Bundespräsident

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Bundesadler-Inn aller
Bundespräsident-Inn-en

Dieser Artikel bewegt sich hart an der Grenze zur Verunglimpfung.

Verunglimpfung des Bundespräsidenten ist nach §90 StGB unter Strafe gestellt. Das bedeutet, dass man mit abfälligen Äußerungen über das Amt und die Person sehr vorsichtig sein muss, selbst wenn der letzte Pfeifenreiniger zum Bundespräsidenten gewählt wurde. Es verhält sich so ähnlich wie bei Mohammed, nur dass von der Todesstrafe inzwischen meist kein Gebrauch mehr gemacht wird.
Aus diesem Grund ist dieser Artikel weichgespült und behutsam auf die wichtigsten Wahrheiten reduziert worden.

„Was müssen dies für Schweinepriester sein, dass sie bei Verunglimpfung eines der ihren besondere Härte walten lassen, die Verunglimpfung meiner Person jedoch zugleich tolerieren oder gar gutheißen?! Möge Allah über diese Ungläubigen Gericht halten und seinem Gesetz in gleicher Weise Geltung verschaffen, wie sie es dem ihrigen tun!“

~ Mohammed über § 90 StGB

„Die Existenz der §§ 90 ff. StGB ist richtig und wichtig. Schließlich ist der deutsche Bundespräsident eine Respektsperson, genau wie ich es bin. Was ich nur nicht verstehe, ist, dass sie unsere schöne Deutsche Demokratische Republik dafür, dass wir auf Basis vergleichbarer Regelungen entsprechende Entscheidungen getroffen haben, als Unrechtsstaat bezeichnen.“

~ Erich Honecker über §§ 90 ff. StGB

Dieser Artikel beschreibt das Amt des Bundespräsidenten in Deutschland.
Es soll noch weitere Staaten in der Welt geben, die sich einen Bundespräsidenten halten. Warum, weiß kein Mensch.


Der/die Bundespräsident-Inn – ablegeitet von Kaiser-Inn, Keisar-Inn, Kayser-Inn, Keiser-Inn oder Keyser-InnNOTE for the English natives: meaning "Emperor" – die alle von Gaius Iulius Caesar-Inn stammen – ist der leitende Pensionierte der Bundesrepublik Deutschland, eine Verkörperung dessen, was bei uns einem von Gottes-Gnade-König am nächsten kommt. Um zu vermeiden, dass ein-e Bundespräsident-Inn eine Dynastie gründet und der ganze Ärger von vorn losgeht, wird durch eine Spermaanalyse und/oder geignete Methoden sichergestellt, dass ein-e Bundespräsident-Inn bei Amtsantritt das zeugungs-gebär-fähige Alter bereits überschritten hat.

Wesen des Amtes

Das Amt des-der Bundespräsidenten-Inn vereinigt die Funktionen eines-r Frühstücksdirektors-Inn, eines-r Grüßaugusts-Inn, eines-r Unterschriftsautomaten-Inn und eines-r Kleiderständers-Inn. Außerdem obliegt es dem-der Bundespräsidenten-Inn in der Regel, als Motiv für eine-n Briefmarke-n zu dienen. Hierzu muss er-sie stillhalten, bis alle Briefmarken gedruckt sind. Dies ist aber kein besonderes Problem, weil er-sie nur etwa alle 3 Monate mit einer Rede an die Öffentlichkeit gehen muss, etwa zu Weihnachten, zum Tag der deutschen Einheit oder anlässlich einer neuen Frisur der Bundeskanzlerin.

Finanzielles Wesen

siehe auch Besoldung/Entschädigung

Auch der-die Gatte-Inn beteiligt sich seit den Zeiten von Frau Bundes-Gatte-Inn Scheel an den reichlich fliessenden Steuermitteln, die den Darsteller-Innen dieses Luftschloss-Amts einen sorglosen Lebens-Mittag-bis-Abend ermöglichen und auch nach Ausscheiden aus dem Luftschloss-Ensemble reichlich weiter fliessen.

Amtssitz

Der Amtssitz des Bundespräsidenten ist die Villa Hammerhart in Bonn. In diesem Kabinett voller Darkrooms, SM-Studios und Heavy-Metal-Proberäumen kann der Präsi die Sau rauslassen und allen Leidenschaften nachgehen, die in der Öffentlichkeit nicht so gut kommen. Soll es dagegen etwas gesitteter zugehen, begibt sich der Präsident mit Gattin und Hund in das Schloss Bellwau in Berlin.

