Bachelor

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„Nach meinem Bachelor in Astronomie hänge ich noch den Master dran. Dann bin ich Master of the Universe.“

~ He-Man


Der Bachelor ist ein akademischer Grad, der an europäischen Hochschulen als Teil einer vierstufigen Redundanzkette verliehen wird. Ziel ist die intellektuelle Angleichung der Studenten an das IQ-Normniveau gem. Paritätsrichtlinie 2003/IQ „Reinigungsfachkraft“.

[Bearbeiten] Begriff

Der Begriff Bachelor ist ein auf europäischen Hochschulen gebräuchliches Kunstwort, dessen Bedeutung und Entstehungsgeschichte unklar sind. Mit der lat./engl. Bezeichnung Baccalaureus für (Jung-)Geselle habe er jedenfalls nichts gemein.[1] Die sprachliche Versinnlosung akademischer Grade ist Grundlage des mit der Paritätsrichtlinie 2003/IQ in national geltendes Recht umgesetzten europäischen Bildungssystems. Die Begrifflichkeiten – unter anderem auch Master, Regelstudienzeit, Modul und Credit Points – seien als vollkommen überflüssige Phrasen ausgestaltet, um den Hochschulstudenten gezielt zu desinformieren. Der Student solle und dürfe weder Qualität noch Tragweite seines angestrebten Abschlusses erkennen [2]

Dezeit gibt es starke Gegenbewegungen, die sich für mehr Transparenz einsetzen. Eine populäre These der sog. „Bildungswiderständler“ [3] stützt sich auf die Annahme, es handle sich bei dem Begriff Bachelor um ein Anagramm des Namens Lore Bach, die um 1920 als Putzfrau („Reinigungsfachkraft“) in einem Internat gearbeitet und gesagt haben soll:

Sich weiterbilden ist wie putzen - sobald du damit aufhörst, hast du's bereits versaut!

Allerdings ist die Verbreitung dieses Erklärungsansatzes vom Bundesgerichtshof mit der Begründung untersagt worden, er sei falsch[4]. Gegen das Urteil wurde Anfang des Jahres Verfassungsbeschwerde eingereicht. Eine Entscheidung steht noch aus.

[Bearbeiten] Verwechlungsgefahr

"Der Bachelor" ist der Titel einer TV Serie auf RTL, in der widerum Bildung keine Rolle spielt.

[Bearbeiten] Redundanzkette

Die Redundanzkette ist eine im theoretischen Modell vierstufig ausgerichtete Folge akademischer Abschlüsse, die sich aufeinander beziehen und am Ende selbst aushebeln (sog. Redundanz des Abschlusses[5]).


          1. Bachelor  ---> 2. Bachelor of Master  --->  3. Master  --->  4. Master of Bachelor  ---> 1. Bachelor  ---> ...


Eine Regelstudienzeit ist nicht vorgesehen, wird allerdings in den meisten Fällen angesetzt, um Leistungsdruck auf den Studenten auszuüben. Er solle „möglichst dauerhaft“[6] an das System gebunden werden, sich aber nicht „auf die faule Haut legen“[7]. So gibt es in fast allen Studienfächern Pseudolangzeitstudenten, weil hohes Leistungsniveau ohne konkrete Zielvorgaben verhindert, dass die Studenten arbeitsmarktrelevante Qualifikationen erlangen. Dahinter steckt der Grundgedanke der Paritätsrichtlinie[8]:

Ein Europa, ein IQ

Individuelle Fähigkeiten können infolgedessen unberücksichtigt bleiben, weil selbst überdurchschnittlich begabte Studenten das Bildungssystem nicht nachvollziehen und durchdringen können. Dazu äußerte sich der Philosoph und Marxist Mark X. Karl Anfang 2011 wie folgt:

Wenn niemand begreift, was und wofür er da eigentlich studiert, sind endlich alle Studenten gleich dumm, und wo nur Gleichheit, da keine Konkurrenz.

[Bearbeiten] Curriculum

Der Studienanfänger erhält mit Aufnahme des Studiums seinen Bachelortitel ohne weitere Leistungsnachweise. In den folgenden zwei Semestern beschäftigt er sich vorwiegend mit den Auswirkungen des Kapitalismus auf die Bedeutung akademischer Grade und schließt mit einer Zwischenprüfung ab, dem Bachelor of Master. Nach weiteren zwei Semestern, in denen hauptsächlich wissenschaftliche Recherche betrieben wird, erwirbt er seinen Master. Das Grundstudium endet nach 6 Semestern mit dem Master of Bachelor, der dem Student offenbar bescheinigt, dass er Analogieschlüsse ziehen kann. Im Hauptschulstudium wird ihm anhand von Sekundärliteratur aufgezeigt, dass ihm sein Bachelor wieder abgesprochen werden müsse, weil er als Studienanfänger nicht berechtigt gewesen sei, diesen Titel zu tragen. Damit fehle die Rechtsgrundlage für alle bisher erworbenen Titel, und der Student müsse erneut in die Redundanzkette einsteigen.

