Biene Maja

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Vorsicht, Fakten!

Auch wenn es unwahrscheinlich klingt: Einige oder alle der Informationen in diesem Beitrag sind wahr und nicht erfunden.

Die Biene Maja ist eine der bekanntesten Zeichentrickfiguren aus dem gleichnamigen Zeichentrickfilm, der zwischen 1976 und 1977 seine Erstausstrahlung hatte und außerordentlich erfolgreich war. Die wesentlich ältere Romanvorlage von Waldemar Bonsels (Erstveröffentlichung 1912) interessierte hingegen keinen. Biene Maja ist eine auf die Eltern der Kinder zugeschnittene Variante von gewaltfreiem Zeichentrick.

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Schnüffeln auf der Blumenwiese

[Bearbeiten] Grundlagen des Erfolgs

Eine der größten Erfolgsrezepte dürfte unter anderem das zeitlich geschickte Launching gewesen sein. Gerade die Flower-Power Generation (Ende der 60er Jahre) suchte förmlich nach geeigneten Zeichentrickfilmen für Ihre Kinder. Selbst geprägt und doch völlig angewidert von den frühen brutalen Formen des Zeichentricks, bei denen es regelmäßig zu Erschlagungen, völligen Deformierungen, Erschießungen und Sprengungen der Hauptfiguren kam (z.B. Tom und Jerry, Donald Duck, Popeye) ergab sich der Wunsch nach gewaltfreien Zeichentrickfilmen. Diese Lücke füllte die Zeichentrickserie Biene Maja vollends, nahezu alle Geschichten verlaufen gewaltfrei und keine der Figuren, selbst die "Bösen", erleiden vergleichbare Schicksale wie es in den bisher typischen Zeichentrickfilmen zu sehen war. Gleichzeitig wurde die Sendung beeinflusst von der zu dieser Zeit starken Lobby der Frauenrechtlerinnen, angeführt von Alice Schwarzer, die in der Zeit von 1975-1977 ihren Bekanntheitsgrad erheblich steigerte.

[Bearbeiten] Geschichten, Handlung

In den rund 52 Episoden fokussiert sich die Handlung auf die Hauptfigur Biene Maja und deren Erlebnisse ab Geburt bis hin zum kindlichen Alter. Ein jugendliches oder gar erwachsenes Stadium erreichte Maja nie, auch geschlechtsreif ist sie nie geworden, sehr zum Leid einiger immerscharfer, sie umsummenden Drohnen. Alle Handlungsstränge sind dabei einfachster Natur und so verständlich dargestellt, dass selbst mitschauende Erwachsene, deren Hirne durch Drogen-und Alkoholexzesse während ihrer Hippiezeit nur noch bedingt funktionieren, problemlos dem Geschehen folgen können. Dabei zog sich durch alle Episoden deutlich die Prämisse von Ich bin OK, Du bist OK (von Thomas A. Harris) [1] und - auch hier wieder der klare Hippiebezug - selbst die Spinne hängt vom Ast und fiedelt bekifft ein friedliches Liedchen, statt naturgemäß die an ihr vorbeiirrende Beute zu fressen. Nahezu alle Geschichten finden auf der Blumenwiese (klar, oder?) statt. Die dort erlebten Abenteuer werden von der Hippie-Generation auch gerne als Selbstfindung betrachtet. Gelegentlich, was jedoch deutlich die Ausnahme bildet, wird auch mal gearbeitet. Die meiste Zeit jedoch hängen die Hauptfiguren ab und erleben kleinere Abenteuer, die oft durch Selbstverschulden eingeleitet werden und immer gut ausgehen.