Wahl, Kür, Einsetzung

Der-die Bundespräsident-Inn wird, wie von der Luftschloss-Theater-Direktion in Rücksprache mit der Dramaturgie vorher bestimmt, gekürt und eingesetzt, von der Bundesversammlung feierlich bestätigt (siehe dazu Wahlhandlung). Die Bundesversammlung ist eine Art Schützenfest auf Bundesebene, bei dem sich verdiente Bürger aus allen Bundesländern in ihre Trachten, Matrosenanzüge und Seppelhüte werfen und vor dem Reichstag in Berlin zu Bier und Grillwürstchen zusammenkommen. Bei schlechtem Wetter wird drinnen gegrillt. Ist genug Bier geflossen, so kann die feierliche Wahlhandlung beginnen. Diese geht normalerweise zügig vonstatten, so dass die Versammlungsmitglieder schnell noch ihre Sitzungsgelder einsacken und die Limousine, den Flug, die niedrigeren darunter auch den 1.-Klasse-Zug, nach Hause nehmen, oder in kleinen Gruppen noch eine Rundtour durch Berliner Eckkneipen machen können.

Ein ungeschriebenes Gesetz besagt, dass nur männliche Humanoiden das Amt des Bundespräsidenten bekleiden dürfen, eventuell zur Wahl aufgestellte Damen sind nur dem emanzipatorischen Zeitgeist geschuldet und stellen keine ernstzunehmende Alternative zu einem gestandenen Mannsbild dar. Pro forma werden jedoch ab und zu Kandidatinnen aufgestellt, die sogar selbst denken, eine ernsthafte Chance zu haben.

Besoldung/Entschädigung

Ein Bundespräsident muss selbstverständlich angemessen entschädigt werden, bei diesem wichtigen Amt handelt es sich schließlich nicht um ein Ehrenamt, sondern um eine vollberufliche Tätigkeit, auch wenn keinerlei besondere Qualifikation zur Ausübung derselbigen erforderlich ist. Die Entlohnung setzt sich aus folgenden Pauschalen und Naturalienzahlungen zusammen:

  • Händeschüttelpauschale - Diese Pauschale ist der größte Posten und entschädigt den Bundespräsidenten für die Abnutzung seiner rechten Hand, die er am Tag ca. 400 mal ausstrecken, schütteln und wieder einholen muss. Pro Amtszeit kommt ein Präsident auf durchschnittlich 146.000 Händeschüttelvorgänge, sein Handvolumen schrumpft dabei etwa um 20%, die Belastung der Hand-, Arm-, und Schultermuskulatur ist immens. Pro Händeschüttelvorgang wird ein Präsident mit 7,29 € entlohnt, in einer fünfjährigen Amtszeit macht das zusammen steuerpflichtige 1.065.000 €. Seltsamerweise wird diese Pauschale dem Präsidenten bis zu seinem Lebensende als Ehrensold weitergezahlt, obwohl eine Abnutzung der rechten Hand nicht mehr stattfindet.
  • Laberpauschale - Ein weiterer wichtiger Posten stellt die Laberpauschale dar, denn ein Bundespräsident sondert pro Amtszeit in seinen unzähligen Reden, Appellen, Verallgemeinerungen und obsoleten Kommentaren zum Zeitgeschehen etwa 45 Millionen Wörter ab. Dabei wird die Zungen-, Mund-, und Halsmuskulatur extrem beansprucht, wofür der Präsident mit 0,32 € pro abgesondertem Wort entschädigt wird, Füllwörter und Geräusche wie „Äähhmms“ ausgenommen.
  • Der Weinkeller des "Schlosses Bellwau" muss ständig mit den edelsten Tropfen gefüllt sein, um die zahlreichen Staatsgäste angemessen abzufüllen. Dafür erhält der Kellermeister des Bundespräsidenten freie Lieferungen deutscher Winzer, die sich umgerechnet auf ca. 120.000 € im Jahr belaufen. Der größte Weinposten beläuft sich dabei auf den Riesling - Entlauffener Katzenbeißer Schwatzriesling - 1992, dessen Konsum schon so manchem Staatsgast unvergessliche Stunden mit der jeweiligen Gattin des Bundespräsidenten oder ihrem Butler beschert hat.

