfall in Germanien. Frenetischer Jubel des Pöbels. Teutoburger Wald. 2 Grad. Seit Tagen strömender Regen und zwischendurch Niesel. Ständig Nebel. Das Wasser durchweicht die römischen Holzschilde, die damit 20 Kilo schwerer und morsch geworden sind und jeden einzelnen Pilum, der damit nicht mehr sinnvoll auf einen Feind geworfen werden kann. Außerdem kochen die Barbaren mit Butter und nicht mit Olivenöl, was für mediterrane Naturen ein Greuel ist. Dann der Angriff der Barbaren. Ein wahres Massaker. Blut spritzt, Arme fliegen wie Spatzen durch die Luft und Germanien hat sich die Chance auf ein wenig Zivilisation genommen. "Varus, gib mir meine Legionen zurück!" ruft ein verzweifelter Römer in die Nacht. Es war keinesfalls so, daß der Germanenfürst Arminius ein römischer Offizier in den Diensten Varus' war und seinen Männern römische Kriegsführung beibrachte, oder daß die römischen Legionen kleiner waren als bisher angenommen und die Germanen mehr als bisher angenommen, auch spielt es überhaupt keine Rolle, dass die Schlacht im Teutoburger Wald garnicht am Teutoburger Wald, sondern ganz woanders gespielt hat - es war das Wetter. Der Regen hat die Römer besiegt.

Moskau. -33 Grad. Napoleon friert sich den Arsch ab. Seine Männer auch. Von 612.000 Soldaten bleiben nur 40.000 nicht in Russland stecken. Gut, zwar hat der Zar den Befehl gegeben alles in Brand zu stecken, was Napoleon in die Finger gelangen könnte, auch Moskau selbst, doch der Grund, dass über eine halbe Million Soldaten nichts zu essen hatte entscheidet keinen Krieg. Es war der russische Winter, der die Grande Armee besiegt hat.

Wieder Moskau. -48 Grad. Diesmal friert sich Hitler den Arsch ab. Ein ähnliches Szenario wie bei Napoleon. Der russische Winter besiegt die Wehrmacht, die bis dahin als unbesiegbar galt.

Paris. 18 Grad. Leicht bewölkt. Die Revolution ist im vollen Gange und der Pöbel erfreut sich an der Guillotine. Robbespierre, Revoluzzer-Anführer, betrachtet selbstzufrieden sein Werk. 230 Aristokraten in sechs Stunden, es bahnt sich ein neuer Rekord an. Dann urplötzlich aus heiterem Himmel ein plötzliches Gewitter mit starkem Regen. Die Massen flüchten in ihre Häuser oder die Bordelle. Die einzigen, die regenfeste Kleidung haben, sind die Aristokraten. Schlecht für Robbespierre. Da niemand geblieben ist, der ihm helfen könnte, wird er vom Widerstand des Adels gefangengesetzt. Am nächsten Tag rollt sein eigener Kopf. Es ist nicht so, daß Robbespierre sich mit seinen willkürlich angeordneten Hinrichtungen keine Feinde gemacht hätte, doch, dies schon. Aber da er selbst seine eigenen Weggefährten hinrichten lies, reduzierte das seine Widersacher erheblich. Der dadurch entstandene Unmut innerhalb der Revolutionsanführer verkleinert keineswegs die Bedeutung des Regens an diesem Tag.

Edo. 15 Grad. Bewölkt. Mongolische Invasoren so weit das Auge reicht. Der gesamte Horizont ist bedeckt mit Segeln der Schiffe der Aggressoren, die Japan ans Eingemachte gehen wollen. Der Shogun Kamakura Bakufu bittet um göttlichen Beistand, weil er weiß, daß dies eine Schlacht wird, die er nicht gewinnen kann. Die Befestigungen an der Küste sind stark, aber sie werden nur eine kurze Zeit der Masse der Angreifer standhalten können. Die Mongolen kommen immer näher, fast schon kann man das weiß in ihren Augen sehen, doch dann - Kamikaze! Der Götterwind löst einen Taifun aus, der Wiederum einen Tsunami auslöst, der die gesamte Invasorenflotte unter seinen gewaltigen Wellen begräbt. Japan wurde durch den Kamikaze, den Götterwind gerettet. Hierbei spielt keine Rolle, daß die Geschichte von vorn bis hinten mit Fehlern gespickt ist, es zählt allein das Resultat. Und kleine Ungenauigkeiten mindern die heroische Leistung des Wetters nicht im Geringsten.

Weitere Ereignisse in Kurzform

  • Der starke Westwind verhinderte den Abschuss auf Kuba stationierter sowjetischer Raketen. Er hätte sie wieder bis nach Moskau zurückgeweht.
  • Hiroschima wurde gesprengt, weil das der einzige Ort weit und breit war, über dem keine dem Bomber die Sicht nehmenden Wolken hingen. Die Operation musste wegen der Halbwertszeit des Urans an diesem Tag stattfinden und konnte nicht bis zum nächsten warten.
  • Wilhelm der Eroberer landete und eroberte nur durch den zufälligen Ostwind im Ärmelkanal in England. Eigentlich wollte er nach Norwegen seine Tante besuchen.
  • Die spanische Armada, die größte Flotte ihrer Zeit, wird von ein paar kleinen britischen Schaluppen besiegt. Der Wind beeinflusste die Strömung so, dass die spanischen Schiffe an den Klippen zerschellten. Daß die Briten die mit Abstand fortschrittlichsten Kanonen hatten, wäre erst zum Tragen gekommen, wenn die Spanier nicht schon an den Klippen gescheitert wären.

[Bearbeiten] Literatur

Über das Thema gibt es unzählig angebotene Literatur in vielen Sprachen. Es ist außerordentlich interessant, daß solch wichtige Ereignisse auch aus dieser Perspektive betrachtet werden, denn dieser Ansatz kann erstmals schlüssig erklären, warum etwa die deutsche Ardennenoffensive nicht erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Nach einer Woche schweren Regens, der die Aliierten stark behindert hatte, riss die Wolkendecke auf und die Sonne kam hervor. Nun konnten die Amerikaner der Wehrmacht richtig einheizen. Es ist ja nicht so, daß beide unter gleichen Bedingungen gekämpft hätten.

[Bearbeiten] Siehe auch

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04.2007
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