[Bearbeiten] Einfluss von Frauenrechtlerinnen

Um den schnell erworbenen Eindruck, dass Maja eigentlich eine völlig verblödete Biene mit Schulschwierigkeiten und auch sonst trotteligem Lebenswandel sei, wurde der ursprünglichen Buchvorlage die Biene "Willi" zugefügt. Alleine der Name war bereits bewusst gewählt und tatsächlich zeigte sich Willi dann noch blöder als Maja und zudem auch noch faul. Um das typische, von Frauenrechtlerinnen klar gezeichnete Männerbild noch mehr herauszuarbeiten, wurde Willi's Charakter und Streben auf das Wesentliche begrenzt: Fressen und Faulenzen ( Saufen und F. wurden aus FSK Gründen zensiert). Da er überwiegend von Maja zu irgendwelchem Unfug überredet wurde, geriet Willi oft in Schwierigkeiten, aus denen er sich wegen seiner Unfähigkeit nicht selbst zu befreien vermochte. Seine Rettung erfolgte dann meist durch Heldentaten von Maja, die zuletzt den Ruhm erntete und damit am Schluß der Episode gut da stand. Einzig dem Regisseur Hiroshi Saitō, der sich nach der dritten Geschichte aufgrund der verachtenden Darstellung von Männern schlicht verweigerte und damit drohte das ganze Projekt scheitern zu lassen ist es zu verdanken, dass eine einzige männliche Figur als nicht dämlich oder trottelig dargestellt wurde. Das war die Geburtsstunde von Flip dem Grashüpfer, der im originalen Werk ebenso nicht vorkam. Dennoch mußte Hiroshi Saitō sich dem Kompromiss beugen, dass auch Flip vorwiegend faul abhing und seine Weisheiten nur sporadisch verbreiten durfte.

[Bearbeiten] Hauptdarsteller

Im Film kommen neben vielen Statisten folgende namentlich genannte Figuren vor:

  • Maja (die Dumme, Honigbiene)
  • Willi (der Trottel, Honigbiene)
  • Flip (männlich, kluger Grashüpfer)
  • Fräulein Kassandra (strenge Lehrerin, Honigbiene)
  • Schnuck, Libelle (die Erfolgreiche)
  • Kurt, Mistkäfer (Betrüger, gibt sich als Rosenkäfer aus)
  • Puck, Stubenfliege (Fliege, später: Vermarktung von Sonnenbrillen)
  • Thekla, Kreuzspinne (Non-Killerin mit Muße zur Musik)
  • Hieronymus, Tausendfüßer (männlich, Trottel)
  • Max, Regenwurm (männlich, unglaublicher Trottel)
  • Paul Emsig, Ameise, Militär (männlicher Befehlsempfänger ohne Gehirn)
  • Helene die Achte, regierende Bienenkönigin (pseudointellektuelle Führerin)


[Bearbeiten] Aktuelle Betrachtung, Weiterentwicklung

Trotz beachtlicher Erfolge wurde die Story der Biene Maja nicht fortgeschrieben. Der „30. Geburtstag“ bewirkte lediglich Wiederholungen im TV, sowie die kommerzielle Verbreitung von DVD's. Da der eigentliche Buchautor Waldemar Bonsels (bereits 1952 verstorben) für eine Fortführung nicht mehr zur Verfügung stand und moderne Autoren Zweifel am Zugang der Geschichte zu heutigen Eltern hegten, hatte sich keine Lobby für eine Weiterführung der Geschichte gefunden. Eine Anfrage an Sven Nordqvist, der eine ähnlich gewaltfreie Geschichte von Pettersson und Findus schrieb und deutliche Parallelen im Bereich dümmlich erwirkter Abenteuer zeigt, scheiterte an dessen ablehnender Haltung. Sven Nordqvist stand der Blumenwiese allein aus mangelnden klimatischen Erkenntnissen skeptisch gegenüber. Einer Honigbiene, die in der Kälte und im Schnee Erfahrungen sammeln sollte, wäre er literarisch nicht gewachsen gewesen. Zudem wollte Sven Nordqvist keine Frauengeschichten niederschreiben; seine Hauptfiguren seien nun mal männlich.

[Bearbeiten] Literatur

  1. THOMAS A. HARRIS Psychiater und Autor (englisch), Nachruf in der Washington Post, 7. Mai 1995

[Bearbeiten] Links

Bücher:

Zeichentrickserie:

Allgemein:

Spezialprojekte
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