Als einzige Besoldungsgruppe sind die Entschädigungszahlungen an den Bundespräsidenten direkt an die Inflationsrate gekoppelt, um den Amtsinhaber von der immer näher rückenden Armutsgrenze fern zu halten.

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Mit ihm war Deutschland nahe dran, zur Monarchie zurückzukehren. Alles hätte so schön sein können.

Bisherige Amtsinhaber

Theodor Heuss (1949–1959)

Theodor Heuss war der erste Bundespräsident und musste seinen Amtssitz noch selber tapezieren. Er freute sich mit den Deutschen über das Wirtschaftswunder nach dem Krieg und über die Wiederbewaffnung. Den neuen Soldaten der Bundeswehr gab er 1958 das Motto „Na dann siegt mal schön“ mit auf den Weg. Der Befehl wurde allerdings bisher nicht ausgeführt (Stand 2017). 1955 wurde nach Armeegründung und gewonnener Fußball-WM die deutsche Nationalhymne auf Heuss umgedichtet: "1. Der Theodor, der Theodor, der steht bei uns im Fußballtor, und was er hält, das macht Deutschland so groß wie noch niemals zuvor. 2. Seht her, seht her, wir sind jetzt wer, mit unsrer neuen Bundeswehr, und jeder ist ein Arsch mit Ohren welcher dafür zu früh geboren." Nach internationalen Protesten wegen neuen deutschen Größenwahns wurde diese ersten Strophen der Hymne ganz gestrichen. Da in der Politik Deutschlands noch einige Nazis tätig sein durften, gilt aufgrund dieser Thorheit in der Geschichtsschreibung Heuss als damaliger Nationalthorwart. Als Papa Heuss der Deutschen blieb er einzigartig, während mit Inge Meysel als Mutter der Nation und Angela Merkel als Mutti bereits zwei Frauen diesen höchsten emotionalen Rang hatten im Lande der Zipfelmützen-Deutschmichel, die Tendenz also zum Matriarchat weist, aber dennoch bislang keine Bundespräsidentin gekürt wurde.

Heinrich Lübke (1959–1969)

Heinrich Lübke prägte das Amt des Bundespräsidenten mit seiner unnachahmlichen Rhetorik. Die Einleitung „Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Neger“ gehört seit Lübke zum Repertoire sämtlicher Bundespräsidenten bei Neujahrsansprachen und Empfängen und ist heute aktueller denn je. Lübke war der einzige Zigeuner im höchsten Amt der Republik. Wo er und seine First Matron Wilhelmine auftauchten hieß es „Kinder, holt die Wäsche ʼrein, die Lübken kommen!“. Aber auch bei Sinti, Roma und Jenischen war er nicht wohlgelitten, hatte der lupenreine Demokrat doch 1944 noch KZ-Baracken entworfen. Verbittert und enttäuscht ging er in den Untergrund und gründete die Sauerland-Gruppe, während seine Frau die Deutsche Altershilfe stiftete mit ihr als erster Stiftsdame und ihrem senilen Gatten als erstem Betreuungsfall.

Gustav Heinemann (1969–1974)

Stamps of Germany (BRD) 1971, MiNr 645.jpg

Mit Gustav Heinemann kam erstmals ein überzeugter Demokrat in das Präsidentenamt. Wie alle überzeugten Demokraten hatte er nicht die geringste Wirkung. Dafür machte er immerhin dickrandige Kassengestelle populär. Auch als Briefmarke war er der erfolgreichste aller Bundespräsidenten.

Walter Scheel (1974–1979)

Walter Scheel war der Entertainer im Präsidentenamt. Da er gegen Heinemanns Briefmarke nicht anstinken konnte, verlegte er sich darauf, die Post persönlich auszutragen. Zu diesem Zweck fuhr er auf einer gelben Postkutsche singend durch ganz Westdeutschland. Die Zustellungsdauer von Briefen innerhalb Deutschlands verkürzte sich in dieser Zeit auf wenige Wochen, ein Rekord, der nach ihm nie wieder erreicht wurde.

Karl Carstens (1979–1984)

Karl Carstens war der lustige Wandersmann im Präsidentenamt. Er wäre gern noch zu einer zweiten Amtszeit angetreten, ging aber leider irgendwo auf einsamen deutschen Wanderwegen verloren und ward nicht mehr gesehen. Seitdem ranken sich viele Sagen um diesen Präsidenten. Menschen raunen sich zu, ihn des Nachts im Kyffhäuser, bei Nebel im Odenwald, bei Sturm auf einem nordfriesischen Deich oder lasziv räkelnd auf der Loreley gesehen haben zu wollen, und es geht die Prophezeiung, dass er eines Tages in einer namenlosen Schankwirtschaft einkehren und nach einem erfrischenden Weizenbier die Amtsgeschäfte wieder übernehmen und Deutschland retten werde.

