Bergisches Land

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Das Bergische Land (auch Rheinisch-Sibirien) ist ein Feuchtbiotop im Westen Deutschlands. Es gilt als die unwirtlichste Gegend nördlich des Äquators und wurde daher jahrhundertelang als Strafkolonie für sozial oder politisch verachtete Individuen genutzt. Aufgrund der hohen Mutationsrate seiner Biozönose haben sich in dieser Zeit tausende Sekten, politische Splittergruppen und verschiedenartige Neurosen unter den Bewohnern herausgebildet, so dass derzeit im Bundestag darüber beratschlagt wird, das Bergische Land im Interesse eines geregelten Soziallebens zu schließen oder abzutragen.

[Bearbeiten] Geographie

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Die betörende Ödnis des Bergischen Lands zieht den Betrachter in ihren Bann.

Das Bergische Land erhebt sich rechts des Rheins auf eine Höhe, die genau darauf ausgerichtet ist, bis zu 5000 Liter Regen pro Jahr und Quadratmeter aufzufangen. Das Relief ist geprägt von Löchern, engen Tälern und Ausbeulungen, die dafür sorgen, dass die relative Luftfeuchtigkeit niemals unter 99% fällt. Als höchster Ort gilt der Bahnhofsvorplatz von Remscheid, der bereits in der Frostschuttzone liegt und völlig vegetationslos ist.

Während das Gelände zum Rhein schroff abfällt und somit eine fast unpassierbare Grenze bildet, sind die Übergänge zum östlich gelegenen Sauerland kaum auszumachen. Dies kann auch daran liegen, dass diese Gebiete bis heute kaum erforscht sind. Südlich grenzt das Bergische Land an das Habitat der Pöttekneter, nördlich befindet sich Deutschlands größtes Industriemuseum, das Ruhrgebiet.

Die Hauptstadt des Bergischen Landes ist Gerüchten zufolge die Bergbauernsiedlung Hückeswagen. Wesentlich bekannter dürften den Deutschen jedoch die durch ihre immensen industriellen Emissionen auffälligen Städte Solingen, Wuppertal und Remscheid sein. Diese entwässern ihr Gebiet über den offenen Abwasserkanal Wupper, der ab seiner Mündung in den Rhein sämtliches Leben flussabwärts ausgelöscht hat.

Der Artenreichtum sowohl der Tier- als auch der Pflanzenwelt ist einzigartig. Zwei Drittel der Oberfläche sind von einem bis zu fünf Meter dicken Biofilm überzogen, in dem Milliarden Spezies Nahrung finden. In dem semi-aquatischen Lebensraum haben sich Grottenolme, Muränen und bis zu drei Meter lange Silberfische an die extremen Klimabedingungen perfekt angepasst. Bei Reichshof soll sich sogar noch eine Yetikolonie erhalten haben.

[Bearbeiten] Bevölkerung

Die Bewohner des Bergischen Landes zeichnen sich durch genetisch bedingte Besonderheiten aus, die sich durch die fortwährende Isolation ihres Lebensraumes ausgeprägt haben. Der Intelligenzquotient liegt bei durchschnittlich 30, zudem häufen sich Ausprägungen wie Lichtallergie, chronischer Missmut und Altersstarrsinn bereits in jungen Jahren. Diese Eigenschaften sind hauptsächlich auf extreme Wetterbedingungen und völlige Ereignislosigkeit zurückzuführen. In einigen Gemeinden jedoch regt sich so etwas wie Urbanität, wenn auch auf subatomarem Niveau. So hat z.B. die am Rande des Bergischen Lands gelegene Kleinstadt Rösrath eine der höchsten Drogenraten der Bundesrepublik (Konsum weicher wie harter Drogen pro Einwohner), was wahrscheinlich auf die gähnende Langeweile in Kombination mit einem hohen Durchschnittseinkommen zusammenhängt. Diese gefährliche Kombination treibt viele gelangweilte Jugendliche in die Arme der hiesigen Drogendealer, die durch ihre guten Umsätze einen maßgeblichen Beitrag zur prosperierenden Schattenwirtschaft der Region leisten. Auch die im Zusammenhang mit dem Drogenkonsum stehende Selbstmordrate ist in dieser Gemeinde auffallend hoch, was an dem erhöhten Konsum halluzigener Drogen wie LSD, Psilocybin und Fliegenpilzen liegen mag.

