China-Restaurant

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Tianfurestaurant.jpg

Das China-Restaurant Tian Fu kredenzt Szechuan-Küche extra scharf.

„Wo sonst kann man noch für 2,30 € eine genießbare Speise bekommen?“

~ Praktikant über authentische China-Restaurants


„Die Freundlichkeit ist die wohl entwickeltste Kunstfertigkeit des erfolgreichen Betrügers.“

~ Konfuzius über das Personal in einem typischen „China-Spezialitäten“-Restaurant


„Die Chinesen essen alles, was mindestens vier Beine hat – außer Tischen und Stühlen.“

~ Prinz Philip über chinesische Küche


Dieser Artikel befasst sich in erster Linie mit dem in Deutschland nur marginal vorhandenen, authentischen China-Restaurant, einem Restaurant also, das nicht von einem vietnamesischen Besitzer geführt, von taiwanesischen Kellnerinnen musikalisch untermalt und von Filipino-Köchen mit glutamatverseuchten Entenkadavern bewirtschaftet wird, weiterhin keine Preise auf Singapur-Niveau hat, sondern ein stilsicheres Etablissement mit authentischem China-Pop, Dim Sums im Bastkorb, darunter auch die wunderbar zarten Hühnerfüße (ersatzweise auch von der Ente), Tausendjährigen Eiern, einer dezenten Auswahl an Meeresgetier ohne „chinesischen Hummer“ und einer Kellnerschaft aus der chinesischen Provinz.

[Bearbeiten] Merkmale eines echten China-Restaurants in Deutschland

[Bearbeiten] Die Internetpräsenz

Grundsätzlich nicht vorhanden, da von Beijing aus nicht zensierbar. Würden die Betreiber es dennoch wagen, müssten sie ernstlich um das Wohlergehen ihrer daheimgebliebenen Familienangehörigen fürchten. Mittlerweile sind die Behörden jedoch gnädiger geworden und erlauben in begründeten Ausnahmefällen selbstverständlich nur auf Antrag unvollständige Fotografien der Speisekarte, Adresse und Öffnungszeiten einzustellen, aber keinesfalls mehr!

[Bearbeiten] Das Personal

Die Chinesen sind ein sehr temperamentvolles Volk und so kann es gelegentlich vorkommen, dass sich die chinesichen Köche in der Küche mit dem aufmüpfigen Kellner über das Service-Tempo oder ausstehende Wettschulden in die Haare kriegen, was regelmäßig zu Schlägerein und blutigen Nasen führt. Der Kellner zieht bei diesen Auseinandersetzungen meist den kürzeren und kommt mit zerissenem Hemd kleinlaut aus der Küche, um seine Nerven erst einmal mit einem Pflaumenschnaps und einer chinesischen Zigarette zu beruhigen. Fragt man ihn, was die Ursache des Streits gewesen sei, wird er einen anlächeln und nur sagen: „Och, kein Ploblem, das ist bei uns nolmal“ und sich wieder seiner Arbeit widmen. Es wird in diesem Restaurant überhaupt nur eine Bedienung geben, die der deutschen Sprache einigermaßen mächtig ist, der Rest der Belegschaft radebrechert vor sich hin: „Den Gulkensalat fül Pelsonen zwei?“ und antwortet ansonsten auf alle Fragen mit „Ja!“

[Bearbeiten] Die Einrichtung

Crazy Restaurant.jpg

In China sehen die Restaurants gelegentlich aus wie Fabrikhallen, was der Quaität der Speisen aber nicht abträglich ist.

Das authentische China-Restaurant wird mit großen runden Drehtischen eingerichtet sein, die mindestens Platz für 8 Personen bieten und das in China so beliebte Von-Jedem-Etwas-Menü ermöglichen. Unendlich viele Speisen werden auf den Drehtisch gehäuft, bis die Tischplatte sich bedrohlich biegt und jeder Gast dreht die gewünschte Speise einfach zu sich hin, ohne die so typisch deutsche Frage stellen zu müssen: „Darf ich vielleicht mal von deinem probieren?“

An den Wänden hängen Bilder von dem daheimgebliebenen Teil der Familie in der chinesichen Provinz, die mit den Einnahmen aus dem Restaurantbetrieb fürstlich versorgt wird und Tafeln mit chinesischen Schriftzeichen und Kalligraphien geben dem Ambiente eine fernöstliche Gemütlichkeit. Die sanitären Anlagen des Restaurants werden nicht ganz den deutschen Hygienevorschriften entsprechen und sollten vom Gast vorzugsweise erst gegen Ende des Mahls betreten werden, damit er sich den Appetit nicht durch den Geruch halbverdauter Tausendjähriger Eier und den Anblick übergelaufener Pissoirs verdirbt.