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Raue Schale, rauer Kern: Ein Bundespräsident muss in jeder Lage Haltung bewahren, auch wenn die Tauben schon im Anflug sind.

Richard von Weizsäcker (1984–1994)

Mit Richard von Weizsäcker kam erstmals wieder der Hochadel in das höchste Staatsamt. Er ging vielen Deutschen zwar etwas auf die Nerven, weil er sie an den einen oder anderen verlorenen Krieg erinnerte, die die meisten schon lange vergessen hatten. Aber er tat dies mit einer solchen Haltung, Würde und Eleganz, dass ihn die Deutschen glatt wieder zum König, Kaiser oder wenigstens zum DFB-Präsidenten gewählt hätten, wenn man sie gelassen hätte. Richard v. Weizsäcker galt als der Robert Redford der deutschen Politikszene und machte während seiner Amtszeit großen Eindruck auf intellektuelle und adelige Frauen jenseits der 60. Er soll sogar einmal die Einladung der englischen Queen zu einer intimen Kreuzfahrt in der Karibik mit den Worten: „Sorry Liz, I'm married.“ ausgeschlagen haben.

Roman Herzog (1994–1999)

Mit Roman Herzog kam schon wieder ein Adliger in das Amt. Herzog versuchte, den Stil seines Vorgängers zu imitieren und wollte daher unbedingt auch eine bedeutende Rede halten. Leider verfehlte er das Thema und faselte irgend etwas von einem Ruck beim Mehltauziehen, was keiner der fest verankerten und unbeweglichen Besitzstandswahrer so richtig interpretieren konnte.

Johannes Rau (1999–2004)

Johannes Rau hatte sich schon als kleiner Juso gewünscht, eines Tages Bundespräsident zu werden, und am Gittertor des Bundespräsidialamtes gerüttelt. Als er es endlich erreicht hatte, machte er aus seinem Leitspruch „Langweilen statt Spalten“ ein Motto für ganz Deutschland. Sein calvinistisches, von großer Trägheit, Langeweile und Anachronismen geprägtes Weltbild und die beispiellosen Grabesreden aus seinem halbschiefen Mundwinkel entsprachen in keinster Weise der ungeheuren Dynamik des wiedervereinigten Deutschlands, und die meisten nicht evangelischen Deutschen schämten sich für ihren Bruder Johannes in Grund und Boden.

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Ein Bundespräsident muss dieses ganz Besondere, dieses gewisse Etwas haben, das vor allem auf Schwarzweißfotos zum Ausdruck kommt. In vielen Amtsstuben hängt sein Schwarzweißfoto und wird von Sachbearbeiterinnen angehimmelt.

Horst Köhler (2004–2010)

Weil sich in Deutschland offenbar kein Dummer geeigneter Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten mehr fand, wurde 2004 mit Horst Köhler erstmals ein Sparkassendirektor aus dem Ausland verpflichtet. Hochrangige Politiker verknüpften mit der Nominierung Köhlers vor allem die Hoffnung, er würde den Niedergang der deutschen Regierungspolitik aufgrund seiner fehlenden politischen Erfahrung lediglich rhetorisch untermalen und sich sonst bis zu seiner Pensionierung nicht weiter darum kümmern. Ganz im Gegensatz dazu interpretiert Köhler sein Amt sehr modern und mischt sich verdammt nochmal immer wieder und andauernd in das tagespolitische Geschäft ein, was sich für einen Bundespräsidenten zumindest nach dem Willen der Bundesregierung zum Kuckuck ganz und gar nicht und überhaupt nicht ziemt. Ursache für diese Fehlinterpretation seiner Aufgaben ist sicherlich sein weltfremdes Quereinsteigertum, aufgrund dessen Köhler tatsächlich meint, in der Politik ginge es um die Verbesserung der allgemeinen Lebensumstände und um visionäre Entwürfe einer besseren Gesellschaft. Diese anmaßende, durch einfältige Bescheidenheit kaschierte Selbstüberschätzung hat dem aktuellen Präsidenten viele Feinde in der Politik eingebracht, die er aber konsequent ignoriert.

