Deeskalation

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Deeskalation beschreibt die Maßnahmen, einen schwelenden Konflikt daran zu hindern, in eine handfeste Krise überzugehen.

[Bearbeiten] Hintergründe

In früheren Zeiten war die Deeskalation praktisch unbekannt. Bei jedem nächstbesten Vorwand für einen handfesten Krieg wurde dieser mit allen verfügbaren Mitteln und unnachgiebiger Härte bis zur letzten Konsequenz ausgefochten. Letzte Konsequenzen gab es reichlich, beispielsweise in Hungersnöten, falls sämtliche Feldfrüchte an die eigenen Soldaten verfüttert werden mussten, selbige von der Siegerpartei als gerechtfertigte Reparation beschlagnahmt wurden, oder schlichtweg niemand mehr da war, der die Felder hätte bestellen können. Dies konnte dann über einige Umwege so weit führen, dass ein rechtschaffener Monarch entthront oder gar vom wütenden Pöbel gelyncht wurde. Ein wahrhaft schändliches Tun, das sich durch Deeskalation hätte vermeiden lassen. Dennoch dauerte es lange, bis die Menschheit in der Lage war, geeignete Maßnahmen zu entwickeln, der wir unseren heutigen Frieden und Wohlstand verdanken.

[Bearbeiten] Entwicklung

Im Prinzip erstreckt sich die Deeskalation auf ein weit gestreutes Feld, angefagen in der kleinsten sozialen Einheit, der Familie (Sie haben keine Kinder? Wollen Sie etwa keine Rente?) bis zu großen internationalen Staatenbünden. Das System ist immer das Gleiche: Eine kleine Minderheit, die aus völlig an den Haaren herbeigezogenen Gründen mit der vorliegenden Situation unzufrieden ist, zettelt eine Revolte gegen das bestehende und reibungslos funktionierende System an. Um nun Unannehmlichkeiten für den vernünftigen Teil der Bevölkerung und etwaige Störungen in der volksfreundlichen Maschinerie der Staatsführung zu unterbinden muss die Situation umgehend deeskaliert werden.

[Bearbeiten] Prinzipien der Deeskalation

[Bearbeiten] Deeskalation im Kleinen: familärer Alltag

Wir alle kennen diese Situation aus dem Alltag. Mutter Grünkern - Özdemir, gelernte Sozialpädagogin und Gutmensch, fährt ökologisch korrekt mit der Straßenbahn in den nahe gelegenen Eine-Welt-Laden um noch schnell eine wiederverwendbare Jutetasche biologisch korrekt angebauter Sojaschnitzel fürs Abendessen einzukaufen. Weil die Kinderfrau, Angehörige einer ethnischen Minderheit mit Integrationspotential, an diesem Vormittag eine Anhörung vor der faschistoiden Einbürgerungsbehörde hat, ist Dörthe-Tiara-Yldiz auch dabei. Da Klein Dörthe aber lieber auf den Spielplatz möchte, entspinnt sich eine langwierige Diskussion in deren Verlauf Frau Grünkern-Özdemir verständnisvoll und geduldig auf ihre fünfjährige Tochter eingeht, obgleich deren Stimme mehr und mehr Frequenzen annimt, die von Ohrenärzten als schädlich für das menschliche Gehör angesehen werden. Frau Grünkern-Özdemir handelt völlig verkehrt. Die Situation ist eskaliert. Aber was ist falsch gelaufen? Frau Grünkern-Özdemir hätte sich an den Forschungsergebnissen des hoch angesehenen Pädagogen Ungemuth orientieren müssen. Herr Ungemuth rät in diesem Falle zu ein paar saftigen Backpfeifen. Damit hätte die Ertaubung der umstehenden Fahrgäste vermieden und ihr eigenes tragisches Schicksal rechtzeitig verhindert werden können. Frau Grünkern-Özdemir, von diesen Maßnahmen jedoch nicht überzeugt, ließ zu, dass Dörthe... dann noch nach absolviertem Einkauf, bei dem sie durch weitere Steigerung der Stimmfrequenz auch noch ein ökolgisch korrektes Sojamilcheis mit fair gehandeltem Überzug aus nicaraguanischen Kakaos haltiger Fettglasur und eine Schaumspeise mit Migrationshintergrund erpresst hat, noch vor dem Abendessen auf den Spielplatz gehen dürfen. Unglücklicherweise wurde sie dadurch selbst zum Abendessen zweier Dobermänner, was dazu führte, dass Frau Grünkern-Özdemir zuerst von ihrem Ehemann Erkan Özdemir verprügelt und dann von ihm geschieden wurde. Da Herr Özdemir leider ohne Arbeit aber immerhin im Besitz der deutschen Staatsbürgerschaft war, konnte er nicht abgeschoben werden und Frau Grünkern musste ihm Unterhalt zahlen. Das, die wiederholten Gewaltattacken seiner Vettern gegen sie und die Schuldgefühle am Tod ihrer Tochter trieben sie letzten Endes in den Selbstmord und Herr Özdemir war gezwungen, bis an sein Lebensende das soziale Netz zu belasten. Ein Drama, dass durch eine simple angewandte Deeskalation leicht zu verhindern gewesen wäre.