[Bearbeiten] Das Publikum

Sollten chinesische Reisegruppen, die sich geschäftlich oder touristisch in der Stadt aufhalten, das Lokal überfallen und deutsche Gäste in der Minderzahl sein, weiß der Gast, dass er in einem authentischen China-Restaurant gelandet ist. Auch intellektuelle Sinologie-Studenten sind hier anzutreffen und ihre Erinnerungen kreisen bei den Tischgesprächen um die letzte Studienreise nach Peking oder Shanghai. Der Kellner wird von den Studenten für das Ausprobieren der ersten erlernten chinesischen Vokabeln missbraucht und der studentische Stammgast beeindruckt seine neue Freundin mit seinen hervorragenden Kenntnissen der Speisekarte („Schatzi, Du solltest unbedingt die Wan-Tan-Suppe probieren, die ist hier besser als bei meinem Lieblingschinesen in Peking “ ). Kurz bevor das normale Publikum das Restaurant verlässt, betritt der uralte Patron der Familie mit seinen mafiösen Gefolgsleuten das Lokal und bekommt ohne zu bestellen die Köstlichkeiten des Hauses kredenzt. Beim Essen wird man ihn rülpsen und flatulieren hören, denn diese Angewohnheit gilt in China als selbstverständlich und besitzt dort nicht den sittenwidrigen Charakter, den es in Deutschland allgemeinhin hat.
Gelegentlich verirren sich auch deutsche Spießbürger in das Lokal, bestellen ein Pils, die obligatorische Ente süß-sauer und beschweren sich alsbald beim Kellner, dass die Soße nicht die ihnen so vertraute glutamatöse Konsistenz besitzt.

[Bearbeiten] Akustische Untermalung

In einem authentischen China-Restaurant wird permanent authentischer China-Pop aus den Lautsprechern ertönen, eine bizarre Mischung aus synthetischen Chinaflöten-Imitaten, Rock-Elementen, Plastikschlagzeug und chinesisischer Lyrik, die beim gemeinen Westeuropäer nach einer halben Stunde allergische Erscheinungen hervorrufen kann. Die SängerInnen dieser Musik erzählen mit piepsigen vibratösen Stimmen von ihrem Herzschmerz, der Ein-Kind-Politik in ihrer Heimat, schlechtgewordenen Tausendjährigen Eiern oder huldigen einem der vielen Kaiser aus der Ming-Dynastie. Die musikalische Dauerberieselung vermischt sich mit dem melodiösen Geschnatter der chinesischen Gäste, das in seiner Intensität mit der Menge des konsumierten Alkohols korreliert, zu einer sehr typischen Geräuschkulisse, die der in vielen europäischen Restaurants vorherrschenden vornehmen Stille diametral entgegen steht.

[Bearbeiten] Die Speisekarte

[Bearbeiten] Speisen

Schlangensuppe.jpg

Die Schlangensuppe ist mit Vorsicht zu genießen und schmeckt etwas glitschig.

Je nach Herkunft der Restaurant-Inhaber kann die Speisekarte sehr unterschiedlich ausfallen. Die Szechuan-Küche gilt als besonders schmackhaft und ist für den europäischen Durchschnittsmagen grenzwertig scharf gewürzt. Sollte der Gast z.B. den Szechuan-Rindfleischtopf extra scharf bestellen, der zu 50% aus getrockneten roten Chillies besteht, wird seine Toilette am nächsten Morgen einwandfrei desinfiziert sein und auch der Gurkensalat sauer scharf sollte dem Gast das Wasser auf die Stirn treiben. Sehr beliebt bei den chinesischen Gästen sind die sogenannten Suppen, vergleichbar mit dem europäischen Fondue. Große wokartige Gefäße werden auf den Tischen aufgebaut, über einer offenen Flamme erhitzt und in der schmackhaften Brühe kann der Gast selbst allerlei Köstlichkeiten - bestehend aus Fleisch, Meeresfrüchten und Gemüsen - garen und mit viel Zeit und Muße verzehren. Tausendjährige Eier mit grünem Schimmelrand und Schlangensuppe sind ebenso wie die Entenzungen nur wirklich hartgesottenen Zeitgenossen zu empfehlen, diese Speisen weichen extrem von den europäischen Geschmacksgewohnheiten ab und erzeugen bei dem unerfahrenen Gast Brechreiz und Ekel.

Es gibt auch Speisen, die nicht auf der Speisekarte auftauchen, da sie in Deutschland verboten sind. Dazu gehören sowohl das frisch geköpfte Affenhirn als auch der eingelegte Walroßhoden. Sollte der Gast in den Genuß dieser Spezialitäten kommen wollen, muss er nur den Inhaber des Restaurants in einer ruhigen Minute beiseite nehmen, eine Vorbestellung aufgeben, etwas Schmiergeld zahlen und einige Tage später kann er dann nach Herzenlust in einem abgetrennten Raum des Lokals die extravaganten Speisen genießen und gegebenenfalls gleich wieder in den bereit gestellten Spucknapf loswerden.

