Auf Leben und Tod

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Zwei sich massakrierende Weiber.

Auf Leben und Tod ist die moderne Bezeichnung für Duell und eine der heutzutage mit am häufigsten vorkommende Form der Konfliktschlichtung. Es wird bevorzugt in Regionen mit geringer Polizeipräsenz, Neukölln etwa, angewandt, aber auch alle anderen Regionen sind dem nicht abgeneigt. Meist geht es um die Erhaltung oder Wiederherstellung der Ehre oder des Stolzes. Das streitauslösende Objekt können Konkurrenz um eine Frau, verletzte Eitelkeit, Lügen und Intrigen, Erdnüsse, aber auch vieles andere auch sein. Die Wissenschaft untersucht gerade, ob es im Naturell des Menschen liegt sich zu duellieren.

[Bearbeiten] Kampf der Geschlechter?

Auf Leben und Tod ist keine geschlechterspezifische Sache. Nicht nur Männer erweisen sich die Ehre. Frauen untereinander duellieren sich meist sogar noch grausamer als Männer. Sie raufen sich wie satanische Furien und ihr Kampf sieht aus wie ein Teufelsanbetungstanz. Ihre langen Fingernägel ersetzen jedes Schwert, sind in der Tat zehn Messern gleichwertig, die dem Opfer einen langsamen und qualvollen Tod bescheren, da der absplitternde Nagellack die Wunde infiziert und eine Blutvergiftung verursacht. Das wenden Frauen auch gegen Männer an. Glücklicherweise haben sie meist lange Haare, die dem sich verteidigenden Mann einen behertzten Griff und Ruck zum sofortigen Disziplinieren der wildgewordenen Bestie erlauben.

[Bearbeiten] Neuzeitliche Anwendung und Ablauf

Auf Leben und Tod folgt heute meist auf eine Einladung der Art "Einzelkampf! Nur du und ich! Ohne Waffen, ich mache dich auch so fertig!", wo der Angesprochene meist von der stets begleitenden Peer-Group des Gastgebers eingekreist wird und sich stellen und behaupten muss. Manchmal entwickelt es sich aber auch aus einem bis einer heult, das ein bisschen aufgestachelt wurde.

Die Kontrahenten stehen sich gegenüber und mustern sich. Sie warten angespannt auf den ersten Schlag des Gegners und stellen sich mental auf einen langen und harten Faustkampf ein. Dann zückt der Angreifer ein Messer und sticht den Umzingelten ab. Meistens mehrmals. Das ist nicht bös' gemeint, auch die Feuerwehr braucht Arbeit. Dann treten die Freunde noch ein paar Mal auf den Kopf des auf der Straße oder in der Gosse liegenden und spucken ihn an. Etwaig beleidigte Ehre ist damit wiederhergestellt.

Die Folgen sind meist Krankenhaus und Psychotherapie für den Täter und Obduktion und Lehr- und Anschauungsmaterial für Pathologiestundenten für das Opfer.

[Bearbeiten] Geschichtliche Herkunft

Die ganz frühen Wurzeln des Duells auf Leben und Tod sind auf Menelaos und Paris zu setzen. Wie eindrucksvoll im Film Troja (mit Brad Pitt) gezeigt, knatterte Paris mit Menelaos nicht sehr spartanischer Frau und beleidigte damit die sexuelle Integrität seiner Frau und tat sich offenkundig nicht viel aus der Mannesehre des griechischen Königs. Dem Film nach ist Paris ein feiger Milchbubi, absolut passend besetzt mit dem Schauspieler Legolas. In der Geschichtsforschung aber geht die Meinung um, Paris sei, obwohl jünger als sein Bruder Eric Bana (gespielt von Hulk), der bekanntlich sein morgendliches Müsli immer gegessen hatte um groß und stark zu werden, besser und geschickter im Kampf gewesen sein, weswegen er Menelaos grausam abstach wie ein armes Schwein aus der Geschichtsschreibung radierte. Die Frau, um die es dabei ging, war die schöne Helena. Nach zwei Wochen fand Paris, dass sie eigentlich garnicht so schön war und auch nicht allzuviel im Kopf hatte und kochen konnte sie schon mal überhaupt nicht, weswegen er sie abservierte. Schließlich suchte er als 16-jähriger mehr eine Art Mutterersatz als irgendso ein Hungerhakenmodellgirlie.