[Bearbeiten] Deeskalation in urbanen Brennpunkten: Wie man Ruhe ins Problemviertel bringt

Dortmund-Scharnhorst, Berlin-Neukölln, Potzblitzhagen - Kriminalität, Gewalt, Prostitution, Drogen so weit das Auge reicht. Anständige Bürger können sich ab spätestens Einbruch der Dunkelheit nicht mehr auf die Straße trauen, ohne von Jugendlichen angepöbelt zu werden. Muss diesen bedauernswerten Mitmenschen laute Musik auch nach Punkt 22:00 Uhr zugemutet werden? Muss eigentlich irgendjemand der gewaltverherrlichende Müll, der heute aus den Lautsprecherboxen quillt zugemutet werden? - Nein. Ganz bestimmt nicht. Doch was kann ma hier tun? Der pädagogische Ansatz eines Herrn Ungemuth greift hier schon nicht mehr. Dafür ist es bereits zu spät. Hier hilft nur noch eines: Die Deeskalation nach Adolf Armleuchtermast und Joseph Stalin. Erstmals erprobt in Stalingrad 1942. Die Basis für ihren seinerzeit als genial gehandelten Feldversuch war die Stadt Stalingrad, die sich im Laufe der sowjetischen Laissez fair Politik unter Lenin zu einer wahren Drogenhölle und Schandfleck der Sowjetunion entwickelt hatte. Die beiden angesehenen Professoren der Soziologie (Stalin) und Stadtplanung (Armleuchter) teilten die Bewohner in die Lager "Braun" und "Rot". Stadtbewohner, die an dem Versuch nicht teilnehmen wollten, wurden zuvor sorgfältig aus der Menge selektiert. Braun und Rot sollten nun versuchen, die jeweils andere Partei dazu zu bewegen, die Stadt zu verlassen. Die Wahl der Mittel stand ihnen dabei völlig frei. Beide Gruppen entwickelten dabei einen solchen Enthusiasmus, dass sie bedingt durch die immense Gruppendynamik (soziologischer Effekt) nicht nur die jeweils andere Gruppe aus der Stadt zu drängen versuchten, sondern auch fast zeitgleich begannen, die Stadt von den Grundmauern an neuzugestalten (Stadtplanerischer Effekt). Das Ergebnis brachte eine vollrenovierte aber menschenleere Stadt hervor. Der in Massen zur Verfügung stehende Wohnraum konnte zu Billigstpreisen rechtschaffenen Bürgern der umligenden Gemeinden angeboten werden. Nach Armleuchter und Stalin kann ein urbanes Brennpunktviertel folgendermaßen deeskaliert werden:

  • Das Gebiet muss vom restlichen städttischen Gebiet separiert werden. Vorzugsweise durch eine hohe weitläufige Mauer (ca 10m Höhe, Mauerkrone aus elektrisch durchflosenem S-Draht). Ein paar Wachtürme, Hubschrauberstaffeln, Hundestreifen und ein breiter Minengürtel unterstützen die Selektion unwilliger Versuchsobjekte. Fachkräfte für Mauerbau finden sich kompetent und kostengünstig in Israel und China.
  • Aufgrund der mangelnden verbalen Kompetenz bezeichneter Viertel ist für einen regelmäßigen Nachschub an Handfeuerwaffen und Munition zu sorgen jedoch nicht an Nahrung und Medikamenten.
  • Nach drei bis sechs Monaten sollte das Viertel frei von jeglichem menschlichem Leben (abhängig von Menge und Qualität der bereitgestellten Argumentationshilfen) und immerhin bereit für die Renovierung und Neubesiedlung sein. Die Mauer kann für eventuellen späteren Gebrauch stehen bleiben.