[Bearbeiten] Aufmachung

Das ansprechende Design der mit Fettflecken betupften Speisekarte eines authentischen China-Restaurants ist von symphatischen Rechtschreibfehlern durchsetzt, die den deutschen Gast gelegentlich verwirren können. Aus Lammfleisch extra scharf wird Lärmfleisch mit Chillies lot, was die flatulenzfördernden Konsequenzen des Konsums dieser Speise treffender nicht beschreiben könnte und das Krabbenfleisch mit Seealgensalat liest sich auf der Karte als Klabbenmengerei mit Meeresblumen, was dem Gast einen kleinen Einblick in die blumige Sprache chinesischer Dichtkunst ermöglicht. Der routinierte Stammgast lässt sich ohnehin lieber vom Kellner persönlich beraten und würdigt der Speisekarte keines Blickes, da die wirklichen Spezialitäten des Restaurants in dieser ohnehin nicht auftauchen.


[Bearbeiten] China-Schnellrestaurants

Die Sparte der China-Schnellrestaurants bietet eine neuartige, extrem schnelle und rustikale Küche.

Grundsätzlich bestehen chinesische Schnellgerichte aus 4 Tsu-Ta-Ten:

1. Stärkekleister 2. Fett 3. Glutamat 4. Salz.

In ganz billigen Schnellrestaurants wird aus Gründen der Zeitersparnis meistens das Salz, manchmal auch der Stärkekleister weggelassen. Da diese Bestandteile zusammen einen recht unansehnlichen Matsch ergeben, werden zur optischen Aufmachung Polymer-Imitate von verschiedenen Grundnahrungsmitteln wie Fleisch, Fisch, fette Enten oder Gemüsen beigelegt. Aber Vorsicht, diese dienen nur zur Dekoration und sind nicht zum Verzehr geeignet.

Der Weltrekord für die Tsu-Bereitung in einem China-Schnellrestaurant liegt bei 0,81 Sekunden, allerdings wurde dabei versehentlich das Fett vergessen. In den nächsten Jahren ist mit einer weiteren Steigerung der Tsu-Bereitungs-Geschwindigkeit zu rechnen, in geheimen Forschungszentren in Taiwan ist man durch Einsatz modernster Koch-Robotik auf einen Spitzenwert von 23 Millisekunden gekommen. Aber bisher nur für reines Glutamat.

Heutzutage gibt es in jeder Stadt mit mehr als 100 Einwohnern mindestens 572 China-Schnellrestaurants pro Straße. Diese bekämpfen sich untereinander, enstehen und verschwinden innerhalb von Tagen (manchmal Stunden) und haben unverständlicherweise allesamt exakt identische Speisekarten (1.850 Gerichte aus obigen 4 Tsu-Ta-Ten).

China-Schnellrestaurants werden übrigens oft von Studenten besucht, für die eine noch so grausliche Abwechslung zum Mensafraß hochwillkommen ist. Auch Lebensmittel-Kontrolleure aus Berlin-Pankow sind dort immer wieder anzutreffen, wenngleich aus ganz anderen Gründen.

[Bearbeiten] Soziologische Aspekte

Der regelmäßige Besuch eines authentischen China-Restaurants verändert die Rezeption des fernöstlichen Lebensstils und seiner Esskultur, baut Vorurteile gegenüber den chinesischen Sitten und Gebräuchen ab und ermöglicht dem deutschen Gast über seinen eigenen mit Jägerschnitzel, Hackwurst und Saumagen gefüllten Tellerand hinaus zu blicken. Da eine - schon von Nostradamus prophezeite - chinesische Invasion Deutschlands kurz bevor steht, ist der Besuch beim Chinamann nicht nur eine willkommene kulinarische Abwechslung im vom Mikrowellenfraß dominierten Speiseplan des Otto-Normal-Verbrauchers, sondern auch Überlebenstraining für die Zukunft. Je eher der Deutsche die fremden Sitten und Manieren adaptiert, destso besser wird er sich im chinesisch geprägten Deutschland von Morgen zurecht finden. Also, auf zum nächsten guten (nicht nächstbesten!) China-Restaurant in Ihrer Nähe!

[Bearbeiten] Fotogalerie

[Bearbeiten] Zitate

  • Ich nehme die Besondere Empfehlung sowie eine Flasche Pflaumenwein. – Letzte Worte eines Gastes in einem China-Schnellrestaurant
  • Ihnen Ente geschmeckt? – Letzte Worte der Taiwanesin, die Arnold Schwarzenegger bediente

[Bearbeiten] Literatur

  • Kǒng Fūzǐ (Hrsg.) & Yuán Yīn Yáng: Die chinesische Spezialitätenküche: 3000 Methoden, seinen Gästen in Ewigkeit himmlische Ruhe zu bescheren. Tiān'ānmén-Verlag; Übersetzungen ins Deutsche, Englische, Hebräische sowie weitere international verständliche Sprachen: Kosher Nostra-Verlag, ISBN 1-8983-2409-9
  • Michel Hartzvierler: Wie mich ein China-Restaurant vor dem Hungertod bewahrte. Autobiographie.. Verlag Sozialer Wohlstand, ISBN 1-7087-8179-9

[Bearbeiten] Siehe auch


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Dieser Artikel ist Artikel der Woche 7/2007
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