In Absprache mit Anne Will hat Bundeshorst vor laufender Kamera den Job gekündigt und will sich als unabhängiger Finanzberater eine eigene Existenz aufbauen.

Jens Böhrnsen (2010)

Wie die Jungfrau zum Kinde kam der Bremer Bürgermeister durch den Rücktritt Köhlers zum höchsten Staatsamt. Wie üblich bei Ernennung eines nichtgewählten Staatsoberhauptes wurde eine Neuwahl innerhalb 30 Tagen angesetzt. Böhrnsen verzichtete darauf, im Schloss Bellevue zu residieren und bezog als Amtssitz vorrübergehend eine bescheidene Köhlerhütte im Spreewald. Wie das Leben so spielt, Böhrnsen gefiel's, und angeblich blieb er bis heute dort und züchtet seitdem Gurken, jedenfalls hat man seitdem nichts anderes mehr über ihn gehört.

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Als Bundespräsident wird man oft von blutjungen Groupies angefallen, die total auf Deutschland stehen.

Christian Wulff (2010–2012)

auch Wulff der Biedere, von seinen Amigos auch WW (Weichei Wulff) genannt

Nach dem Abgang Köhlers herrschte in Deutschland allgemeine Ratlosigkeit. Genaugenommen auch vorher schon, aber das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls schrieb das Grundgesetz vor, dass innerhalb von 30 Tagen ein Neuer her musste. Und das auch noch während einer Fußball-WM! Wie sollte das gehen? Im Eilverfahren wurde ein spezielles Casting durchgezogen, aus dem der bisherige niedersächsische Ministerpräsident Wulff als Sieger hervorging. Wulff ist bei Amtsantritt der jüngste aller bisherigen Bundespräsidenten, wurde jedoch von seinen Wählern als ausreichend senil für das Amt erachtet. Das bemerkenswerteste an ihm ist das Tattoo seiner jugendlichen Ehefrau, einer ehemaligen Berufsnutte, das als Symbol für die Integration geschmacklich Behinderter in unsere Gesellschaft verstanden werden will.

Wulff glänzte während seiner Amtszeit besonders durch die immer wieder versuchte, bieder-plumpe, Verschleierung korrupter Praktiken, die er während seiner Zeit als niedersächsischer Ministerpräsident erlernt hatte und auch als Bundespräsident weiterhin betrieb, was die deutsche Öffentlichkeit immer weniger und weniger bejubelte. So ließ sich Wulff von Industriellen und eigentlich jedem dahergelaufenen Geschäftsmann gerne in Luxushotels einladen, nahm Geldgeschenke als Gegenleistung für kleinere und größere Gefallen an, und scheute sich auch nicht davor, seine angeblichen Verfehlungen durch hanebüchene Richtigstellungen zu rechtfertigen. Seine wahre Größe zeigte er schon in der Wahl – der Wahl seines Familien-Klinkerhäuschens, von Frau des Freundes finanziert. Später wurde diese Schwarzgeld-Unterstützung in einen Bank-Graugeld-Kredit einer mit Wulff befreundeten Bank umgewandelt. So blieb alles in der Familie, wie es sich für Wulffs gehört.

Selbst wenn Wulff das Amt zwei volle Amtsperioden lang bekleiden sollte (eine höchst hypothetische Anmaßung), wäre er beim Ausscheiden erst 61 Jahre alt. Danach stehen ihm auf Lebenszeit neben einer üppigen Pension auch noch ein bemanntes Büro, bemannter Dienstwagen, befrauter Fahrer und befraut- und bemannter Personenschutz zu. Aus diesem Grund musste im Zuge seiner Amtsübernahme gleichzeitig ein Sparpaket für den Bundeshaushalt in Angriff genommen werden, um diese zukünftigen Lasten rechtzeitig abzufedern. Auf jeden Fall wird dieses persönliche Sparpaket von Wulffs persönlichen Freunden persönlich verwaltet.

Wulff hat sich selbst aus dem Amt gejagt, hatte es endgültig satt zwischen seinem Stadtschlösschen und Berliner Häuschen (beides bloß verputz, ohne Klinker!) in seiner Limousine gependelt worden zu sein, und veranlasste Mitte Februar 2012 ein Gerichtsverfahren zur Aufhebung seiner, zum Schnäppchenpreis durch seine Freunde beschaffener und ihm geschenkten, Immunität (siehe Widerstand, Widerstandskämpfer) und trat unmittelbar darauf, am 17. Februar 2012, zurück.