[Bearbeiten] Deeskalation im Inneren: Revolten unterbinden leicht gemacht

Himmlischer Frieden auf dem Platz des himmlischen Friedens? Danbarkeit seitens quantitativ unterrepräsentierter Minderheiten, in einem fortschrittlichen, demokratischen Staatsgebilde leben zu dürfen? Oder gar Einsicht religiöser Fanatiker, dass ein wohlmeinender, fürsorglicher Rechtsstaat ihnen helfen will, sich von überkommenen Weltsichten zu verabschieden? Nicht auf dieser Welt. Pöbelnde Studentenmassen, die gegen die über jede Kritik erhabene, vom Volk geliebte Staatsführung opponieren. Separatisten, die den Balkan balkanisiert haben, von religösem Fanatismus getriebene Betonköpfe, die um ihrer eigenen Privilegien Willen das Volk gegen die allzu nachsichtige Einheitspartei aufhetzen. Mit den richtigen Mitteln der Deeskalation ist auch dieses Vergangenheit. Alles was der Staat dazu braucht, ist eine gut im Umgang mit diesen Subjekten geschulte Ornungsmacht. Hier bieten sich je nach Situation, verschiedene Deeskalationstaktiken an:

[Bearbeiten] Massendemonstrationen

Bei auftretenden Massendemonstrationen (im Fachjargon auch wütender Pöbel), die sich gegen die hehren Ziele der Regierung richten, empfiehlt es sich seitens der Ordnungsmacht, zunächst der Masse etwas zu trinken anzubieten, um einen ersten Kontakt zu knüpfen. Aufgrund der benötigten Mengen an Trinkwasser (ökonomisch korrekt und der Situation angemessen) empfiehlt sich der Einsatz von Wasserwefern. Der besondere Vorteil: Es werden keine Trinkgefäße benötigt, der Pöbel braucht nur den Mund aufhalten, irgendwann bekommt jeder einzelne aus dem Mob genug Wasser, als er trinken kann. Nach einiger Zeit, wird dem Mob bewusst werden, wie albern sein Verhalten ist. Jetzt sollte die Ordungsmacht dazu übergehen, ihn vor den Blicken der friedlichen Bürger zu verbergen. Dazu empfiehlt sich der Einsatz von ordentlich Tränengas. Ein Gas, das einen dichten Nebel erzeugt, ansonsten aber völlig harmlos ist. Es verhindert lediglich die Sicht für Nichtdemostranten auf die Menschenmenge, von denen viele bereits Tränen der Scham ob ihres schändlichen Verhaltens in den Augen haben dürften. Sollte beides - Trinkwassergaben und Tränengas - nicht geholfen haben und immer noch einige Unbelehrbare aus der Menge hervorstechen, so sollten diesen der Übergang in eine übergeordnete Ebene ermöglicht werden. Dies ist am einfachsten durch die so genannten Friedensstifter durchzuführen. Sind die größten Aufrührer erstmal ruhig, sollte sich der restliche Teil der wütenden Massen durch persönlichen Kontakt mit den Ordnungshütern, die gleich noch mittels Massagestäben den massenhaften Demonstranten die durch ganztägiges Herumlaufen und Herumbrüllen auftretenden Verspannungen aus Rücken und Nacken klopfen, schnell eines besseren belehren lassen.