[Bearbeiten] Ernährung

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Hmmm...Bergische Waffeln mit Gehirn vom Kalb.

Die Ernährung der Bewohner des Bergischen Lands ist von kalorienreichen Speisen geprägt, was auf die bäuerlich geprägte Kultur zurückzuführen ist. Bergische Waffeln mit Schlagsahne und/oder Gehirn vom jungen Kalb sowie fettige Reibekuchen mit Apfelmus (Rievkooche) gehören zu den kulinarischen Besonderheiten der Region, aber auch das nahegelegene Köln wirft seinen blutwurstigen Schatten auf die Esskultur der nativen Einwohner. Krönung der bergischen Küche ist die so genannte Bergische Kaffeetafel. Diese ist eine für Bulimiekranke und Waschbären konzipierte Gesamtmahlzeit, die aus Waffeln, Kuchen, Blut- und Leberwurst, aber auch Quark, Hörnchen, Schnaps, Schlachtabfällen, Hühnerklein, Hirnsuppe und Taubenkot besteht. Ihr Nährwert von etwa 25.000 Kilokalorien eignet sich vorzüglich als letzte Mahlzeit vor dem Winterschlaf, der früher traditionell mit dem ersten Schneesturm Mitte Oktober begonnen wurde. Serviert wird das Mahl in der Regel von einer unter Inkontinenz leidenden Polizistin, der so genannten Dröppelminna.

[Bearbeiten] Sprache

Das Bergische Platt ist eine bizarre Mischung aus einem der kölschen Sprache entlehnten Wortschatz sowie altgermanischen Ausdrucksweisen und folgt in ihrem Duktus in etwa dem Muhen der Rinder auf den bergischen Wiesen. Die typisch rheinische Melodieführung dieser Sprache wirkt nicht unsympathisch, insgesamt kommt das Bergische Platt aber ein wenig vulgär und grobschlächtig daher. Der normale Wortschatz der Bewohner umfasst in der Regel nicht mehr als 150 Schlüsselwörter, dazu gehören an erster Stelle die Begriffe:

  • Kuh, Ochse, Euter, Handballverein, Fußball, Bier, Korn, Waffel, Blutwurst, Reibekuchen, Jeck, Bauer, Bäuerin, Arschloch, Klärgrube, Fliegenpilz, Kirche, Pastor und Klopapier.

Ein Spiegel der historischen Wirtschaftsentwicklung (angesichts grosszuegiger Niederschlagsmengen entwickelten sich Hersteller von Wassermuehlen wie daraus resultierend eine florierende baumWOLLbasierte Textilindustrie) bleibt die grosszuegige Verwendung des "-woll". Dieses wird fuer nicht-bergische regelarm an ca 67% der Hauptsaetze gehaengt. Klar diesseits der sog. ne/woll-Grenze gelegen weist das Bergische Land damit zwar grosszuegige Verstaerkungmoeglichkeiten auf (""dat verstehse getz abba, woll?") - dennoch kommt es immer wieder zu Verstaendigungsschwierigkeiten.

Damit sich auch Bewohner sehr entlegener Gehöfte untereinander verständigen können, berief die "Schrapnell von der Wupper", Else Lasker-Schüler, als damals einzige Lesekundliche 1929 das erste bergische Sprachkonzil ein. Das auf diesem Konzil verabschiedete "Wörterbuch des Hochbergischen" legte auch verbindliche Ausspracheregeln fest:

  • generell großzügige Behauchung von d und t (dh, th)
  • deutliche Aussprache der Endung -er als -oh
  • Umwandlung aller -ch-Laute in -sch-, Auslassung aller Endungs-t
  • Ersatz der Diphtonge -ei- und -ai- zu -ää- sowie -eu- und -äu- zu -öö-

Schicksalhaft gestaltete sich die erste konkrete Anwendung dieser Regeln in der Uraufführung des Dramas "Dhie Rööboh von Schilloh" am Wuppertaler Staatstheater 1930, als der Anführer der Bauernhorde um sein Leben flehte: "Edhloh Ritthoh, isch bitthe disch: Thöthe misch nisch!" Hunderte ergriffene Sennebauern im Publikum trampelten damals vor Begeisterung ihre Dungkrusten von den Gummistiefeln. Seither ist das Hochbergische sogar bis nach Much und Waldbröl vorgedrungen.