Franz-Josef Strauß wäre niemals über seine Amigos gestolpert.“

~ Ulrike Herrmann über das Weichei Wulff und die neuen Zeiten nach Strauß, Schröder & Co. (Schlagzeile zu TAZ-Artikel, 17.2.12)


„Die Vuvuzelas gehören inzwischen auch zu Deutschland.“

~ @Boris T. Kaiser über den Zapfenstreich, 8.3.12


„Aus dem Amt gepfiffen ... Als erster Präsident überhaupt ... mit einem gigantischen Pfeifkonzert verabschiedet worden.“

~ Katharina Schuler über den Zapfenstreich, in der Zeit [1]


Vorläufige Besetzung 2012

Horst S. (02/2012-03/2012)

Die Spielregeln der föderalen deutschen Bundesrepublik erlauben keine oberhauptlosen Zeiten. Wulffs Rücktritt zog folglich die sofortige Ernennung des gerade amtierenden Bundesratspräsidenten Horst S. nach sich, allerdings nur für die 30 Tage bis zur Neuwahl. Zweifellos der geeignetste Mann im Staate für die resolute Ausübung des hohen Staatsamtes, aber gerade deshalb wandte sich Kanzlerin Merkel umgehend an die Opposition, um einen weniger geeigneten überparteilichen Kompromisskandidaten zu finden. Da die oppositionellen Grünen gewöhnlich nicht mit der CSU können, kann sich Merkel sicher sein, dass Seehofer nicht als Kandidat nominiert wird.

Die Kandidaten 2012

Thomas G.

Häuschenrennen – Unter den Kandidaten schwimmt der blau-gelb-gold-grün-rot-rot-schwarze Thomas G. oben heraus. Er hat das schönste Häuschen, Marienfelschen.

Erich H.

Die Linke-PDS-SED schickt ihren Großgenossen Ehrenvorsitzenden Auf Ewige Zeiten Erich H. ins Rennen, eine Delegation fliegt nach Chile zu Gesprächen über Bedingungen die Großgenosse Ehrenvorsitzende Auf Ewige Zeiten stellt, damit er sein Amt in Würde antreten kann, u.a. Ernennung durch den Obersten Sowjet der GDR (ГДР, Germanskaja D. Respublika). Als Dafür-Kandidaten stellt sich das Die Linke-PDS-SED & ex-SPD Duo "Sahra & Oskar" aka "Die Unschlagbaren" zur Verfügung.

Wolfgang H. und/oder Margot K.

Ein hoher Geistlicher (mit oder ohne seine Brüder?) und/oder eine hohe Geistlicher-Inn, als Staatsoberhaupt-Inn? Warum nicht?! Schließlich haben lupenreine Demokratien wie Afghanistan und der Iran dieses Konzept bereits ausgiebig erprobt... (siehe auch die Pfarrerstochter Angela M. und der Pastor Joachim G.).

Sponge B.

Der Kandidat der Piratenpartei ist SpongeBob, eine saubere Lösung, vom Tellerwaschlappen direkt ins Bellevue ohne korruptionsbelastete Karriere dazwischen. Die Partei will mit diesem Copyrightbruch beweisen, dass aus Staatsräson die geplante verschärfte Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen per ACTA-Gesetz ad acta gelegt werden sollte, und in der Tat, einen saubereren Kandidaten wird man wohl kaum finden.

Dr. plag. plag. strg+c strg+v Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu G.

Der Arbeitslose Doktor Doktor Non Honoris Causa Causa Freierherr von und zu G. wurde von allen seinen Unterstützer-Innen mit Überwältigender Mehrheit von 750% zur Bundespräsident-Inn-Kandidat-Inn gekürt. Doch findet die Kontrollkommission in Leitung des Bundeswahlfälschungsbeauftragten Muhammad Husni Mubarak ‏محمد حسني مبارك heraus das die Kür gefälscht wurde.

Friedbert M.

Da Angela Merkel aber weiteren Schaden vom Amte des Bundespräsidenten fernhalten will, beschließt sie eine weitere Kandidatur und Kürprozedere, durch die der Adoptivsohn-Inn der Kanzlerin automatisch Präsident-Inn wird. Zu diesem die Mittel heiligenden Zweck adoptiert sie ihren Lieblingsunionspolitiker Friedbert.

Hape K. und/oder Horst

Wo bleibt Hape K. ?! Wo bleibt Horst?

Beate K.