[Bearbeiten] Sepparatismus/ethnische Minderheiten

Separatismus und ethnische Minderheiten treten fast immer gemeinsam auf. Jede Ethnie so unbedeutend sie auch ist, glaubt, einen eigenen Staat für sich haben zu müssen, so lächerlich gering dessen Fläche und Lebensfähigkeit auch sein mag. Hier ist das probate Mittel zur Beilegung des Konfliktes die ethnische Säuberung. Die Ethnien werden von speziell geschultem Deeskalationsfachpersonen in Ihren Häusern aufgesucht. Für gewöhnlich wird ihnen dann ein großzügig bemessener Zeitraum zur Verfügung gestellt, sich ein anderes Land, in dem man ihren Ideen aufgeschlossener gegenübersteht, umzusiedeln. Der Zeitraum, bis zum Beginn der Umsiedlung liegt meistens bei etwa dreißig bis sechzig Minuten. Das ist durchaus angemessen, denn zumeist haben diese Angehörigen quantitativ irrelevanter Ethnien ohnehin nicht viel einzupacken. Unnötig kompliziert wird die Angelegenheit erst dann, wenn die Separatisten auf ihrem Standpunkt beharren und ihren Kleinststaat an Ort und Stelle errichten wollen. Dann werden lustige Gesellschaftsspiele nötig, gemeinsame Arbeitstherapien, wie z.B. das Ausheben von großen Gruben, und letzten Endes gelingt es dabei auch meistens, die Unruhestifter zum Übersiedeln in diese Gruben zu bewegen, denn diese sind dann in der Regel so begeistert von ihrer Leistung, dass sie aus diesen simplen Erdlöchern gar nicht mehr rauskommen wollen.

[Bearbeiten] Deeskalation im Äußeren:Wie sage ich meinem Nachbarn, dass sein Territorialverhalten mich in meiner Entfaltung behindert

Im Grunde genommen ist Deeskalation zwischen zwei Staaten heute kaum noch ein Thema, denn glücklicherweise wird ja beim kleinsten Anzeichen von Konfliktsituationen durch UNA und NATO deeskaliert. Praktischerweise finden etwa 99% aller Konflikte zwischen UNA und irgend einem anderen Staat statt. Hier wird dann meistens nach Bush deeskaliert, nämlich durch den massiven Abwurf von Überraschungseiern über dem Gebiet des Staates mit dem eine Konfliktsituation vorliegt. Diese massive Geste guten Willens und friedfertiger Kompromissbereitschaft führt garantiert dazu, dass die anschließend ins Land geschickten Deeskalationsdiplomaten mit offenen Armen von der Bevölkerung empfangen werden.

[Bearbeiten] Weltweite Deeskalation: Und Friede auf Erden

Trotz des verhältnismäßig großen Gebietes der gesamten Erde gehen immer mehr Konfliktforscher davon aus, dass sich die Lösung aller eskalationsfähigen Konflikte auf dem gesamten Planeten recht einfach lösen lassen könnte. Alles was dazu gebraucht wird, ist eine ausreichende Menge atomarer Feuerkraft und ein Regime, das konsequent genug ist, die Superdeeskalation auch durchzuführen. Als Geheimtipps gelten zur Zeit Kim Jong-il, nordkoreanischer Sozialwissenschaftler und Diplomat und Hr. Prof. Dr. Amadinedschad, Inhaber des Lehrstuhles für angewandten Antisemitismus an der Universität Tel Aviv.

[Bearbeiten] Quellen

  • Ungemuth, B.: P.a.T.s.c.H in Theorie und Praxis. Kantholz, Knüpplingen, ISBN 8-7484-9826-3
  • Goebbels et al.: Revolutionsprophylaxe durch planvolle Schädlingsbekämpfung. Germania-Verlag, Berlin, ISBN 9-2372-1038-4
  • Milosevič et al.: Hausputz – Eine Populärwissenschaftliche Betrachtung ethnischer Säuberung. Apparatschik, Belgrad, ISBN 5-9418-7775-1
  • Stalin, Armleuchtermast et al.: Stalingrad – Feldstudie zur urbanen Deeskalation und Neuordnung. Rummst im Feld, Ho Chi Minh Stadt, ISBN 8-6285-1055-7
  • Kim, Ahmadinedschad et al.: Zigarrenförmige Flugkörper für den Weltfrieden – Einleitung der globalen Deeskalation. Verlagshaus Taliban & Co. KG, Islamabad, ISBN 3-7414-2587-2
  • Merkel, Schäuble, Sarrazin et al.: Homogenisierung der Volksgemeinschaft unter der Rahmenbedingung einer Freiheitlich-Demokratischen Grundordnung. JVA-Verlag Mielke & Nachf., Bautzen, ISBN 4-5921-8318-7
  • Voigt, Stoiber, Seehofer, Guttenberg et al.: Abendland in Türkenhand – Völker aus dem Osten als Bedrohung für die Nationale Integrität. Freiherrliche Buchmanufaktur Zum Hirschen, Wildbad Kreuth, ISBN 6-1651-3734-9


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