[Bearbeiten] Geschichte

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Das Wickülerpils - hier eine typische Kellerbar in Wuppertal - erinnert an den Gründervater des bergischen Staatswesens.

Die Ursprünge der Besiedlung sind schwer zu erforschen. Die Vermutung liegt nahe, dass sich die Bergischen bereits seit Tausenden Jahren auf ihrer Scholle befinden und als einziger Volksstamm Germaniens zu stur war an der Völkerwanderung teilzunehmen. Schon zur Römerzeit kursierten Gerüchte über die montes debilorum genannte Grenzmark, denen zu Folge unzivilisierbare Waldschrate Legionäre zu Teewurst verarbeiteten. Als politische Einheit formierte sich das Bergische Land unter Jupp I. Wicküler vom Berg, einem bekannten Trinker und Wüstling. Auf der Suche nach unberührten Bierkellern und attraktiven Frauen durchstreifte er sein Land und begann mangels Erfolg seine Nachbarn zu überfallen. 1204 nahm er Düsseldorf ein und ernannte es im Suff zur neuen Hauptstadt. Dieser Sachverhalt ist den Düsseldorfern bis heute sehr peinlich.

Die Reformation traf die Grafschaft wie ein Paukenschlag. Wanderprediger zogen durch das Land, ernährten sich nur von erbetteltem Mutterkorn und Wickülerpils (dem sogenannten "Bergischen Gedeck") und trugen durch ihr Beispiel den protestantischen Glauben rasch durch das Land. Auf ihrem Weg allerdings verbreiteten sie im Rauschzustand derart viele Versionen derselben Botschaft, dass praktisch jedes Dorf zu einem anderen Glauben konvertierte. Dies führte unter anderem zur Eskalation im ersten Elberfelder Erbfolgekrieg, dessen materialistische Ursachen im Laufe der Auseinandersetzung völlig in den Hintergrund gerieten. Im Dreißigjährigen Krieg bekämpften sich die Dörfer des Bergischen Landes untereinander und wiesen ausländische Feldherren und verdingte Söldner mit der Begründung ab, sie hätten weder den rechten Glauben noch die rituellen Voraussetzugen zum ordentlichen Massakrieren, die es einer solchen Mission bedürfe.

Der allgemeine Religionsfrieden verlagerte solcherlei Streitigkeiten in den Familienkreis, woraufhin sich die Bergischen lieber um Bier-, Dialekt- und Gemeindezugehörigkeitsfragen stritten. Auch diese Konflikte verloren mit der Zeit an Schärfe, da ab 1830 die Industrialisierung begann. Niemand konnte den Zugewanderten in weniger als fünf Jahren die komplizierten Sachverhalte erklären, die die austarierten Feindschaften im Land ausmachten, und angesichts rapide sinkender Lebenserwartung blieb dafür auch immer weniger Zeit. 1848 schien sich in Barmen die Lösung zu finden: Ein hoffnungsvoller Sektierer namens Friedrich Engels erklärte gleich dem gesamten Kapital den Krieg. Doch auch dieses Projekt konnte die Bewohner nicht zur Einigkeit bewegen: Kaum fand der Kommunismus Anhänger, zersplitterten sie sich in so genannte K-Gruppen, die bis heute im Verborgenen fortleben.

Die andere große totalitäre Ideologie, der Nationalsozialismus, fand dagegen kaum Anhänger, da die Idee einer Volksgemeinschaft mit gleichen Ansichten der bergischen Bevölkerung zuwider war. Der daraufhin höchst indignierte Adolf Armleuchtermast ließ daraufhin seinen Sonderbeauftragten Rudolf Heß nach England ausreisen, um den heimlich verbündeten Bomberharris zur flächendeckenden Bombardierung des Bergischen Landes zu veranlassen. Die Gebäudeschäden in den chronisch unaufgeräumten Städten Wuppertal und Solingen fielen zunächst kaum auf. Erst nach dem Krieg stellte sich heraus, dass ganze Stadtteile in Schutt und Asche gelegt worden waren, weswegen die Regierung Adenauer die B 7 als Transportrampe für freigeklopfte Ziegelsteine bauen ließ. Die so geschaffene verkehrsmäßige Erschließung der Region bezahlte Deutschland bitter: Es stellte sich schnell ein ununterbrochener Strom frömmelnder Wanderprediger ein, die schon bald Schlüsselpositionen in Deutschland übernahmen. Uta Ranke-Heinemann und Johannes Rau erwecken als deren furchterregendste Vertreter bis heute die Abscheu der gesellschaftlichen Eliten.