Oder auch die Geopferte. Im letzten Moment suchte Die Linke/PDS/SED in den Stasi-Fichen und fischte Beate K. heraus. Die in Paris lebende Nazi-Jägerin hat sich an die alten Studenten-Zeiten (Westlicher als West, dafür ganz frei) erinnert, als ihr die DDR ein paar Mark (West) zugesteckt hatte, sie davon unabhängig einen der alten Nazi-Mitläufer (West), Kurt Georg K. geohrfeigt hatte, und liess sich nach Berlin (knapp noch West, oder auch nicht mehr) einladen. Zu ihrer Überaschung gab es keine Mauer mehr, die ihr die Orientierung ermöglicht hätte. Auch ihr Gegenkandidat, der Ossi-Pastor Jochen, war keineswegs dabei behilflich, im Gegenteil, setzte alles dafür ein, damit Beate K. jede noch verbleibende Orientierung verlor. So sass Beate K. quitschvergnügt im grossen Saal des Reichstags, liess sich gerne nichtwählen, wie geplant und (ab)gesegnet, und liess sich von den alten Genossen, in alter Tradition – Keine Nazis dank Genossen! Mit ihnen feiern! (egal ob Alt-Nazis oder auch nicht, Genossen jagt man nischt!) – verwöhnen. Die Steuerzahler-Innen übernahmen gerne auch diese Rechnung.

Joachim Gauck (IM Erika meets IM Larve)

unter uns auch Jochen

Kandidatur

Überraschenderweise wurde letztlich keiner der hier genannten Favoriten, sondern Joachim Gauck (IM Larve) zum parteiübergreifenden Kandidaten für das Amt gekürt. Eine prompt vom Hamburger Abendblatt veröffentlichte Umfrage, ob es sich dabei um eine gute Entscheidung handele, führte zu dem wenig überraschenden Ergebnis, dass die Befragten 80:20 die Entscheidung für Hein Blöd aus Lutenblag befürworteten. Und dies sowohl nach der Befragung von 370 Lesern als auch nach der Befragung von 400 Lesern als auch nach der Befragung von 482 Lesern. (Realsatire!) Dieses Ergebnis ist noch am ehesten dadurch zu erklären, dass nach dem DDR-Leser nun mittlerweile offenbar auch der bundesdeutsche Leser nicht weiß, wie er abstimmen muss, um das Plansoll der Abstimmung zu erfüllen, denn im Gegensatz zur DDR präsentieren hier die Block-Parteien den Präsidenten. Manipulationen oder gar, dass bei Wahlen die Ergebnisse nach einem entsprechenden Prinzip ermittelt werden, wollen wir hier jedoch auf keinen Fall unterstellen, da wir uns sehr wohl darüber bewusst sind, dass derartige Behauptungen in unserem Rechtsstaat potenziell strafbar sind.

Die Höchste Eiserne Dame Angela M. gibt ihren Entscheid bekannt, wonach Joachim Gauck, der Ossi-Kollege (siehe Sippenhaft) und Pastor, in das Höchste Amt eingesetzt wird (siehe auch „Die Pfarrerstochter Angela M. und der Pastor Joachim G.“). Die NPD grüßt: „GDR den Ossies!“, Die Linke / PDS / SED dementiert: Niemand hat die Absicht eine GDR zu übernehmen!“[1]. Die Gauck-Behörde schweigt...

„Ein stillgelegter ARD-Moderator als Staatsoberhaupt. Kann sich notfalls selbst interviewen.“

~ Friedrich Küppersbusch über den Stillgelegten[2]
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Der Segen nach der Predigt, mit dem Finger die Stasi-Leute zählend, vorher endlich auch die rituelle Waschung erledigt. Rechts: drei Flaschen – Wodka oder Weihwasser?

Einsetzung, Kür, Segen, Schwur und Predigt

Am heiigen Sonntag – Einsetzung, Kür, Dankespredigt und Segen aller Gläubiger-Innen, samt der Stasi-Repräsentant-Innen (alle gezählt, siehe Foto), ordnungsgemäss durchgefürt, Plansoll erfüllt.

„Sehe jeder, wie er's treibe!“

~ Roman Herzog über seine Träume von Gaucks Einsatz, Goethe zitierend

Fünf Tage danach, am Freitag, heiligen Tag der inthronisierten Bundespräsident-Innen, der heilige Schwur, die Predigt zu den Gläubiger-Innen und Ungläubiger-Innen unter der Reischtagskuppel-Inn gehalten, danach den dienenden Ministrant-innen, Priester-Innen, beiden seinen Frauen die Hand geschüttelt, Plansoll über-erfüllt... Was will man mehr?