[Bearbeiten] Kritik

Das neue Bildungssystem ist verschärfter Kritik ausgesetzt. Es sei ein „marxistischer Phoenix“[9] , und die unverkennbaren kommunistischen Tendenzen seien mit der Individualität des Einzelnen sowie einer freien Persönlichkeitsentfaltung unvereinbar.[10] Jan Zoede bezeichnete das neue Bildungssystem in einem Protestbrief an die Regierung als „Zu-Guttenberg-Rechnung“.

Eine Studie des Marx Planck-Instituts von 2007 bestätigte außerdem negative Auswirkungen auf den europäischen Arbeitsmarkt durch „vollkommen desorientierte Hochschulabsolventen“.[11] In einer vorsichtigen Prognose wurde sogar bereits ein wirtschaftlicher Zusammenbruch der EU, zumindest aber „eine hohe Neuverschuldung“ diskutiert.[12] Tatsächlich lässt sich die Weltwirtschaftskrise von 2008 auf unfähige Bänker zurückführen, die im neuen Bildungssystem auf das IQ-Normniveau gebracht worden waren.

Daneben leiden Stundenten vermehrt am Desorientierungssyndrom, das mittlerweile von Therapeuten behandelt werden muss, die genauso qualifiziert sind wie ihre Patienten. Mediziner des alten Bildungssystems befürchten eine „Unterintelligenzepidemie“, die zur Lebensuntüchtigkeit der Bevölkerung führen könnte.[13]

[Bearbeiten] Trivia

  • Seit 2008 wird das Wort „Bachelor“ regelmäßig in die Top Ten-Liste der Unwörter des Jahres gewählt.
  • Sachbuchautor Jan Zoede sagte 2004 auf die Frage, was er vom neuen Bildungssystem halte: „Sogar Stephen Hawking wäre zu dumm, den Bachelor zu machen. Ich kapier's einfach nicht!“
  • Im Juli 2010 entwickelte ein Hochschulstudent eine satirische Comicreihe mit dem Titel „Bat Chelor“, einer Persiflage auf das „Batman“-Universum. Er wurde von Prix Pantheon für den Satirepreis 2045 vorgeschlagen, weil er „mit seiner Kritik gegen die Bachelorisierung unserer Zeit weit voraus ist“[14]. Der Preis ging dann aber an die EU für ihr Konzept des IQ-Normniveaus, woraufhin sich Prix Pantheon dann selbst den Satirepreis 2010 verliehen hat.
  • Ein bekannter Chuck-Norris-Fact lautet: „Chuck Norris hat den Bachelor und darf ihn behalten.“

[Bearbeiten] Referenzen

  1. Jan Zoede, Das neue Bildungssystem, S. 453, Rotbush Verlag, ISBN 3-8123-2574-7.
  2. So Kai Niveau auf einer Konferenz zur Umsetzung der Paritätsrichtlinie 2003/IQ am 08.10.2003.
  3. Stuart „Stu“ Pitt, IQ-Equalize The System, S. 33, edition senile, ISBN 5-8111-3555-2.
  4. BGH NJW 2006, 566; 568-71.
  5. Bei Jan Zoede auch „Abschluss-Obsoletheit“, vgl. Das neue Bildungssystem, S. 5, Rotbush Verlag, ISBN 3-8123-2574-7.
  6. Kai Niveau a.o.O.
  7. ebenda.
  8. Art. 1 I 4. Buchstabe b RL 2003/IQ.
  9. Phillip O. Soff, Die Ungerechtigkeit der Gleichheit, S. 4688, Mayer Verlag, ISBN 1-1568-3974-9.
  10. Phillip O. Soff, Die Gleichheit der Ungerechtigkeit, S. 679, Mayer Verlag, ISBN 1-1568-3974-9.
  11. Marx Planck-Studie zu den Auswirkungen des neuen Bildungssystems, S. 33.
  12. ebenda, S. 34.
  13. Der Medicus - Fachzeitschrift für Mediziner, Bildung, die krank macht, Ausgabe vom 07.01.2009.
  14. Nachzulesen in einer Stellungnahme des Satirikers und Preisverleihungskommissionsausschussvorsitzenden Ernst Haft am 4.07.2010.






Stiftung Satiretest.svg
19.03.2011
Sehr gut
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