[Bearbeiten] Wirtschaft

Die Wirtschaft im Bergischen Land ist geprägt durch große Dynamik. Rückgrat des industriellen Sektors ist die Schwerindustrie, die in großen Mengen Investitionsgüter wie Teewurst, verbleites Bier, Schwebebahnträger und Guano aus Taubenkot bereitstellt. Aber auch die Hightech-Industrie ist im Kommen: So ist der Fortschritt in der Informationsverarbeitung vor allem darauf zurückzuführen, dass in Odenthal bedeutende Anstrengungen bei der Wafer-Entwicklung geleistet werden. Eine Wafer (deutsch: Waffel) kann bis zu 500 Terabyte, kodiert in heißen Kirschen und Schlagsahne, aufnehmen. Der Jobmotor in Dhünn Valley, wie Odenthal auch genannt wird, hat dazu geführt, dass insbesondere am Standort Altenberg Pendlerbusse täglich zehntausende Rentnerinnen ausspucken, die die Informationsverarbeitung (bergisch: Kaffeeklatsch mit allem dröm un dran) vorantreiben.

Gleichwohl ist die Wirtschaft bis heute eher ländlich geprägt. Dem kargen Boden die benötigten Kalorien abzuringen beschäftigt nach wie vor zwei Drittel der Bevölkerung. Der tertiäre Sektor entwickelt sich seit einiger Zeit bergauf: Die weltweit gestiegene Nachfrage nach religiösen Eiferern hat wichtige Dienstleistungszentren entstehen lassen.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

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Die Wiehler Tropfsteinhöhle erinnert tatsächlich an eine Vulva. Hier hielten sich die Wiehler Altnazis vor den alliierten Entnazifizierungstruppen versteckt.

Das Bergische Land ist reich an Kulturdenkmälern aus den verschiedenen Epochen seiner wechselvollen Geschichte. Einige Agglomerationen haben sich besonders um das deutsche Kulturerbe verdient gemacht:

  • Rösrath, die "Perle von Rhein-Berg" besticht durch den größten Möbelmarkt der westlichen Hemisphäre und eine auf einem ehemaligen Bergwerk angebrachten Dampfbramme. Zu Ehren der "Dicken Bertha" werden noch heute auf dem Rösrather Dorffest jungfräuliche Brammen aus Gummistiefeldiskos entführt, sodann bekrönt, defloriert und geopfert.
  • Wiehl ist eine unterirdisch errichtete Troglodytenstadt, die durch ihre weitverzweigten Bierkeller besticht. Diese entstanden, als sich die Almkommune dem allgemeinen bergischen Wicküler-Braugebot widersetzte und in stillgelegten Kohlestollen Zunft-Kölsch herstellten. Zunft gilt als das Wicküler unter den Kölschsorten. Wiehl wartet auch mit einer der bedeutendsten Tropfsteinhöhlen auf, die im Bergischen Land zahlreich vorhanden sind. Die Legende besagt, dass sich der braune Teil der Wiehler Bevölkerung gegen Ende des Zweiten Weltwettessens in dieser Höhle versteckt hielt, um ihrer drohenden Entnazifizierung zu entgehen.
  • Solingen fällt durch eine Reihe bahnbrechender Verkehrsbauten auf: Die Raststätte Ohligser Heide versammelt Westdeutschlands beeindruckendste Urinruinen in einer gigantischen Tempelanlage. Aber auch der Bahnhof Solingen-Karstadt besticht durch zugige Überführungen, eingeschlagene Fensterscheiben und farbige Wandfresken (Graffiti).
  • Wolfgang Overath ist ein Ein-Mann-Agglomerationskern in ständiger Bewegung. In den sechziger und siebziger Jahren vor allem auf Fußballfeldern eingesetzt, um gegnerische Abwehrstaffeln durcheinander zu bringen, ist er mittlerweile im Vorstand des 1. FC Köln eingesetzt. Sein Auftrag lautet, das dortige Geschäft durch wirre Personalpolitik so durcheinanderzubringen, bis Köln endlich in einer Liga mit bergischen Fußballvereinen spielt.



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