Etwas später, was immernoch als früher gilt, trafen Männer Verabredungen zum "Schlagen". Der herausfordernde Duellant nannte einen Ort und eine Zeit und der Herausgeforderte hatte dem zu folgen. Beide brachten Sekundanten mit, Männer, die an der Stelle der eigentlichen Monsieurs kämpfen sollten, falls sie einen Schwächeanfall oder Ähnliches erleiden sollten. Die Personen vereinbarten die Kampfbedingungen sowie erlaubten Waffen, in der Antike meist die Fäuste, im nicht ganz so alten Altertum meist Degen oder Säbel, in der Prä-Neuzeit Pistolen, heute der oben beschriebene Faustkampf, und begaben sich in Position. Dann taten sie zehn Schritte und... also jedenfalls, wenn sie Pistolen hatten. Auf zusammen 20 Schritt mit dem Degen kämpfen ist relativ witzlos. Das haben die Duellanten dann dementsprechend geregelt. Bei der Pistole jedenfalls, die damals noch mit ohne Magazin und nur einem Schuß, Schwarzpulver und einer runden Kugel durchgeführt wurde, drehten sich die Kontrahenten nach zehn geradewegs gegangenen, nicht matrix-artig im dreidimensionalen Raum getätigten Schritten um und schossen aufeinander. Glücklich war der, der sich zuhause mittels Counter Strike gründlich vorbereitet hatte.

[Bearbeiten] Folgen

Ganze Landstriche wurden so von Ehrenmännern gesäubert, da sich alle wegen irgendeiner Frau, meist einer hübschen und talentierten Prostituierten die vor allen betuchten, jungen Herren scheinbar nicht ganz unintentiös ihr Taschentuch fallen lies und dabei ganz bezaubernde, doch unschuldslämmige Blicke in die Luft warf, in den Haaren hatten. Alle waren auf die ein oder andere Weise beleidigt und forderten von allen anderen Genugtuung. Heutzutage würde man das vermutlich als den Kampf von Ghettokindern um Respekt verfilmen, aber damals trug man immerhin noch Hut und Frack, bediente sich einer vorzüglich höflichen Sprache und hatte Manieren und sogar den Anstand einer Frau den Hof zu machen und ihr Gedichte zu schreiben, statt sie wie heute abzufüllen und auf der Discotoilette zu freien.

In Kontinentaleuropa hielt sich der Kampf auf Leben und Tod bis ins 20. Jahrhundert, da die vermeintlich anachronistische Vorstellung um ritterliche Ehre trotz Arbeiter- und Bauernrevolutionen unter der Oberschicht stets gepflegt wurde. Dies galt nicht als Widerspruch, im Gegenteil, man bediente sich der industriellen Revolution um bessere Pistolen zu erwerben. Durch massenhaftes Importieren von billigen Knarren aus China versuchte man auch der Unterschicht die Ritterlichkeit schmackhaft zu machen, womöglich mit dem Ziel sie sich effektiv selbst dezimieren zu lassen, aber der arme Mann spielte da nicht mit. Er fand größere Satisfaktion bei Trunksucht, Musik und Herumgehure.

[Bearbeiten] Stellung der Kirche

Die Kirche verurteilte stets "auf Leben und Tod", da sie ihr Monopol auf den göttlich bestimmten Ablebezeitpunkt gefährdet sah. Ganz zu schweigen vom Fehlen finanzkräftiger Günstlinge, die, wenn sie tot waren, ihre untreu gewordenen Gatinnen nicht mehr ins Kloster stecken konnten, was immer auch mit einer großzügigen Spende für die klösterliche Einrichtung verbunden war.

[Bearbeiten] Siehe auch

Spezialprojekte
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