„So wahr mir Gott helfe“ ... „Lieber Herr Wulff, ich danke Ihnen“ ... „Sie haben unserem Land ein modernes Gesicht gegeben.“

~ Jochen der I. über seine Ohnmacht zum Allmächtigen, seine Dankbarkeit zum Christian W. und über sein Auge auf Bettina, Christians letzte Gattin, die das Bellevue-Schlösschen und Dahlemer Häuschen nach 20 Monaten Aufenthalt fast schon leergeräumt hätten.

„Gaucks größter Fan heißt Gauck ... Gauck ist sich selbst ... stets der größte Fan.“

~ Friedrich Küppersbusch über den stets Selbstgefeierten, egal wer (warum auch, wieso und wie) schon gefeiert wird[3]


Siehe auch

Referenzen

  1. für nicht-Ossies: GDR = Germanskaja D. Respublika, seltener auch DDR
  2. Friedrich Küppersbusch im Interview mit Friedrich Küppersbusch: Die Woche: Syrien verdrängt Präsitainment, Russen frieren für Putin und ein Aufruf zum Streik gegen die freche Ambivalenz. Außerdem ein stillgelegter ARD-Moderator als Staatsoberhaupt, TAZ, 26.2.2012
  3. Friedrich Küppersbusch im Interview mit Friedrich Küppersbusch: Gaucks größter Fan heißt Gauck, Kristina Schröder rockt, und die Kanzlerin zündelt erfolgreich am Wirtschaftszweig Internet., TAZ, 26.2.2012


Dieser Artikel ist Artikel der Woche 26/2008
Dieser Artikel ist


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Der Gleichstellungsbeauftragte der Uncyclopedia hat festgestellt, dass die Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland in diesem Wiki als Objekt der Satire unterrepräsentiert sind. Dieser Artikel trägt dazu bei, diese Form der Diskriminierung durch gezieltes Lästern abzubauen. Vorbildlich!



Deutsche Politiker

Plenarsaal.jpg
Kanzlerin der Gläubigenr: Angela Merkel | Präsident des Deutschen Kirchturmbundes: Joachim Gauck
Muttis Energieriegel: Sigmar Gabriel

Out-Minister: Frank-Walter Steinmeier | In-Minister: Thomas de Maizière | Just-tease-Minister: Heiko Maas
Kanzlerin Mutter: Manuela Schwesig | Penunzminister: Wolfgang Schäuble
Frühverrentungsministerin: Andrea Nahles | Miss Bildung II: Johanna Wanka
Bauernfrühstücksdirektor: Christian Schmidt | Soldatenkönigin: Ursula von der Leyen
"Pille:" Herrmann Gröhe | Staumelder: Alexander Dobrindt
Ministerin für Umwelt und Traktorschmutz: Barbara Hendricks | Minister ohne besondere Fähigkeiten: Peter Altmaier

Oppositionsminister: Gregor Gysi | Penetranzminister: Horst Seehofer | Insolvenzminister: Klaus Wowereit

Weinkönigin: Rainer Brüderle | Buchmacher: Thilo Sarrazin | Bankpferd: Peer Steinbrück
Prototyp: Peter Trompetter | Retrograd: Margot Honecker
Hoffnungsloser Nachwuchs: Jorgo Chatzimarkakis | Gregor Gysi | Gabriele Pauli | Ronald Barnabas Schill | Markus Söder
Legenden: Konrad Adenauer | Willy Brandt | Horst Köhler | Oskar Lafontaine | Helmut Schmidt | Franz Josef Strauß
Clowns ohne Ressort: Daniel Cohn-Bendit | Joschka Fischer | Helmut Kohl | Claudia Roth | Ulla Schmidt

Abgewrackt: Yndrea Asylanti | Michael Glos | Roland Koch | Franz Müntefering | Jürgen Rüttgers | Edmund Stoiber
Abgeworben: Gerhard Schröder | Abgeschoben: Günther Oettinger | Abgehauen: Erich Honecker
Abgeschrieben: Glücksritter a.D. Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg | Abgetreten: Kurt Beck
Abgezockt: Christian Wulff | Abgewertet: Annette Schavan | Sicherheitshalber abgeschaltet: Stefan Mappus

Spezialprojekte
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